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  • Wir machen eine Pfingstpause! Täglicher Podcast wieder da am 08. Juni.

Wie gehst du mit den Geboten Gottes um? Mose erinnert das Volk Israel an die Ordnungen und Rechtsbestimmungen, die sie befolgen sollen. Diese Anweisungen sind nicht nur für die Gegenwart, sondern auch für zukünftige Generationen gedacht. Gott hat sie als sein besonderes Volk auserwählt und ihnen seine Nähe versprochen. Doch was bedeutet das für unser Leben heute? Entdecke die Bedeutung von Gehorsam und Treue in unserem Alltag.

 

Diese Woche vertiefen: Zu jeder Woche der Staffel gibt es die Freitagsvertiefung als PDF — mit einem Impuls zum Schlüssel der Woche (diesmal: Liebe) und einer praktischen Vertiefung für dich. Hier herunterladen:
https://bibletunes.de/bt/at/dtn/Freitagsvertiefung_Woche1_Liebe.pdf

 

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Gelesen von Jörg Pasquay aus der Neuen Genfer Übersetzung (NGÜ)

 

Bibeltext:

1 Und nun, ´Volk` Israel, höre auf die Ordnungen und Rechtsbestimmungen, die ich euch verkünde. Wenn ihr sie befolgt, werdet ihr leben und das Land in Besitz nehmen, das der HERR, der Gott eurer Vorfahren, euch geben wird. 2 Fügt den Geboten, die ich euch verkünde, nichts hinzu und lasst nichts davon weg. Denn es sind die Gebote des HERRN, eures Gottes – und ihr sollt sie befolgen. 3 Mit eigenen Augen habt ihr gesehen, was der HERR, euer Gott, beim Berg Pegor getan hat: Er hat jeden, der ´den Götzen` Baal ´von` Pegor angebetet hat, aus eurer Mitte gerissen und getötet. 4 Ihr aber habt dem HERRN, eurem Gott, die Treue gehalten, deshalb seid ihr am Leben geblieben. 5 Ich verkünde euch jetzt die Ordnungen und Rechtsbestimmungen, die der HERR, mein Gott, mir ´für euch` gegeben hat. Nach ihnen sollt ihr euch richten, wenn ihr in dem Land lebt, das ihr nun in Besitz nehmt. 6 Beachtet sie genau und handelt danach. Dann werdet ihr bei euren Nachbarvölkern für eure Weisheit und Einsicht berühmt sein. Wenn sie von euren Gesetzen hören, werden sie sagen: »Wie weise und verständig ist dieses große Volk!« 7 Kein anderes Volk – und sei es noch so groß – hat Götter, die ihm so nah sind, wie der HERR, unser Gott, uns nah ist! Wann immer wir zu ihm rufen, ´hört er uns`. 8 Und kein anderes Volk – und sei es noch so groß – hat Ordnungen und Bestimmungen, die so gerecht sind, wie das Gesetz, das ich euch jetzt verkünde. 9 Nehmt euch in Acht und hütet euch zu vergessen, was ihr mit eigenen Augen gesehen habt! Behaltet es euer Leben lang in euren Herzen und erzählt euren Kindern und Enkeln davon. 10 ´Denkt vor allem` an den Tag, als ihr am Berg Horeb vor dem HERRN, eurem Gott, standet. Der HERR hatte zu mir gesagt: »Ruf das Volk zusammen. Sie sollen hören, was ich ihnen zu sagen habe, und lernen, mir in Ehrfurcht zu begegnen, solange sie leben. Und auch ihren Kindern sollen sie weitergeben, ´was ich sie heute lehre`.« 11 So versammeltet ihr euch am Fuß des Berges. Der Berg stand in Flammen, die bis zum Himmel loderten, und war ringsum von Dunkelheit und schwarzen Wolken umgeben. 12 Aus dem Feuer sprach der HERR zu euch. Ihr konntet hören, was er sagte, aber seine Gestalt habt ihr nicht gesehen. Es war nur eine Stimme zu hören. 13 Er verkündete euch die Verpflichtungen, die sein Bund euch auferlegt – die zehn Gebote –, und schrieb sie auf zwei Steintafeln. 14 Mir befahl der HERR damals, euch seine Ordnungen und Rechtsbestimmungen zu lehren. Denn ihr sollt euch nach ihnen richten, wenn ihr in dem Land lebt, das ihr nun bald betreten und in Besitz nehmen werdet. 15 Nehmt euch also in Acht: Als der HERR am Berg Horeb aus dem Feuer zu euch sprach, habt ihr keinerlei Gestalt gesehen. 16 Darum fertigt euch niemals ein Götterbild an. Das wäre ein schlimmes Vergehen, ganz egal, welche Gestalt ihr ihm gebt – ob es einem Mann oder einer Frau gleicht, 17 einem Landtier, einem Vogel, 18 einem Kriechtier oder einem Fisch. 19 Und wenn ihr zum Himmel schaut und dort die Sonne, den Mond und die Sterne seht – das ganze Himmelsheer –, dann lasst euch nicht dazu verleiten, vor ihnen niederzufallen und sie zu verehren. Denn der HERR, euer Gott, hat sie den anderen Völkern zugeteilt ´– die mögen sie anbeten`. 20 Euch jedoch hat er erwählt und aus Ägypten gerettet wie aus einem glühenden Ofen, damit ihr sein Volk werdet, sein besonderes Eigentum – und das seid ihr jetzt. 21 Auf mich wurde der HERR euretwegen zornig und schwor, dass ich den Jordan nicht überschreiten und das gute Land nicht betreten würde, das er euch zum bleibenden Besitz geben wird. 22 Deshalb werde ich hier auf dieser Seite des Jordans sterben. Ihr aber werdet ihn überqueren und das gute Land auf der anderen Seite in Besitz nehmen. 23 Hütet euch, den Bund zu vergessen, den der HERR, euer Gott, mit euch geschlossen hat. Fertigt euch niemals ein Götterbild an, gleich welcher Gestalt. Das hat er euch verboten. 24 Denn der HERR, euer Gott, ist ein Feuer, das alles verzehrt. Er ist ein leidenschaftlicher Gott, der keinen neben sich duldet. 25 Wenn ihr nun lange im Land ´Kanaan` lebt und dort Kinder und Enkel bekommt, könntet ihr versucht sein, euch ein Götterbild in der Gestalt irgendeines Lebewesens anzufertigen. Das würde dem HERRN, eurem Gott, sehr missfallen und seinen Zorn herausfordern. 26 Heute rufe ich Himmel und Erde als Zeugen an: ´Wenn ihr so etwas tut`, werdet ihr innerhalb kürzester Zeit wieder aus dem Land verschwunden sein, das ihr jetzt in Besitz nehmt. Ihr werdet nicht länger darin wohnen, keiner von euch wird mehr dort zu finden sein. 27 Der HERR wird euch unter die anderen Völker zerstreuen, und nur ein kleiner Rest von euch wird in den fremden Ländern überleben, in die er euch verbannen wird. 28 Dort müsst ihr Göttern dienen, die von Menschen gemacht sind, ´Bildern` aus Holz und Stein, die weder sehen noch hören noch schmecken noch riechen können. 29 Dann werdet ihr den HERRN, euren Gott, suchen. Ihr werdet ihn finden, wenn ihr von ganzem Herzen und mit ganzer Hingabe nach ihm fragt. 30 Wenn euch eines Tages alle diese Dinge treffen und ihr in große Not geratet, dann werdet ihr wieder zum HERRN, eurem Gott, umkehren und auf seine Stimme hören. 31 Der HERR, euer Gott, ist ein barmherziger Gott. Er wird euch nicht fallen lassen und euch nicht vernichten. Den Bund, den er euren Vorfahren mit einem Eid zugesagt hat, wird er niemals vergessen. 32 Durchforscht die Ereignisse der Vergangenheit, alles, was sich zugetragen hat, seit Gott die Menschen erschaffen hat. ´Sucht` in der ganzen Welt von einem Ende bis zum anderen: Ist jemals etwas so Großartiges geschehen? Hat man jemals etwas Vergleichbares gehört? 33 Hat jemals ein Volk die Stimme Gottes mitten aus dem Feuer gehört – so wie ihr – und ist dabei am Leben geblieben? 34 Oder hat jemals ein Gott auch nur den Versuch gemacht, ein Volk aus einem anderen Volk herauszuholen und es zu seinem Eigentum zu machen, wie es der HERR, euer Gott, in Ägypten für euch getan hat? Vor euren Augen erwies er seine Macht durch Zeichen und Wunder. Mit starker Hand und ausgestrecktem Arm kämpfte er ´gegen eure Feinde` und versetzte sie in Angst und Schrecken. 35 Das alles habt ihr gesehen, damit ihr erkennt: Der HERR allein ist Gott. Es gibt keinen außer ihm. 36 Er ließ euch seine Stimme aus dem Himmel hören, um euch zu unterweisen. Er ließ euch hier auf der Erde sein gewaltiges Feuer sehen und sprach zu euch aus den Flammen heraus. 37 Weil er eure Vorfahren geliebt hat, darum hat er euch als sein Volk auserwählt. Er war mit euch und hat euch mit seiner großen Macht aus Ägypten herausgeführt. 38 Nun vertreibt er Völker vor euch, die größer und stärker sind als ihr. Denn er will euch in ihr Land bringen und es euch zum bleibenden Besitz geben, wie ihr es jetzt erlebt. 39 So erkennt nun und nehmt euch zu Herzen: Der HERR allein ist Gott im Himmel und auf der Erde. Es gibt keinen Gott außer ihm. 40 Richtet euch nach seinen Ordnungen und Geboten, die ich euch heute gebe. Dann wird es euch und euren Nachkommen gut gehen, und ihr werdet lange in dem Land leben, das der HERR, euer Gott, euch für immer geben will. 41 Damals bestimmte Mose drei Städte östlich des Jordans 42 als Zufluchtsorte für Totschläger. Wenn jemand seinen Mitmenschen unabsichtlich und nicht aus Hass getötet hatte, konnte er in eine dieser Städte fliehen und so sein Leben retten. 43 Im Gebiet des Stammes Ruben ´wählte Mose` die Stadt Bezer in der Steppe auf der Hochebene, im Gebiet des Stammes Gad die Stadt Ramot in Gilead und im Gebiet des ´halben` Stammes Manasse die Stadt Golan im Land Baschan. 44 Es folgt nun das Gesetz, das Mose den Israeliten verkündete. 45 Alle diese Gebote, Ordnungen und Rechtsbestimmungen trug Mose den Israeliten vor, als sie ´vierzig Jahre` nach ihrem Auszug aus Ägypten 46 im östlichen Jordantal angekommen waren. Sie lagerten gegenüber von Bet-Pegor im ehemaligen Gebiet des Amoriterkönigs Sihon von Heschbon. Mose und die Israeliten hatten Sihon nach ihrem Auszug aus Ägypten vernichtend geschlagen 47 und sein Land in Besitz genommen, dazu auch das Land Baschan, über das König Og regiert hatte. Das ganze Gebiet der beiden Amoriterkönige östlich des Jordans hatten sie eingenommen, 48 von Aroër am Ufer des Arnons bis zum Berg Sion, der besser bekannt ist unter dem Namen Hermon, 49 außerdem das östliche Jordantal bis hinunter zum Toten Meer und zum Fuß des Berges Pisga.

 

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Wie gehst du mit Herausforderungen um, die vor dir stehen? Der König von Bashan, Og, stellt sich dem Volk Israel entgegen. Doch Gott ermutigt Mose, keine Angst zu haben, denn er wird den Sieg schenken. In dieser Episode beleuchten wir den Kampf um das Land und die Bedeutung von Vertrauen in Gottes Führung, auch wenn der Weg ungewiss erscheint.

 

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Gelesen von Jörg Pasquay aus der Neuen Genfer Übersetzung (NGÜ)

 

Bibeltext:

1 Wir zogen dann weiter in Richtung Baschan. Aber Og, der König von Baschan, zog uns mit seinem ganzen Heer entgegen, um bei Edreï gegen uns zu kämpfen. 2 Da sagte der HERR zu mir: »Hab keine Angst vor ihm! Ich gebe ihn, sein ganzes Volk und sein Land in deine Gewalt. Vernichte ihn wie den Amoriterkönig Sihon, der in Heschbon regierte.« 3 Der HERR, unser Gott, gab Og, den König von Baschan, und sein gesamtes Heer in unsere Gewalt. Wir töteten ihn ´und alle seine Kämpfer`, kein Einziger entkam. 4 Damals nahmen wir alle seine Städte ein, insgesamt sechzig – das ganze Gebiet von Argob im Königreich Baschan. Keine Stadt blieb verschont, 5 obwohl sie alle mit hohen Mauern und verriegelbaren Toren befestigt waren. Dazu kamen noch viele Ortschaften auf dem Land. 6 Wir vollstreckten den Bann an ihnen und töteten die gesamte Bevölkerung – Männer, Frauen und Kinder –, so wie wir es im Land König Sihons von Heschbon getan hatten. 7 Nur das Vieh und die Beute aus den Städten nahmen wir mit. 8 So eroberten wir in jener Zeit das Land der beiden Amoriterkönige östlich des Jordans, vom Arnontal bis zum Berg Hermon. 9 – Diesen Berg nennen die Sidonier Sirjon, und die Amoriter nennen ihn Senir. – 10 Wir nahmen alle Städte der Hochebene ´nördlich des Arnons` ein, dazu das ganze Gebiet Gilead und die ganze Landschaft Baschan bis zu den Städten Salcha und Edreï, die zum Reich König Ogs von Baschan gehört hatten. 11 – Og war der letzte Überlebende vom Geschlecht der Rafaïter. Sein eiserner Sarg steht noch heute in Rabba, der Hauptstadt der Ammoniter. Er ist viereinhalb Meter lang und zwei Meter breit. – 12 Nachdem wir diese beiden Königreiche erobert hatten, gab ich das Gebiet ´nördlich von` Aroër und vom Fluss Arnon – also die ´südliche` Hälfte des Berglandes Gilead mit allen dazugehörenden Städten – den Stämmen Ruben und Gad ´als bleibenden Besitz`. 13 Die ´nördliche` Hälfte des Berglandes Gilead und ganz Baschan einschließlich des Gebiets Argob, des Landes von König Og, gab ich der einen Hälfte des Stammes Manasse. – Die Landschaft Baschan wird auch als »Land der Rafaïter« bezeichnet. 14 Jaïr aus dem Stamm Manasse nahm das gesamte Gebiet von Argob in Besitz bis zur Grenze von Geschur und Maacha. Den Ortschaften in diesem Teil Baschans gab er den Namen »Dörfer Jaïrs«. So heißen sie bis heute. – 15 Das ´nördliche` Bergland Gilead teilte ich also der Sippe Machir ´aus dem Stamm Manasse` zu. 16 Und ´das südliche Bergland` zwischen dem Fluss Jabbok und dem Fluss Arnon mit seinem Uferland gab ich den Stämmen Ruben und Gad. ´Im Osten wurde ihr Gebiet` vom Land der Ammoniter begrenzt. 17 Zu ihrem Gebiet gehörte auch die Ostseite des Jordantals vom See Gennesaret bis zum Toten Meer und zum Fuß des Berges Pisga. 18 Damals forderte ich die Männer dieser Stämme auf: »Der HERR, euer Gott, hat euch dieses Land ´als Erbbesitz` gegeben, und ihr konntet es erobern. Nun müsst ihr euch mit all euren wehrfähigen Männern zum Krieg rüsten und an der Spitze eurer Bruderstämme den Jordan überqueren, ´um an ihrer Seite zu kämpfen`. 19 Nur eure Frauen, eure Kinder und euer Vieh – ich weiß ja, dass ihr große Herden habt – können hier in den Städten bleiben, die ich euch zugeteilt habe. 20 Erst wenn der HERR, euer Gott, euren Bruderstämmen auf der anderen Seite des Jordans ihr Land gegeben hat und sie dort in Ruhe und Frieden leben können, dürft ihr wieder zu eurem Grundbesitz zurückkehren, den ich euch zugeteilt habe.« 21 Zu Josua sagte ich in jener Zeit: »Du hast mit eigenen Augen gesehen, was der HERR, euer Gott, mit diesen beiden Königen getan hat. Genauso wird er die Königreiche besiegen, auf die ihr trefft, wenn ihr den Jordan überquert. 22 Hab keine Angst vor ihnen! Denn der HERR, euer Gott, wird selbst für euch kämpfen.« 23 Um diese Zeit bat ich den HERRN, mir seine Güte zu erweisen. Ich betete: 24 »HERR, mein Gott, du hast gerade erst begonnen, ´mir`, deinem Diener, deine Größe und Macht zu zeigen. Wo im Himmel und auf der Erde gibt es einen Gott, der das tun könnte, was du tust? Wer kann so mächtige Wunder vollbringen wie du? 25 Bitte lass mich doch auch den Jordan überqueren und das gute Land sehen, das auf der anderen Seite liegt – das schöne Bergland und den Libanon.« 26 Aber der HERR war euretwegen zornig auf mich und erhörte meine Bitte nicht. »Genug davon!«, sagte er. »Bitte mich nicht weiter darum. 27 Steig auf den Gipfel des Berges Pisga und schau ´nach allen Seiten`, nach Westen, Osten, Süden und Norden. Sieh dir das ´ganze Land` genau an. Denn du wirst den Jordan nicht überqueren. 28 Übertrage Josua die Führung des Volkes, stärke ihn und mache ihm Mut. Denn er ist derjenige, der das Volk über den Jordan führen wird. Er soll das Land, das du ´vom Gipfel aus` siehst, ´erobern und es` unter den Israeliten als Erbbesitz verteilen.« 29 Wir blieben dann ´eine Zeitlang` hier im Tal in der Nähe von Bet-Pegor.

 

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Wie gehst du mit der Ungewissheit deines Weges um? Die Israeliten ziehen durch die Wüste, geleitet von Gottes Weisungen. Sie erfahren, wie wichtig Respekt und Rücksichtnahme auf andere Völker sind und wie Gott sie trotz ihrer Umwege führt. Diese Episode zeigt, dass auch in schwierigsten Zeiten Gottes Hand über uns bleibt.

 

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Gelesen von Jörg Pasquay aus der Neuen Genfer Übersetzung (NGÜ)

 

Bibeltext:

1 Danach machten wir kehrt und zogen ´wieder` in die Wüste Richtung Schilfmeer, so wie der HERR es mir befohlen hatte. Lange Zeit wanderten wir ´im Gebiet rings um` das Bergland Seïr umher. 2 Schließlich sagte der HERR zu mir: 3 »Ihr seid nun lange genug um dieses Bergland gezogen. Wendet euch jetzt nach Norden! 4 Gib dem Volk folgende Weisung: Ihr zieht nun durch das Gebiet eures Brudervolkes Edom, das im Bergland Seïr wohnt. Sie werden Angst vor euch haben, aber hütet euch davor, 5 mit ihnen Krieg anzufangen! Ich werde euch keinen Fußbreit von ihrem Land geben, denn das Bergland Seïr habe ich Esau ´und seinen Nachkommen` als bleibenden Besitz gegeben. 6 Wenn ihr ´unterwegs` Essen und Trinkwasser braucht, dann sollt ihr es ihnen bezahlen.« 7 ´Das konntet ihr`, denn der HERR, euer Gott, hat euch gesegnet bei allem, was ihr getan habt. Er hat für euch gesorgt, als ihr durch diese große Wüste gezogen seid. Die ganzen vierzig Jahre hat er euch begleitet, und es hat euch an nichts gefehlt. 8 So wandten wir uns ´nordwärts`. Aber wir zogen nicht direkt durch das Bergland Seïr, wo unser Brudervolk Edom wohnt, und folgten auch nicht der Straße, die von Elat und Ezjon-Geber durch die lange Senke ´nach Norden` führt. Stattdessen wählten wir den Weg durch die Wüste in Richtung Moab. 9 Der HERR sagte zu mir: »Behandelt die Moabiter nicht als Feinde und fangt keinen Krieg mit ihnen an! Auch von ihrem Land werde ich euch nichts geben, denn sie sind Nachkommen Lots und ich habe ihnen das Gebiet von Ar als bleibenden Besitz zugesprochen.« 10 – Früher hatten dort die Emiter gewohnt, ein zahlreiches und mächtiges Volk, dessen Männer so hochgewachsen waren wie die Anakiter 11 und die ebenso wie die Anakiter zum Geschlecht der Rafaïter gehörten. Den Namen Emiter gaben ihnen die Moabiter. 12 Im Bergland Seïr lebten früher die Horiter. Aber die Nachkommen Esaus vertrieben und vernichteten sie und nahmen ihr Land in Besitz, so wie die Israeliten es später mit dem Land machten, das der HERR ihnen gab. – 13 ´Der Herr befahl uns:` »Brecht ´wieder` auf und überquert den Bach Sered.« Das taten wir. 14 Seit unserem Aufbruch von Kadesch-Barnea bis zu dem Tag, als wir den Bach Sered durchquerten, waren 38 Jahre vergangen. Inzwischen lebte keiner mehr von der Generation, die damals im wehrfähigen Alter gewesen war – genau wie der HERR es ihnen geschworen hatte. 15 Er hatte sich gegen sie gewandt und dafür gesorgt, dass im ganzen Volk keiner von ihnen übrig blieb. 16 Sie waren alle gestorben. 17 Der HERR sagte zu mir: 18 »Heute werdet ihr in der Nähe ´der Stadt` Ar das Gebiet der Moabiter durchqueren 19 und an die Grenze der Ammoniter kommen. Behandelt auch die Ammoniter nicht als Feinde und fangt keinen Krieg mit ihnen an. Auch von ihrem Land werde ich euch nichts geben, denn auch sie sind Nachkommen Lots und ich habe ihnen ihr Gebiet als bleibenden Besitz zugesprochen.« 20 – Auch in ihrem Gebiet hatten früher die Rafaïter gelebt. Die Ammoniter bezeichneten sie als Samsummiter. 21 Sie waren ein mächtiges und großes Volk, dessen Menschen so hochgewachsen waren wie die Anakiter. Aber der HERR hatte sie in die Gewalt der Ammoniter gegeben, die sie vernichtet und sich an ihrer Stelle dort niedergelassen hatten. 22 Auf ähnliche Weise hatte er den Nachkommen Esaus geholfen, sich im Bergland von Seïr anzusiedeln: Mit seiner Hilfe hatten sie die Horiter vernichtet und sich an ihrer Stelle dort niedergelassen. Bis heute leben sie dort. 23 Genauso war es den Awitern ergangen, die in der Umgebung von Gaza in Dörfern gewohnt hatten: Als die Philister aus Kaftor ausgewandert waren, hatten sie die Awiter vernichtet und sich an ihrer Stelle dort angesiedelt. – 24 ´Der HERR befahl uns:` »Brecht ´wieder` auf und überquert den Fluss Arnon. Hiermit gebe ich den Amoriterkönig Sihon von Heschbon und sein ganzes Land in eure Gewalt. Greift ihn an und nehmt sein Land in Besitz! 25 Von heute an will ich alle Völker der Erde euretwegen in Angst und Schrecken versetzen. Wenn sie von euch hören, werden sie aus Furcht vor euch zittern und beben.« 26 Da schickte ich von der Wüste Kedemot aus Boten zu König Sihon nach Heschbon und ließ ihn freundlich bitten: 27 »Gestatte uns, durch dein Land zu ziehen! Wir wollen nur die Straße benutzen und weder nach rechts noch nach links davon abweichen. 28 Was wir an Nahrung und Wasser brauchen, werden wir bezahlen. Wir wollen nichts weiter als durchziehen, 29 so wie es uns die Edomiter beim Bergland Seïr und die Moabiter im Gebiet von Ar gestattet haben. Unser Ziel ist das Land auf der anderen Seite des Jordans, das der HERR, unser Gott, uns geben will.« 30 Aber Sihon, der König von Heschbon, wollte uns nicht durch sein Land ziehen lassen. Der HERR, euer Gott, hatte ihn unnachgiebig und hartherzig gemacht. Denn er wollte ihn in eure Gewalt geben, wie es dann auch tatsächlich geschehen ist. 31 Der HERR sagte zu mir: »Ich habe gehandelt und Sihon und sein Land an euch ausgeliefert. Nun handelt auch ihr: Zieht los und nehmt sein Land in Besitz!« 32 Sihon zog uns mit seinem Heer nach Jahaz entgegen, um gegen uns zu kämpfen. 33 Aber der HERR, unser Gott, gab ihn in unsere Gewalt, und wir töteten ihn, seine Söhne und alle seine Kämpfer. 34 Wir nahmen alle seine Städte ein und vollstreckten den Bann an ihren Bewohnern: Wir töteten alle Männer, Frauen und Kinder – keinen ließen wir am Leben. 35 Nur das Vieh und die Beute aus den Städten nahmen wir mit. 36 Von ´der Stadt` Aroër oben am Rand des Arnontals und der Stadt unten am Arnon selbst bis hin zum Gebiet von Gilead gab es keine Stadt, die sich gegen uns behaupten konnte – alle gab der HERR, unser Gott, in unsere Gewalt. 37 Vom Land der Ammoniter jedoch hielten wir uns fern ´und besetzten` weder das Gebiet zu beiden Seiten des Flusses Jabbok noch die Städte im angrenzenden Bergland. Denn der HERR hatte es uns ausdrücklich verboten.

