1. Samuel 10 Teil 3

Samuel rief das Volk noch einmal zu einer Versammlung zusammen. Wieder kamen alle Israeliten nach Mizpa, und dort, in der Gegenwart des Herrn, teilte Samuel ihnen folgende Botschaft mit: “So spricht der Herr, der Gott Israels: ‘Ich habe euch damals aus Ägypten herausgeführt und euch von den Ägyptern und von allen anderen Feinden befreit, die euch in die Enge trieben. 19 Ich, euer Gott, habe euch seither immer wieder aus euren Nöten und Bedrängnissen herausgeholfen, und doch lehnt ihr nun meine Führung ab und verlangt, dass ich einen König über euch einsetzen soll. Gut, ihr sollt bekommen, was ihr wollt!’ Stellt euch nun geordnet nach Stämmen und Sippen vor dem Herrn auf.” 20 Zuerst ließ Samuel die Vertreter der zwölf Stämme vortreten, um durch das Los zu bestimmen, aus welchem Stamm der König kommen sollte. Es traf den Stamm Benjamin. 21 Dann traten alle Sippenoberhäupter Benjamins vor. Das Los fiel auf die Sippe Matri und unter deren Männern schließlich auf Saul, den Sohn Kischs. Doch als man ihn nach vorne rufen wollte, war er nicht zu finden. 22 Da fragten sie den Herrn: “Ist der Mann überhaupt hierher gekommen?” Der Herr antwortete: “Ja, er ist da. Aber er hat sich im Lager versteckt.” 23 Schnell liefen einige ins Lager und holten ihn. Als er dann in der versammelten Menge stand, überragte er sie alle, denn er war ein gutes Stück größer als sie. 24 Samuel sagte: “Seht ihr jetzt, wen der Herr als König ausgesucht hat? Im ganzen Volk gibt es keinen wie ihn.” Da brachen alle in lauten Jubel aus und riefen: “Lang lebe unser König!” 25 Samuel erklärte dem Volk noch einmal die Rechte und Pflichten eines Königs. Dieses “Königsgesetz” schrieb er in ein Buch und bewahrte es im Heiligtum des Herrn auf. Dann entließ er die Leute nach Hause.26 Auch Saul ging zurück nach Gibea. Ihn begleitete eine Gruppe von Soldaten, die Gott dazu bereit gemacht hatte. 27 Einige niederträchtige Männer aber spotteten: “Was, der soll uns helfen können?” Sie verachteten Saul und brachten ihm keine Geschenke. Doch Saul tat, als hörte er sie nicht.

1. Samuel 10

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