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  • Wir machen eine Pfingstpause! Täglicher Podcast wieder da am 08. Juni.

Was gibt dir Halt, wenn alles ins Wanken gerät? Zwischen ruhigen Klängen und überraschenden Wendungen entfaltet sich ein musikalisches Bild von Vertrauen, das auch Zweifel und Spannungen kennt. Du wirst eingeladen, dich neu bergen zu lassen – mitten im „noch nicht ganz“ des Lebens.

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1 Ein Lied für Festbesucher, die nach Jerusalem hinaufziehen. Wer dem HERRN vertraut, ist wie der Berg Zion; er steht für immer unerschütterlich und fest. 2 So wie sich die Berge rings um Jerusalem erheben – so umgibt der HERR schützend sein Volk, jetzt und für alle Zeit. 3 Nicht mehr lange werden gottlose Könige über unser Land herrschen, das Gott denen zum Besitz gegeben hat, die ihm gehorchen. Sonst könnten auch die noch dem Unrecht verfallen, die sich bisher an seinen Willen hielten. 4 HERR, tue denen Gutes, die Gutes tun, denen, die aufrichtig mit dir leben! 5 Diejenigen aber, die sich von dir abwenden und krumme Wege gehen, wirst du verstoßen wie alle anderen Übeltäter! Frieden komme über Israel!

 

Psalmen neu erleben: PUR
gelesen von Samuel Weber aus der Hoffnung für Alle

 

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1 Ein Lied von David für Festbesucher, die nach Jerusalem hinaufziehen. Israel soll bekennen: Hätte der HERR uns nicht geholfen, 2 als die Feinde uns angriffen, ja, wäre er nicht für uns eingetreten, 3 dann hätten sie uns in ihrer Wut bei lebendigem Leib verschlungen. 4 Dann hätten uns mächtige Wogen überschwemmt und Wildbäche uns fortgerissen. 5 Wir alle wären in den tosenden Fluten versunken! 6 Gepriesen sei der HERR! Er hat nicht zugelassen, dass sie uns zerfleischten. 7 Wir sind ihnen entkommen wie ein Vogel aus dem Netz des Fallenstellers. Das Netz ist zerrissen, und wir sind frei! 8 Ja, unsere Hilfe kommt vom HERRN, der Himmel und Erde erschaffen hat.

 

Psalmen neu erleben: PUR
gelesen von Elena Pförtsch aus der Hoffnung für Alle

 

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Kennst du diesen Moment, wenn du in den Himmel schaust und dich fragst, ob da jemand ist, der dich wirklich sieht? Zwischen Zweifeln, Sehnsucht und staunender Schönheit entdeckst du Spuren von Gnade – manchmal ganz anders, als erwartet. Eine poetische Reise, die dich einlädt, neu zu sehen, neu zu staunen und Hoffnung zu finden.

 

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1 Ein Lied für Festbesucher, die nach Jerusalem hinaufziehen. HERR, ich richte meine Augen auf dich, ich schaue zum Himmel hinauf, wo du wohnst. 2 Wie ein Diener auf ein Handzeichen seines Herrn wartet und eine Magd auf einen Wink ihrer Herrin – so blicken wir auf den HERRN, unseren Gott, bis er uns ein Zeichen seiner Gnade gibt. 3 Hab Erbarmen mit uns, HERR, hilf uns! Schon viel zu lange haben wir Verachtung erlitten! 4 Wir haben das Gespött dieser Leute satt, die so überheblich und selbstsicher sind! Wir können es nicht länger ertragen, dass uns diese Hochmütigen verachten!

 

Psalmen neu erleben: PUR
gelesen von Hannah Renz aus der Hoffnung für Alle

 

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Was, wenn ein Psalm sich plötzlich gar nicht um dich dreht? Du tauchst ein in die Sehnsucht nach Frieden für eine Stadt, die täglich in den Nachrichten ist – und merkst, wie sich dein Blick verändert. Eine Einladung, weniger zu diskutieren und stattdessen ganz konkret zu beten.

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1 Ein Lied von David für Festbesucher, die nach Jerusalem hinaufziehen. Wie sehr habe ich mich gefreut, als man zu mir sagte: »Komm mit, wir gehen zum Haus des HERRN!« 2 Nun sind wir endlich am Ziel! Wir haben Jerusalems Tore durchschritten. 3 O Jerusalem, du herrliche Stadt, wie unbezwingbar bist du gebaut! 4 Zu dir ziehen alle Stämme des HERRN hinauf – ganz Israel will ihn dort preisen, so wie er es befahl. 5 Jerusalem, in dir regiert Davids Königshaus, in dir spricht der König das Recht. 6 Betet für den Frieden Jerusalems! Wer dich liebt, dem soll es gut ergehen! 7 Hinter deinen festen Mauern soll Frieden herrschen, und in deinen Palästen soll man sicher wohnen! 8 Weil mir meine Verwandten und Freunde am Herzen liegen, wünsche ich dir, Jerusalem, Frieden und Glück. 9 Weil in dir das Haus des HERRN, unseres Gottes, steht, setze ich mich für dein Wohlergehen ein.

 

Psalmen neu erleben: PUR
gelesen von Samuel Weber aus der Hoffnung für Alle

 

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1 Ein Lied für Festbesucher, die nach Jerusalem hinaufziehen. Ich schaue hinauf zu den Bergen – woher kann ich Hilfe erwarten? 2 Meine Hilfe kommt vom HERRN, der Himmel und Erde gemacht hat! 3 Der HERR wird nicht zulassen, dass du fällst; er, dein Beschützer, schläft nicht. 4 Ja, der Beschützer Israels schläft und schlummert nicht. 5 Der HERR gibt auf dich acht; er steht dir zur Seite und bietet dir Schutz vor drohenden Gefahren[1]. 6 Tagsüber wird dich die Sonnenglut nicht verbrennen, und in der Nacht wird der Mond dir nicht schaden. 7 Der HERR schützt dich vor allem Unheil, er bewahrt dein Leben. 8 Er gibt auf dich acht, wenn du aus dem Haus gehst und wenn du wieder heimkehrst. Jetzt und für immer steht er dir bei!