 

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Kennst du das Gefühl, in einer langen Wartezeit festzustecken? Das Volk Israel hat 40 Jahre in der Wüste verbracht, bevor es ins verheißene Land ziehen konnte. Mose erinnert die Israeliten an die Treue Gottes, der sie während dieser Zeit nie verlassen hat. Auch wir können darauf vertrauen, dass Gott uns in unseren Herausforderungen begleitet und für uns sorgt. Lass dich ermutigen, auch in deiner Wüste auf Gottes Verheißungen zu vertrauen.

 

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Gelesen von Jörg Pasquay aus der Neuen Genfer Übersetzung (NGÜ)

Bibeltext:

1 In diesem Buch sind die Reden aufgeschrieben, die Mose an das Volk Israel richtete, als es östlich des Jordans lagerte, in der moabitischen Steppe gegenüber von Suf, zwischen Paran, Tofel, Laban, Hazerot und Di-Sahab. 2 – Vom Berg Horeb über das Bergland Seïr bis nach Kadesch-Barnea sind es elf Tagesreisen. – 3 Im vierzigsten Jahr ´nach ihrem Auszug aus Ägypten`, am ersten Tag des elften Monats, erinnerte Mose die Israeliten an alle Gebote und Anweisungen, die er vom HERRN empfangen und an sie weitergegeben hatte. 4 Vorher hatten die Israeliten unter Moses Führung den Amoriterkönig Sihon aus Heschbon besiegt sowie Og, den König von Baschan, der in den Städten Aschtarot und Edreï regiert hatte. 5 Im Gebiet der Moabiter, östlich des Jordans, legte Mose dem Volk das Gesetz aus. Er begann: 6 Der HERR, unser Gott, hat am Berg Horeb zu uns gesagt: »Ihr habt euch nun lange genug an diesem Berg aufgehalten. 7 Brecht eure Zelte ab und zieht zu den Amoritern im Bergland ´von Kanaan` und zu ihren Nachbarvölkern, die im Jordantal, in den Bergen, im ´westlichen` Hügelland, in der Wüste Negev und an der Mittelmeerküste wohnen. ´Erobert` das Land Kanaan und das Libanongebirge, bis hinauf zum großen Strom Eufrat. 8 Hiermit gebe ich euch dieses ganze Gebiet – es liegt offen vor euch. Zieht hinein und nehmt es in Besitz! Es ist das Land, das ´ich`, der HERR, bereits euren Vorfahren Abraham, Isaak und Jakob mit einem Eid zugesagt habe, ´als bleibenden Besitz` für sie und ihre Nachkommen.« 9 Damals ´am Berg Horeb` sagte ich zu euch: »Ich alleine kann ´die Verantwortung für` euch nicht mehr tragen. 10 Der HERR, euer Gott, hat euch so zahlreich werden lassen wie die Sterne am Himmel, 11 und er möge euer Volk noch tausendmal größer werden lassen. Der Gott eurer Vorfahren möge euch segnen, wie er es zugesagt hat. 12 Aber wie soll ich es schaffen, all eure Sorgen und Nöte zu tragen und eure Streitfälle ´zu schlichten`? 13 Wählt unter euren Stammes- und Sippenoberhäuptern weise und fähige Männer aus, die ich als Schiedsleute über euch einsetzen kann.« 14 Ihr wart damit einverstanden. 15 Also setzte ich die weisen und erfahrenen Oberhäupter, ´die ihr ausgewählt hattet`, zu Schiedsleuten ein. Sie waren verantwortlich für jeweils tausend, hundert, fünfzig oder zehn ´Männer mit ihren Familien`. 16 Ich übertrug ihnen das Richteramt und befahl ihnen: »Hört euch die Streitfälle an und sprecht gerechte Urteile. Dabei darf es keine Rolle spielen, ob die Beteiligten zum Volk Israel gehören oder Fremde sind. 17 Lasst euch vor Gericht nicht davon beeinflussen, wen ihr vor euch habt. Hört die einfachen Leute genauso an wie die einflussreichen und vornehmen. Fürchtet euch vor niemand, denn vor Gericht handelt ihr in Gottes Auftrag. Ist euch ein Fall zu schwierig, dann kommt damit zu mir, und ich werde ihn entscheiden.« 18 Ich gab euch damals auch noch viele andere Anweisungen, die ihr befolgen solltet. 19 Nach dem Befehl des HERRN, unseres Gottes, verließen wir also den Berg Horeb und machten uns auf den Weg zum Bergland der Amoriter. Wir zogen durch die große und schreckliche Wüste, an die ihr euch nur zu gut erinnert. Als wir Kadesch-Barnea erreicht hatten, 20 sagte ich zu euch: »Ihr seid jetzt bis zum Bergland der Amoriter gekommen, das der HERR, unser Gott, uns geben wird. 21 Schaut euch um! Der HERR gibt euch dieses Land – es liegt offen vor euch. Also zieht los und nehmt es ein! So hat der HERR, der Gott eurer Vorfahren, es euch aufgetragen. Habt keine Angst und lasst euch nicht einschüchtern.« 22 Aber ihr alle kamt zu mir mit der Bitte: »Wir würden lieber einige Männer vorausschicken, die das Land für uns erkunden. Sie sollen uns sagen, welchen Weg wir am besten einschlagen und welche Städte wir dort antreffen.« 23 Dieser Vorschlag fand meine Zustimmung, und so bestimmte ich zwölf Männer, aus jedem Stamm einen. 24 Sie machten sich auf den Weg ins Bergland und erkundeten es bis zum Eschkol-Tal. 25 Bei ihrer Rückkehr brachten sie einige Früchte des Landes mit und erstatteten uns Bericht. Sie sagten: »Das Land, das der HERR, unser Gott, uns gibt, ist ein gutes Land!« 26 Ihr aber wolltet nicht hineinziehen, ihr habt euch dem Befehl des HERRN, eures Gottes, widersetzt. 27 In euren Zelten habt ihr gejammert und geklagt: »Der HERR hasst uns. Er hat uns nur aus Ägypten geführt, um uns den Amoritern auszuliefern. Sie werden uns vernichten! 28 Wohin sollen wir denn jetzt gehen? Unsere Kundschafter haben uns allen Mut genommen. Sie haben uns erzählt: ›Die Menschen, die wir dort gesehen haben, sind größer und stärker als wir! Sie haben große Städte, deren Mauern bis zum Himmel reichen. Sogar Anakiter haben wir dort gesehen!‹« 29 Aber ich entgegnete euch: »Erschreckt nicht und habt keine Angst vor ihnen! 30 Der HERR, euer Gott, wird vor euch herziehen und für euch kämpfen. Ihr habt erlebt, was er in Ägypten für euch getan hat. 31 Und auch in der Wüste habt ihr erfahren, wie der HERR, euer Gott, euch den ganzen Weg bis hierher getragen hat wie ein Vater sein Kind.« 32 Trotzdem habt ihr dem HERRN, eurem Gott, nicht vertraut. 33 Dabei ist er den ganzen Weg vor euch hergezogen, um die Lagerplätze auszusuchen ´und euch zu führen`: bei Tag in einer Wolke und bei Nacht in einem Feuer, das euren Weg erleuchtete. 34 Der HERR hörte euer Gejammer. Er wurde zornig und schwor: 35 »Nicht ein Einziger aus dieser widerspenstigen Generation wird das gute Land sehen, das ich euren Vorfahren mit einem Eid versprochen habe! 36 Nur Kaleb, der Sohn Jefunnes, wird es betreten. Ihm und seinen Nachkommen werde ich das Gebiet geben, das er erkundet hat. Denn er hat mir, dem HERRN, von ganzem Herzen vertraut.« 37 Auch auf mich war der HERR euretwegen zornig. Er sagte zu mir: »Du wirst das Land ebenfalls nicht betreten! 38 An deiner Stelle wird Josua, der Sohn Nuns, der dir zur Seite steht, hineingehen. Ermutige ihn, denn er soll das Land ´erobern und es` unter den Israeliten als Erbbesitz verteilen.« 39 ´Und zu euch sagte der HERR:` »Eure kleinen Kinder, die noch nicht zwischen Gut und Böse unterscheiden können und von denen ihr befürchtet, dass sie den Feinden in die Hände fallen – sie werden in das Land hineinkommen. Ihnen werde ich es geben, und sie werden es in Besitz nehmen. 40 Ihr aber müsst wieder umkehren und in die Wüste Richtung Schilfmeer ziehen.« 41 Da sagtet ihr zu mir: »Wir haben gegen den HERRN gesündigt! Wir sind jetzt doch bereit, ´in das Bergland von Kanaan` zu ziehen und zu kämpfen, wie der HERR, unser Gott, es uns befohlen hat.« Jeder griff zu seinen Waffen, und ihr meintet, ihr könntet problemlos das Bergland erobern. 42 Aber der HERR befahl mir, euch auszurichten: »Zieht nicht ins Land und kämpft nicht, denn ich werde euch nicht beistehen! Eure Feinde werden euch besiegen.« 43 Doch ihr wolltet nicht auf meine Warnung hören. Ihr widersetztet euch dem Befehl des HERRN. Denn ihr hattet es euch in den Kopf gesetzt, in das Bergland hinaufzuziehen. 44 Doch die Amoriter, die das Bergland bewohnten, kamen euch entgegen und fielen wie ein Bienenschwarm über euch her. Sie schlugen euch in die Flucht ´und jagten euch` durch das Gebiet von Seïr bis nach Horma. 45 Ihr kehrtet zurück ´nach Kadesch` und weintet vor dem HERRN. Aber er hörte nicht auf euer Gejammer und gab euch keine Antwort mehr. 46 Ihr bliebt dann eine lange Zeit in Kadesch.

 

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Warum war ausgerechnet das 5. Buch Mose eines der Lieblingsbücher von Jesus?
Zum Staffelstart nimmt dich Detlef Kühlein mit hinein in Dewarim („Worte“) – das große Finale der Tora, in dem Mose der neuen Generation Gottes Gesetz noch einmal neu auslegt, bevor Israel ins verheißene Land zieht.
In dieser Staffel bekommst du jeden Tag zwei Episoden: Zuerst liest dir Jörg Pasquay ein ganzes Kapitel als Hörbibel vor, danach teilt Detlef Kühlein seine Impulse dazu – und entdeckt mit dir, wie Jesus dieses Buch gelesen hat. Dazu gibt es jeden Freitag ein PDF zum Vertiefen.
Lass dich mit hineinnehmen in diese Worte, die bis heute Leben schenken.

 

 

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In dieser Episode geht es um Sprüche 11,15 und die Frage, wie wir gesunde Grenzen und weise Entscheidungen im Alltag treffen können. Anhand praktischer Beispiele und der Geschichte von David wird deutlich, dass nicht jedes „Ja“ automatisch richtig ist und dass echte Weisheit oft Mut zur Klarheit bedeutet. Die Folge lädt dazu ein, Verantwortung nicht aus Angst, Druck oder dem Wunsch nach Anerkennung zu übernehmen, sondern bewusst und ehrlich zu handeln. Gleichzeitig macht sie Mut, Gott in schwierige Entscheidungen einzubeziehen und ihm mehr zu vertrauen als kurzfristigen Lösungen. Eine ehrliche und alltagsnahe Folge über Grenzen, Charakter und innere Freiheit.

 

Bibeltext:

15Wer sich für die Schulden eines anderen verbürgt hat, wird es eines Tages bitter bereuen. Wer sich darauf gar nicht erst einlässt, hat seine Ruhe.

 

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In dieser Episode geht es um Sprüche 11,14 und die Frage, wie wir weise Entscheidungen treffen können. Anhand persönlicher Beispiele und der Geschichte von David wird deutlich, wie wichtig gute Ratgeber, ehrliche Gespräche und die bewusste Suche nach Gottes Führung sind. Die Folge macht Mut, Entscheidungen nicht allein tragen zu müssen, sondern Hilfe, Gebet und Gemeinschaft als Stärke zu entdecken. Gleichzeitig wird gezeigt, dass echte Weisheit oft darin liegt, innezuhalten, nachzufragen und Gott in den Entscheidungsprozess einzubeziehen. Eine ermutigende Folge über Vertrauen, Orientierung und den Mut, sich begleiten zu lassen.

 

Bibeltext:

 

14Ohne eine gute Regierung geht jedes Volk zugrunde; wo aber viele Ratgeber sind, gibt es Sicherheit.

 

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In dieser Episode steht Sprüche 11,13 im Mittelpunkt und zeigt, wie zerbrechlich Vertrauen sein kann. Anhand der Geschichte von David, Ahimelech und Doeg wird deutlich, welche zerstörerische Kraft Worte und weitergetragene Informationen entfalten können. Gleichzeitig lädt die Folge dazu ein, den eigenen Umgang mit Geheimnissen, Vertrauen und Beziehungen ehrlich zu reflektieren. Es geht um die Frage, wie wir zu Menschen werden können, die Sicherheit, Treue und Weisheit ausstrahlen. Der Blick auf Jesus macht dabei deutlich, dass geistliche Reife sich nicht nur darin zeigt, was wir sagen, sondern auch darin, was wir bewusst für uns behalten.

 

Bibeltext:

 

13Wer klatschsüchtig ist, wird auch anvertraute Geheimnisse ausplaudern; ein zuverlässiger Mensch behält die Sache für sich.

 

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In dieser Episode steht Sprüche 11,12 im Mittelpunkt und lädt dazu ein, neu über die Macht unserer Worte nachzudenken. Anhand der Geschichte von Saul, Jonathan und David wird deutlich, wie verletzende Worte Beziehungen zerstören können und wie oft hinter unweisen Reaktionen Angst, Unsicherheit oder Kontrollverlust stehen. Gleichzeitig zeigt die Folge, dass wahre geistliche Reife nicht im Zurückschlagen liegt, sondern im Vertrauen auf Gott und in der Fähigkeit, innezuhalten. Der Blick auf Jesus macht Mut, Konflikte nicht aus Wut heraus zu führen, sondern Frieden, Weisheit und Selbstbeherrschung wachsen zu lassen. Eine ehrliche und herausfordernde Folge über Worte, Herz und Vertrauen.

 

Bibeltext:

 

12Wer verächtlich über seinen Mitmenschen herzieht, hat keinen Verstand. Ein vernünftiger Mensch hält seine Zunge im Zaum.

 

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In dieser Episode steht Sprüche 11,11 im Mittelpunkt und zeigt, welchen Einfluss einzelne Menschen auf ihr Umfeld haben können. Anhand von persönlichen Bildern und biblischen Geschichten wird deutlich, wie Ehrlichkeit, Mut und Opferbereitschaft eine ganze Gemeinschaft zum Aufblühen bringen können. Gleichzeitig wird ermutigt, auch dann dranzubleiben, wenn Gutes tun anstrengend ist oder wenig Anerkennung bringt. Die Folge lädt dazu ein, die eigene Rolle neu zu entdecken und bewusst Licht in das eigene Umfeld zu bringen. Denn oft bewirken wir mehr, als wir selbst wahrnehmen.

 

Bibeltext:

 

11Eine Stadt blüht auf durch den Segen, den ehrliche Menschen ihr bringen; aber die Worte der Gottlosen sind ihr Untergang.

 

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In dieser Episode steht Sprüche 11,10 im Mittelpunkt und zeigt, wie stark das Verhalten von Menschen ganze Gemeinschaften prägt. Es wird deutlich, dass gerechte und verantwortungsvolle Menschen Segen und Freude bringen, während das Handeln von Übeltätern Leid und Belastung verursacht. Anhand biblischer Beispiele wird die Sehnsucht nach guten Leitern und echter Gerechtigkeit greifbar. Gleichzeitig wird daran erinnert, dass letztlich Gott selbst der beste Führer ist, dem wir vertrauen können. Die Folge lädt dazu ein, selbst Verantwortung zu übernehmen und im eigenen Umfeld Frieden und Gutes zu fördern.

 

Bibeltext:

 

10Die ganze Stadt feiert den Erfolg von guten Menschen; und wenn Übeltäter umkommen, herrscht großer Jubel.

 

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In dieser Episode steht Sprüche 11,9 im Mittelpunkt und macht deutlich, welche enorme Kraft unsere Worte haben. Anhand persönlicher Erfahrungen und der biblischen Geschichte von Samuel und Saul wird gezeigt, wie Worte entweder entmutigen oder aufbauen und sogar Lebenswege prägen können. Die Folge lädt dazu ein, bewusst zu prüfen, welchen Stimmen wir glauben und wie wir selbst mit unseren Worten umgehen. Dabei wird deutlich, dass Gottes Wahrheit uns stärkt und in unsere Berufung hineinführt. Am Ende steht die Frage: Nutzen wir unsere Worte, um Leben zu schenken – oder um es zu zerstören?

 

Bibeltext:

 

9Wer Gott missachtet, schadet anderen mit seinen Worten; wer Gott gehorcht, kommt durch sein Wissen davon.

 

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In dieser Episode geht es um Sprüche 11,8 und die entscheidende Frage, auf welchem Fundament wir unser Leben bauen. Es wird deutlich, dass äußere Erfolge und menschliche Sicherheiten oft trügerisch sind und in Krisen keinen echten Halt bieten. Anhand biblischer Beispiele und Jesu Gleichnis vom Hausbau wird gezeigt, dass ein Leben im Vertrauen auf Gott auch Stürme überstehen kann. Die Folge lädt dazu ein, das eigene Fundament ehrlich zu reflektieren und neu auf Gott auszurichten. Dabei wird deutlich: Nicht ein problemloses Leben ist die Verheißung, sondern ein tragfähiges Fundament, das wirklich trägt.

 

Bibeltext:

 

8 Wer zu Gott gehört, wird aus der Not gerettet; an seiner Stelle gerät der hinein, der von Gott nichts wissen will.

 

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In dieser Episode geht es um Sprüche 11,7 und die Frage, worauf wir unsere Hoffnung wirklich setzen. Es wird deutlich, dass alle irdischen Sicherheiten wie Reichtum oder Erfolg vergänglich sind und spätestens mit dem Tod ihre Bedeutung verlieren, während die Hoffnung auf Gott Bestand hat. Anhand persönlicher Erfahrungen und der Geschichte von Samuel wird gezeigt, wie ein Leben im Vertrauen auf Gott zu echter Sicherheit, Frieden und Sinn führt. Die Folge lädt dazu ein, den eigenen Fokus zu überprüfen und Entscheidungen stärker an Gottes Perspektive auszurichten. Dabei wird ermutigt, das Leben bewusst auf das auszurichten, was Ewigkeitswert hat.

 

Bibeltext:

 

7 Mit dem Tod eines Gottlosen sterben auch seine Hoffnungen; alles, worauf er sich bisher verlassen hatte, hilft dann nicht mehr.

 

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In dieser Episode geht es um Sprüche 11,6 und den Gegensatz zwischen Aufrichtigkeit und Gier. Es wird deutlich, dass Gier Menschen innerlich gefangen nimmt und ihnen den Frieden raubt, während ein ehrliches und rechtschaffenes Leben zu Freiheit und Stabilität führt. Anhand biblischer Beispiele und praktischer Alltagsbezüge wird gezeigt, wie wichtig es ist, Zufriedenheit zu lernen und bewusst großzügig zu leben. Gleichzeitig lädt die Folge dazu ein, eigene Motive zu hinterfragen und Entscheidungen nicht von Neid oder Vergleich bestimmen zu lassen. Der Blick auf Jesus macht deutlich, dass echte Fülle dort entsteht, wo wir lernen, zu geben und Gott zu vertrauen.

 

Bibeltext:

 

6 Den Aufrichtigen rettet seine Rechtschaffenheit; doch der, dem man nicht trauen kann, ist durch seine eigene Gier gefangen.

 

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In dieser Episode steht Sprüche 11,5 im Mittelpunkt und zeigt zwei Wege auf: den Weg der Gerechtigkeit, der zu einem gefestigten Leben führt, und den Weg der Sünde, der letztlich ins Verderben mündet. Anhand der Geschichte aus 1. Samuel 5 wird deutlich, wie bewusster Frevel und falsche Sicherheiten zum Fall führen, während Gottes Souveränität bestehen bleibt. Die Folge lädt dazu ein, das eigene Leben zu reflektieren und sich neu an Gottes Maßstäben auszurichten. Dabei wird betont, dass echtes Leben aus Vertrauen, Gehorsam und einer Beziehung zu Gott entsteht – nicht aus Kontrolle oder eigenen Strategien. Abschließend richtet sich der Blick auf Jesus, der zeigt, dass Gottes Gebote Ausdruck von Liebe, Gerechtigkeit und Beziehung sind.

 

Bibeltext:

 

5 Wer sich nach Gottes Geboten richtet, dem ebnet sein Gehorsam den Weg; aber einen Gottlosen bringt seine Sünde zu Fall.

 

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In dieser Episode steht Sprüche 11,4 im Fokus und stellt unser Verständnis von Sicherheit radikal in Frage. Es wird deutlich, dass materieller Reichtum keinen echten Schutz bietet, sondern dass wahre Sicherheit in einer lebendigen Beziehung zu Gott und einem gerechten Leben liegt. Anhand der Geschichte aus 1. Samuel 4 wird gezeigt, wie trügerisch es ist, sich auf äußere religiöse Symbole zu verlassen, ohne Gott wirklich zu suchen. Gleichzeitig macht das Beispiel von Zachäus deutlich, wie eine echte Begegnung mit Jesus das Herz verändert und neue Freiheit schenkt. Die Folge lädt dazu ein, das eigene Vertrauen zu prüfen und neu auf Gott auszurichten.

 

Bibeltext:

 

4 Reichtum bewahrt nicht vor Gottes Zorn; wer aber Gott gehorcht, bleibt von dem Verderben verschont.

 

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In dieser Episode geht es um Sprüche 11,3 und die Kraft von Ehrlichkeit im Alltag. Anhand konkreter Beispiele wird deutlich, wie herausfordernd es sein kann, auch in kleinen Dingen aufrichtig zu handeln – und welche Konsequenzen Unehrlichkeit langfristig haben kann. Die Geschichte von Samuel zeigt, dass echte Integrität Mut erfordert, aber zugleich der Weg ist, auf dem Gott führt und spricht. Gleichzeitig wird ermutigt, sensibel für Gottes Stimme zu werden und ihm im Alltag Raum zu geben. Die Folge lädt dazu ein, Ehrlichkeit bewusst einzuüben und sich dabei an Jesus zu orientieren, der diesen Weg konsequent gegangen ist.

 

Bibeltext:

 

3 Ehrlichkeit leitet den Aufrichtigen auf seinem Weg; ein Unehrlicher zerstört sich selbst durch seine Falschheit.

 

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In dieser Episode steht Sprüche 11,2 im Mittelpunkt und lädt dazu ein, über Demut und Stolz nachzudenken. Es wird gezeigt, dass biblische Demut nichts mit Schwäche zu tun hat, sondern mit ehrlicher Selbsteinschätzung, Lernbereitschaft und einem offenen Herzen für andere. Anhand praktischer Beispiele und der Geschichte von Hannah wird deutlich, wie Demut zu innerem Frieden, gesunden Beziehungen und echter Weisheit führt, während Stolz oft in Isolation und Konflikte mündet. Gleichzeitig wird ermutigt, eigene Haltungen zu reflektieren und Herausforderungen bewusst vor Gott zu bringen. So wird die Folge zu einer Einladung, ein Leben zu führen, das von Demut geprägt ist und darin echte Stärke entdeckt.

 

Bibeltext:

 

2 Hochmut zieht Schande nach sich, ein weiser Mensch ist bescheiden.

 

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In dieser Episode geht es um die Weisheit aus Sprüche 11,1 und die Frage nach echter Gerechtigkeit im Alltag. Anhand des Bildes der Waage wird deutlich, wie wichtig Ehrlichkeit, Aufrichtigkeit und ein „gerechtes Herz“ vor Gott sind. Die Geschichte von Hannah zeigt eindrücklich, wie Gott nicht äußeren Erfolg, sondern innere Integrität und Vertrauen sieht und segnet. Gleichzeitig wird der Blick auf Jesus gelenkt, der Ungerechtigkeit klar entlarvt, aber auch Heilung und Veränderung schenkt. Die Folge lädt dazu ein, die eigene „innere Waage“ zu prüfen und neu auf Gott auszurichten.

