2. Samuel

Das 2. Buch Samuel erzählt von David als König über ganz Israel. Er erobert Jerusalem und die Herzen der Menschen. Er versagt aber auch in vielen Bereichen seines Lebens. Trotzdem ist er ein Mensch nach dem Herzen Gottes, weil er immer wieder ehrlich wird und Gott sucht!

2. Samuel 1 Teil 1

Erschienen am 04 Jul 2016

König Saul war in der Schlacht gegen die Philister umgekommen. Nachdem David von seinem Vergeltungsschlag gegen die Amalekiter nach Ziklag zurückgekehrt war, 2 erschien zwei Tage später bei ihm ein Mann aus Sauls Heer. Als Zeichen der Trauer waren seine Kleider zerrissen und sein Haar voller Erde. Er warf sich ehrerbietig vor David zu Boden. 3 “Woher kommst du?”, fragte David. Der Mann antwortete: “Ich habe im israelitischen Heer gekämpft und konnte den Feinden entkommen.” 4 “Wie ist die Lage?”, wollte David wissen. “Erzähl es mir!” Da berichtete der Mann: “Viele unserer Soldaten liegen gefallen oder schwer verwundet auf dem Schlachtfeld, und der Rest ist geflohen. Auch Saul und sein Sohn Jonatan sind tot.” 5 “Woher weißt du, dass Saul und Jonatan tot sind?”, unterbrach David ihn. 6 Der junge Mann fuhr fort: “Ich kam zufällig ins Bergland von Gilboa. Dort entdeckte ich Saul, der sich auf seinen Speer stützte. Die feindlichen Wagen und Reiter schlossen den Kreis um ihn immer enger. 7 Er drehte sich um, sah mich und rief mir zu, ich solle herkommen. 8 Als ich bei ihm war, fragte er: ‘Wer bist du?’ ‘Ich bin ein Amalekiter’, antwortete ich. 9 Da bat er mich: ‘Komm und töte mich, denn ich bin schwer verwundet und schon ganz schwach, aber immer noch bei vollem Bewusstsein.’ 10 Ich erfüllte ihm seine letzte Bitte: Ich erstach ihn, denn ich wusste ja, dass der Kampf verloren war und Saul sowieso sterben würde. Dann nahm ich ihm die Krone und den Armreif ab, um sie dir, meinem Herrn und Gebieter, zu überbringen.” 11 Da zerrissen David und die Männer, die bei ihm standen, ihre Gewänder. 12 Sie weinten und trauerten um Saul, seinen Sohn Jonatan und um das ganze Volk des Herrn, weil so viele Israeliten in der Schlacht umgekommen waren. Bis zum Abend fasteten sie. 13 David fragte den jungen Mann, der ihm die Nachricht überbracht hatte: “Woher kommst du?” “Ich bin der Sohn eines Einwanderers aus Amalek”, antwortete er. 14 Da fuhr David ihn an: “Wie konntest du es wagen, den König umzubringen, den der Herr auserwählt hat?” 15 Er befahl einem der jungen Männer, die bei ihm standen: “Komm her und töte ihn!” Der Mann gehorchte und stach den Amalekiter nieder. Bevor er starb, 16 sagte David noch zu ihm: “Das ist die gerechte Strafe für dein Verbrechen! Du selbst hast dich zum Tod verurteilt, als du sagtest: ‘Ich habe den König umgebracht, den der Herr erwählt hat.'”

2. Samuel 1

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