 

Psalmen neu erleben: PUR
gelesen von Elena Pförtsch aus der Hoffnung für Alle

 

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Kennst du diesen Weltschmerz – wenn dich Nachrichten, Konflikte und Unehrlichkeit einfach nur müde machen?
Psalm 120 zeigt, dass genau solche Gefühle einen Platz haben: Frust, Fragen und die Sehnsucht nach Frieden dürfen ungefiltert ausgesprochen werden.
Eine ehrliche Einladung, mit allem, was dich bewegt, zu Gott zu kommen – ohne Maske und ohne Filter.

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1 Ein Lied für Festbesucher, die nach Jerusalem hinaufziehen. In auswegloser Lage schrie ich zum HERRN, und er half mir aus meiner Not. 2 Ich bat: »HERR, rette mich vor diesen Lügnern, die die Wahrheit schamlos verdrehen!« 3 Ihr Betrüger, wisst ihr, womit Gott euch strafen wird und wie er euch euer falsches Gerede heimzahlt? 4 Er, der mächtige Gott, wird euch mit seinen Pfeilen treffen, und mit glühenden Kohlen wird er euch versengen! 5 Bei euch zu leben, ertrage ich kaum, es geht zu wie bei den Heiden in Meschech und Kedar! 6 Viel zu lange wohne ich schon hier, umgeben von Leuten, die den Frieden hassen. 7 Ich selbst bin zwar auf Frieden bedacht, aber sobald ich auch nur den Mund aufmache, fangen sie schon einen Streit an!

 

Psalmen neu erleben: PUR
gelesen von Hannah Renz aus der Hoffnung für Alle

 

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Psalm 119 wird als außergewöhnlicher und längster Psalm der Bibel vorgestellt, der ein großes „Ausrufezeichen“ hinter das Thema von Gottes Geboten und Weisungen setzt. Der Psalmist zeigt mit großer Leidenschaft, dass Gottes Gesetz nicht Last, sondern Geschenk ist, weil es den Menschen Anteil an Gottes Weisheit gibt und den Weg zu einem gelingenden Leben weist. Das bibletunes-Team erklärt, dass die Tora im Alten Testament Ausdruck der göttlichen Ordnung der Schöpfung ist und deshalb Weisheit vermittelt und in Beziehung zu Gott führt. Persönliche Beispiele zeigen, wie Gottes Wort im Alltag Orientierung geben kann – wie ein Licht, das Schritt für Schritt den nächsten Weg sichtbar macht. Schließlich wird deutlich, dass die Liebe zu Gott und die Liebe zu seinem Wort eng zusammengehören und Psalm 119 zu einer intensiven Auseinandersetzung mit Gottes Weisung einlädt.

 