 

Bibeltext:

 

1 Eine falsch eingestellte Waage verabscheut der HERR, aber er freut sich, wenn die Gewichte stimmen.

 

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Platz 11 auf der Landesliste, eigentlich sicher – und dann standen am Wahlabend nur 5,5 Prozent auf dem Bildschirm. Jonas Hoffmann hat sein Mandat verloren, um rund 100 Stimmen. Zwei Wochen nach der Landtagswahl spricht er offen über die Wahlnacht, das Funktionieren-Müssen danach und die Frage, was jetzt kommt: für seine Mitarbeitenden, seine Familie und seinen Glauben. Eine ehrliche Folge über Verlust, Ohnmacht und die Weigerung, alles zu vergeistlichen.

 

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Jonas Hoffmann hatte selbst eine schwierige Schulzeit – Legasthenie, Raufereien, fast von der Schule geflogen. Heute diskutiert er im Landtag über Bildungsgerechtigkeit. In dieser Episode erklärt er, warum Föderalismus im Bildungswesen ein Schutz gegen Diktatur ist, warum das preußische Schulsystem noch immer unsere Klassen prägt – und wie sein Wunsch-Bildungssystem aussehen würde: sechs Jahre Grundschule, digitale Bildung für alle und die DHBW als Paradebeispiel günstiger Hochschulbildung.

 

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Wie ist es, Vater und Ehemann zu sein – und gleichzeitig drei Tage die Woche in Stuttgart? Jonas Hoffmann erzählt offen über sein Familienleben: die Elternzeit im Landtag, das Vetorecht seiner Frau Lizzi, die Wohnungskrise als familienpolitisches Kernthema und die Frage, wie viel Staat in die Familie gehört. Dazu: Was biblische Familienwerte bedeuten – und welche Machtstrukturen dahinterstecken.

 

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Deutschland ist die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt – und trotzdem leben 15 Prozent der Deutschen in Armut. Jonas Hoffmann spricht über Reichtum als politisches und biblisches Thema, über Lobbyismus, Transparenz als Grundlage der Demokratie und den Unterschied zwischen erarbeitetem Einkommen und vererbtem Vermögen. Was hat das Kamel und das Nadelöhr mit unserem Alltag zu tun? Und wie funktioniert das Warren-Buffett-Prinzip ganz praktisch?

 

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Macht – das Wort klingt nach Missbrauch und Korruption. Aber Jonas Hoffmann zeigt: Macht ist zunächst neutral. Sie beschreibt den Handlungsraum von Menschen und Organisationen – und sie existiert in jeder Beziehung, jeder Gemeinde, jedem Parlament. Jonas erklärt die Unterschiede zwischen harter und weicher Macht, zwischen Gestaltungs- und Verhinderungsmacht – und warum ein biblisches Machtverständnis Dienen in den Mittelpunkt stellt.

 

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Jonas Hoffmann ist SPD-Landtagsabgeordneter und Christ – eine Kombination, die viele überrascht. In dieser ersten Episode erzählt er von seinem Aufwachsen in einer freikirchlichen Familie, seiner Bekehrung mit sechs Jahren bei einer Billy-Graham-Veranstaltung und der bewussten Taufe mit 16. Zwölf Jahre Jugendarbeit in der FEG Lörrach prägten ihn tief – bevor ihn seine Zeit in Afghanistan, das Grundgesetz und das Jahr 2015 in die Politik trieben. Heute sitzt er im Landtag und erklärt, warum Glaube und Politik für ihn keine getrennten Welten sind.

 

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In der letzten Episode der Staffel Theophobie blicken Manuel Grässlin und Detlef Kühlein auf die bisherigen Gespräche zurück und öffnet gleichzeitig den Blick nach vorne. Dabei wird deutlich: Glaube ist kein abgeschlossener Zustand, sondern ein Weg – ein ständiges Weiterdenken, Fragenstellen und neu Entdecken Gottes. Das Buch und die Podcastreihe verstehen sich bewusst nicht als fertige Antworten, sondern als Einladung, sich auch schwierigen Themen und eigenen Glaubensfragen ehrlich zu stellen. Besonders betont wird, wie wichtig es ist, offen zu bleiben, von anderen Traditionen zu lernen und im Dialog zu wachsen. So endet die Staffel nicht wirklich – sondern wird zum Startpunkt für eine persönliche Reise im Glauben.

 

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In dieser Episode geht es um die oft unterschätzte Angst vieler Christinnen und Christen vor dem sogenannten Zeitgeist. Gemeinsam hinterfragt Ruben Sommer im Gespräch mit Manuel Gräßlin, was der Zeitgeist eigentlich ist und ob er wirklich nur als Bedrohung gesehen werden muss – oder vielleicht auch eine Spur von Gottes Wirken enthalten kann. Dabei entsteht ein spannender Dialog über die Möglichkeit, dass Gott nicht nur innerhalb der Kirche, sondern auch in Kultur, Gesellschaft und aktuellen Entwicklungen gegenwärtig ist. Die Folge lädt dazu ein, eigene Denkweisen zu reflektieren, offener für neue Perspektiven zu werden und den Mut zu finden, Fragen zuzulassen, auf die es nicht immer sofort einfache Antworten gibt.

 

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In dieser Episode geht es um die Frage, warum manche Christinnen und Christen eine gewisse Angst oder Distanz gegenüber der Welt entwickeln und woher dieses Denken kommt. Gemeinsam reflektieren Manuel Gräßlin und Melina Lörracher, wie stark Dualismen wie „Gott vs. Welt“ unser Glaubensleben prägen können – und welche Spannungen daraus entstehen. Statt sich in Extreme wie Weltflucht oder Aktivismus zu verlieren, lädt das Gespräch dazu ein, einen reifen Glauben „im Dazwischen“ zu leben: verbunden mit Gott und zugleich mitten in der Welt. Dabei wird deutlich, dass echter Glaube weder Abgrenzung noch Anpassung bedeutet, sondern ein bewusstes, reflektiertes Leben in dieser Spannung.

 

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In dieser Episode wird das Kreuz ins Zentrum gerückt – nicht nur als Symbol, sondern als Herzstück des christlichen Glaubens. Gemeinsam gehen Detlef Kühlein und Ruben Sommer im Gespräch mit Manuel Gräßlin der Frage nach, warum das Kreuz so zentral ist und weshalb es immer wieder neu gedeutet und diskutiert wird. Dabei zeigt sich: Das Geschehen am Kreuz lässt sich weniger logisch erklären, sondern erschließt sich vor allem durch Bilder, Geschichten und Vertrauen. Statt sich im „Wie“ zu verlieren, lädt die Folge dazu ein, das „Was“ des Kreuzes neu zu entdecken – und sich von seiner tiefen Bedeutung persönlich berühren zu lassen.

 

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In dieser Episode geht es um eine überraschende Frage: Hat das Evangelium auch etwas zu sagen für Menschen, denen es gut geht? Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass Glaube oft nur dort sprachfähig scheint, wo Leid oder Mangel vorhanden ist – und dadurch leicht auf eine „Problemlöser“-Rolle reduziert wird. Im Gespräch werden neue Perspektiven eröffnet, wie der christliche Glaube auch für zufriedene und glückliche Menschen relevant und ansprechend sein kann. Dabei entstehen kreative Bilder und praktische Ansätze, die dazu ermutigen, den Glauben vielfältiger, respektvoller und lebensnaher zu kommunizieren. Eine Folge, die herausfordert, den eigenen Blick auf das Evangelium zu erweitern und neu zu denken.

 

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In dieser Episode geht es um eine spannende und herausfordernde Frage: Kann sich Gott eigentlich verändern – oder bleibt er immer derselbe? Ausgangspunkt ist die Sintflutgeschichte und ein provokanter Gedanke, der viele Reaktionen ausgelöst hat. Gemeinsam erkundet Melina Lörracher im Gespräch mit Manuel Gräßlin , wie biblische Texte von Gottes „Reue“ und seinem Handeln sprechen und was das für unser Gottesbild bedeutet. Dabei entsteht ein ehrliches Gespräch zwischen Theologie, persönlichem Glauben und inneren Spannungen. Eine Episode, die nicht alle Antworten liefert – aber zum Weiterdenken einlädt.

 

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In dieser Episode geht es um eine Erfahrung, die viele kennen, aber selten offen aussprechen: die Spannung zwischen dem, was wir glauben, und dem, was wir tatsächlich erleben. Gemeinsam wird der Frage nachgegangen, warum Gebete manchmal unbeantwortet bleiben, Träume zerbrechen oder Gott verborgen erscheint – und was diese Dissonanzen mit unserem Glauben machen. Dabei wird deutlich: Statt diese Spannungen vorschnell aufzulösen, kann es ein Weg sein, sie auszuhalten und darin Gott neu zu begegnen. Gerade in den dunklen Momenten unseres Lebens kann Glaube tiefer, ehrlicher und persönlicher werden.

 

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In dieser Episode geht es um ein Thema, das aktuell viele bewegt und gleichzeitig polarisiert: Dekonstruktion. Gemeinsam wird der Frage nachgegangen, was sich hinter diesem Begriff verbirgt, woher er kommt und warum er gerade im Glauben so eine große Rolle spielt. Dabei wird deutlich, dass Dekonstruktion sowohl eine Chance als auch eine Herausforderung sein kann – besonders dann, wenn es um den Umgang mit Bibel, Wahrheit und persönlichem Glauben geht. Die Folge lädt dazu ein, eigene Überzeugungen ehrlich zu hinterfragen, ohne dabei den Glauben selbst aus den Augen zu verlieren.

 

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In dieser ersten Episode der neuen Staffel „Theophobie“ wird Manuel Gräßlin und sein Buch Theophobie vorgestellt, das sich mit der oft unausgesprochenen Angst beschäftigt, Gott wirklich neu und anders kennenzulernen. Im Gespräch wird deutlich, dass wir uns häufig ein festes Bild von Gott machen – und verunsichert sind, wenn dieses ins Wanken gerät. Gräßlin lädt dazu ein, sich mutig auf einen Gott einzulassen, der größer und unverfügbarer ist, als wir ihn begreifen können. Dabei wird Theologie lebensnah und verständlich: als Einladung, vertraute Denkmuster zu hinterfragen und Gott tiefer zu entdecken. Diese Episode eröffnet eine spannende Reise zu einem Glauben, der nicht alles kontrolliert – aber gerade darin an Tiefe gewinnt.

 

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Was wäre, wenn Gott nicht auf deiner Seite wäre? Genau mit dieser provokanten Frage startet Psalm 124 – und lädt dich ein, einen ganz neuen Blick auf dein eigenes Leben zu werfen. In dieser Episode geht es darum, wie Erinnerung, Vertrauen und Beziehung zu Gott zusammenhängen – und warum echter Glaube nicht bei Wissen stehen bleibt, sondern in einer lebendigen Verbindung wächst. Schritt für Schritt entfaltet sich, was es bedeutet, Gott wirklich zu kennen – und warum genau darin unsere größte Stärke liegt.

 

MAKOM (PDF) für die praktische Vertiefung herunterladen:
https://share-docs.clickup.com/36629877/p/h/12xvbn-55450/137441cdf53c887/

Alle „Psalmen neu erleben“-Podcast anhören:
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In dieser letzten Episode wird es nochmal richtig persönlich: Ruben und Detlef schauen gemeinsam zurück auf die Reise durch Genesis 1 – mit all ihren Entdeckungen, Fragen und Aha-Momenten. Sie sprechen darüber, wie aus einer Idee ein Format geworden ist, das bewusst langsamer, tiefer und intensiver hinschaut – und warum genau das so wertvoll ist. Man spürt: Diese Staffel war mehr als nur Lehre – sie war ein gemeinsames Lernen, Staunen und Ringen um den Text. Und sie macht Lust darauf, die Bibel selbst neu zu entdecken – nicht nur schnell drüberzulesen, sondern wirklich einzutauchen.

 

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In dieser Episode wird es persönlich und interaktiv: Ruben greift eure Fragen zur Genesis-Staffel auf und geht auf Themen ein, die euch beim Hören über den Inhalt hinaus beschäftigt haben. Diese Episode ist ein gemeinsames Weiterdenken – ehrlich, offen und suchend. Sie lädt dich ein, mit deinen eigenen Fragen nicht allein zu bleiben, sondern tiefer einzutauchen und neue Perspektiven zu entdecken.

 

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In diesem Talkspecial mit Samuel Weber und Jens Kaldewey kommen verschiedene persönliche Zugänge zu Genesis 1 zur Sprache, die zeigen, wie unterschiedlich Menschen diesen Text verstehen und erleben. Während Samuel vor allem die Kernaussagen betont – Gott als Schöpfer und den Menschen als Ebenbild Gottes –, schildert Jens einen langen Weg zwischen Zweifel, theologischer Prägung und neuen Einsichten. Besonders prägend für ihn wurde die Erkenntnis der Größe Gottes, die über alle einfachen oder zu komplizierten Erklärungen hinausgeht. Beide heben hervor, dass Genesis 1 nicht nur ein Text über Ursprung ist, sondern zutiefst mit Gottesbeziehung und Lobpreis zu tun hat. Im Verlauf des Gesprächs  zeigt sich, wie der Text Menschen existenziell herausfordert und gleichzeitig neu zum Staunen über Gott führt.

 

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In dieser Episode nimmt uns Ruben Sommer mit auf eine faszinierende Entdeckungsreise: Im Alten Orient gab es Mythen und Epen, die erstaunlich ähnliche Geschichten erzählen wie die Bibel – und das sorgt erstmal für ordentlich Spannung. Doch statt Angst vor diesen Parallelen zu machen, zeigt sich schnell: Genau hier könnte der Schlüssel liegen, die Bibel tiefer zu verstehen. Am Beispiel dreier Mythen aus dem Antiken Orient wird deutlich, wie anders die Welt dort gedacht wird. Und genau im Vergleich beginnt es zu knistern: Was macht die Bibel eigentlich anders? Die Antwort darauf verspricht nicht nur Erkenntnis – sondern echtes Staunen.

 

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Ruben Sommer nimmt dich mit auf eine persönliche Reise und erzählt Geschichten aus seinem Leben, die er mit Psalm 121 erlebt hat. In drei Akten  – Berge, Wüste und Grab – zeigt Ruben, wie Psalm 121 genau dort neu lebendig wird. Was zunächst wie ein vertrauter Bibeltext wirkt, entfaltet in unterschiedlichen Situationen eine ganz neue Tiefe: als Antwort auf Unsicherheit, als Trost in der Leere und als Hoffnung über den Tod hinaus. Schritt für Schritt wird spürbar, dass dieser Psalm mehr ist als Worte – er wird zu einem Begleiter durchs Leben. Am Ende bleibt eine leise, aber kraftvolle Frage: Gibt es auch einen Psalm, der deine eigene Geschichte erzählt?

MAKOM (PDF) für die praktische Vertiefung herunterladen:
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Was adressiert Genesis 1: Glaube oder Naturwissenschaft? In dieser Episode wird im Gespräch mit Physik-Doktorand Timon Baltisberger deutlich, dass sich Glaube und Naturwissenschaft nicht widersprechen müssen, sondern sich gegenseitig bereichern können. Die Beschäftigung mit der Physik hat sein Gottesbild vor allem darin verändert, dass er die Größe und Unbegreiflichkeit Gottes noch tiefer erkannt hat. Gleichzeitig führte das wissenschaftliche Denken zu kritischen Fragen und einem reiferen, reflektierteren Glauben. Genesis wird dabei nicht als naturwissenschaftlicher Bericht verstanden, sondern als theologische Deutung der Wirklichkeit, die nach Sinn und Ursprung fragt. Der Austausch zeigt: Man kann wissenschaftlich denken und gleichzeitig staunend glauben.

 

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Was meint Gott eigentlich, wenn er in Bezug auf die neue Schöpfung in der Offenbarung sagt: „Siehe, ich mache alles neu“? Diese Episode zeigt, dass biblisches „Neu“ weder einfach Rückkehr zum Alten noch bloße Verbesserung ist, sondern ein radikal schöpferisches Handeln Gottes – etwas völlig Nie-Dagewesenes. Von der Schöpfung in Genesis über die Geschichte Israels bis hin zu Jesus zieht sich ein roter Faden: Gott schafft Leben mitten im Chaos und verwandelt Wüste in Lebensraum. Dabei wird deutlich, dass die Bibel die Weltgeschichte nicht als Kreislauf, sondern als Weg auf ein Ziel hin versteht – von Anfang zur Vollendung. Und überraschend: Der entscheidende Wendepunkt dieser neuen Schöpfung liegt nicht erst am Ende, sondern bereits im Kreuz Jesu.

 

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In diesem Talk-Special  wird im Gespräch mit Prof. Benjamin Kilchör eine spannende Perspektive auf Genesis 1 eröffnet: Der Schöpfungsbericht will weniger erklären, wie die Welt entstanden ist, sondern vielmehr, was sie bedeutet. Genesis 1,1 beschreibt dabei nicht nur einen Anfang, sondern die grundlegende Unterscheidung zwischen sichtbarer und unsichtbarer Wirklichkeit – ein Schlüssel für die gesamte biblische Theologie. Besonders herausfordernd ist die Frage, wie wir moderne naturwissenschaftliche Denkweisen mit dem antiken Weltbild der Bibel zusammenbringen können. Der Text lädt dazu ein, die Schöpfung wie eine Sprache zu lesen, die etwas über Gott offenbart. Und genau hier beginnt eine ganz neue Art, die Welt zu sehen.

 

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Was bedeutet es eigentlich, dass Gott am siebten Tag „ruhte“? In dieser Episode zeigt sich, dass Gottes Ruhe nichts mit Erschöpfung zu tun hat, sondern mit der Vollendung seines Werkes. Der siebte Tag markiert den Moment, in dem Gott gewissermaßen in seinen kosmischen Tempel einzieht und von dort aus über die Schöpfung regiert. Dadurch wird die Welt nicht nur als geschaffen beschrieben, sondern als ein Raum, der von Gottes Gegenwart erfüllt ist. Und genau deshalb wird der siebte Tag zum eigentlichen Höhepunkt der gesamten Schöpfungsgeschichte.

Bibeltext:

 

1So wurden vollendet Himmel und Erde in ihrer ganzen Vielzahl. 2Und Gott vollendete am siebten Tag sein Werk, das er gemacht hatte und er ruhte am siebten Tag von all seinem Werk, das er gemacht hatte. 3Und Gott segnete den siebten Tag, und er heiligte ihn, denn an ihm ruhte er von all seinem Werk, das Gott geschaffen hatte, indem er es machte.

 

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Warum hat Gott den Menschen eigentlich geschaffen? Genesis 1 gibt darauf eine überraschend große Antwort: Der Mensch soll die Erde mit Gottes Ebenbildern füllen und als Stellvertreter Gottes für die Schöpfung Verantwortung tragen. Doch „Herrschaft“ bedeutet hier nicht Macht oder Ausbeutung, sondern den Auftrag, Leben zu schützen, zu bewahren und zum Aufblühen zu bringen. Der Mensch steht damit zwischen Gott und der Welt – als königlicher Verwalter und priesterlicher Diener der Schöpfung. Und genau hier beginnt die spannende Frage: Was bedeutet dieser Auftrag für unser Leben heute?

Bibeltext:

 

28Und Gott segnete sie und Gott sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und vermehrt euch, und füllt die Erde und unterwerft sie euch und herrscht über die Fische im Meer und über die Vögel am Himmel und über die ganze Tierwelt, die sich auf der Erde bewegt.

 

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In dieser Episode wird die Funktion der Ebenbildlichkeit des Menschen weiter vertieft. Der Begriff „Selem“ (Ebenbild) wird im Alten Orient oft für Statuen oder Herrschaftsbilder von Göttern oder Königen verwendet, die deren Gegenwart und Autorität repräsentierten. Vor diesem Hintergrund bedeutet die Aussage über den Menschen in Genesis 1, dass er als lebendige Repräsentation Gottes innerhalb der Schöpfung eingesetzt wird. Der Mensch steht damit zwischen Gott und der Welt: Er empfängt seine Berufung von Gott und übernimmt Verantwortung für die Schöpfung. Diese Würde gilt nicht nur für einen König oder eine Elite, sondern für alle Menschen, die dazu berufen sind, Gottes gute Herrschaft sichtbar zu machen.

Bibeltext:

 

26Und Gott sagte: ‚Wir wollen Menschen machen als unser Ebenbild, das uns ähnlich ist, und sie sollen herrschen über die Fische im Meer und über die Vögel am Himmel und über das Vieh und über die ganze Erde und über alle Kriechtiere, die sich auf der Erde bewegen‘. 27Und Gott schuf den Menschen in seinem Ebenbild, im Ebenbild Gottes schuf er ihn, als Mann und Frau schuf er sie.

 

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In dieser Episode beginnt eine vertiefte Auseinandersetzung mit Genesis 1,26–28 und der Frage, was es bedeutet, dass der Mensch als Ebenbild Gottes geschaffen ist. Ruben Sommer stellt verschiedene wichtige Deutungen aus der Auslegungsgeschichte vor: die Unterscheidung von Bild und Ähnlichkeit in der frühen Kirche, die Deutung über geistige Fähigkeiten des Menschen, eine mögliche körperliche Ähnlichkeit sowie eine funktionale und eine relationale Interpretation. Besonders hervorgehoben wird die funktionale Deutung, nach der der Mensch als Stellvertreter Gottes über die Schöpfung herrscht. Gleichzeitig wird die relationale Sicht erwähnt, die die Ebenbildlichkeit in der besonderen Beziehung zwischen Gott und Mensch sieht.

Bibeltext:

 

26Und Gott sagte: ‚Wir wollen Menschen machen als unser Ebenbild, das uns ähnlich ist, und sie sollen herrschen über die Fische im Meer und über die Vögel am Himmel und über das Vieh und über die ganze Erde und über alle Kriechtiere, die sich auf der Erde bewegen‘. 27Und Gott schuf den Menschen in seinem Ebenbild, im Ebenbild Gottes schuf er ihn, als Mann und Frau schuf er sie. 28Und Gott segnete sie und Gott sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und vermehrt euch, und füllt die Erde und unterwerft sie euch und herrscht über die Fische im Meer und über die Vögel am Himmel und über die ganze Tierwelt, die sich auf der Erde bewegt.

 

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In dieser Episode wird der sechste Schöpfungstag aus Genesis 1,24–31 betrachtet, an dem Gott die Erde mit Landtieren und schließlich mit dem Menschen füllt. Die Landtiere werden in verschiedenen Kategorien geschaffen und stehen in besonderer Beziehung zur Erde, die ihnen durch ihre Fruchtbarkeit Leben und Nahrung ermöglicht. Der Mensch nimmt jedoch eine besondere Stellung ein: Als Ebenbild Gottes wird er beauftragt, gemeinsam mit Gott Verantwortung für die Schöpfung zu übernehmen und über sie zu herrschen. Gleichzeitig wird die Erde als zentraler Raum im „kosmischen Tempel“ dargestellt, in dem der Mensch eine priesterliche Aufgabe erhält. Abschließend wird die schwierige Frage aufgeworfen, wen Gott mit dem „Wir“ meint, wenn er sagt: „Wir wollen Menschen machen“, eine Frage, die in der Auslegung unterschiedlich beantwortet wird.

Bibeltext:

 

24Und Gott sprach: Die Erde soll Lebewesen hervorbringen, jedes nach seiner Art: Vieh und Kriechtiere und die wilden Tiere der Erde, jedes nach seiner Art. Und es geschah so. 25Und Gott machte die wilden Tiere der Erde nach ihren Arten, und das Vieh nach seinen Arten und alle Kriechtiere des Erdbodens nach seinen Arten. Und Gott sah, dass es gut war. 26Und Gott sagte: ‚Wir wollen Menschen machen als unser Ebenbild, das uns ähnlich ist, und sie sollen herrschen über die Fische im Meer und über die Vögel am Himmel und über das Vieh und über die ganze Erde und über alle Kriechtiere, die sich auf der Erde bewegen‘. 27Und Gott schuf den Menschen in seinem Ebenbild, im Ebenbild Gottes schuf er ihn, als Mann und Frau schuf er sie. 28Und Gott segnete sie und Gott sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und vermehrt euch, und füllt die Erde und unterwerft sie euch und herrscht über die Fische im Meer und über die Vögel am Himmel und über die ganze Tierwelt, die sich auf der Erde bewegt. 29Und Gott sagte: Seht, ich gebe euch alle Pflanzen, die samen Tragen, die auf der Erde wachsen und alle Bäume, die Früchte tragen, die Samen in sich haben, ihr sollt davon essen. 30Und allen Tieren der Erde und allen Vögeln des Himmels und allen Kriechtieren auf der Erde, in denen das Leben steckt, gebe ich alles Grün der Pflanzen zum Essen. Und es geschah so. 31Und Gott sah Alles, was er gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut! Und es wurde Abend und Morgen, der sechste Tag.