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1 Glücklich sind die Menschen, denen man nichts Böses nachsagen kann, die sich stets nach dem Gesetz des HERRN richten.
2 Glücklich sind alle, die sich an seine Weisungen halten und von ganzem Herzen nach ihm fragen.
3 Solche Menschen tun kein Unrecht, sie leben so, wie es Gott gefällt.
4 Was du, HERR, angeordnet hast, das soll jeder genau beachten.
5 Nichts soll mich davon abbringen können, deine Ordnungen treu zu befolgen.
6 Deine Gebote verliere ich nicht aus den Augen. Darum brauche ich mich nicht zu schämen,
7 sondern kann dich mit aufrichtigem Herzen loben. Deine guten Gesetze lerne ich immer besser kennen.
8 Ich will mich an deine Ordnungen halten – hilf mir dabei und lass mich nicht im Stich!
9 HERR, wie kann ein junger Mensch leben, ohne sich dabei schuldig zu machen? Indem er sich nach deinem Wort richtet.
10 Auch ich frage von ganzem Herzen nach dir; lass mich doch nicht von dem Weg abkommen, den deine Gebote mir weisen!
11 Tief präge ich mir dein Wort ein, damit ich nicht vor dir schuldig werde.
12 HERR, dich will ich loben und preisen! Lehre mich, deine Ordnungen zu verstehen!
13 Alle Anweisungen, die du gegeben hast, sage ich mir immer wieder auf.
14 Ein Leben nach deinen Geboten zu führen erfreut mich mehr als jeder Reichtum.
15 Ich denke über deine Vorschriften nach und halte mir deinen Willen vor Augen.
16 Deine Gesetze machen mich glücklich; nie werde ich dein Wort vergessen.
17 HERR, ich bin dein Diener! Erweise mir deine Güte, denn nur so kann ich leben und dein Wort befolgen.
18 Öffne mir die Augen, damit ich erkenne, welche Wunder dein Gesetz enthält!
19 Diese Welt wird nicht für immer meine Heimat sein. Umso mehr brauche ich deine Gebote – verheimliche sie nicht vor mir!
20 Ich wünsche mir nichts sehnlicher, als deine Weisungen stets vor Augen zu haben.
21 Du strafst die Selbstgerechten und verfluchst alle, die sich über deine Gebote hinwegsetzen.
22 Lass sie nicht länger über mich spotten – ich halte mich doch an das, was du sagst!
23 Mögen sich auch mächtige Leute verbünden und gemeine Pläne gegen mich schmieden, bleibe ich trotz allem dein Diener und denke über deine Ordnungen nach.
24 Über deine Gesetze freue ich mich, denn sie sind hervorragende Ratgeber.
25 HERR, ich bin am Boden zerstört. Schenke mir neue Kraft, wie du es versprochen hast!
26 Schon oft habe ich meine Not vor dich gebracht, und du hast mir immer geholfen. Zeige mir auch jetzt, was ich tun soll!
27 Hilf mir, deine Weisungen zu verstehen, damit ich über deine Wunder nachdenken kann.
28 Vor Kummer gehe ich fast zugrunde. Richte mich wieder auf – du hast es doch zugesagt!
29 Bewahre mich davor, unehrlich zu sein, und gewähre mir das Vorrecht, dein Gesetz zu kennen!
30 Ich habe mich entschlossen, dir treu zu bleiben. Darum will ich mir immer vor Augen halten, was du als göttliches Recht festgelegt hast.
31 HERR, unbeirrbar halte ich an deinen Anordnungen fest. Lass nicht zu, dass ich deswegen Schimpf und Schande ernte!
32 Zielstrebig will ich den Weg gehen, den deine Gebote mir weisen, denn du machst mein Herz verständig und bereit.
33 HERR, zeige mir, was deine Ordnungen bedeuten! Ich will sie beachten, solange ich lebe.
34 Gib mir Einsicht, damit ich dein Gesetz befolgen kann und mich von ganzem Herzen danach richte!
35 Hilf mir, deine Gebote zu erfüllen, denn das bereitet mir große Freude.
36 Gib mir Liebe zu deinem Wort und lass mich nicht in Habgier verfallen!
37 Ich will mich nicht mit sinnlosen Dingen abgeben; schenk du mir die Kraft, den richtigen Weg zu gehen!
38 HERR, löse doch deine Zusagen ein, die du allen gegeben hast, die dir mit Ehrfurcht begegnen.
39 Ich habe Angst, dass man mich verlacht und beschimpft, doch ich weiß: Deine Rechtsentscheidungen sind gut.
40 Ich sehne mich danach, deinen Befehlen zu gehorchen. Weil du für Gerechtigkeit sorgst, lebe ich wieder auf.
41 HERR, zeige mir doch, wie sehr du mich liebst, und hilf mir, wie du es versprochen hast!
42 Dann kann ich denen die passende Antwort geben, die jetzt noch verächtlich über mich reden. Denn ich vertraue auf das, was dein Wort mir sagt.
43 Auf deine Weisungen habe ich meine Hoffnung gesetzt. Lass mich nun nicht als Lügner dastehen, wenn ich von deiner Treue berichte!
44 Niemals will ich aufhören, dein Gesetz zu befolgen.
45 Ich führe mein Leben in Freiheit und Glück, weil ich deine Ordnungen erforsche.
46 Sogar vor Königen will ich ohne Scheu bezeugen, dass dein Gesetz unumstößlich gilt.
47 Ich befolge deine Gebote mit Freude, ja, so sehr liebe ich sie!
48 Ich sehne mich nach deinen Worten, denn sie sind wertvoll für mich; über alles, was du angeordnet hast, denke ich gründlich nach.
49 HERR, mach dein Versprechen wahr, das mich, deinen Diener, wieder hoffen ließ.
50 Denn immer, wenn ich in Not geriet, hat deine Zusage mich getröstet und belebt.
51 Selbstgefällige Leute ziehen ständig über mich her; trotzdem weiche ich kein Stück von deinem Gesetz ab.
52 Ich verliere nicht den Mut, denn ich erinnere mich daran, wie du schon früher für Recht gesorgt hast.
53 Mich packt der Zorn, wenn ich an die Menschen denke, die sich von dir und deinem Gesetz losgesagt haben.
54 Ich aber werde deine Ordnungen besingen, solange ich ein Gast auf dieser Erde bin.
55 HERR, sogar in der Nacht denke ich an dich, und deine Gebote will ich gern befolgen.
56 Ja, es ist mir zur Gewohnheit geworden, unbeirrt nach deinen Leitlinien zu leben.
57 Du, HERR, bist alles, was ich brauche! Deshalb werde ich tun, was du sagst.
58 Von ganzem Herzen flehe ich dich an: Sei mir gnädig, wie du es versprochen hast!
59 Ich gebe mir Rechenschaft über mein Leben und richte mich wieder neu nach deinen Geboten aus.
60 Ich zögere nicht und will keine Zeit verlieren, das zu tun, was du befohlen hast.
61 Die Leute, die sich dir widersetzen, wollen mich zu Fall bringen, doch ich vergesse dein Gesetz nicht.
62 Mitten in der Nacht stehe ich auf, um dir zu danken, weil deine Urteile gerecht sind.
63 Wer Ehrfurcht vor dir hat und nach deinen Maßstäben lebt, der ist mein Freund.
64 HERR, die ganze Erde ist erfüllt von deiner Güte. Lehre mich, deine Ordnungen zu verstehen!
65 HERR, du bist gut zu mir, deinem Diener, ganz so, wie du es versprochen hast.
66 Schenke mir Urteilskraft und Verständnis, denn auf deine Gebote verlasse ich mich.
67 Ich bin viele Irrwege gegangen, bis ich in Bedrängnis geriet und schließlich umkehren musste. Daher will ich mich jetzt nach deinem Willen richten.
68 Gott, du bist gut – dir verdanke ich so viel! Lass mich deine Ordnungen verstehen!
69 Unverfrorene Lügner ziehen meinen Namen in den Schmutz, aber ich befolge unbeirrbar deine Weisungen.
70 Ihr Gewissen ist abgestumpft; an ihnen prallt alles ab, was du sagst. Ich aber freue mich über dein Gesetz.
71 Für mich war es gut, dass ich in Bedrängnis geriet und schließlich umkehren musste. Denn da erst lernte ich, wie hilfreich deine Gebote sind.
72 Ja, dein Gesetz ist wertvoller für mich als Berge von Silber und Gold!
73 HERR, mein Schöpfer! Du hast mir das Leben gegeben. Schenke mir nun auch die Einsicht, die ich brauche, um nach deinen Geboten zu leben!
74 Alle, die Ehrfurcht vor dir haben, werden sich über mich freuen, denn ich verlasse mich auf dein Wort.
75 HERR, ich weiß, dass deine Entscheidungen richtig sind. Selbst als du mich leiden ließest, meintest du es gut mit mir.
76 Lass mich deine Gnade erfahren und tröste mich, wie du es versprochen hast!
77 Dein Gesetz befolge ich gerne. Erbarme dich über mich und hilf mir, denn nur so kann ich leben.
78 Bring die unverschämten Lügner zu Fall; sie haben mich grundlos ins Elend gestürzt. Ich aber denke über deine Ordnungen nach.
79 Ich wünsche mir, dass alle zu mir halten, die dich ehren und deine Anweisungen befolgen.
80 Entschlossen will ich mich nach deinen Geboten richten, damit ich mich nicht zu schämen brauche.
81 Voller Sehnsucht warte ich auf deine Hilfe, ich setze alle meine Hoffnung auf dein Wort.
82 Ich vergehe fast vor Ungeduld, bis du deine Zusage erfüllst. Wann endlich tröstest du mich?
83 Ich fühle mich nutzlos, alt und verbraucht;[4] trotzdem werde ich nicht müde, deine Ordnungen zu befolgen.
84 Wie lange muss ich noch warten? Ich bin doch dein Diener! Wann gehst du endlich mit denen ins Gericht, die es auf mich abgesehen haben?
85 In ihrem Stolz haben sie mir eine Grube gegraben; dein Gesetz ist ihnen völlig gleichgültig.
86 Hilf mir, denn sie verfolgen mich ohne Grund! Doch auf deine Gebote kann ich mich verlassen.
87 Ich weigere mich, gegen deine Anordnungen zu verstoßen, obwohl die Feinde mich fast umgebracht hätten.
88 Sei mir gnädig und bewahre mein Leben! Dann kann ich mich weiterhin an das halten, was dein Wort bezeugt!
89 HERR, dein Wort bleibt für immer und ewig – so unverrückbar wie der Himmel hat es Bestand.
90 Deine Treue zu uns gilt ohne Ende – so unerschütterlich wie die Erde, die du erschufst.
91 Himmel und Erde bestehen bis heute, weil du es so willst, denn dir muss alles dienen.
92 Hätte ich nicht Freude an deinem Gesetz gehabt, dann wäre ich in meinem Elend umgekommen.
93 Nie will ich deine Befehle vergessen, denn durch sie hast du mich neu belebt.
94 HERR, ich gehöre zu dir. So hilf mir doch, denn ich habe immer nach deinen Geboten gefragt!
95 Gewissenlose Menschen liegen auf der Lauer, um mich zu beseitigen. Doch ich achte umso mehr auf das, was du mir sagst.
96 Ich sah, dass alles ein Ende findet, auch wenn es noch so vollkommen ist. Nur dein Wort kennt keine Grenzen.
97 HERR, wie sehr liebe ich dein Gesetz; den ganzen Tag denke ich darüber nach!
98 Gerade weil es mir immer gegenwärtig ist, bin ich meinen Feinden an Klugheit überlegen.
99 Ich habe mehr begriffen als alle meine Lehrer, denn ich mache mir ständig Gedanken über deine Ordnungen.
100 Ich besitze mehr Einsicht als alte Menschen mit ihrer Erfahrung, denn ich habe mein Leben nach deinen Geboten ausgerichtet.
101 Von krummen Wegen hielt ich mich stets fern, damit ich nicht gegen dein Wort verstoße.
102 Ich habe deine Belehrungen gerne angenommen, denn einen besseren Lehrer als dich gibt es nicht.
103 Dein Wort ist meine Lieblingsspeise, es ist süßer als der beste Honig.
104 Dein Gesetz macht mich einsichtig und klug, deshalb ist mir jede Art von Falschheit verhasst.
105 Dein Wort ist wie ein Licht in der Nacht, das meinen Weg erleuchtet.
106 Was du in deinem Wort festgelegt hast, das will ich tun, gerechter Gott! Ich habe einen Eid darauf geleistet, und dazu stehe ich.
107 Doch jetzt bin ich völlig am Ende! HERR, schenke mir neue Kraft, wie du es versprochen hast!
108 Ja, HERR, nimm meinen Dank als ein Opfer an und lehre mich, deine Ordnungen zu verstehen!
109 Mein Leben ist ständig in Gefahr,[5] trotzdem vergesse ich dein Gesetz nicht.
110 Die Gottlosen wollen mich in ihre Fallen locken, doch ich lasse mich nicht von deinen Geboten abbringen.
111 Was uns als dein Wille überliefert wurde, ist für alle Zeit mein kostbarer Besitz und erfüllt mein Herz mit tiefer Freude.
112 Ich bin entschlossen, mich an deine Weisungen zu halten – jeden Tag meines Lebens, bis an mein Ende!
113 HERR, ich kann solche Menschen nicht leiden, die einmal »Ja« und einmal »Nein« zu dir sagen; aber dein Gesetz liebe ich mit ungeteiltem Herzen.
114 Bei dir bin ich geborgen wie unter einem schützenden Schild, auf deine Zusagen setze ich meine Hoffnung.
115 Verschwindet, ihr Unheilstifter, hindert mich nicht – denn ich will den Geboten meines Gottes gehorchen!
116 Herr, gib mir festen Halt, wie du es versprochen hast, dann lebe ich wieder auf! Lass nicht zu, dass ich vergeblich hoffe.
117 Richte mich auf, Herr, dann ist mir geholfen! Immer will ich deine Ordnungen beachten.