 

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In dieser Episode geht es um den fünften Schöpfungstag (Genesis 1,20–23). Nachdem Gott Himmel und Meer als Lebensräume geschaffen hat, füllt er sie nun mit Leben: Die Gewässer beginnen zu wimmeln von Lebewesen und Vögel fliegen über dem Himmel. Diese Geschöpfe werden im Hebräischen „nefesh chajja“ genannt – lebendige, atmende Wesen, die vollständig vom Geschenk des Lebens durch Gott abhängig sind. Besonders spannend ist auch die Erwähnung der großen Meereswesen („Taninim“), die an bekannte Bilder aus den Mythen des Alten Orients erinnern. Doch die Bibel deutet diese Motive neu: Selbst die größten und geheimnisvollsten Geschöpfe sind keine göttlichen Mächte, sondern Geschöpfe Gottes. So beginnt am fünften Schöpfungstag die Welt des lebendigen Lebens – der kosmische Tempel der Schöpfung wird erstmals mit atmenden Geschöpfen erfüllt.

Bibeltext:

 

20Und Gott sprach: „Das Wasser soll wimmeln voll von lebendigen Wesen und Vögel sollen fliegen über der Erde am Himmelsgewölbe“. 21Und Gott schuf die grossen Meeresungeheuer und alle schwimmenden Lebewesen, von denen es im Wasser wimmelt, jedes nach seiner Art und jeden Vogel mit Flügeln nach seiner Art und Gott sah, dass es gut war. 23Und er segnete sie und sprach zu ihnen: „Seid fruchtbar und vermehrt euch und füllt das Meer und die Vögel sollen sich vermehren über der Erde“. Und es wurde Abend und Morgen, der fünfte Tag.

 

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Am vierten Schöpfungstag beginnt Gott, die zuvor geschaffenen Lebensräume zu bevölkern: Er setzt die Lichter an das Himmelsgewölbe – das größere für den Tag, das kleinere für die Nacht und dazu die Sterne. Auffällig ist, dass der Text sie nicht einmal beim Namen nennt; sie heißen schlicht „Lichtträger“, weil sie nicht selbst Quelle des Lichts sind, sondern das Licht Gottes widerspiegeln. Ihre Aufgabe ist es, Tag und Nacht zu unterscheiden, die Zeit zu ordnen und damit dem Leben auf der Erde Rhythmus und Struktur zu geben. In diesem Sinn erfüllen Sonne und Mond einen priesterlichen Dienst im „kosmischen Tempel“, indem sie unaufhörlich – ohne Worte – die Herrlichkeit Gottes verkünden, wie Psalm 19 beschreibt. Tag für Tag und Nacht für Nacht wird so sichtbar: Die Himmelskörper herrschen nicht aus eigener Macht, sondern als Diener unter der höheren Herrschaft Gottes.

Bibeltext:

 

14Und Gott sprach: Es sollen Lichter unterhalb des Himmelsgewölbes entstehen, die unterscheiden zwischen dem Tag und der Nacht. 15Und sie sollen ein Zeichen sein für Festzeiten und Tage und Jahre anzeigen. Und sie sollen Lichter sein am Himmelsgewölbe und über der Erde leuchten. Und es geschah so. 16Und Gott machte zwei grosse Lichter: ein grösseres Licht als Herrscher über den Tag, und ein kleineres als Herrscher über die Nacht, und die Sterne. 17Und Gott setzte sie an das Himmelsgewölbe, um auf der Erde leuchten. 18Und um zu herrschen über den Tag und die Nacht, und um zu scheiden zwischen dem Licht und der Finsternis. Und Gott sah, dass es gut war. 19Und es wurde Abend und Morgen, der vierte Tag.

 

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Am dritten Schöpfungstag geschieht ein entscheidender Schritt: Gott sammelt die Wasser, sodass erstmals das trockene Land sichtbar wird. Erde und Meer bekommen ihren Platz – und Gott bestätigt: So ist es gut, so kann Leben entstehen. Dieses Zurückweichen der Wasser erinnert an andere große biblische Momente, etwa den Durchzug Israels durchs Meer, bei dem Gottes „Ruach“ – sein Wind und Geist – ebenfalls Raum für Leben schafft. Dann geschieht etwas Neues: Gott befiehlt der Erde selbst, Pflanzen, Samen und Fruchtbäume hervorzubringen, sodass eine fruchtbare Welt voller Wachstum und Vielfalt entsteht. Die Bühne für das Leben ist damit bereitet – eine Erde, die von Gott mit eigener Fruchtbarkeit und erstaunlicher Vielfalt ausgestattet ist.

Bibeltext:

 

9Und Gott sprach: Es soll sich das Wasser unterhalb des Himmels an einem Ort sammeln und das Trockene soll sichtbar werden! Und es geschah so. 10Und Gott nannte das Trockene Erde und die Sammlung des Wassers nannte er Meer. Und Gott sah, dass es gut war. 11Und Gott sprach: Die Erde lasse es Grün werden, mit Gras, Pflanzen, die Samen tragen, Fruchtbäume, die Früchte mit Samen tragen, jeder nach seiner Art. Und es geschah so. 12Und die Erde wurde Grün, brachte Gras hervor, Pflanzen, die Samen tragen, jede nach ihrer Art und Fruchtbäume, die Früchte tragen mit ihren Samen darin, jeder nach seiner Art. 13Und es wurde Abend und Morgen, der dritte Tag.

 

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Am zweiten Schöpfungstag erschafft Gott durch sein Wort das „Gewölbe“ (Raqia), das die Wasser trennt und so einen neuen Lebensraum – den Himmel – schafft. Dabei handelt er zugleich prophetisch, priesterlich und königlich: Er spricht, scheidet das lebensförderliche vom lebensfeindlichen Chaos und weist dem Geschaffenen durch Namensgebung seine Funktion zu. Der Text will kein naturwissenschaftliches Weltbild vermitteln, sondern die funktionale und theologische Bedeutung dieses Himmelsraumes zeigen: Er begrenzt das Chaos und dient dem Leben. Durch den Vergleich mit Hesekiel 1 und Psalm 104 wird deutlich, dass das Himmelsgewölbe zugleich als Thronraum Gottes verstanden wird, von dem aus er über seine Schöpfung herrscht. So erscheint die Schöpfung als Tempel, in dem Gott Wohnung nimmt und königlich regiert – ein Gedanke, der auf den siebten Tag und Gottes Thronbesteigung zuläuft.

Bibeltext:

 

6Und Gott sprach: Es werde ein Gewölbe inmitten der Wasser, und es scheide zwischen Wassern und Wassern. Und es geschah so. 7Und Gott schuf das Gewölbe und er schied zwischen den Wassern, die unter dem Gewölbe waren, und den Wassern, die oberhalb des Himmelsgewölbes waren. 8Gott nannte das Gewölbe ‚Himmel‘, und es wurde Abend und Morgen, der zweite Tag.“

 

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In dieser Episode wird der erste Schöpfungstag noch einmal lebendig: Gott trennt Licht und Finsternis – und plötzlich bekommt die Welt Struktur und Rhythmus. Aus Chaos wird Lebensraum, aus Lebensfeindlichkeit Verlässlichkeit. Indem Gott Tag und Nacht benennt, setzt er nicht nur Grenzen, sondern schenkt der Zeit selbst einen tragenden Takt – Abend und Morgen, immer wieder neu. Jeder Sonnenaufgang wird so zum Zeichen: Gottes schöpferisches „Es werde Licht“ gilt nicht nur am Anfang, sondern jeden einzelnen Tag. Die Schöpfung beginnt im Licht, geht durch die Nacht – und steuert auf ein endgültiges Licht zu.

Bibeltext:

 

3Und Gott sprach: Es werde Licht! Und es wurde Licht. 4Und Gott sah, dass das Licht gut war. Und Gott trennte das Licht von der Finsternis. 5Und Gott nannte das Licht Tag und die Finsternis Nacht. Und es wurde Abend und Morgen, der erste Tag.

 

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In dieser Episode tauchen wir tief in den ersten Schöpfungstag ein: Gott spricht – und Licht entsteht. Doch es geht um mehr als nur Helligkeit: Mit dem Licht beginnt Ordnung, Rhythmus und Leben selbst. Wenn Gott sieht, dass es „gut“ ist, bedeutet das kein nüchternes Prüfen, sondern ein kraftvolles Ja zur Welt. Aus Chaos wird Lebensraum, aus Finsternis Orientierung. Und genau hier beginnt die große Geschichte einer Welt, die von Gottes bejahendem Blick getragen wird.

Bibeltext:

 

3Und Gott sprach: Es werde Licht! Und es wurde Licht. 4Und Gott sah, dass das Licht gut war. Und Gott trennte das Licht von der Finsternis. 5Und Gott nannte das Licht Tag und die Finsternis Nacht. Und es wurde Abend und Morgen, der erste Tag.

 

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Ruben Sommer führt in Genesis 1,3 ein und betont die zentrale Bedeutung der Licht-Symbolik als erstes Schöpfungswerk Gottes. Ausgehend vom chaotischen und finsteren Urzustand der Erde wird das Licht als erste göttliche Wandlung vom „Negative State“ zum „Positive State“ beschrieben, hervorgebracht allein durch Gottes wirksames Wort. Dieses Wort wird als schöpferisch und prophetisch verstanden: Gott spricht, und es geschieht unmittelbar, was seine Vollmacht unterstreicht. Theologisch wird das Licht als Ausdruck von Gottes Gegenwart gedeutet – Gott tritt vom Verborgenen ins Sichtbare und macht die Schöpfung zu einem kosmischen Tempel seiner Gegenwart. Zugleich grenzt sich der Text sowohl von altorientalischen Sonnenkulten als auch von einem rein naturwissenschaftlichen Weltverständnis ab, indem er das Licht nicht physikalisch erklärt, sondern metaphysisch als von Gott kommenden Ursprung und Voraussetzung allen Lebens deutet.

Bibeltext:

 

3Und Gott sprach: Es werde Licht! Und es wurde Licht.

 

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Ruben Sommer vertieft in dieser Episode Genesis 1,2 und zeigt, dass dieser Vers nicht nur den chaotischen Ausgangszustand der Erde beschreibt, sondern theologisch vorbereitet, was Schöpfung eigentlich bedeutet. Die Erde ist „Tohuwabohu“ – lebensfeindlich, unwirksam und unbewohnt – ein Negativbild, das den Kontrast zu Gottes ordnendem Handeln sichtbar macht. Schöpfung wird dabei nicht als naturwissenschaftliche Erklärung, sondern als Offenbarung verstanden: Gott zeigt durch sein Handeln, wer er ist – der transzendente „Elohim“, der der Welt gegenübersteht und sich ihr zugleich barmherzig zuwendet. Indem Gott das Chaos in einen lebensfreundlichen Raum verwandelt, erweist sich Schöpfung als Rettungstat und als schöpferisches Ja zum Leben. So erscheint Gottes Macht nicht primär als Demonstration von Stärke, sondern als Ausdruck seiner Gnade und Barmherzigkeit gegenüber der Welt.

Bibeltext:

 

2Und die Erde war unwirksam und unbewohnt und Finsternis bedeckte die Oberfläche der Urflut und der Geist Gottes wehte über der Oberfläche des Wassers.

 

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In dieser Episode spricht Ruben Sommer über Genesis 1,2. Dieser Vers  führt uns nicht in eine heile Welt, sondern mitten ins „Tohuwabohu“ der „unwirksamen und unbewohnten“ Erde: Dunkelheit, Wasserfluten, Leere – ein Zustand, der eher nach Chaos als nach Schöpfungsidylle klingt. Und genau das ist der Punkt. Der Text will uns den Anfang der Schöpfung nicht Naturwissenschaftlich erklären, sondern zeigen, was Gott tut: Er bringt Ordnung ins Durcheinander, Sinn in die Leere, Struktur in die Finsternis. Er spricht deshalb differenziert darüber, was die Existenz der Welt überhaupt bedeutet. Im Denken der damaligen Welt „existiert“ etwas erst dann wirklich, wenn es seine Aufgabe erfüllt – und Gott ist der, der der Welt ihre Aufgabe gibt. Genesis 1 enthält also ein kraftvolles Bekenntnis: Wo Gott handelt, wird aus Chaos Lebensraum – und aus Orientierungslosigkeit eine Welt mit Sinn.

Bibeltext:

 

2Und die Erde war unwirksam und unbewohnt und Finsternis bedeckte die Oberfläche der Urflut und der Geist Gottes wehte über der Oberfläche des Wassers.

 

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Ruben Sommer nimmt uns mit direkt an den Anfang aller Anfänge – zu Genesis 1,1 und dem geheimnisvollen Wort „Bereschit“: „Am Anfang“. Dabei entfaltet er die spannende Frage, ob hier vom absoluten Anfang die Rede ist – also von Gottes Schöpfung aus dem Nichts – oder „nur“ vom Beginn einer bereits vorhandenen, aber ungeordneten Welt. Grammatikalisch, so zeigt er, lässt der hebräische Text beide Möglichkeiten zu – doch theologisch wird es brisant. Denn wenn Materie schon vor Gott da gewesen wäre, geriete Gottes Rolle als Ursprung allen Seins ins Wanken. Ruben plädiert deshalb für den absoluten Anfang und zeigt: der Text will nicht zuerst erklären, wie die Welt technisch entstand, sondern bezeugen, wer Gott ist – der souveräne Schöpfer, von dem alles kommt und dem alles untersteht.

Bibeltext:

 

1Im Anfang schuf Gott den Himmel und die Erde.

 

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Ruben Sommer nimmt uns mit direkt an den Anfang aller Anfänge – zu Genesis 1,1 und dem geheimnisvollen Wort „Bereschit“: „Am Anfang“. Dabei entfaltet er die spannende Frage, ob hier vom absoluten Anfang die Rede ist – also von Gottes Schöpfung aus dem Nichts – oder „nur“ vom Beginn einer bereits vorhandenen, aber ungeordneten Welt. Grammatikalisch, so zeigt er, lässt der hebräische Text beide Möglichkeiten zu – doch theologisch wird es brisant. Denn wenn Materie schon vor Gott da gewesen wäre, geriete Gottes Rolle als Ursprung allen Seins ins Wanken. Ruben plädiert deshalb für den absoluten Anfang und zeigt: der Text will nicht zuerst erklären, wie die Welt technisch entstand, sondern bezeugen, wer Gott ist – der souveräne Schöpfer, von dem alles kommt und dem alles untersteht.

Bibeltext:

 

1Im Anfang schuf Gott den Himmel und die Erde.

 

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In der neuen Staffel „Blackbox-Urgeschichte Genesis 1“  lädt uns Ruben Sommer dazu ein, das erste Kapitel der Bibel wie eine „Blackbox“ zu öffnen – als Schlüsseltext zu einem Anfang, den niemand miterlebt hat, der aber unser Verständnis von Gott, Welt und Mensch bis heute prägt. Mit „Blackbox-Urgeschichte Genesis 1“ wird auch ein neues Format bei bibletunes eingeführt: „bibletunes-Fokus“. In diesem Format geht es bewusst tiefer: Genesis 1 wird nicht nur gelesen und kommentiert, sondern intensiv, sprachlich, theologisch und historisch durchdacht. Gemeinsam wollen wir entdecken, welche Botschaft Gott durch dieses kunstvoll komponierte Anfangskapitel bis heute zu uns spricht.

 

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Im letzten Kapitel des 1. Korintherbriefs gibt Paulus praktische Anweisungen zur Geldsammlung für die notleidenden Gläubigen in Jerusalem und zeigt, dass konkrete Großzügigkeit ein Dienst für den Herrn ist, der nicht vergeblich bleibt. Er informiert über seine Reisepläne, bittet um Unterstützung für Mitarbeiter wie Timotheus und Apollos und betont die gegenseitige Verantwortung im gemeindeübergreifenden Netzwerk. Die Gemeinde soll wachsam, standhaft im Glauben, mutig und in allem von Liebe bestimmt sein sowie engagierte Leiter respektieren und unterstützen. Abschließend grüßt Paulus herzlich und unterstreicht den familiären Charakter der Gemeinde als geistliche Gemeinschaft, die durch Jesu Liebe verbunden ist. Sein Fazit lautet: „Meine Liebe mit euch allen“ – die Liebe ist und bleibt das Zentrum.

 

Bibeltext:

 

1 Nun noch ein Wort zu der Geldsammlung für die Gläubigen ´in Jerusalem`. Macht es so, wie ich es auch in den Gemeinden von Galatien angeordnet habe: 2 Am ersten Tag jeder Woche, ´dem Sonntag`, soll jeder von euch bei sich zu Hause einen Betrag auf die Seite legen, der seinen Möglichkeiten entspricht. Auf diese Weise kommt nach und nach eine größere Summe zusammen, und das Geld muss nicht erst dann gesammelt werden, wenn ich komme. 3 Sobald ich bei euch bin, werde ich diejenigen, die ihr für geeignet haltet, mit Empfehlungsbriefen nach Jerusalem schicken und eure Gabe überbringen lassen. 4 Vielleicht werde ich, wenn es mir angebracht scheint, auch selbst hinreisen, sodass sie mich dann begleiten können. 5 Allerdings werde ich, ehe ich euch besuche, durch Mazedonien reisen. Ich habe jedoch nicht vor, mich dort länger aufzuhalten. 6 Bei euch hingegen werde ich, wenn irgend möglich, eine Zeitlang bleiben, vielleicht sogar den ganzen Winter über. Danach kann ich die Reise dann – was auch immer mein nächstes Ziel sein wird – mit eurer Unterstützung fortsetzen. 7 Ich könnte es zwar so einrichten, dass ich gerade jetzt zu euch komme; aber das möchte ich nicht, weil es mir nur einen kurzen Besuch erlauben würde. Vielmehr hoffe ich – wenn der Herr es mir möglich macht –, eine längere Zeit bei euch zu verbringen. 8 Außerdem habe ich vor, noch bis Pfingsten in Ephesus zu bleiben; 9 denn hier haben sich mir große und vielversprechende Möglichkeiten eröffnet. Meine Anwesenheit in dieser Stadt ist auch deshalb noch nötig, weil es zahlreiche Gegner gibt. 10 Wenn Timotheus zu euch kommt, macht es ihm nicht schwer, seinen Auftrag zu erfüllen; denn er tut wie ich die Arbeit, die der Herr uns zugewiesen hat. 11 Niemand soll ihn geringschätzig behandeln! ´Und wenn er dann wieder aufbricht,` verseht ihn mit allem, was er für seine Rückreise braucht, ´und verabschiedet ihn` mit dem Friedensgruß. Ich warte sehnsüchtig auf ihn und auf die Brüder, die mit ihm gereist sind. 12 Was unseren Bruder Apollos betrifft, so habe ich ihn eindringlich gebeten, sich den Brüdern anzuschließen, die inzwischen auf dem Weg zu euch sind; aber er war entschieden dagegen, euch zum jetzigen Zeitpunkt zu besuchen. Er wird jedoch kommen, sobald sich ihm eine günstige Gelegenheit bietet. 13 Seid wachsam! Haltet unbeirrt am Glauben fest! Seid mutig und seid stark! 14 Lasst euch in allem, was ihr tut, von der Liebe bestimmen. 15 Ich habe noch eine Bitte an euch, Geschwister: Ihr wisst, dass Stephanas und die, die zu seiner Familie gehören, die Ersten in der Provinz Achaia waren, die an Jesus Christus glaubten, und dass sie es sich zur Aufgabe gemacht haben, den Gläubigen zu dienen. 16 Seid daher bereit, euch ihnen unterzuordnen – ihnen und allen anderen, die mit unermüdlichem Einsatz ´für den Herrn` arbeiten. 17 Aber zunächst einmal sind Stephanas, Fortunatus und Achaikus bei mir, und darüber freue ich mich. Ihr Kommen hat mich dafür entschädigt, dass ich nicht bei euch sein kann. 18 Ich war voller Unruhe, wenn ich an euch dachte, aber der Besuch dieser drei hat mich ermutigt, und das zu erfahren ist sicher auch für euch eine Ermutigung. Ich möchte, dass ihr Leuten wie ihnen Respekt und Anerkennung entgegenbringt. 19 Die Gemeinden ´der Provinz` Asien lassen euch grüßen. Besonders herzliche Grüße senden euch Aquila und Priska, die durch den Herrn mit euch verbunden sind, sowie die Gemeinde, die in ihrem Haus zusammenkommt. 20 Alle Geschwister, ´die hier sind,` lassen euch grüßen. Grüßt einander mit einem Kuss als Ausdruck dafür, dass ihr alle zu Gottes heiligem Volk gehört. 21 Ich selbst, Paulus, grüße euch ebenfalls; ich schreibe diesen Gruß mit eigener Hand. 22 Wenn jemand den Herrn nicht liebhat, soll er verflucht ´und von Gott getrennt` sein. Marána tá – Unser Herr, komm! 23 Die Gnade des Herrn Jesus sei mit euch! 24 Meine Liebe gilt euch allen, die ihr durch Jesus Christus mit mir verbunden seid.

 

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Im abschließenden Abschnitt von 1. Korinther 15, den Versen 45–58, stellt Paulus erneut Adam und Christus gegenüber: Wie wir das Bild des irdischen Adams tragen, werden wir das Bild des himmlischen Christus tragen – in einem verwandelten, unvergänglichen Leib. Bei der Wiederkunft Jesu werden die Toten auferweckt und die Lebenden in einem Augenblick verwandelt, sodass sie „gottesverträglich“ und himmelsfähig sind. Mit der Auferstehung wird die Macht von Sünde, Gesetz und Tod endgültig gebrochen, und der Sieg Christi wird vollständig sichtbar. Deshalb ruft Paulus dazu auf, unbeirrt am Glauben festzuhalten und sich mit ganzer Kraft für den Herrn einzusetzen, weil keine Mühe vergeblich ist angesichts der kommenden Herrlichkeit.

 

Bibeltext:

 

45 Dasselbe zeigt ein Vergleich zwischen Adam und Christus. Unser jetziger Körper entspricht dem, den Adam, der erste Mensch, bekam, als Gott ihn – wie die Schrift sagt – zu einem »lebendigen Wesen« machte. Unser künftiger Körper hingegen entspricht dem, den Christus, der letzte Adam, bei seiner Auferstehung bekam – Christus, der uns durch seinen Geist lebendig macht. 46 Aber wohlgemerkt: Nicht die durch Gottes Geist erneuerte Ordnung ist zuerst da, sondern die irdische Ordnung; die andere kommt erst danach. 47 Der erste Adam war aus dem Staub der Erde gemacht; der zweite Adam hat seinen Ursprung im Himmel. 48 So, wie der irdische Adam beschaffen war, sind alle beschaffen, die zur Erde gehören; und so, wie der himmlische Adam beschaffen ist, werden alle beschaffen sein, die zum Himmel gehören. 49 Genauso, wie wir jetzt das Abbild des irdischen Adams sind, werden wir einmal das Abbild des himmlischen Adams sein. 50 Eines müsst ihr wissen, Geschwister: Mit einem Körper aus Fleisch und Blut können wir nicht an Gottes Reich teilhaben, dem Erbe, das er für uns bereithält. Das Vergängliche hat keinen Anteil an dem, was unvergänglich ist. 51 Ich sage euch jetzt ein Geheimnis: Wir werden nicht alle sterben, aber bei uns allen wird es zu einer Verwandlung ´des Körpers` kommen. 52 In einem einzigen Augenblick wird das geschehen, und zwar dann, wenn vom Himmel her die Posaune zu hören ist, die das Ende der Zeit ankündigt. Sobald die Posaune erklingt, werden die Toten auferweckt werden und einen unvergänglichen Körper bekommen, und auch bei uns, ´die wir dann noch am Leben sind,` wird ´der Körper` verwandelt werden. 53 Denn was jetzt vergänglich ist, ist dazu bestimmt, das Kleid der Unvergänglichkeit anzuziehen; was jetzt sterblich ist, muss das Kleid der Unsterblichkeit anziehen. 54 Und wenn das geschieht – wenn das Vergängliche mit Unvergänglichkeit bekleidet wird und das Sterbliche mit Unsterblichkeit –, dann geht die Aussage in Erfüllung, die in der Schrift steht: »Der Tod ist auf der ganzen Linie besiegt!« 55 »Tod, wo ist dein Sieg? Tod, wo ist dein tödlicher Stachel?« 56 Der Stachel, der uns den Tod bringt, ist die Sünde, und dass die Sünde solche Macht hat, liegt am Gesetz. 57 Gott aber sei Dank! Durch Jesus Christus, unseren Herrn, schenkt er uns den Sieg! 58 Haltet daher unbeirrt am Glauben fest, meine lieben Geschwister, und lasst euch durch nichts vom richtigen Weg abbringen. Setzt euch unaufhörlich und mit ganzer Kraft für die Sache des Herrn ein! Ihr wisst ja, dass das, was ihr für den Herrn tut, nicht vergeblich ist.