118 Wer deine Befehle in den Wind schlägt, den lehnst auch du ab; solche Menschen schaden sich mit ihren Lügen nur selbst.
119 Wie Müll beseitigst du alle, die dich verachten. Deshalb liebe ich, was du befiehlst.
120 Aus Furcht vor dir läuft es mir kalt den Rücken herunter, ich habe Angst, dass du mich verurteilen könntest.
121 HERR, ich habe getan, was richtig und gut ist, darum überlass mich nicht der Willkür meiner Feinde!
122 Versprich mir, dass alles wieder gut wird, und lass nicht zu, dass mich diese selbstherrlichen Menschen unterdrücken!
123 Gerechter Gott, ich sehne mich danach, dass du mich befreist und das Versprechen erfüllst, das du mir gegeben hast.
124 Herr, du bist gnädig, darum hilf mir doch! Lehre mich, deine Ordnungen zu verstehen!
125 Dir will ich dienen; nun schenke mir auch die nötige Einsicht, damit ich erkenne, was dein Wort befiehlt!
126 Es ist höchste Zeit, dass du eingreifst, HERR, denn die Menschen missachten dein Gesetz.
127 Ich aber liebe deine Gebote – sie bedeuten mir mehr als reines Gold.
128 Jede Art von Falschheit ist mir verhasst. Nur deine Gebote garantieren einen geraden Weg, darum will ich mich genau an sie halten.
129 Herr, deine Gebote sind wunderbar, deshalb befolge ich sie gern.
130 Im Leben eines Menschen wird es hell, wenn er anfängt, dein Wort zu verstehen. Wer bisher gedankenlos durchs Leben ging, der wird jetzt klug.
131 Mein Verlangen nach deinen Geboten ist wie der Durst eines Menschen, der in der Hitze nach Wasser lechzt.
132 HERR, wende dich mir zu und sei mir gnädig, so wie du es gegenüber allen bist, die dich lieben.
133 Lenke meine Schritte durch dein Wort und lass nicht zu, dass das Böse über mich Macht gewinnt!
134 Erlöse mich aus der Gewalt der Menschen, die mich unterdrücken; dann kann ich nach deinen Vorschriften leben!
135 Blicke mich freundlich an, ich gehöre doch zu dir! Lehre mich, deine Ordnungen zu verstehen!
136 Ich weine hemmungslos, wenn ich sehe, wie andere dein Gesetz missachten.
137 Du, HERR, bist ein gerechter Gott, und was du beschließt, ist richtig und gut.
138 Auf deine Weisungen kann man sich verlassen, sie alle bezeugen deine große Treue.
139 Ich bin außer mir vor Zorn, weil ich sehe, wie meine Feinde deine Worte übergehen.
140 Was du sagst, ist vollkommen zuverlässig, darum liebe ich es und will dir dienen.
141 Obwohl ich klein und verachtet bin, vergesse ich deine Ordnungen nicht.
142 Deine Gerechtigkeit bleibt für immer bestehen; dein Gesetz ist die reine Wahrheit.
143 Selbst wenn ich vor Angst keinen Ausweg mehr weiß, freue ich mich noch über deine Gebote;
144 sie sind gerecht, und daran wird sich nie etwas ändern. Hilf mir, sie zu verstehen, denn nur so kann ich leben!
145 HERR, ich flehe dich an: Erhöre mich! An deine Ordnungen will ich mich halten.
146 Ich rufe laut: Rette mich doch; wie gern möchte ich deine Gebote befolgen!
147 Schon vor Tagesanbruch schreie ich zu dir um Hilfe, ich setze alle meine Hoffnung auf dein Wort.
148 Voller Erwartung bleibe ich die ganze Nacht wach und denke über das nach, was du mir sagst.
149 Höre mich, HERR, in deiner großen Liebe; erhalte mein Leben durch dein gerechtes Urteil.
150 Böse Menschen machen sich an mich heran, um mir zu schaden; wie weit haben sie sich von deinem Gesetz entfernt!
151 Aber du, HERR, du bist mir nahe! Auf alle deine Gebote kann ich mich verlassen.
152 Schon lange weiß ich, dass du dein Gesetz erlassen hast, damit es für alle Zeiten gilt!
153 Herr, sieh doch, wie niedergeschlagen ich bin! Hilf mir, denn ich habe dein Gesetz nie aus den Augen verloren.
154 Nimm dich meiner Sache an und sorge für Recht, ja, erhalte mein Leben, so wie du es versprochen hast!
155 Wer sich dir widersetzt, kann nicht damit rechnen, dass du ihn rettest, denn deine Ordnungen sind ihm gleichgültig.
156 HERR, schon oft hast du dein Erbarmen gezeigt; richte mich auch jetzt wieder auf durch dein gerechtes Urteil!
157 Viele Feinde verfolgen und bedrängen mich, trotzdem weiche ich kein Stück von deinen Geboten ab.
158 Ich empfinde Abscheu und Ekel, wenn ich mir die Menschen ansehe, die dir untreu sind und sich über dein Wort hinwegsetzen.
159 HERR, sieh doch, wie sehr ich deine Befehle liebe! Du bist gnädig, darum schenke mir wieder neue Kraft!
160 Jedes Wort, das du sagst, ist wahr. Was du, gerechter Gott, entschieden hast, gilt für immer und ewig.
161 Herr, die Mächtigen verfolgen mich ohne Grund, doch mich beeindruckt allein das, was du mir sagst.
162 Ich freue mich über dein Wort wie jemand, der einen wertvollen Schatz findet.
163 Ich verabscheue gemeine Lügen, dein Gesetz aber liebe ich.
164 Siebenmal am Tag lobe ich dich, Herr, denn deine Entscheidungen sind gut und gerecht.
165 Wer dein Gesetz lieb hat, lebt in Frieden und Glück – ein solcher Mensch wird niemals scheitern.
166 HERR, ich hoffe darauf, dass du mich rettest, denn ich habe mich nach deinen Geboten gerichtet.
167 Deine Weisungen sind der Maßstab für mein Handeln; ich habe sie fest ins Herz geschlossen.
168 Ja, deine Befehle und Mahnungen befolge ich, denn du siehst alles, was ich tue.
169 HERR, ich flehe dich an: Erhöre mich! Gib mir die Einsicht, die dein Wort verspricht!
170 Höre auf mein Schreien und rette mich, so wie du es zugesagt hast!
171 Ich will dich von Herzen loben, denn du lässt mich deine Ordnungen verstehen.
172 Fröhlich besinge ich dein Wort, denn alles, was du befiehlst, ist richtig und gut.
173 Greif ein und komm mir zu Hilfe! Ich habe meine Wahl getroffen: Nur deine Gebote sollen der Maßstab für mein Leben sein.
174 Sehnsüchtig warte ich auf deine Hilfe; HERR, dein Gesetz ist meine größte Freude.
175 Ich möchte leben, um dich zu preisen; deine Ordnungen mögen mich dabei leiten!
176 Heimatlos irre ich umher wie ein Schaf, das seine Herde verloren hat. Suche doch nach mir, denn ich gehöre zu dir! Ich habe nicht vergessen, was du befohlen hast.

 

Psalmen neu erleben: PUR
gelesen von Hannah Renz, Elena Pförtsch und Samuel Weber aus der Hoffnung für Alle

 

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Layla Coray beschreibt, wie sie sich vom Vertrauen und der Dankbarkeit des Psalmisten anstecken ließ und in ihren eigenen Nöten Gottes rettendes Eingreifen erlebte. In Zeiten großer Bedrängnis und innerer Enge schrie sie zu Gott, der sie befreite, ihr neuen Lebensmut schenkte und ihr Vertrauen stärkte. Der Psalm wird anschließend in einem Lied vertont, das Gottes Hilfe, Schutz und beständige Gnade besingt – auch angesichts von Feinden und Bedrohungen. Im Zentrum steht das Bekenntnis: Der Herr ist Stärke, Retter und Grund zur Freude, weshalb Dank, Lob und das „Hosanna“ aus vollem Herzen erklingen.

 

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1 Dankt dem HERRN, denn er ist gut, und seine Gnade hört niemals auf! 2 Alle Israeliten sollen es sagen: Seine Gnade hört niemals auf! 3 Die Priester sollen einstimmen: Seine Gnade hört niemals auf! 4 Alle, die Ehrfurcht vor ihm haben, sollen rufen: Seine Gnade hört niemals auf! 5 In auswegloser Lage schrie ich zum HERRN. Da holte er mich aus der Bedrängnis heraus und schenkte mir wieder die Freiheit. 6 Der HERR ist auf meiner Seite, ich brauche mich vor nichts und niemandem zu fürchten. Was kann ein Mensch mir schon antun? 7 Der HERR steht für mich ein und hilft mir; darum werde ich die Niederlage meiner Feinde erleben. 8 Es ist viel besser, beim HERRN Schutz zu suchen, als sich auf Menschen zu verlassen. 9 Es ist viel besser, beim HERRN Schutz zu suchen, als mit denen zu rechnen, die mächtig und einflussreich sind. 10 Ich war von feindlichen Völkern eingekreist, aber mit der Hilfe des HERRN schlug ich sie in die Flucht. 11 Sie hatten mich von allen Seiten umzingelt, aber mit der Hilfe des HERRN schlug ich sie in die Flucht. 12 Sie fielen über mich her wie ein Bienenschwarm, aber mit der Hilfe des HERRN schlug ich sie in die Flucht. Wie ein Strohfeuer erlischt, so schnell war es mit ihnen vorbei. 13 Sie haben mich erbittert bekämpft, um mich zu Fall zu bringen, doch der HERR hat mir geholfen. 14 Er hat mir Kraft gegeben und mich gerettet; nun kann ich wieder fröhlich singen. 15-16 Hört die Freudenrufe und Siegeslieder in den Zelten der Menschen, die für Gott leben! Sie singen: »Der HERR vollbringt gewaltige Taten! Er hat die Hand erhoben zum Zeichen des Sieges – ja, mit seiner Kraft vollbringt er Gewaltiges!« 17 Ich werde nicht sterben, sondern am Leben bleiben und erzählen, was der HERR getan hat! 18 Er hat mich hart bestraft, doch er ließ nicht zu, dass ich umkam. 19 Ich rufe: »Öffnet mir die Tore des Tempels! Ich will durch sie einziehen und dem HERRN danken.« 20 Von einem Priester kommt die Antwort: »Hier ist das Tor zur Wohnung des HERRN! Wer Gott die Treue hält, der darf hereinkommen!« 21 Ich danke dir, HERR, denn du hast mich erhört! Du selbst hast mich gerettet. 22 Der Stein, den die Bauleute wegwarfen, weil sie ihn für unbrauchbar hielten, ist zum Grundstein des ganzen Hauses geworden! 23 Was keiner für möglich gehalten hat, das tut der HERR vor unseren Augen! 24 Diesen Freudentag hat er gemacht, lasst uns fröhlich sein und jubeln! 25 O HERR, hilf uns doch! Gib uns Gelingen! 26 Ein Priester ruft aus dem Tempel: »Gepriesen sei, der im Auftrag des HERRN kommt! Hier in Gottes Haus segnen wir euch. 27 Der HERR allein ist Gott, er sieht uns freundlich an. Mit Zweigen in euren Händen beginnt den festlichen Reigen um den Altar!« 28 Du bist mein Gott, dir will ich danken. Mein Gott, dich allein will ich ehren! 29 Preist den HERRN, denn er ist gut, und seine Gnade hört niemals auf!

Psalmen neu erleben: PUR
gelesen von Elena Pförtsch aus der Hoffnung für Alle

 

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Jens Kaldewey entfaltet Psalm 117 als universalen Lobaufruf an „alle Nationen“ (Goyim/Ethne) und „alle Völker“ (Amin/Laoi) und erklärt die hebräischen und griechischen Begriffe im heilsgeschichtlichen Zusammenhang von Israel und den Nichtjuden. Er zeigt, dass dieser Parallelismus mehr ist als Stilmittel: Gott ruft sowohl sein Bundesvolk als auch die übrigen Nationen gemeinsam zum Lob auf. Anhand von Offenbarung 21–22 deutet er die Vision des neuen Jerusalems, in dem Gottes „Völker“ wohnen und auch die Nationen Heilung und „Therapie“ erfahren. Psalm 117 wird so als Schlüssel verstanden, der Gottes Herz offenbart: Er will von allen Menschen gelobt werden und führt seine Heilsgeschichte auf eine Zukunft hin, in der Israel und die Nationen vereint seine Gnade und Treue preisen.