 

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In dieser Episode mit Jens Kaldewey zu 1. Korinther 15,29–44, hören wir, wie Paulus argumentiert, dass ohne eine leibliche Auferstehung sowohl sein gefahrvoller apostolischer Dienst als auch jede christliche Hingabe sinnlos wären und nur eine Haltung nach dem Motto „Lasst uns essen und trinken, denn morgen sind wir tot“ bliebe. Er warnt davor, sich von kulturellen oder philosophischen Vorstellungen eines bloß geistigen Weiterlebens täuschen zu lassen, und betont: Ohne echte Auferstehung gibt es keine wirkliche Hoffnung. Die Auferstehung gründet im Wesen Gottes selbst, der „nicht ein Gott der Toten, sondern der Lebenden“ ist. Auf die Frage nach dem Auferstehungsleib antwortet Paulus mit dem Bild vom Samenkorn: Der gegenwärtige, vergängliche Leib wird verwandelt, nicht ersetzt, und in einen unvergänglichen, herrlichen und vom Geist Gottes erneuerten Körper transformiert. So bleibt die Identität des Menschen erhalten, wird jedoch in eine neue, kraftvolle und ewige Leiblichkeit überführt.

 

Bibeltext:

 

29 Wenn das, was ich über die Auferstehung gesagt habe, nicht zutrifft, was für einen Sinn hat es dann, dass einige von euch sich für die Toten taufen lassen? Wieso lässt man sich für Tote taufen, wenn Tote gar nicht auferstehen? 30 Oder warum setzen wir Apostel uns ´in unserem Dienst` ständig Gefahren aus? 31 Es vergeht kein Tag, an dem ich nicht vom Tod bedroht bin. Das ist keine Übertreibung – so wahr ich durch Jesus Christus, unseren Herrn, stolz auf euch bin, Geschwister; ´euer Glaube ist ja ein Ergebnis meines gefahrvollen Dienstes.` 32 Hier in Ephesus hatte ich mit Gegnern des Evangeliums eine Auseinandersetzung, die wie ein Kampf mit wilden Tieren war, ein Kampf auf Leben und Tod. Weshalb hätte ich mich darauf einlassen sollen, wenn ich nicht überzeugt wäre, dass es eine Auferstehung der Toten gibt? Wenn die Toten nicht auferstehen, ´können wir es gleich mit denen halten, die sagen:` »Kommt, wir essen und trinken, denn morgen sind wir tot!« 33 Lasst euch ´durch solche Reden` nicht täuschen! »Schlechter Umgang verdirbt auch den besten Charakter.« 34 Kommt doch einmal richtig zur Besinnung und hört auf zu sündigen! Denn einige von euch kennen Gott letztlich überhaupt nicht; das muss ich zu eurer Schande sagen. 35 »Aber«, wird mir jemand entgegenhalten, »wie soll die Auferstehung der Toten denn vor sich gehen? Mit was für einem Körper werden sie ´aus ihren Gräbern` kommen?« 36 Wer so redet, weiß nicht, was er sagt! Wenn du Getreide aussäst, muss die Saat doch auch zuerst sterben, ehe neues Leben daraus entsteht. 37 Und was du säst – Weizen oder sonst eine Getreideart –, hat nicht das Aussehen der künftigen Pflanze; es sind Samenkörner und weiter nichts. 38 Aber wenn der Samen dann aufgeht und zur Pflanze wird, bekommt er eine neue Gestalt – die Gestalt, die ihm von Gott bestimmt ist. Und aus jeder Samenart lässt Gott eine andere Pflanze entstehen. 39 Bei den Lebewesen ist es genauso: Der menschliche Körper ist anders als der von Tieren, der Körper von Vögeln anders als der von Fischen. 40 Außerdem gibt es nicht nur auf der Erde Körper; es gibt auch Körper am Himmel, und deren Schönheit ist von ganz anderer Art als die der irdischen Körper. 41 ´Bei den Himmelskörpern gibt es auch wieder Unterschiede:` Das Leuchten der Sonne ist anders als das Leuchten des Mondes, das Mondlicht ist anders als der Glanz der Sterne, und selbst die Sterne unterscheiden sich in ihrer Leuchtkraft voneinander. 42 Entsprechend verhält es sich mit der Auferstehung der Toten. Der menschliche Körper ist wie ein Samenkorn, das in die Erde gelegt wird. Erst ist er vergänglich, aber wenn er dann auferweckt wird, ist er unvergänglich. 43 Erst ist er unansehnlich, dann aber erfüllt von Gottes Herrlichkeit. Erst ist er schwach, dann voller Kraft. 44 In die Erde gelegt wird ein irdischer Körper. Auferweckt wird ein Körper, der durch Gottes Geist erneuert ist. Genauso, wie es einen irdischen Körper gibt, gibt es auch einen durch Gottes Geist erneuerten Körper.

 

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In dieser Episode mit Jens Kaldewey zu 1. Korinther 15,20–28 stellt Paulus Christus dem historischen Adam gegenüber: Wie durch Adam Sünde und Tod in die Welt kamen, so bringt Christus als „zweiter Adam“ Auferstehung und neues Leben für alle, die zu ihm gehören. Christus ist der Erstling der Auferstehung und der Anfang der neuen Schöpfung; bei seiner Wiederkunft werden die Gläubigen auferstehen. Seit seiner Auferstehung herrscht er und setzt Schritt für Schritt Gottes Reich durch, bis alle gottfeindlichen Mächte – zuletzt der Tod – endgültig vernichtet sind. In diesem umfassenden Sieg ist auch die Erneuerung der ganzen Schöpfung eingeschlossen. Am Ende wird Christus die Herrschaft dem Vater übergeben, sodass „Gott alles in allem“ ist und die Erlösten als vollendete Menschen in Gottes erneuerter Welt mit ihm regieren.

 

Bibeltext:

 

20 Doch es verhält sich ja ganz anders: Christus ist von den Toten auferstanden! Er ist der Erste, den Gott auferweckt hat, und seine Auferstehung gibt uns die Gewähr, dass auch die, die im Glauben an ihn gestorben sind, auferstehen werden. 21 Der Tod kam durch einen Menschen in die Welt; entsprechend kommt es nun auch durch einen Menschen zur Auferstehung der Toten. 22 Genauso, wie wir alle sterben müssen, weil wir von Adam abstammen, werden wir alle lebendig gemacht werden, weil wir zu Christus gehören. 23 Aber das geschieht nach der von Gott festgelegten Ordnung. Zuerst ist Christus auferstanden. Als nächstes werden, wenn er wiederkommt, die auferstehen, die zu ihm gehören. 24 Und dann wird Christus die Herrschaft Gott, dem Vater, übergeben – dann, wenn er allen gottfeindlichen Mächten, Kräften und Gewalten ein Ende bereitet hat; dann ist das Ziel erreicht. 25 Denn Christus muss so lange herrschen, bis »Gott ihm alle seine Feinde unter die Füße gelegt hat« 26 Der letzte Feind ist der Tod, aber auch ihm wird schließlich ein Ende bereitet, 27 denn es heißt in der Schrift: »Alles hat Gott ihm unter die Füße gelegt.« Ausgenommen von diesem »alles« ist natürlich der, der Christus zum Herrscher über alles gemacht hat. 28 Wenn dann alles unter die Herrschaft von Christus gestellt ist, wird er selbst, der Sohn, sich dem unterstellen, der ihn zum Herrn über alles gemacht hat. Und dann ist Gott alles in allen.

 

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In dieser Episode von Jens Kaldewey zu 1. Korinther 15,12–19 betont Paulus, dass die Auferstehung der Toten untrennbar mit der Auferstehung Christi verbunden ist: Wenn es keine Auferstehung gibt, dann ist auch Christus nicht auferstanden – und damit wären Glaube, Verkündigung und Sündenvergebung sinnlos. Die leibliche Auferstehung Jesu bestätigt seinen stellvertretenden Tod als Heilsereignis und bedeutet den endgültigen Sieg über den Tod. Paulus grenzt sich klar von griechisch-philosophischen Vorstellungen einer bloßen Seelenunsterblichkeit oder körperlosen Existenz ab. Stattdessen vertritt er das biblische Menschenbild, nach dem der Mensch wesentlich leiblich ist und die Hoffnung auf eine konkrete, verwandelte, ewige Leiblichkeit in Gemeinschaft mit Gott zielt.

 

Bibeltext:

 

12 Christus wird somit als der verkündet, den Gott von den Toten auferweckt hat. Wie können da einige von euch behaupten: »Eine Auferstehung der Toten gibt es nicht!«? 13 Angenommen, es gibt wirklich keine Totenauferstehung: Dann ist auch Christus nicht auferstanden. 14 Und wenn Christus nicht auferstanden ist, ist es sinnlos, dass wir das Evangelium verkünden, und sinnlos, dass ihr daran glaubt. 15 Und nicht nur das: Wir stehen dann als falsche Zeugen da, weil wir etwas über Gott ausgesagt haben, was nicht zutrifft. Wir haben bezeugt, dass er Christus auferweckt hat; aber wenn es stimmt, dass die Toten nicht auferweckt werden, hat er das ja gar nicht getan. 16 Um es noch einmal zu sagen: Wenn die Toten nicht auferstehen, ist auch Christus nicht auferstanden. 17 Und wenn Christus nicht auferstanden ist, ist euer Glaube eine Illusion; die Schuld, die ihr durch eure Sünden auf euch geladen habt, liegt dann immer noch auf euch. 18 Und auch die, die im Glauben an Christus gestorben sind, sind dann verloren. 19 Wenn die Hoffnung, die Christus uns gegeben hat, nicht über das Leben in der jetzigen Welt hinausreicht, sind wir bedauernswerter als alle anderen Menschen.

 

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  1. Paulus führt in 1. Korinther 15 in das zentrale Thema der leiblichen Auferstehung ein und betont, dass es nicht um ein bloßes Weiterleben der Seele, sondern um die Auferstehung des ganzen Menschen geht. Er erinnert die Korinther an die grundlegenden Inhalte des Evangeliums: Christus ist für unsere Sünden gestorben, wurde begraben und am dritten Tag auferweckt – gemäß der Schrift. Die Auferstehung bestätigt, dass Jesu Tod ein stellvertretender Sühnetod war und kein sinnloses Ende, und wird durch zahlreiche namentlich bekannte Zeugen bekräftigt. Paulus unterstreicht damit die historische Realität der leiblichen Auferstehung Jesu als Fundament des christlichen Glaubens und als Grundlage für die Hoffnung auf die Auferstehung aller Gläubigen.

 

Bibeltext:

 

1 Geschwister, ich möchte euch an das Evangelium erinnern, das ich euch verkündet habe. Ihr habt diese Botschaft angenommen, sie ist die Grundlage eures Lebens geworden, 2 und durch sie werdet ihr gerettet – vorausgesetzt, ihr lasst euch in keinem Punkt von dem abbringen, was ich euch verkündet habe. Andernfalls wärt ihr vergeblich zum Glauben gekommen! 3 Zu dieser Botschaft, die ich so an euch weitergegeben habe, wie ich selbst sie empfing, gehören folgende entscheidenden Punkte: Christus ist – in Übereinstimmung mit den Aussagen der Schrift – für unsere Sünden gestorben. 4 Er wurde begraben, und drei Tage danach hat Gott ihn von den Toten auferweckt – auch das in Übereinstimmung mit der Schrift. 5 Als der Auferstandene hat er sich zunächst Petrus gezeigt und dann dem ganzen Kreis der Zwölf. 6 Später zeigte er sich mehr als fünfhundert von seinen Nachfolgern auf einmal; einige sind inzwischen gestorben, aber die meisten leben noch. 7 Danach zeigte er sich Jakobus und dann allen Aposteln. 8 Als Letztem von allen hat er sich auch mir gezeigt; ich war wie einer, für den es keine Hoffnung mehr gibt, so wenig wie für eine Fehlgeburt. 9 Ja, ich bin der unwürdigste von allen Aposteln. Eigentlich verdiene ich es überhaupt nicht, ein Apostel zu sein, denn ich habe die Gemeinde Gottes verfolgt. 10 Dass ich trotzdem ein Apostel geworden bin, verdanke ich ausschließlich der Gnade Gottes. Und dass Gott mir seine Gnade erwiesen hat, ist nicht vergeblich gewesen. Keiner von allen anderen ´Aposteln` hat so viel gearbeitet wie ich. Aber ´wie ich schon sagte`: Nicht mir verdanke ich das ´Erreichte`, sondern der Gnade Gottes, die mit mir war. 11 Im Übrigen ist die Botschaft, die wir verkünden – ob nun ich oder die anderen Apostel –, immer dieselbe, und diese Botschaft ist es auch, die ihr im Glauben angenommen habt.

 

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In 1. Korinther 14,26–39 ordnet Paulus die gottesdienstliche Praxis der Gemeinde: Jeder darf etwas beitragen – Lied, Lehre, prophetisches Wort oder Sprachengebet –, doch alles soll dem Aufbau der Gemeinde dienen und in geordneten Bahnen verlaufen. Sprachenrede und Prophetie sollen nacheinander und begrenzt geschehen, geprüft werden und der Verständlichkeit dienen, denn Gott ist ein Gott des Friedens, nicht der Unordnung. Jens Kaldewey reflektiert kritisch, wie stark sich heutige Gottesdienste von dieser lebendigen, beteiligungsorientierten Form entfernt haben, und ermutigt zu mehr Offenheit für geistliche Beiträge und das Wirken des Heiligen Geistes. Die Anweisung zum Schweigen der Frauen deutet er als zeit- und kulturbedingte Regel zur Wahrung der Ordnung, die nicht absolut gesetzt werden darf, sondern jeweils neu im Blick auf Frieden und Angemessenheit bedacht werden muss.

 

Bibeltext:

 

26 Was ergibt sich aus dem allem für eure Zusammenkünfte, Geschwister? Es steht jedem frei, etwas beizutragen – ein Lied oder eine Lehre oder eine Botschaft, die Gott ihm offenbart hat, oder ein Gebet in einer von Gott eingegebenen Sprache oder dessen Wiedergabe in verständlichen Worten. Aber jedem soll es darum gehen, dass ´alle` einen Gewinn ´für ihren Glauben` haben. 27 Was ist beim Reden in Sprachen zu beachten, ´die von Gott eingegeben sind`? ´Im Verlauf einer Zusammenkunft` sollen nicht mehr als zwei oder höchstens drei reden, und zwar nacheinander, nicht gleichzeitig; außerdem soll jemand das Gesagte in verständlichen Worten wiedergeben. 28 Wenn niemand da ist, der das kann, sollen die Betreffenden schweigen. Sie sollen dann nicht in der Gemeinde reden, sondern wenn sie allein sind und nur Gott es hört. 29 Und wie steht es mit dem prophetischen Reden? Von denen, die diese Gabe haben, sollen ebenfalls nur zwei oder drei das Wort ergreifen; die anderen ´Gläubigen` sollen das Gesagte beurteilen. 30 Und wenn, ´während jemand eine prophetische Botschaft verkündet,` einem, der dabeisitzt ´und zuhört`, von Gott etwas offenbart wird, soll der Redende seinen Beitrag beenden, um den Betreffenden zu Wort kommen zu lassen. 31 Auf diese Weise hat – ohne dass mehrere gleichzeitig reden – jeder von euch die Möglichkeit, eine prophetische Botschaft weiterzugeben, sodass dann alle etwas lernen und alle ermutigt werden. 32 Propheten stehen schließlich nicht unter dem Zwang, reden zu müssen, wenn sie eine prophetische Botschaft empfangen. 33 Denn Gott ist nicht ein Gott der Unordnung, sondern ein Gott des Friedens. Wie in allen Gemeinden derer, die zu Gottes heiligem Volk gehören, 34 sollen sich auch bei euch die Frauen während der Zusammenkünfte still verhalten. Es ist ihnen nicht erlaubt, das Wort zu führen; vielmehr sollen sie sich unterordnen, wie es auch das Gesetz vorschreibt. 35 Und wenn sie in einer Sache genauere Auskunft haben möchten, sollen sie zu Hause ihren Mann fragen. Denn es ist nicht ehrenhaft für eine Frau, bei einer Zusammenkunft der Gemeinde das Wort zu führen. 36 ´Ihr seid damit nicht einverstanden?` Ja, ist denn Gottes Botschaft von euch aus ´in die Welt` hinausgegangen? Oder seid ihr die Einzigen, zu denen sie gekommen ist? 37 Vielleicht meint jemand, er sei ein Prophet oder Gottes Geist habe ihm sonst irgendwelche Gaben geschenkt. Nun, dann muss er zuerst einmal anerkennen, dass das, was ich euch schreibe, vom Herrn angeordnet ist. 38 Wenn er das nicht anerkennt, braucht er auch nicht damit zu rechnen, dass man ihn anerkennt. 39 Um das Ganze zusammenzufassen, liebe Geschwister: Bemüht euch um die Gabe des prophetischen Redens, und hindert keinen daran, in Sprachen zu reden, ´die von Gott eingegeben sind`.

 

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In dieser Episode erklärt Jens Kaldewey, wie Paulus deutlich macht, dass das Ziel christlichen Lebens ein von Liebe bestimmtes Handeln ist und dass die Geistesgaben dieser Liebe dienen sollen, wobei er die prophetische Gabe besonders hervorhebt. Prophetisches Reden richtet sich an Menschen und baut die Gemeinde durch Ermutigung, Trost und Orientierung auf, während das Reden in Sprachen primär der persönlichen Erbauung dient, solange es nicht ausgelegt wird. In der Gemeindeversammlung sollen deshalb verständliche Worte Vorrang haben, damit alle einen geistlichen Gewinn haben und nicht ausgeschlossen oder verwirrt werden. Paulus warnt davor, unreif an einzelnen Gaben festzuhalten, und zeigt, dass echte, verständliche Prophetie selbst Ungläubige zur Einsicht führen kann, dass Gott wirklich gegenwärtig ist. Der Abschnitt mündet in die Sehnsucht nach mehr geistlicher Tiefe, Kraft Gottes und echter Überführung in den Gemeinden.

 

Bibeltext:

 

1 Das soll also euer Ziel sein: ein Leben, das von der Liebe bestimmt wird. Bemüht euch aber auch um die Fähigkeiten, die uns durch Gottes Geist gegeben werden, und wenn ich das sage, denke ich vor allem an die Gabe des prophetischen Redens. 2 Wenn jemand in einer ´von Gott eingegebenen` Sprache redet, richten sich seine Worte nicht an Menschen, sondern an Gott. Keiner versteht ihn; was er – durch Gottes Geist gewirkt – ausspricht, bleibt ein Geheimnis. 3 Wenn jemand hingegen eine prophetische Botschaft verkündet, richten sich seine Worte an die Menschen; was er sagt, bringt ihnen Hilfe, Ermutigung und Trost. 4 Wer in einer ´von Gott eingegebenen` Sprache redet, bringt damit sich selbst ´im Glauben` weiter; wer prophetisch redet, dient der ganzen Gemeinde. 5 Ich wünschte, ihr alle könntet in Sprachen reden, ´die von Gott eingegeben sind`; aber noch lieber wäre es mir, ihr alle hättet die Gabe, prophetisch zu reden. Denn wer prophetisch redet, ist von größerem Nutzen für die Gemeinde als der, der in einer ´von Gott eingegebenen` Sprache redet, es sei denn, dieser gibt das Gesagte anschließend mit verständlichen Worten wieder; dann ist auch sein Beitrag eine Hilfe für die Gemeinde. 6 Stellt euch vor, Geschwister, ich würde bei meinem nächsten Besuch ´nur` in Sprachen zu euch reden, ´die von Gott eingegeben sind`! Was hättet ihr davon? Nützen wird euch mein Kommen erst dann etwas, wenn ich ´mit verständlichen Worten` zu euch spreche – zum Beispiel, indem ich eine Offenbarung, eine Erkenntnis, eine prophetische Botschaft oder eine Lehre weitergebe. 7 Denkt zum Vergleich an ein Musikinstrument, eine Flöte etwa oder eine Harfe. Wenn die Töne, die damit hervorgebracht werden, sich nicht deutlich voneinander unterscheiden, wie soll man dann erkennen, was auf der Flöte oder der Harfe gespielt wird? 8 Oder – um ein anderes Beispiel zu nennen –: Wenn ´vor einer Schlacht` die Trompete nicht ein klares Signal gibt, wer wird sich dann zum Kampf bereitmachen? 9 Genauso ist es nun auch, wenn ihr in einer ´von Gott eingegebenen` Sprache redet, statt verständliche Worte zu gebrauchen. Wie soll man da wissen, was ihr sagt? Eure Worte verhallen im Wind. 10 Es gibt in der Welt eine Vielzahl verschiedener Sprachen, und jede ist dazu da, dass Menschen sich verständigen können. 11 Wenn ich allerdings die Sprache, in der jemand mit mir redet, nicht verstehe, bleibe ich für ihn ein Fremder, und er bleibt es für mich. 12 Was folgt daraus im Hinblick auf euch? Ich weiß, wie eifrig ihr euch um die Gaben bemüht, die uns durch Gottes Geist gegeben werden. Aber dabei muss es euer Ziel sein, vor allem die Gaben zu bekommen, die eine Hilfe für die ganze Gemeinde sind. 13 Wer daher in einer ´von Gott eingegebenen` Sprache reden kann, soll Gott um die Fähigkeit bitten, das Gesagte auch mit verständlichen Worten wiederzugeben. 14 Denn wenn ich zum Beispiel bete und dabei eine ´von Gott eingegebene` Sprache benutze, betet zwar mein Geist, aber mein Verstand bleibt untätig. 15 Was soll ich also tun? Ich will auf beide Weisen beten – auf die, bei der nur mein Geist zu Gott spricht, aber auch auf die, bei der mein Verstand tätig ist. Ich will auf die Weise singen, bei der nur mein Geist Gott lobt, aber auch auf die, bei der mein Verstand tätig ist. 16 Denn wenn du Gott anbetest, ohne dass dein Verstand daran beteiligt ist, wie kann dann jemand, der diese Sprache nicht versteht, deinem Gebet mit einem Amen zustimmen? Er weiß ja gar nicht, was du sagst. 17 An deinem Dankgebet ist nichts Verkehrtes, aber dem anderen bringt es ´für seinen Glauben` keinen Gewinn. 18 Ich bin Gott dankbar, dass ich in Sprachen reden kann, ´die von ihm eingegeben sind,` und ich mache davon mehr Gebrauch als ihr alle. 19 Aber wenn die Gemeinde versammelt ist, will ich lieber fünf verständliche Worte sagen, damit auch andere ´einen Gewinn davon haben und im Glauben` unterrichtet werden, als zehntausend Wörter in einer Sprache, ´die keiner versteht`. 20 Geschwister, seid doch nicht wie Kinder, wenn es darum geht, ´diese Dinge` zu beurteilen! Wie Kinder sollt ihr nur in Bezug auf das Böse sein; in eurem Urteilsvermögen erweist euch als erwachsene Menschen! 21 Im Gesetz heißt es: »Durch fremde Menschen mit fremden Sprachen werde ich zu diesem Volk reden, sagt der Herr; aber auch dann werden sie nicht auf mich hören.« 22 Das Reden in Sprachen, ´die von Gott eingegeben sind,` ist demnach nicht ein Zeichen für die Gläubigen, sondern für die Ungläubigen – ´ein Zeichen des Gerichts`. Mit dem prophetischen Reden ist es umgekehrt: Es ist nicht ein Zeichen für die Ungläubigen, sondern für die Gläubigen – ´ein Zeichen von Gottes Gegenwart`. 23 Stellt euch nur einmal Folgendes vor: Ihr seid als ganze Gemeinde am selben Ort versammelt und fangt alle an, in Sprachen zu reden, ´die von Gott eingegeben sind`. Und nun kommen Leute dazu, die noch nicht viel oder noch gar nichts vom Glauben wissen. Werden sie nicht sagen: »Ihr seid verrückt!«? 24 Und dann stellt euch vor, ihr alle verkündet prophetische Botschaften. Wenn jetzt jemand dazukommt, der vom Glauben nichts oder nicht viel weiß, macht alles, was ihr sagt, ihm bewusst, dass er ein Sünder ist. Durch alles, was er hört, sieht er sich zur Rechenschaft gezogen, 25 und seine verborgensten Gedanken kommen ans Licht. Er wird sich niederwerfen, um Gott anzubeten, und wird ausrufen: »Gott ist wirklich in eurer Mitte!«

 

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Paulus stellt den Korinthern mit 1. Korinther 13 den „Weg der Liebe“ vor, der alle geistlichen Gaben und Leistungen überragt und ihnen erst Sinn und Wert verleiht. Ohne Liebe sind selbst die spektakulärsten Gaben, Opfer und geistlichen Erfahrungen letztlich wertlos, während die Liebe geduldig, selbstlos, wahrhaftig und dauerhaft ist. Alle Gaben und Erkenntnisse sind begrenzt und zeitlich, doch Glaube, Hoffnung und vor allem die Liebe bleiben – und die Liebe ist die größte von ihnen. Dieses Kapitel ist keine moralische Forderung, sondern eine Einladung, aus der Liebe Gottes zu leben, die durch den Heiligen Geist bereits in unsere Herzen ausgegossen ist. Der Weg der Liebe ist eine lebenslange, realistische und von Jesus selbst begleitete Wanderung, auf der Gott alles schenkt, was wir brauchen.