 

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1 Lobt den HERRN, alle Völker; preist ihn, alle Nationen! 2 Denn seine Liebe zu uns ist stark, und seine Treue hört niemals auf! Halleluja – lobt den HERRN!

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gelesen von Hannah Renz aus der Hoffnung für Alle

 

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Die heutige Kreatief-Episode mit Jens Kaldewey zu Psalm 116 erzählt die wahre Geschichte von Kidane, einem Christen aus Eritrea, der auf seiner vierjährigen Flucht durch Gefängnisse, Wüste und über das Mittelmeer immer wieder lebensbedrohliche Situationen erlebte und dabei Gottes rettendes Eingreifen erfahren haben will. Inmitten von Angst, Gefangenschaft und Todesgefahr fand er zu einem persönlichen Glauben an Jesus und hielt auch unter Bedrohung durch einen Gefängniswärter und auf stürmischer See daran fest. Seine Erfahrungen spiegeln die Worte des Psalms wider: Gott hört das Rufen der Hilflosen, rettet vom Tod und ist gnädig und barmherzig. Schließlich kam Kidane in der Schweiz an, gründete eine Familie und lebt seinen Glauben bis heute treu und dankbar. Sein Leben wird so zu einem modernen Zeugnis für die Dankbarkeit und Hingabe, von denen Psalm 116 spricht.

 

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1 Ich liebe den HERRN, denn er hat mich gehört, als ich zu ihm um Hilfe schrie. 2 Ja, er hat sich zu mir herabgeneigt; mein Leben lang will ich zu ihm rufen! 3 Ich war schon gefangen in den Fesseln des Todes, Sterbensangst hatte mich gepackt, und ich war völlig verzweifelt. 4 Da schrie ich laut zum HERRN, ich flehte ihn an: »O HERR, rette mein Leben!« 5 Wie gnädig und gerecht ist der HERR! Ja, unser Gott ist voll Erbarmen! 6 Er beschützt alle, die sich selbst nicht helfen können. Ich war in großer Gefahr, doch der HERR hat mir geholfen! 7 Nun kann ich wieder ruhig werden und sagen: »Der HERR hat mir Gutes erwiesen!« 8 Ja, er hat mich vor dem sicheren Tod gerettet. Meine Tränen hat er getrocknet und mich vor dem Untergang bewahrt. 9 Ich darf am Leben bleiben, darf weiterleben in seiner Nähe. 10 Ich vertraute auf Gott, darum sagte ich ihm: »Ich weiß nicht mehr aus noch ein!« 11 In meiner Bestürzung rief ich: »Auf keinen Menschen kann man sich verlassen!« 12 Wie soll ich dem HERRN nun danken für all das Gute, das er mir getan hat? 13 Beim Opfermahl will ich den Kelch zum Dank erheben und den HERRN preisen, der mich gerettet hat.[1] 14 Vor seinem ganzen Volk will ich erfüllen, was ich ihm versprochen habe. 15 Der HERR bewahrt alle, die ihm die Treue halten, denn in seinen Augen ist ihr Leben wertvoll[2]. 16 Gott, du bist mein HERR, und ich diene dir, wie schon meine Mutter es getan hat. Du hast mich den Klauen des Todes entrissen. 17 Deshalb will ich dir ein Dankopfer bringen und deinen Namen, HERR, preisen. 18-19 Vor den Augen deines ganzen Volkes – in den Vorhöfen des Tempels mitten in Jerusalem – will ich dir, HERR, meine Gelübde erfüllen. Halleluja – lobt den HERRN!

Psalmen neu erleben: PUR
gelesen von Samuel Weber aus der Hoffnung für Alle

 

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Psalm 115 greift die Erfahrung auf, dass Glaube von außen – und oft auch von innen – in Frage gestellt wird, besonders wenn Gebete unbeantwortet bleiben. Der Psalm antwortet auf die Frage „Wo ist dein Gott?“ nicht mit Argumenten, sondern mit Klarheit über Gottes Souveränität und mit einer Abgrenzung von stummen, kraftlosen Götzen, denen Menschen oft ihr Vertrauen schenken. Dabei wird deutlich: Wir werden dem ähnlich, worauf wir unser Vertrauen setzen – Angst, Kontrolle oder Leistung prägen uns, während Vertrauen auf Gott Identität und Halt schenkt. Der Psalm mündet in ein Bekenntnis der Zugehörigkeit zu Gott, das nicht sturmfreie Zeiten verspricht, sondern seine bleibende Nähe und Treue mitten im Sturm betont. Diese Haltung wird im Song von Theo Evers als lautes, bewusstes Gebet der Identität und des Vertrauens aufgenommen.

 