 

Bibeltext:

 

31b Bemüht euch um die Gaben, die der Gemeinde am meisten nützen! Und jetzt zeige ich euch einen Weg, der weit über das alles hinausführt. 1 Wenn ich in Sprachen rede, die von Gott eingegeben sind – in irdischen Sprachen und sogar in der Sprache der Engel –, aber keine Liebe habe, bin ich nichts weiter als ein dröhnender Gong oder eine lärmende Pauke. 2 Wenn ich prophetische Eingebungen habe, wenn mir alle Geheimnisse enthüllt sind und ich alle Erkenntnis besitze, wenn mir der Glaube im höchsten nur denkbaren Maß gegeben ist, sodass ich Berge versetzen kann – ´wenn ich alle diese Gaben besitze,` aber keine Liebe habe, bin ich nichts. 3 Wenn ich meinen ganzen Besitz an die Armen verteile, wenn ich sogar bereit bin, mein Leben zu opfern und mich bei lebendigem Leib verbrennen zu lassen, aber keine Liebe habe, nützt es mir nichts. 4 Liebe ist geduldig, Liebe ist freundlich. Sie kennt keinen Neid, sie spielt sich nicht auf, sie ist nicht eingebildet. 5 Sie verhält sich nicht taktlos, sie sucht nicht den eigenen Vorteil, sie verliert nicht die Beherrschung, sie trägt keinem etwas nach. 6 Sie freut sich nicht, wenn Unrecht geschieht, aber wo die Wahrheit siegt, freut sie sich mit. 7 Alles erträgt sie, in jeder Lage glaubt sie, immer hofft sie, allem hält sie stand. 8 Die Liebe vergeht niemals. Prophetische Eingebungen werden aufhören; das Reden in Sprachen, ´die von Gott eingegeben sind,` wird verstummen; die ´Gabe der` Erkenntnis wird es einmal nicht mehr geben. 9 Denn was wir erkennen, ist immer nur ein Teil des Ganzen, und die prophetischen Eingebungen, die wir haben, enthüllen ebenfalls nur einen Teil des Ganzen. 10 Eines Tages aber wird das sichtbar werden, was vollkommen ist. Dann wird alles Unvollkommene ein Ende haben. 11 Als ich noch ein Kind war, redete ich, wie Kinder reden, dachte, wie Kinder denken, und urteilte, wie Kinder urteilen. Doch als Erwachsener habe ich abgelegt, was kindlich ist. 12 Jetzt sehen wir alles nur wie in einem Spiegel und wie in rätselhaften Bildern; dann aber werden wir ´Gott` von Angesicht zu Angesicht sehen. Wenn ich jetzt etwas erkenne, erkenne ich immer nur einen Teil des Ganzen; dann aber werde ich alles so kennen, wie Gott mich jetzt schon kennt. 13 Was für immer bleibt, sind Glaube, Hoffnung und Liebe, diese drei. Aber am größten von ihnen ist die Liebe.

 

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Paulus erläutert anhand des Bildes vom menschlichen Körper, dass die Gemeinde als Leib Christi aus vielen unterschiedlichen, gleichwertigen Gliedern besteht, die einander brauchen und füreinander sorgen sollen. Kein Teil ist überflüssig oder minderwertig, vielmehr verleiht Gott gerade den unscheinbaren Gliedern besondere Würde, damit Einheit und gegenseitige Verantwortung wachsen. Die verschiedenen Gaben und Aufgaben sind von Gott bewusst unterschiedlich verteilt, und nicht alle haben dieselbe Funktion oder denselben Nutzen für die Gemeinde. Entscheidend ist, dass jede Gabe dem Ganzen dient und nicht Neid, Minderwertigkeitsgefühle oder falscher Ehrgeiz entstehen. Paulus ruft dazu auf, gabenorientiert zusammenzuarbeiten, Erwartungen an „Alleskönner“ loszulassen und dankbar mit den eigenen Gaben und Grenzen umzugehen.

 

Bibeltext:

 

14 Und wie jeder Körper besteht dieser Leib aus vielen Teilen, nicht nur aus einem. 15 Wenn der Fuß behaupten würde: »Weil ich nicht die Hand bin, gehöre ich nicht zum Körper!«, würde er trotzdem nicht aufhören, ein Teil des Körpers zu sein. 16 Und wenn das Ohr behaupten würde: »Weil ich nicht das Auge bin, gehöre ich nicht zum Körper!«, würde es trotzdem nicht aufhören, ein Teil des Körpers zu sein. 17 Wenn der ganze Körper nur aus Augen bestünde, wo bliebe dann das Gehör? Wenn er nur aus Ohren bestünde, wo bliebe der Geruchssinn? 18 Tatsache jedoch ist, dass Gott, entsprechend seinem Plan, jedem einzelnen Teil ´eine besondere Aufgabe` innerhalb des Ganzen zugewiesen hat. 19 Was wäre das schließlich für ein Körper, wenn alle Teile dieselbe Aufgabe hätten? 20 Aber so ist es ja nicht. Es gibt einerseits viele verschiedene Teile und andererseits nur einen Körper. 21 Das Auge kann nicht einfach zur Hand sagen: »Ich brauche dich nicht!« oder der Kopf zu den Füßen: »Ich brauche euch nicht!« 22 Nein, gerade die Teile des Körpers, die schwächer zu sein scheinen, sind besonders wichtig; 23 gerade den Teilen, die wir für weniger ehrenwert halten, schenken wir besonders viel Aufmerksamkeit; gerade bei den Teilen, die Anstoß erregen könnten, achten wir besonders darauf, dass sie sorgfältig bedeckt sind 24 (bei denen, die keinen Anstoß erregen, ist das nicht nötig). Gott selbst, der ´die verschiedenen Teile des` Körpers zusammengefügt hat, hat dem, was unscheinbar ist, eine besondere Würde verliehen. 25 Es darf nämlich im Körper nicht zu einer Spaltung kommen; vielmehr soll es das gemeinsame Anliegen aller Teile sein, füreinander zu sorgen. 26 Wenn ein Teil des Körpers leidet, leiden alle anderen mit, und wenn ein Teil geehrt wird, ist das auch für alle anderen ein Anlass zur Freude. 27 ´Das alles gilt nun auch im Hinblick auf euch, denn` ihr seid der Leib Christi, und jeder Einzelne von euch ist ein Teil dieses Leibes. 28 Gott hat in der Gemeinde allen eine bestimmte Aufgabe zugewiesen. An erster Stelle sind die Apostel zu nennen, an zweiter die Propheten, an dritter die Lehrer. Weiter gibt es die, die dazu befähigt sind, Wunder zu tun, oder denen die Gabe des Heilens geschenkt ist oder die imstande sind, praktische Hilfe zu leisten oder Leitungsaufgaben zu übernehmen, oder die in Sprachen reden können, ´die von Gott eingegeben sind`. 29 Sind etwa alle Apostel? Sind alle Propheten? Sind alle Lehrer? Natürlich nicht! Es sind auch nicht alle dazu befähigt, Wunder zu tun; 30 nicht alle haben die Gabe des Heilens; nicht alle können in einer ´von Gott eingegebenen` Sprache reden oder das Gesagte in verständlichen Worten wiedergeben. 31 Allerdings ist der Nutzen für die Gemeinde nicht bei allen Gaben gleich groß. Bemüht euch um die Gaben, die der Gemeinde am meisten nützen! Und jetzt zeige ich euch einen Weg, der weit über das alles hinausführt.

 

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Paulus tadelt die korinthische Gemeinde in 1.Korinther 11, 17-33 scharf, weil ihre Zusammenkünfte – besonders das Abendmahl – die Gemeinschaft zerstören statt sie aufzubauen: Reiche essen im Überfluss, während Arme hungrig bleiben und bloßgestellt werden. Dadurch wird das Mahl des Herrn zu einer privaten, lieblosen Veranstaltung und widerspricht zutiefst dem Wesen Jesu, der sich selbst hingegeben hat. Paulus erinnert an die Einsetzungsworte des Abendmahls und betont, dass es die Gemeinschaft mit Christus und untereinander verkündigt und erneuert. Wer das Mahl unwürdig feiert, ohne den Leib Christi – auch im sozialen Sinn – zu achten, zieht sich Gottes Gericht zu. Der zentrale Appell lautet daher: Selbstprüfung, Rücksichtnahme und ein Leben, in dem Glaube und Handeln übereinstimmen.

 

Bibeltext:

 

17 Es gibt noch eine Sache, in der ich Anordnungen treffen muss, und diesmal handelt es sich um etwas, wofür ich euch nicht loben kann. Ihr verhaltet euch bei euren Zusammenkünften nämlich so, dass es ´die Gemeinde` nicht fördert, sondern ihr schadet. 18 Ich habe – um damit zu beginnen – gehört, dass ihr euch, wenn ihr als Gemeinde zusammenkommt, in Gruppen aufspaltet, und zumindest teilweise glaube ich das auch. 19 So, wie es bei euch steht, muss es ja zu Spaltungen kommen; nur dann wird sichtbar, wer von euch ´im Glauben` bewährt ist. 20 Wie sieht es denn nun bei euren Zusammenkünften aus? ´Ihr nehmt zwar alle` am selben Ort ´eine Mahlzeit ein`, aber als Mahl des Herrn kann man dieses Essen nicht bezeichnen; 21 es ist die Privatmahlzeit jedes Einzelnen. Denn statt zu warten, bis alle da sind, beginnt jeder für sich zu essen, und so kommt es, dass der eine hungrig bleibt, während der andere ´im Übermaß isst und` sich sogar betrinkt. 22 Könnt ihr denn nicht bei euch zu Hause essen und trinken? Oder bedeutet euch die Gemeinde Gottes so wenig, dass es euch nichts ausmacht, die bloßzustellen, die nichts haben? Was soll ich dazu sagen? Soll ich euch loben? In diesem Punkt lobe ich euch nicht. 23 Ihr wisst doch, was der Herr über dieses Mahl gesagt hat; ich selbst habe seine Worte so an euch weitergegeben, wie sie mir berichtet wurden: In der Nacht, in der er verraten wurde, nahm Jesus, der Herr, das Brot, 24 dankte Gott dafür, brach es in Stücke und sagte: »Das ist mein Leib, der für euch geopfert wird. Wenn ihr künftig dieses Mahl feiert und von dem Brot esst, dann ruft euch in Erinnerung, was ich für euch getan habe!« 25 Nachdem sie gegessen hatten, nahm er den Becher, dankte Gott auch dafür und sagte: »Dieser Becher ist der neue Bund, besiegelt mit meinem Blut. Wenn ihr künftig aus dem Becher trinkt, dann ruft euch jedes Mal in Erinnerung, was ich für euch getan habe!« 26 Seid euch also darüber im Klaren: Jedes Mal, wenn ihr von dem Brot esst und aus dem Becher trinkt, verkündet ihr den Tod des Herrn – bis der Herr wiederkommt. 27 Wer daher auf unwürdige Weise von dem Brot isst oder aus dem Becher des Herrn trinkt, macht sich am Leib und am Blut des Herrn schuldig. 28 Deshalb soll sich jeder prüfen, und erst dann soll er von dem Brot essen und aus dem Becher trinken. 29 Denn wer isst und trinkt, ohne sich vor Augen zu halten, dass es bei diesem Mahl um den Leib des Herrn geht, der zieht sich mit seinem Essen und Trinken das Gericht ´Gottes` zu. 30 Das ist übrigens auch der Grund, weshalb so viele von euch schwach und krank sind. Manche aus eurer Gemeinde sind sogar gestorben. 31 Würden wir uns selbst einer kritischen Beurteilung unterziehen, dann müsste der Herr uns nicht richten. 32 Wenn er uns allerdings straft, tut er es, um uns auf den rechten Weg zu bringen, damit wir nicht zusammen mit der übrigen Welt verurteilt werden. 33 Was bedeutet das konkret, liebe Geschwister? Wenn ihr zusammenkommt, um miteinander zu essen ´und das Mahl des Herrn zu feiern`, dann nehmt aufeinander Rücksicht und wartet, bis alle da sind.

 

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In dieser Episode vertieft Jens Kaldewey das Thema „Der Mann ist das Haupt der Frau“ anhand biblischer Beispiele und zeigt, wie dieses Prinzip verantwortungsvoll oder zerstörerisch gelebt werden kann. An Adam und Eva wird deutlich, dass beide gemeinsam geschaffen sind, der Mann jedoch eine besondere Erstverantwortung trägt, für die er von Gott zuerst zur Rechenschaft gezogen wird. An Abraham und Sara, Deborah und Lapidot sowie Pharao und Josef wird gezeigt, dass Hauptverantwortung bedeutet, klügerem Rat Raum zu geben, Berufungen zu erkennen und Macht zum Wohl anderer einzusetzen. Am Negativbeispiel Nabal und Abigail wird klar, dass toxische Autorität nicht bindet und verantwortliches Handeln – auch gegen den Ehemann – notwendig sein kann. Insgesamt wird deutlich: Die göttliche Ordnung kann missbraucht werden, ist aber richtig verstanden eine heilsame, dienende und lebensfördernde Verantwortung.

 

Bibeltext:

 

2 Im Übrigen kann ich euch nur loben, weil ihr in allem an das denkt, was ich euch gesagt habe, und treu an dem festhaltet, was der Herr gelehrt hat und was ich an euch weitergegeben habe. 3 Eine Sache allerdings möchte ich zur Sprache bringen, weil ihr darüber offensichtlich noch nicht Bescheid wisst: Der Mann hat Christus als Haupt über sich, die Frau hat den Mann als Haupt über sich, und Christus hat Gott als Haupt über sich. 4 Wenn ein Mann seinen Kopf bedeckt, während er betet oder prophetisch redet, entehrt er den, der sein Haupt ist. 5 Eine Frau hingegen entehrt ihr Haupt, wenn sie ohne Kopfbedeckung betet oder prophetisch redet. Es ist dann nicht anders, als wenn sie kahlgeschoren wäre. 6 Denn eine Frau, die ihren Kopf nicht bedeckt, sollte ´so konsequent sein und` sich auch die Haare abschneiden lassen. Nun ist es aber doch entehrend für eine Frau, kurzgeschnittenes Haar zu haben oder völlig kahlgeschoren zu sein. Folglich soll sie auch eine Kopfbedeckung tragen. 7 Der Mann soll keine Kopfbedeckung tragen, denn er ist das Abbild Gottes und spiegelt Gottes Herrlichkeit wider. In der Frau hingegen spiegelt sich die Herrlichkeit des Mannes. 8 Denn bei der Schöpfung wurde nicht der Mann aus der Frau gemacht, sondern die Frau aus dem Mann. 9 Und der Mann wurde nicht wegen der Frau erschaffen, sondern die Frau wegen des Mannes. 10 Deshalb also und wegen der Engel soll die Frau eine Kopfbedeckung tragen – ein Zeichen dafür, dass sie der Autorität des Mannes untersteht. 11 Es muss allerdings klar gesagt werden, dass nach der Ordnung, die der Herr geschaffen hat, nicht nur die Frau auf den Mann angewiesen ist, sondern ebenso der Mann auf die Frau. 12 Denn auch wenn die ´erste` Frau aus dem Mann geschaffen wurde, ist doch seither jeder Mann durch eine Frau auf die Welt gekommen. Und letztlich kommen beide, Mann und Frau, von Gott, der alles geschaffen hat. 13 Urteilt selbst: Gehört es sich für eine Frau, ohne Kopfbedeckung zu Gott zu beten? 14 Lehrt euch nicht schon euer natürliches Empfinden, dass es für den Mann eine Schande, 15 für die Frau dagegen eine Ehre ist, das Haar lang zu tragen? Das lange Haar ist der Frau nämlich als ´eine Art` Umhüllung gegeben. 16 Wenn aber jemand das alles bestreitet und rechthaberisch auf seiner Meinung beharrt, ´soll er wissen, dass` wir keine andere gottesdienstliche Praxis kennen – weder wir ´hier in Ephesus` noch irgendeine andere von den Gemeinden Gottes.

 

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In diesem Abschnitt vertieft Jens Kaldewey die Auslegung von 1. Korinther 11,3 und betont die göttliche Ordnung von „Hauptsein“: Christus ist das Haupt des Mannes, der Mann das Haupt der Frau und Gott das Haupt Christi. Diese Ordnung wird nicht als zeitbedingt verstanden, sondern als von Gott gewollt, gut und ursprünglich lebensfördernd, auch wenn sie durch menschlichen Missbrauch stark verzerrt wurde. Maßstab für das Verständnis ist das Verhältnis Jesu zu Gott: ein Hauptsein, das von Liebe, Fürsorge, Verantwortung und Hingabe geprägt ist, nicht von Unterdrückung. Das Hauptsein des Mannes wird daher als „Voranstellung“ gedeutet – eine Verpflichtung zum verantwortlichen Vorangehen und Dienen – während Unterordnung der Frau als würdigender, respektvoller Umgang verstanden wird, ohne blinden Gehorsam. Ziel ist eine heilende Annäherung an Gottes ursprüngliche Schöpfungsabsicht von Mann und Frau als gleichwertige, einander ergänzende Ebenbilder Gottes.

 

Bibeltext:

 

2 Im Übrigen kann ich euch nur loben, weil ihr in allem an das denkt, was ich euch gesagt habe, und treu an dem festhaltet, was der Herr gelehrt hat und was ich an euch weitergegeben habe. 3 Eine Sache allerdings möchte ich zur Sprache bringen, weil ihr darüber offensichtlich noch nicht Bescheid wisst: Der Mann hat Christus als Haupt über sich, die Frau hat den Mann als Haupt über sich, und Christus hat Gott als Haupt über sich. 4 Wenn ein Mann seinen Kopf bedeckt, während er betet oder prophetisch redet, entehrt er den, der sein Haupt ist. 5 Eine Frau hingegen entehrt ihr Haupt, wenn sie ohne Kopfbedeckung betet oder prophetisch redet. Es ist dann nicht anders, als wenn sie kahlgeschoren wäre. 6 Denn eine Frau, die ihren Kopf nicht bedeckt, sollte ´so konsequent sein und` sich auch die Haare abschneiden lassen. Nun ist es aber doch entehrend für eine Frau, kurzgeschnittenes Haar zu haben oder völlig kahlgeschoren zu sein. Folglich soll sie auch eine Kopfbedeckung tragen. 7 Der Mann soll keine Kopfbedeckung tragen, denn er ist das Abbild Gottes und spiegelt Gottes Herrlichkeit wider. In der Frau hingegen spiegelt sich die Herrlichkeit des Mannes. 8 Denn bei der Schöpfung wurde nicht der Mann aus der Frau gemacht, sondern die Frau aus dem Mann. 9 Und der Mann wurde nicht wegen der Frau erschaffen, sondern die Frau wegen des Mannes. 10 Deshalb also und wegen der Engel soll die Frau eine Kopfbedeckung tragen – ein Zeichen dafür, dass sie der Autorität des Mannes untersteht. 11 Es muss allerdings klar gesagt werden, dass nach der Ordnung, die der Herr geschaffen hat, nicht nur die Frau auf den Mann angewiesen ist, sondern ebenso der Mann auf die Frau. 12 Denn auch wenn die ´erste` Frau aus dem Mann geschaffen wurde, ist doch seither jeder Mann durch eine Frau auf die Welt gekommen. Und letztlich kommen beide, Mann und Frau, von Gott, der alles geschaffen hat. 13 Urteilt selbst: Gehört es sich für eine Frau, ohne Kopfbedeckung zu Gott zu beten? 14 Lehrt euch nicht schon euer natürliches Empfinden, dass es für den Mann eine Schande, 15 für die Frau dagegen eine Ehre ist, das Haar lang zu tragen? Das lange Haar ist der Frau nämlich als ´eine Art` Umhüllung gegeben. 16 Wenn aber jemand das alles bestreitet und rechthaberisch auf seiner Meinung beharrt, ´soll er wissen, dass` wir keine andere gottesdienstliche Praxis kennen – weder wir ´hier in Ephesus` noch irgendeine andere von den Gemeinden Gottes.

 

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Jens Kaldewey fährt in dieser Episode weiter mit dem theologisch und kulturell hoch umstrittenen Abschnitt aus 1. Korinther 11. Jens erklärt, dass viele Anweisungen in 1. Korinther 11,2–16 stark zeit- und kulturbedingt sind und nur vor dem damaligen korinthisch-römischen Kontext richtig verstanden werden können. Anhand von Kleidung, Frisuren und gesellschaftlichen Codes zeigt Paulus, dass Kopfbedeckung bei Frauen und fehlende Kopfbedeckung bei Männern klare soziale Signale von Ehre, Status, Zugehörigkeit oder sexueller Verfügbarkeit sendeten. Paulus will mit seinen Weisungen keinen Freiheitsentzug, sondern Rücksichtnahme: Christliche Freiheit soll keine falschen Signale aussenden und weder Gemeinde noch Außenstehende unnötig irritieren oder vom Evangelium abstoßen. Deshalb fordert er Anpassung an die kulturellen Gepflogenheiten, ohne sie absolut zu setzen, nach dem Prinzip: keinen unnötigen Anstoß erregen. Die konkreten Vorschriften gelten heute nicht mehr, wohl aber das bleibende Prinzip liebevoller Rücksichtnahme im jeweiligen kulturellen Kontext.

 

Bibeltext:

 

2 Im Übrigen kann ich euch nur loben, weil ihr in allem an das denkt, was ich euch gesagt habe, und treu an dem festhaltet, was der Herr gelehrt hat und was ich an euch weitergegeben habe. 3 Eine Sache allerdings möchte ich zur Sprache bringen, weil ihr darüber offensichtlich noch nicht Bescheid wisst: Der Mann hat Christus als Haupt über sich, die Frau hat den Mann als Haupt über sich, und Christus hat Gott als Haupt über sich. 4 Wenn ein Mann seinen Kopf bedeckt, während er betet oder prophetisch redet, entehrt er den, der sein Haupt ist. 5 Eine Frau hingegen entehrt ihr Haupt, wenn sie ohne Kopfbedeckung betet oder prophetisch redet. Es ist dann nicht anders, als wenn sie kahlgeschoren wäre. 6 Denn eine Frau, die ihren Kopf nicht bedeckt, sollte ´so konsequent sein und` sich auch die Haare abschneiden lassen. Nun ist es aber doch entehrend für eine Frau, kurzgeschnittenes Haar zu haben oder völlig kahlgeschoren zu sein. Folglich soll sie auch eine Kopfbedeckung tragen. 7 Der Mann soll keine Kopfbedeckung tragen, denn er ist das Abbild Gottes und spiegelt Gottes Herrlichkeit wider. In der Frau hingegen spiegelt sich die Herrlichkeit des Mannes. 8 Denn bei der Schöpfung wurde nicht der Mann aus der Frau gemacht, sondern die Frau aus dem Mann. 9 Und der Mann wurde nicht wegen der Frau erschaffen, sondern die Frau wegen des Mannes. 10 Deshalb also und wegen der Engel soll die Frau eine Kopfbedeckung tragen – ein Zeichen dafür, dass sie der Autorität des Mannes untersteht. 11 Es muss allerdings klar gesagt werden, dass nach der Ordnung, die der Herr geschaffen hat, nicht nur die Frau auf den Mann angewiesen ist, sondern ebenso der Mann auf die Frau. 12 Denn auch wenn die ´erste` Frau aus dem Mann geschaffen wurde, ist doch seither jeder Mann durch eine Frau auf die Welt gekommen. Und letztlich kommen beide, Mann und Frau, von Gott, der alles geschaffen hat. 13 Urteilt selbst: Gehört es sich für eine Frau, ohne Kopfbedeckung zu Gott zu beten? 14 Lehrt euch nicht schon euer natürliches Empfinden, dass es für den Mann eine Schande, 15 für die Frau dagegen eine Ehre ist, das Haar lang zu tragen? Das lange Haar ist der Frau nämlich als ´eine Art` Umhüllung gegeben. 16 Wenn aber jemand das alles bestreitet und rechthaberisch auf seiner Meinung beharrt, ´soll er wissen, dass` wir keine andere gottesdienstliche Praxis kennen – weder wir ´hier in Ephesus` noch irgendeine andere von den Gemeinden Gottes.

 

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Jens Kaldewey führt in dieser Episode einen theologisch und kulturell hoch umstrittenen Abschnitt aus 1. Korinther 11 ein, der Aussagen zu Kopfbedeckung, Hauptsein und dem Verhältnis von Mann und Frau enthält, und betont die Notwendigkeit, den damaligen kulturellen Kontext ernst zu nehmen. Er macht deutlich, dass dieser Text eine innere Mitte hat: die gegenseitige Bezogenheit von Mann und Frau „im Herrn“, denn weder ist die Frau ohne den Mann noch der Mann ohne die Frau, und letztlich kommt alles von Gott. Diese Mitte verankert Paulus in der Schöpfungsordnung der Genesis, die für ihn – wie auch für Jesus – Offenbarung und maßgebliche Unterweisung Gottes (Torah) ist. Jens arbeitet heraus, dass Paulus hier primär über Ehe spricht und nicht über ein allgemeines Verhältnis aller Männer zu allen Frauen. Während einzelne konkrete Regelungen kulturell bedingt und zeitgebunden sind, versteht er die grundlegenden Aussagen über die gegenseitige Ordnung von Mann und Frau als überzeitlich gültig, deren konkrete Ausgestaltung jedoch immer neu verantwortungsvoll bedacht werden muss.

 

Bibeltext:

 

2 Im Übrigen kann ich euch nur loben, weil ihr in allem an das denkt, was ich euch gesagt habe, und treu an dem festhaltet, was der Herr gelehrt hat und was ich an euch weitergegeben habe. 3 Eine Sache allerdings möchte ich zur Sprache bringen, weil ihr darüber offensichtlich noch nicht Bescheid wisst: Der Mann hat Christus als Haupt über sich, die Frau hat den Mann als Haupt über sich, und Christus hat Gott als Haupt über sich. 4 Wenn ein Mann seinen Kopf bedeckt, während er betet oder prophetisch redet, entehrt er den, der sein Haupt ist. 5 Eine Frau hingegen entehrt ihr Haupt, wenn sie ohne Kopfbedeckung betet oder prophetisch redet. Es ist dann nicht anders, als wenn sie kahlgeschoren wäre. 6 Denn eine Frau, die ihren Kopf nicht bedeckt, sollte ´so konsequent sein und` sich auch die Haare abschneiden lassen. Nun ist es aber doch entehrend für eine Frau, kurzgeschnittenes Haar zu haben oder völlig kahlgeschoren zu sein. Folglich soll sie auch eine Kopfbedeckung tragen. 7 Der Mann soll keine Kopfbedeckung tragen, denn er ist das Abbild Gottes und spiegelt Gottes Herrlichkeit wider. In der Frau hingegen spiegelt sich die Herrlichkeit des Mannes. 8 Denn bei der Schöpfung wurde nicht der Mann aus der Frau gemacht, sondern die Frau aus dem Mann. 9 Und der Mann wurde nicht wegen der Frau erschaffen, sondern die Frau wegen des Mannes. 10 Deshalb also und wegen der Engel soll die Frau eine Kopfbedeckung tragen – ein Zeichen dafür, dass sie der Autorität des Mannes untersteht. 11 Es muss allerdings klar gesagt werden, dass nach der Ordnung, die der Herr geschaffen hat, nicht nur die Frau auf den Mann angewiesen ist, sondern ebenso der Mann auf die Frau. 12 Denn auch wenn die ´erste` Frau aus dem Mann geschaffen wurde, ist doch seither jeder Mann durch eine Frau auf die Welt gekommen. Und letztlich kommen beide, Mann und Frau, von Gott, der alles geschaffen hat. 13 Urteilt selbst: Gehört es sich für eine Frau, ohne Kopfbedeckung zu Gott zu beten? 14 Lehrt euch nicht schon euer natürliches Empfinden, dass es für den Mann eine Schande, 15 für die Frau dagegen eine Ehre ist, das Haar lang zu tragen? Das lange Haar ist der Frau nämlich als ´eine Art` Umhüllung gegeben. 16 Wenn aber jemand das alles bestreitet und rechthaberisch auf seiner Meinung beharrt, ´soll er wissen, dass` wir keine andere gottesdienstliche Praxis kennen – weder wir ´hier in Ephesus` noch irgendeine andere von den Gemeinden Gottes.

 

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Paulus betont in 1. Korinther 10,23–11,1, dass christliche Freiheit zwar real ist, aber stets durch Liebe und Rücksicht auf andere begrenzt wird. Fleisch kann grundsätzlich mit gutem Gewissen gegessen werden, da alles Geschaffene Gott gehört, doch sobald das Gewissen eines anderen belastet wird, soll aus Liebe darauf verzichtet werden. Jens Kaldewey erklärt: Entscheidend ist für Paulus nicht das eigene Recht, sondern der geistliche Nutzen des Anderen und die Einheit der Gemeinde als geistliche Familie. Ziel dieses freiwilligen Verzichts ist es, Gott zu ehren, niemandem ein Glaubenshindernis zu sein und Menschen den Weg zum Glauben an Christus zu erleichtern.

 

Bibeltext:

 

23 »Alles ist erlaubt!« ´sagt ihr`. ´Mag sein,` aber nicht alles ist deshalb auch hilfreich. – »Alles ist erlaubt!« Aber nicht alles dient der Gemeinde. 24 Jeder soll auf den Vorteil des anderen bedacht sein, nicht auf den eigenen Vorteil. 25 ´Was heißt das konkret?` Bei Fleisch, das auf dem Markt verkauft wird, braucht ihr nicht nachzuforschen, ´ob es einem Götzen geopfert wurde`. Ihr könnt alles ohne Bedenken und mit gutem Gewissen essen, 26 denn »die Erde und alles, was darauf lebt, gehört dem Herrn«. 27 ´Dasselbe gilt auch,` wenn jemand, der nicht ´an Christus` glaubt, euch zum Essen einlädt und ihr die Einladung annehmt: Ihr könnt alles, was euch vorgesetzt wird, unbedenklich und mit gutem Gewissen essen und braucht nicht nachzuforschen, ´woher das Fleisch kommt`. 28 Sollte allerdings jemand ausdrücklich zu euch sagen: »Dieses Fleisch wurde als Opfer dargebracht!«, dann esst nicht davon, und zwar mit Rücksicht auf den, der euch darauf aufmerksam gemacht hat – genauer gesagt, mit Rücksicht auf sein Gewissen. 29 Wohlgemerkt, ich spreche vom Gewissen des anderen. Was mein eigenes Gewissen betrifft, bin ich frei. Doch warum sollte ich mich so verhalten, dass das Gewissen des anderen verletzt wird und er meine Freiheit verurteilt? 30 Ich könnte zwar mit einem Dankgebet an der Mahlzeit teilnehmen. Aber soll es etwa dahin kommen, dass man mir Vorhaltungen macht wegen etwas, wofür ich Gott danke? 31 Was immer ihr tut, ob ihr esst oder trinkt oder was es auch sei – verhaltet euch so, dass Gott dadurch geehrt wird 32 und dass ihr für niemand ein Glaubenshindernis seid, weder für Juden noch für Nichtjuden, noch für die Gemeinde Gottes. 33 ´Nach diesem Grundsatz handle` auch ich: Bei allem, was ich tue, nehme ich Rücksicht auf alle. Ich bin nicht auf meinen eigenen Vorteil aus, sondern habe die vielen anderen Menschen im Blick; denn ich möchte, dass sie gerettet werden.

1 Folgt meinem Beispiel, so wie ich dem Beispiel folge, das Christus uns gegeben hat.

 

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In dieser Episode warnt Paulus die Gemeinde in Korinth eindringlich davor, sich auf Götzendienst einzulassen, und macht deutlich, dass Gemeinschaft mit Christus und Gemeinschaft mit dämonischen Mächten unvereinbar sind. Anhand des Abendmahls zeigt er, dass Teilhabe immer Beziehung bedeutet: Wer am Tisch des Herrn teilhat, gehört ganz zu ihm. Götzenopferfleisch ist zwar kein Problem an sich, doch die dahinterstehende geistliche Realität führt in Gemeinschaft mit Mächten, die von Gott wegziehen. Paulus beschreibt Gott als einen eifersüchtigen Liebhaber, der ungeteilte Hingabe erwartet und es nicht hinnimmt, wenn Christen ihre Loyalität teilen. Zugleich ermutigt der Text: Gott ist treu und lässt keine Versuchung zu, die uns überfordert, sondern zeigt immer einen Weg, ihr zu widerstehen.

 

Bibeltext:

 

17 Es ist ein Brot, und weil wir alle von diesem einen Brot essen, sind wir alle – wie viele ´und wie unterschiedlich` wir auch sein mögen – ein Leib. 18 Denkt an das israelitische Volk! Kommen nicht alle, die vom Fleisch der Opfertiere essen, in Verbindung mit dem Altar ´und dadurch mit Gott, dem der Altar geweiht ist`? 19 Was folgt daraus im Hinblick auf das Götzenopferfleisch? Ist es etwa doch mehr als nur Fleisch? Gibt es die Götzen in Wirklichkeit doch? 20 Nein, das nicht; aber was den Götzen geopfert wird, wird den Dämonen geopfert und nicht dem ´wahren` Gott. Und ich möchte nicht, dass ihr in Verbindung mit Dämonen kommt. 21 Ihr könnt nicht aus dem Becher des Herrn trinken und zugleich aus dem Becher der Dämonen. Ihr könnt nicht am Tisch des Herrn essen und zugleich am Tisch der Dämonen. 22 Oder wollen wir den Herrn herausfordern, indem wir ihm unsere ungeteilte Hingabe aufkündigen? Sind wir etwa stärker als er?

 

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Paulus erinnert die Korinther anhand der Wüstenwanderung Israels daran, dass geistliche Privilegien wie Taufe, geistliche Speise und Gottes Nähe nicht automatisch vor dem Scheitern bewahren. Die Geschichte Israels ist für ihn eine ernste Warnung: Götzendienst, Maßlosigkeit, sexuelle Zügellosigkeit, Gier und Auflehnung gegen Gott können auch Christen vom Weg der Nachfolge abbringen. Jens Kaldewey erklärt: Christsein ist kein Selbstläufer; wer meint, sicher zu stehen, soll wachsam bleiben, damit er nicht fällt. Zugleich endet Paulus nicht bei der Warnung, sondern mit einem seelsorgerlichen Zuspruch: Gott ist treu und lässt keine Prüfung zu, die den Menschen überfordert, sondern eröffnet immer einen Weg, sie zu bestehen.

 

Bibeltext:

 

1 Ihr dürft nämlich nicht vergessen, Geschwister, wie es unseren Vorfahren ´zur Zeit des Mose` erging. Über ihnen allen war die Wolkensäule, und alle durchquerten sie das Meer, 2 sodass sie alle gewissermaßen eine Taufe auf Mose erlebten – eine Taufe durch die Wolke und durch das Meer.
3 Sie aßen alle dieselbe Nahrung – das Brot vom Himmel, das Gott ihnen gab –, 4 und tranken alle denselben Trank – einen Trank, den Gott ihnen gab, das Wasser aus dem Felsen (wobei der wahre Fels, der sie begleitete und von dessen Wasser sie tranken, Christus war). 5 Und trotzdem hatte Gott an den meisten von ihnen keine Freude, sodass er sie in der Wüste umkommen ließ. 6 Was damals mit unseren Vorfahren geschah, ist eine Warnung an uns: Unser Verlangen darf nicht auf das Böse gerichtet sein, wie es bei ihnen der Fall war. 7 Werdet keine Götzendiener, wie manche von ihnen es waren. Es heißt ja in der Schrift: »Das Volk feierte ein Fest zu Ehren des goldenen Stieres; man setzte sich nieder, um zu essen und zu trinken, und dann wurde wild und zügellos getanzt.« 8 Auch auf Hurerei dürfen wir uns nicht einlassen, wie manche von ihnen es taten. ´Ihre Unmoral wurde damit bestraft,` dass an einem einzigen Tag dreiundzwanzigtausend von ihnen umkamen. 9 Wir müssen uns davor hüten, Christus herauszufordern, wie manche von ihnen es taten, worauf sie von Schlangen gebissen wurden und starben. 10 Hütet euch auch davor, euch gegen Gott aufzulehnen und ihm Vorwürfe zu machen, denn manche von ihnen wurden deshalb von dem Engel des Gerichts getötet. 11 Aus dem, was mit unseren Vorfahren geschah, sollen wir eine Lehre ziehen. Die Schrift berichtet davon, um uns zu warnen – uns, die wir am Ende der Zeit leben. 12 Wer also meint, er stehe fest und sicher, der gebe Acht, dass er nicht zu Fall kommt. 13 Die Prüfungen, denen ihr bisher ausgesetzt wart, sind nicht über ein für uns Menschen erträgliches Maß hinausgegangen. Und Gott ist treu; er wird euch ´auch in Zukunft` in keine Prüfung geraten lassen, die eure Kraft übersteigt. Wenn er euren Glauben auf die Probe stellt, wird er euch auch einen Weg zeigen, auf dem ihr die Probe bestehen könnt.

 

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Paulus vergleicht in 1. Korinther 9,24–27 das christliche Leben mit einem Wettlauf und einem Kampf, der Zielstrebigkeit, Selbstdisziplin und Ausdauer erfordert. Dabei geht es nicht darum, besser als andere zu sein, sondern darum, den Lauf der Nachfolge tatsächlich zu gehen und das Ziel zu erreichen – denn jeder, der ankommt, erhält den unvergänglichen Siegeskranz. Der Text wendet sich gegen die Vorstellung einer automatischen Heilsgewissheit ohne persönliches Dranbleiben und betont die Verantwortung des Menschen für seinen Weg des Glaubens. Zugleich macht Paulus klar, dass Gnade und Anstrengung kein Gegensatz sind: Das Ziel wird allein aus Gnade erreicht, aber nur, wenn wir bereit sind, diesen Weg bewusst, gehorsam und beharrlich zu gehen.

 

Bibeltext:

 

24 Ihr wisst doch, wie es ist, wenn in einem Stadion ein Wettlauf stattfindet: Viele nehmen daran teil, aber nur einer bekommt den Siegespreis. ´Macht es wie der siegreiche Athlet:` Lauft so, dass ihr den Preis bekommt! 25 Jeder, der an einem Wettkampf teilnehmen will, unterwirft sich einer strengen Disziplin. Die Athleten tun es für einen Siegeskranz, der bald wieder verwelkt. Unser Siegeskranz hingegen ist unvergänglich. 26 Für mich gibt es daher nur eins: Ich laufe wie ein Läufer, der das Ziel nicht aus den Augen verliert, und kämpfe wie ein Boxer, dessen Schläge nicht ins Leere gehen. 27 Ich führe einen harten Kampf gegen mich selbst, als wäre mein Körper ein Sklave, dem ich meinen Willen aufzwinge. Denn ich möchte nicht anderen predigen und dann als einer dastehen, der sich selbst nicht an das hält, was er sagt.

 

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Paulus beschreibt in 1. Korinther 9,19–23 seine radikale Freiheit, die er freiwillig einsetzt, um sich aus Liebe zum Evangelium allen Menschen anzupassen. Obwohl er niemandem verpflichtet ist, macht er sich bewusst zum „Sklaven aller“, um möglichst viele für Christus zu gewinnen, ohne dabei seine Bindung an das Gesetz Christi aufzugeben. Je nach Gegenüber lebt er jüdisch, nichtjüdisch oder besonders rücksichtsvoll gegenüber Menschen mit empfindlichem Gewissen, um niemandem den Zugang zu Jesus zu versperren. Jens Kaldewey erklärt: Dieses Vorgehen ist kein Zwang, sondern eine bewusste Herzensentscheidung, die sich an Jesus selbst orientiert, der auf seine Rechte verzichtete und Mensch wurde. Paulus wird so zum Vorbild für eine missionarische Haltung, die Liebe, Respekt und Verzicht über das eigene Recht stellt.

 

Bibeltext:

 

19 Ich bin also frei und keinem Menschen gegenüber zu irgendetwas verpflichtet. Und doch habe ich mich zum Sklaven aller gemacht, um möglichst viele ´für Christus` zu gewinnen. 20 Wenn ich mit Juden zu tun habe, verhalte ich mich wie ein Jude, um die Juden zu gewinnen. Wenn ich mit denen zu tun habe, die dem Gesetz des Mose unterstehen, verhalte ich mich so, als wäre ich ebenfalls dem Gesetz des Mose unterstellt (obwohl das nicht mehr der Fall ist); denn ich möchte auch diese Menschen gewinnen. 21 Wenn ich mit denen zu tun habe, die das Gesetz des Mose nicht kennen, verhalte ich mich so, als würde ich es ebenfalls nicht kennen; denn auch sie möchte ich gewinnen. (Das bedeutet allerdings nicht, dass mein Leben mit Gott nicht doch einem Gesetz untersteht; ich bin ja an das Gesetz gebunden, das Christus uns gegeben hat.) 22 Und wenn ich mit Menschen zu tun habe, deren Gewissen empfindlich ist, verzichte ich auf meine Freiheit, weil ich auch diese Menschen gewinnen möchte. In jedem einzelnen Fall nehme ich jede nur erdenkliche Rücksicht auf die, mit denen ich es gerade zu tun habe, um jedes Mal wenigstens einige zu retten. 23 Das alles tue ich wegen des Evangeliums; denn ich möchte an dem Segen teilhaben, den diese Botschaft bringt.

 

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Paulus greift in 1. Korinther 8,5–6 die klare Unterscheidung zwischen dem einen Gott, dem Vater, und dem einen Herrn, Jesus Christus, auf und lädt zu einem vertieften theologischen Nachdenken ein. Jens Kaldewey zeigt anhand zahlreicher neutestamentlicher Stellen, dass die Bibel Gott konsequent als den Vater bezeichnet, während Jesus als der Herr, der Sohn und der Bevollmächtigte Gottes beschrieben wird. Damit stellt er verbreitete, vereinfachende Vorstellungen der Dreieinigkeit kritisch infrage und grenzt sich sowohl vom Modalismus als auch vom Tritheismus ab. Zugleich betont er nachdrücklich die unauflösliche Einheit von Vater und Sohn: Jesus ist von Gott nicht zu trennen, aber der eine wahre Gott bleibt der Vater. Diese biblische Sicht mündet in den Lobpreis der Einzigkeit und Einheit Gottes, von dem alles kommt und auf den alles hin geschaffen ist.

 

Bibeltext:

 

5 Viele behaupten zwar, dass es Götter gibt – Götter im Himmel und Götter auf der Erde; und es werden ja auch zahlreiche Götter und zahlreiche Herren verehrt. 6 Aber für uns ´steht fest`: Es gibt nur einen Gott – den Vater, von dem alles kommt und für den wir ´geschaffen` sind. Und es gibt nur einen Herrn – Jesus Christus, durch den alles ´geschaffen` wurde und durch den auch wir ´das Leben haben`.

 

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Was bedeutet es, freiwillig auf ein Recht zu verzichten? In dieser Folge geht es darum, warum Paulus keine Unterstützung von der Gemeinde annimmt und was das mit Vertrauen und Motivation zu tun hat. Entdecke, wie aktuelle Fragen zu Geld, Berufung und Dankbarkeit auch heute noch relevant sind. Lass dich inspirieren, eigene Entscheidungen zu reflektieren.

 

Bibeltext:

 

1 Bin ich nicht frei? Bin ich nicht ein Apostel? Habe ich nicht Jesus, unseren Herrn, gesehen? Und seid nicht ihr das Ergebnis meiner Arbeit für den Herrn? 2 Auch wenn andere mich nicht als Apostel anerkennen – ihr jedenfalls wisst, dass ich ein Apostel bin: Die Tatsache, dass es eure Gemeinde gibt, ist eine sichtbare Bestätigung dafür, dass der Herr mich zum Apostel berufen hat. 3 Daher möchte ich denen, die sich als meine Richter aufspielen, Folgendes zu bedenken geben: 4 Hätten Barnabas und ich nicht das Recht, uns für unsere Arbeit von der Gemeinde mit Essen und Trinken versorgen zu lassen? 5 Hätten wir nicht das Recht, eine gläubige Frau zu heiraten und sie auf unsere Reisen mitzunehmen, wie das die anderen Apostel tun und die Brüder des Herrn und auch Petrus? 6 Bei ihnen allen ist es selbstverständlich, dass sie für ihren Lebensunterhalt nicht selbst aufkommen müssen. Sind Barnabas und ich die Einzigen, denen dieses Recht nicht zusteht? 7 Welcher Soldat zieht jemals auf eigene Kosten in den Krieg? Wer pflanzt einen Weinberg an und isst dann nicht von dessen Trauben? Wer hütet eine Herde, ohne von der Milch der Schafe zu trinken? 8 Vielleicht hält man mir entgegen, ich würde die Sache nur von einem menschlichen Standpunkt aus betrachten. Aber sagt das Gesetz, das Mose uns im Auftrag Gottes gab, nicht genau dasselbe? 9 Dort heißt es doch: »Binde einem Ochsen beim Dreschen nicht das Maul zu!« Geht es Gott ´hier` um die Ochsen? 10 Sagt er das nicht in erster Linie wegen uns? Ja, unseretwegen steht diese Anweisung in der Schrift. Gott zeigt damit: Wer pflügt oder drischt, erwartet zu Recht, dass er für seine Arbeit einen Teil vom Ernteertrag bekommt. 11 Nun, wir haben bei euch gesät; wir haben Saatgut ausgestreut, das eurem geistlichen Leben zugute kommt. Wäre es da nicht recht und billig, wenn wir – gewissermaßen als unseren Anteil an der Ernte – das von euch bekämen, was wir für unser irdisches Leben brauchen? 12 Wenn andere das Recht haben, sich von euch unterstützen zu lassen, hätten wir es dann nicht noch viel mehr? Doch wir haben von unserem Recht keinen Gebrauch gemacht. Und alle Schwierigkeiten, ´die dieser Verzicht mit sich bringt,` nehmen wir bereitwillig in Kauf, um ´die Ausbreitung` des Evangeliums von Christus in keiner Weise zu behindern. 13 Ihr wisst doch: Die, die im Tempel Dienst tun, bekommen ihren Unterhalt von den Einkünften des Tempels; und die, die am Altar den Opferdienst verrichten, bekommen einen Anteil an den Opfergaben. 14 Genauso hat es der Herr auch im Hinblick auf die angeordnet, die das Evangelium verkünden: Sie haben das Recht, von der Verkündigung des Evangeliums zu leben. 15 Ich aber habe nichts von dem, was mir zusteht, in Anspruch genommen. Und ich schreibe das auch nicht in der Absicht, mich in Zukunft von euch versorgen zu lassen. Lieber würde ich sterben, als dass ich mir meinen Ruhm von jemand zunichte machen lasse! 16 Mein Ruhm besteht ja nicht darin, dass ich das Evangelium verkünde. Das ist schließlich eine Verpflichtung, der ich nicht ausweichen kann – wehe mir, wenn ich sie nicht erfülle! 17 Hätte ich diese Aufgabe aus eigenem Antrieb übernommen, könnte ich einen Lohn dafür erwarten. Ich habe sie aber nicht gewählt; sie ist mir übertragen worden: Gott hat mir die Aufgabe anvertraut, seine Botschaft zu verkünden. 18 Heißt das dann, dass ich überhaupt keinen Lohn bekomme? O doch: Mein Lohn besteht genau darin, dass ich das Evangelium unentgeltlich verkünde und keinerlei Gebrauch von dem Recht mache, das ich als Verkündiger dieser Botschaft habe.

 

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Wie gehst du mit Kritik um? In dieser Episode geht es um Paulus, der sich in einer schwierigen Situation behaupten muss und seine Autorität verteidigt. Wir entdecken, wie herausfordernd es sein kann, für das Richtige einzustehen und sich nicht entmutigen zu lassen. Lass dich inspirieren, auch in deinem Alltag mutig und klar zu bleiben.

 

Bibeltext:

 

1 Bin ich nicht frei? Bin ich nicht ein Apostel? Habe ich nicht Jesus, unseren Herrn, gesehen? Und seid nicht ihr das Ergebnis meiner Arbeit für den Herrn? 2 Auch wenn andere mich nicht als Apostel anerkennen – ihr jedenfalls wisst, dass ich ein Apostel bin: Die Tatsache, dass es eure Gemeinde gibt, ist eine sichtbare Bestätigung dafür, dass der Herr mich zum Apostel berufen hat. 3 Daher möchte ich denen, die sich als meine Richter aufspielen, Folgendes zu bedenken geben: 4 Hätten Barnabas und ich nicht das Recht, uns für unsere Arbeit von der Gemeinde mit Essen und Trinken versorgen zu lassen? 5 Hätten wir nicht das Recht, eine gläubige Frau zu heiraten und sie auf unsere Reisen mitzunehmen, wie das die anderen Apostel tun und die Brüder des Herrn und auch Petrus? 6 Bei ihnen allen ist es selbstverständlich, dass sie für ihren Lebensunterhalt nicht selbst aufkommen müssen. Sind Barnabas und ich die Einzigen, denen dieses Recht nicht zusteht? 7 Welcher Soldat zieht jemals auf eigene Kosten in den Krieg? Wer pflanzt einen Weinberg an und isst dann nicht von dessen Trauben? Wer hütet eine Herde, ohne von der Milch der Schafe zu trinken? 8 Vielleicht hält man mir entgegen, ich würde die Sache nur von einem menschlichen Standpunkt aus betrachten. Aber sagt das Gesetz, das Mose uns im Auftrag Gottes gab, nicht genau dasselbe? 9 Dort heißt es doch: »Binde einem Ochsen beim Dreschen nicht das Maul zu!« Geht es Gott ´hier` um die Ochsen? 10 Sagt er das nicht in erster Linie wegen uns? Ja, unseretwegen steht diese Anweisung in der Schrift. Gott zeigt damit: Wer pflügt oder drischt, erwartet zu Recht, dass er für seine Arbeit einen Teil vom Ernteertrag bekommt. 11 Nun, wir haben bei euch gesät; wir haben Saatgut ausgestreut, das eurem geistlichen Leben zugute kommt. Wäre es da nicht recht und billig, wenn wir – gewissermaßen als unseren Anteil an der Ernte – das von euch bekämen, was wir für unser irdisches Leben brauchen? 12 Wenn andere das Recht haben, sich von euch unterstützen zu lassen, hätten wir es dann nicht noch viel mehr? Doch wir haben von unserem Recht keinen Gebrauch gemacht. Und alle Schwierigkeiten, ´die dieser Verzicht mit sich bringt,` nehmen wir bereitwillig in Kauf, um ´die Ausbreitung` des Evangeliums von Christus in keiner Weise zu behindern. 13 Ihr wisst doch: Die, die im Tempel Dienst tun, bekommen ihren Unterhalt von den Einkünften des Tempels; und die, die am Altar den Opferdienst verrichten, bekommen einen Anteil an den Opfergaben. 14 Genauso hat es der Herr auch im Hinblick auf die angeordnet, die das Evangelium verkünden: Sie haben das Recht, von der Verkündigung des Evangeliums zu leben. 15 Ich aber habe nichts von dem, was mir zusteht, in Anspruch genommen. Und ich schreibe das auch nicht in der Absicht, mich in Zukunft von euch versorgen zu lassen. Lieber würde ich sterben, als dass ich mir meinen Ruhm von jemand zunichte machen lasse! 16 Mein Ruhm besteht ja nicht darin, dass ich das Evangelium verkünde. Das ist schließlich eine Verpflichtung, der ich nicht ausweichen kann – wehe mir, wenn ich sie nicht erfülle! 17 Hätte ich diese Aufgabe aus eigenem Antrieb übernommen, könnte ich einen Lohn dafür erwarten. Ich habe sie aber nicht gewählt; sie ist mir übertragen worden: Gott hat mir die Aufgabe anvertraut, seine Botschaft zu verkünden. 18 Heißt das dann, dass ich überhaupt keinen Lohn bekomme? O doch: Mein Lohn besteht genau darin, dass ich das Evangelium unentgeltlich verkünde und keinerlei Gebrauch von dem Recht mache, das ich als Verkündiger dieser Botschaft habe.

 

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In 1. Korinther 8 greift Paulus die Streitfrage auf, ob Christen an Tempelmahlzeiten teilnehmen und Götzenopferfleisch essen dürfen, was für viele Korinther soziale, wirtschaftliche und religiöse Bedeutung hatte. Zwar ist theologisch richtig, dass es nur einen Gott gibt und Götzen keine wirkliche Macht haben, doch Paulus warnt davor, diese Erkenntnis rücksichtslos auszuleben. Entscheidend ist nicht das Wissen, sondern die Liebe, denn die Freiheit der „Starken“ darf das Gewissen der „Schwachen“ nicht verletzen oder sie in alte Bindungen und Sünden zurückziehen. Jens Kaldewey erklärt: Wer durch sein Verhalten andere im Glauben gefährdet, versündigt sich nicht nur an ihnen, sondern an Christus selbst. Deshalb ruft Paulus zu freiwilligem Verzicht auf, wo er dem geistlichen Wohl der Geschwister dient: Liebe erbaut, auch wenn sie Freiheit kostet.

 

Bibeltext:

 

32 Ich möchte, dass ihr frei seid von ´unnötigen` Sorgen. Wenn ein Mann ledig ist, gilt seine ganze Sorge der Sache des Herrn; er bemüht sich, so zu leben, dass der Herr Freude daran hat. 33 Aber wenn er verheiratet ist, bemüht er sich, auch seiner Frau Freude zu machen. Daher sorgt er sich auch um Dinge, die zum Leben in dieser Welt gehören, 34 und das führt dazu, dass seine Interessen geteilt sind. Genauso ist es bei der Frau: Wenn sie noch nicht verheiratet ist oder wenn sie keinen Mann mehr hat, gilt ihre ganze Sorge der Sache des Herrn; sie möchte ihm dienen mit allen ihren Gedanken und all ihrem Tun. Aber wenn sie verheiratet ist, sorgt sie sich auch um irdische Dinge; sie bemüht sich, ihrem Mann Freude zu machen. 35 Ich sage das in eurem eigenen Interesse und nicht, um euch in eurer Freiheit einzuschränken. Vielmehr will ich euch helfen, das zu tun, was gut und richtig ist, und dem Herrn unbeirrt und mit ungeteilter Hingabe zu dienen. 36 Vielleicht denkt jemand, er verhalte sich nicht richtig gegenüber seiner Verlobten, ´wenn er sie nicht heiratet`; vielleicht ist sein Verlangen nach ihr so stark, dass für ihn nur Heiraten in Frage kommt. Nun, dann soll er tun, was er vorhat; er begeht damit keine Sünde. Die beiden sollen ruhig heiraten. 37 Jemand anders hingegen ist zu der festen Überzeugung gekommen, ´dass es besser ist, wenn er ledig bleibt`. Es fällt ihm nicht schwer, auf die Ehe zu verzichten, und er kann seine Entscheidung aus freiem Willen treffen. Wenn er daher beschließt, seine Verlobte nicht zu heiraten, handelt er ebenfalls richtig. 38 Beide treffen also eine gute Entscheidung – der, der seine Verlobte heiratet, und der, der ledig bleibt. Besser ist allerdings der zweite Weg. 39 Eine Frau ist an ihren Mann gebunden, solange er lebt. Wenn er stirbt, ist sie frei und kann heiraten, wen sie will, vorausgesetzt, der Betreffende gehört wie sie dem Herrn. 40 Besser ist es allerdings für sie, wenn sie nicht noch einmal heiratet. Wenigstens ist das meine Meinung, und ich denke, dass auch ich den Geist Gottes habe.

 

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In dieser Episode zum 1. Korintherbrief mit Jens Kaldewey hören wir, wie Paulus erklärt, dass Ehelosigkeit den Vorteil einer ungeteilten Hingabe an Gott haben kann, weil Verheiratete notwendigerweise auch Verantwortung für Partner und Familie tragen. Zugleich betont er klar, dass weder Ehe noch Ehelosigkeit geistlich überlegen sind: Beide Wege sind gute, von Gott gesegnete Entscheidungen und keine Frage von Sünde oder höherer Spiritualität. Wer die Gabe zur Ehelosigkeit hat, kann auf die Ehe verzichten, wer heiratet, handelt ebenso richtig. Entscheidend ist, Gott in dem jeweiligen Lebensstand treu zu dienen und die eigenen Gaben realistisch anzunehmen. Abschließend wird deutlich, dass auch die Ehe ein geistlicher Raum und ein Schatz des Reiches Gottes sein kann, während Ehelosigkeit anderen ermöglicht, in besonderer Weise und mit größerer Freiheit zu dienen.

 

Bibeltext:

 

32 Ich möchte, dass ihr frei seid von ´unnötigen` Sorgen. Wenn ein Mann ledig ist, gilt seine ganze Sorge der Sache des Herrn; er bemüht sich, so zu leben, dass der Herr Freude daran hat. 33 Aber wenn er verheiratet ist, bemüht er sich, auch seiner Frau Freude zu machen. Daher sorgt er sich auch um Dinge, die zum Leben in dieser Welt gehören, 34 und das führt dazu, dass seine Interessen geteilt sind. Genauso ist es bei der Frau: Wenn sie noch nicht verheiratet ist oder wenn sie keinen Mann mehr hat, gilt ihre ganze Sorge der Sache des Herrn; sie möchte ihm dienen mit allen ihren Gedanken und all ihrem Tun. Aber wenn sie verheiratet ist, sorgt sie sich auch um irdische Dinge; sie bemüht sich, ihrem Mann Freude zu machen. 35 Ich sage das in eurem eigenen Interesse und nicht, um euch in eurer Freiheit einzuschränken. Vielmehr will ich euch helfen, das zu tun, was gut und richtig ist, und dem Herrn unbeirrt und mit ungeteilter Hingabe zu dienen. 36 Vielleicht denkt jemand, er verhalte sich nicht richtig gegenüber seiner Verlobten, ´wenn er sie nicht heiratet`; vielleicht ist sein Verlangen nach ihr so stark, dass für ihn nur Heiraten in Frage kommt. Nun, dann soll er tun, was er vorhat; er begeht damit keine Sünde. Die beiden sollen ruhig heiraten. 37 Jemand anders hingegen ist zu der festen Überzeugung gekommen, ´dass es besser ist, wenn er ledig bleibt`. Es fällt ihm nicht schwer, auf die Ehe zu verzichten, und er kann seine Entscheidung aus freiem Willen treffen. Wenn er daher beschließt, seine Verlobte nicht zu heiraten, handelt er ebenfalls richtig. 38 Beide treffen also eine gute Entscheidung – der, der seine Verlobte heiratet, und der, der ledig bleibt. Besser ist allerdings der zweite Weg. 39 Eine Frau ist an ihren Mann gebunden, solange er lebt. Wenn er stirbt, ist sie frei und kann heiraten, wen sie will, vorausgesetzt, der Betreffende gehört wie sie dem Herrn. 40 Besser ist es allerdings für sie, wenn sie nicht noch einmal heiratet. Wenigstens ist das meine Meinung, und ich denke, dass auch ich den Geist Gottes habe.

 

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In dieser Episode zum 1. Korintherbrief mit Jens Kaldewey hören wir, wie Paulus die Frage nach den Unverheirateten beantwortet, indem er betont, dass er hierzu kein ausdrückliches Gebot des Herrn hat, sondern eine seelsorgerliche Empfehlung gibt. Aufgrund einer „gegenwärtigen Not“ hält er es für gut, ehelos und jungfräulich zu bleiben, wobei dies kein geistliches Ideal, kein Gebot und keine höhere Form der Frömmigkeit darstellt. Seine Empfehlung ist situationsbezogen und begründet sich in konkreten Belastungen wie Bedrängnis, Unsicherheit, Verfolgung, wirtschaftlicher Not und einer stark empfundenen Endzeitnähe. Ehe ist dabei nicht Sünde, bringt aber zusätzliche Sorgen mit sich, die Paulus den Menschen in schwierigen Zeiten ersparen möchte.

 

Bibeltext:

 

25 Nun ´zu eurer Anfrage` im Hinblick auf die, die noch unverheiratet sind. Ich habe diesbezüglich keine ausdrückliche Anweisung vom Herrn; aber weil der Herr mir sein Erbarmen erwiesen und mich in seinen Dienst gestellt hat, könnt ihr meinem Urteil vertrauen. 26 Ich meine, dass es wegen der bedrängten Lage, in der wir uns befinden, das Beste ist, unverheiratet zu bleiben. 27 Wenn du bereits an eine Frau gebunden bist, dann versuche nicht, diese Bindung aufzulösen. Bist du jedoch noch ungebunden, dann bemühe dich nicht darum, eine Frau zu finden. 28 Allerdings begehst du keine Sünde, wenn du heiratest. Und auch die ledige Frau sündigt nicht, wenn sie heiratet. Nur ist es eben so, dass euer irdisches Leben damit zusätzlichen Belastungen ausgesetzt ist, die ich euch gern ersparen möchte. 29 Eins ist sicher, Geschwister: Es geht immer schneller dem Ende zu. Deshalb darf es in der Zeit, die uns noch bleibt, beim Verheirateten nicht die Ehe sein, die sein Leben bestimmt; 30 beim Traurigen darf es nicht die Traurigkeit sein und beim Fröhlichen nicht die Freude. Wer etwas kauft, soll damit so umgehen, als würde es ihm nicht gehören, 31 und wer von den Dingen dieser Welt Gebrauch macht, darf sich nicht von ihnen gefangen nehmen lassen. Denn die Welt in ihrer jetzigen Gestalt ist dem Untergang geweiht.

 

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In dieser Episode zum 1. Korintherbrief mit Jens Kaldewey hören wir, wie Paulus die Frage nach den Unverheirateten beantwortet, indem er betont, dass er hierzu kein ausdrückliches Gebot des Herrn hat, sondern eine seelsorgerliche Empfehlung gibt. Aufgrund einer „gegenwärtigen Not“ hält er es für gut, ehelos und jungfräulich zu bleiben, wobei dies kein geistliches Ideal, kein Gebot und keine höhere Form der Frömmigkeit darstellt. Seine Empfehlung ist situationsbezogen und begründet sich in konkreten Belastungen wie Bedrängnis, Unsicherheit, Verfolgung, wirtschaftlicher Not und einer stark empfundenen Endzeitnähe. Ehe ist dabei nicht Sünde, bringt aber zusätzliche Sorgen mit sich, die Paulus den Menschen in schwierigen Zeiten ersparen möchte.

 

Bibeltext:

 

17 Grundsätzlich gilt: Akzeptiert die Lebensverhältnisse, die der Herr euch zugewiesen hat und in denen ihr wart, als Gott euch zum Glauben rief. So ordne ich es in allen Gemeinden an. 18 War jemand beschnitten, als Gott ihn rief? Dann soll er nicht versuchen, die Beschneidung rückgängig zu machen. War jemand unbeschnitten, als Gott ihn rief? Dann soll er sich nicht beschneiden lassen. 19 Ob einer beschnitten ist oder ob er unbeschnitten ist, macht keinerlei Unterschied. Worauf es ankommt, ist, Gottes Gebote zu halten. 20 Jeder soll die Lebensumstände akzeptieren, in denen er sich befand, als er zum Glauben gerufen wurde. 21 Warst du ein Sklave, als Gott dich rief? Lass dich davon nicht niederdrücken! Wenn sich dir allerdings eine Gelegenheit bietet, die Freiheit zu erlangen, dann mach dankbar davon Gebrauch. 22 Ob du frei bist oder nicht, spielt letztlich keine Rolle. Denn wenn du ein Sklave warst, als du in die Gemeinschaft mit dem Herrn gerufen wurdest, bist du jetzt durch den Herrn ein freier Mensch. Und wenn du frei warst, als Gott dich rief, bist du jetzt ein Sklave – ein Sklave von Christus. 23 Denkt an den Preis, den Christus gezahlt hat, um euch als sein Eigentum zu erwerben! Macht euch daher nicht selbst zu Sklaven von Menschen! 24 Noch einmal, Geschwister: Jeder soll die Lebensverhältnisse akzeptieren, in denen er sich befand, als er zum Glauben gerufen wurde, und soll seinen Platz so ausfüllen, wie es Gott gefällt.

 

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In dieser Episode mit Jens Kaldewey, hören wir mehr darüber, wie Paulus über die Ehe als Ideal Gottes spricht. Ehe ist auf lebenslange Treue angelegt, und Scheidung widerspricht grundsätzlich Gottes Willen. Für gemischtgläubige Ehen gilt jedoch, dass der gläubige Partner an der Ehe festhalten soll, sofern der ungläubige Partner dazu bereit ist, da durch den Glauben Segen auf die ganze Familie wirkt. Will sich der ungläubige Partner jedoch trennen, darf der gläubige Teil die Scheidung zulassen, weil Gott zu einem Leben in Frieden berufen hat. Zugleich macht Paulus deutlich, dass Gebote dem Menschen dienen sollen: In zerstörerischen, gewaltvollen oder lebensgefährlichen Beziehungen kann Scheidung das kleinere Übel sein. Insgesamt wird Treue hochgehalten, aber seelsorgerlich verantwortete Ausnahmen werden zugelassen, wenn sie dem Leben und der Würde des Menschen dienen.

 

Bibeltext:

 

10 Nun zu den Verheirateten. Für sie habe ich eine Anweisung, die nicht von mir stammt, sondern die der Herr selbst gegeben hat: Eine Frau darf sich nicht von ihrem Mann scheiden lassen. 11 Wenn sie es bereits getan hat, soll sie ehelos bleiben oder sich mit ihrem Mann aussöhnen. Dasselbe gilt für den Mann: Er darf sich nicht von seiner Frau trennen. 12 Für Verheiratete, deren Ehepartner nicht an Christus glauben, hat uns der Herr keine ausdrückliche Weisung hinterlassen. Ihnen sage ich Folgendes: Der gläubige Mann soll sich nicht von seiner ungläubigen Frau trennen, wenn sie bereit ist, bei ihm zu bleiben. 13 Und die ´gläubige` Frau soll sich nicht von ihrem ungläubigen Mann trennen, wenn er bereit ist, bei ihr zu bleiben. 14 Denn der ungläubige Mann hat durch die Gemeinschaft mit seiner Frau teil an dem Segen, den Gott ihr gibt, und die ungläubige Frau hat durch die Gemeinschaft mit ihrem Mann teil an dem Segen, den Gott ihm gibt. Andernfalls wären ja auch eure Kinder von der Gemeinschaft mit Gott ausgeschlossen, während sie doch in Wirklichkeit an seinem Segen teilhaben. 15 Wenn sich der ungläubige Partner jedoch scheiden lassen will, mag er es tun. Der gläubige Mann oder die gläubige Frau ist in diesem Fall nicht verpflichtet, an der Ehe festzuhalten. Denkt daran, dass Gott euch zu einem Leben im Frieden berufen hat. 16 Weißt du denn, Frau, ob du deinen Mann retten kannst? Oder weißt du, Mann, ob du deine Frau retten kannst?

 

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In dieser Episode mit Jens Kaldewey hören wir, wie Paulus zwischen Empfehlung und Gebot unterscheidet: Ehelosigkeit ist für ihn eine besondere Gabe Gottes mit großen Vorteilen, aber kein allgemeiner Befehl. Wer diese Gabe nicht hat und mit sexuellem Verlangen ringt, soll heiraten, da die Ehe dem Begehren einen guten und heilsamen Rahmen gibt. Gleichzeitig betont Paulus mit Nachdruck die Unauflöslichkeit der Ehe und beruft sich dabei ausdrücklich auf ein Herrenwort Jesu. Scheidung widerspricht Gottes Willen; wer sich dennoch getrennt hat, soll ehelos bleiben oder die Versöhnung suchen. Die Ehe wird damit als lebenslanger Bund verstanden, der aus Gottes liebender und weiser Ordnung heraus geschützt werden soll.

 

Bibeltext:

 

6 Versteht mich nicht falsch: Was ich hier über zeitweilige Enthaltsamkeit sage, ist ein Zugeständnis an euch und nicht etwa eine Vorschrift. 7 Am liebsten wäre mir ja, wenn jeder wie ich die Befähigung hätte, ledig zu bleiben. Aber es haben nicht alle die gleiche Gabe; dem einen gibt Gott diese, dem anderen eine andere. 8 Den Unverheirateten und den Verwitweten rate ich, ´ehelos` zu bleiben, wie ich es bin; das ist das Beste für sie. 9 Fällt es ihnen jedoch zu schwer, ihr Verlangen zu beherrschen, dann sollen sie heiraten. Es ist besser zu heiraten, als ´von unerfülltem Verlangen` verzehrt zu werden. 10 Nun zu den Verheirateten. Für sie habe ich eine Anweisung, die nicht von mir stammt, sondern die der Herr selbst gegeben hat: Eine Frau darf sich nicht von ihrem Mann scheiden lassen. 11 Wenn sie es bereits getan hat, soll sie ehelos bleiben oder sich mit ihrem Mann aussöhnen. Dasselbe gilt für den Mann: Er darf sich nicht von seiner Frau trennen.

 

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In dieser abschließenden Episode der Staffel „Jesus, der Jude“ blickt Detlef Kühlein zusammen mit Assaf Zeevi dankbar auf drei intensive Wochen theologischer Auseinandersetzung zurück und reflektiert, wie sehr sich sein eigenes Verständnis von Jesus im jüdischen Kontext vertieft hat. Er erklärt, warum die Staffel notwendig war: um Missverständnisse über das Judentum zu korrigieren, Jesus als Juden neu wahrzunehmen und sprachfähiger für den jüdisch-christlichen Dialog zu werden. Kritisch merkt er an, dass Jesu jüdische Identität in der Kirchengeschichte und selbst im apostolischen Glaubensbekenntnis weitgehend unsichtbar geblieben ist. Zum Abschluss leitet er in ein dialogisches Interview mit Assaf Zeevi über Jesaja 53 ein, das exemplarisch zeigt, wie respektvoller jüdisch-christlicher Austausch auf Augenhöhe gelingen kann.

 

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In dieser Episode richtet Tobias Krämer den Blick auf die Wiederkunft Jesu als Messias und verortet sie bewusst im jüdischen Erwartungshorizont. Anhand von Römer 11,26–27 zeigt er, dass Paulus die Rettung „ganz Israels“ mit dem Kommen des Erlösers aus Zion verbindet, also mit einem endzeitlichen messianischen Handeln Gottes. „Gerettet werden“ meint dabei die Bewahrung im Endgericht und den Eintritt in die endgültige Gemeinschaft mit Gott. Diese Hoffnung ist sowohl Juden als auch Christen vertraut und steht im Zentrum der Erwartung der Wiederkunft des Messias Jesus.

 

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In dieser Episode zeigt Tobias Krämer, wie das Neue Testament Jesus klar als Messias bekennt, obwohl seine Messianität keine Selbstverständlichkeit, sondern eine Glaubensaussage ist. Bereits bei seiner Geburt und frühkindlichen Begegnungen im Tempel erkennen Simeon und die Prophetin Hanna durch geistliche Offenbarung in Jesus den ersehnten Erlöser. Der entscheidende Wendepunkt ist die Taufe Jesu, bei der Gott selbst ihn durch Geist und Stimme als seinen Sohn – also als Messias – bestätigt und ihn mit der messianischen Vollmacht ausstattet. In seiner Antrittspredigt aus Jesaja 61 legt Jesus anschließend selbst sein messianisches Programm dar: Befreiung, Heilung und die konkrete Durchsetzung der Herrschaft Gottes. Trotz seines Wirkens braucht es auch für die Jünger göttliche Offenbarung, wie bei Petrus’ Bekenntnis, um Jesus wirklich als den Christus zu erkennen.

 

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In dieser Episode zeigt Tobias Krämer, wie das Neue Testament Jesus klar als Messias bekennt, obwohl seine Messianität keine Selbstverständlichkeit, sondern eine Glaubensaussage ist. Bereits bei seiner Geburt und frühkindlichen Begegnungen im Tempel erkennen Simeon und die Prophetin Hanna durch geistliche Offenbarung in Jesus den ersehnten Erlöser. Der entscheidende Wendepunkt ist die Taufe Jesu, bei der Gott selbst ihn durch Geist und Stimme als seinen Sohn – also als Messias – bestätigt und ihn mit der messianischen Vollmacht ausstattet. In seiner Antrittspredigt aus Jesaja 61 legt Jesus anschließend selbst sein messianisches Programm dar: Befreiung, Heilung und die konkrete Durchsetzung der Herrschaft Gottes. Trotz seines Wirkens braucht es auch für die Jünger göttliche Offenbarung, wie bei Petrus’ Bekenntnis, um Jesus wirklich als den Christus zu erkennen.

 

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In dieser Episode untersucht Tobias Krämer die Frage, wie Jesus und Johannes der Täufer von ihren Zeitgenossen eingeordnet wurden und zeigt, dass beide für große Verwirrung sorgten. Die jüdische Bevölkerung erwog verschiedene Deutungsmöglichkeiten: Johannes könnte der Messias, der Prophet aus 5. Mose oder der wiederkommende Elia sein – und Jesus möglicherweise der Prophet, der Messias, Elia oder sogar der auferstandene Johannes. Johannes der Täufer versteht sich selbst als „Stimme in der Wüste“, während Jesus ihn als den angekündigten Elia identifiziert. Auch Jesus selbst wurde unterschiedlich beurteilt, da seine Herkunft, sein Wirken und seine Vollmacht nicht eindeutig in bekannte Kategorien passten. Die Evangelien zeigen, dass erst göttliche Offenbarung half, Jesus wirklich als den Messias zu erkennen.

 

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Tobias Krämer schliesst in dieser Episode an seine Ausführungen zum Messias-Konzept der Bibel an und erklärt, dass das Messias-Konzept im Frühjudentum vielfältig und nicht abgeschlossen war: Manche erwarteten einen rein menschlichen Messias, andere einen präexistenten himmlischen Gesandten. Zudem wurde der Messias zunehmend als Richter verstanden, der das Böse beseitigen muss, damit Gottes Heil voll wirksam werden kann. Parallel existierten Vorstellungen, dass frühere große Männer Gottes – wie Elia – vor dem Endgericht zurückkehren würden, was im Neuen Testament in der Gestalt Johannes des Täufers aufgenommen wird. Insgesamt zeigt sich: Der Messias wurde als von Gott bevollmächtigter Heilsbringer gedacht, der in göttlicher Vollmacht handelt – eine Erwartung, die Jesus im Neuen Testament durch seine Taten und seine Autorität erfüllt.

 

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