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1 Nicht uns, HERR, nicht uns, sondern deinen Namen bringe zu Ehren! Du allein bist gnädig und treu! 2 Warum dürfen die Völker höhnisch fragen: »Wo bleibt er denn, ihr Gott?« 3 Unser Gott ist im Himmel, und alles, was er will, das tut er auch! 4 Doch ihre Götter sind nur Figuren aus Silber und Gold, von Menschenhänden gemacht. 5 Sie haben einen Mund, aber reden können sie nicht; Augen haben sie, doch sie können nicht sehen. 6 Mit ihren Ohren hören sie nicht, und mit ihren Nasen riechen sie nichts. 7 Ihre Hände können nicht greifen, mit ihren Füßen gehen sie nicht. Aus ihren Kehlen kommt kein einziger Laut! 8 Genauso starr und tot sollen alle werden, die diese Götzen schufen, und auch alle, die solchen Götzen vertrauen! 9 Ihr Israeliten, vertraut dem HERRN! Er allein gibt euch Hilfe und Schutz. 10 Ihr Priester[1], vertraut dem HERRN! Er allein gibt euch Hilfe und Schutz. 11 Ihr alle, die ihr den HERRN achtet – vertraut ihm! Er allein gibt euch Hilfe und Schutz. 12 Der HERR denkt an uns und wird uns segnen. Sein Segen gilt dem Volk Israel und seinen heiligen Priestern. 13 Sein Segen gilt allen, die ihm mit Ehrfurcht begegnen, ganz gleich ob unbedeutend oder einflussreich! 14 Der HERR gebe euch viele Kinder, euch und euren Nachkommen! 15 Auf euch ruht der Segen des HERRN, der Himmel und Erde geschaffen hat. 16 Der Himmel gehört dem HERRN allein, die Erde aber hat er den Menschen anvertraut. 17 Die Toten können den HERRN nicht mehr loben, denn dort, wo sie sind, schweigt man für immer. 18 Doch wir, wir loben und preisen unseren Gott, jetzt und in alle Ewigkeit! Halleluja – lobt den HERRN!

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gelesen von Samuel Weber aus der Hoffnung für Alle

 

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Psalm 114 erinnert an den Auszug Israels aus Ägypten als zentrales Identitätsereignis des Glaubens an den befreienden, treuen Gott, der Wege durch Meer und Wüste bahnt. Samuel Weber verbindet diese biblische Befreiung mit persönlichen Erfahrungen von innerer Freiheit, Sehnsucht nach Gott und dem Aufbruch in „neues Land“ im Herzen. Psalm 114 wird als poetisch-provokanter Lobgesang beschrieben, der die Schöpfung selbst auf Gottes machtvolles Handeln reagieren lässt. In der Vertonung dieses Psalms steht Gott als der im Mittelpunkt, der befreit, heilt und Menschen auf neuen Boden stellt.

 

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1 Als Israel aus Ägypten zog, als die Nachkommen von Jakob das Volk verließen, das in einer fremden Sprache redete, 2 da machte Gott das Gebiet Juda zu seinem Heiligtum und Israel zu seinem Herrschaftsbereich. 3 Das Schilfmeer sah ihn kommen und wich zurück, auch der Jordan hörte auf zu fließen und staute sein Wasser. 4 Die Berge sprangen wie die Schafböcke, und die Hügel hüpften wie die Lämmer. 5 Was ist mit dir geschehen, Meer? Warum bist du so plötzlich zurückgewichen? Jordan, warum hast du aufgehört zu fließen? 6 Ihr Berge, weshalb seid ihr gesprungen wie die Schafböcke, und ihr Hügel, warum seid ihr wie die Lämmer gehüpft? 7 Erde, erbebe, wenn der HERR, der Gott Jakobs, erscheint! 8 Er verwandelte Felsen in Teiche voller Wasser und ließ Quellen sprudeln, wo vorher nur harter Stein war!

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Psalm 113 preist Gott mit kraftvollen Bildern als den Erhabenen, dessen Herrlichkeit Himmel, Erde, Raum und Zeit übersteigt. Zugleich richtet der Psalm den Blick auf das überraschende Handeln dieses hohen Gottes: Er schaut hinab, sieht die Geringen und Armen und richtet sie aus dem Staub auf. Dave Brander erklärt: Gottes Größe zeigt sich gerade darin, dass er sich den Schwachen, Beschämten und Leidenden zuwendet und ihnen Würde schenkt. Der Psalm will ermutigen, darauf zu vertrauen, dass Gott auch heute sieht, kennt und nahe ist – selbst mitten in Not und Hoffnungslosigkeit.

 

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1 Halleluja – lobt den HERRN! Lobt den HERRN, ihr seine Diener, lobt seinen herrlichen Namen! 2 Ja, der Name des HERRN werde gepriesen – jetzt und in alle Ewigkeit! 3 Von dort, wo die Sonne aufgeht, bis dorthin, wo sie untergeht – überall werde der HERR gelobt! 4 Er herrscht über alle Völker, seine Hoheit und Macht überragt selbst den Himmel! 5-6 Einzigartig ist der HERR, unser Gott! Niemand im Himmel und auf der Erde ist ihm gleich. Sein Thron steht hoch über allen Thronen, und doch sieht er hinab auf das, was in der Tiefe vor sich geht. 7 Dem Verachteten hilft er aus seiner Not. Er zieht den Armen aus dem Schmutz 8 und stellt ihn denen gleich, die in seinem Volk Rang und Namen haben. 9 Auch die kinderlose Frau befreit er von ihrer Schmach und macht sie zu einer glücklichen Mutter. Lobt den HERRN. Halleluja!

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Psalm 112 wird zunächst als scheinbare Verheißung von Glück und Wohlstand wahrgenommen, doch Theo Evers macht deutlich, dass es hier nicht um ein sorgenfreies oder materiell reiches Leben geht. Der Psalm beschreibt vielmehr einen Menschen, der mitten in Leid, Unsicherheit und schlechten Nachrichten lebt, aber innerlich stabil bleibt, weil sein Vertrauen auf Gott gegründet ist. Glück und Reichtum werden als geistliche Tiefe, Zuversicht und Standhaftigkeit verstanden, nicht als äußeren Erfolg. Diese innere Festigkeit entsteht nicht durch Leistung oder Selbstoptimierung, sondern durch Nähe zu Gott, indem man sich von seiner Wahrheit füllen lässt und in der Beziehung zu ihm bleibt.

 

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1 Halleluja – lobt den HERRN! Glücklich ist, wer dem HERRN in Ehrfurcht begegnet und große Freude hat an seinen Geboten! 2 Seine Nachkommen werden im ganzen Land hohes Ansehen genießen, denn Gottes Segen liegt auf jeder Generation, die aufrichtig mit ihm lebt. 3 Bei einem solchen Menschen sind Reichtum und Wohlstand zu Hause, seine Gerechtigkeit hat für immer Bestand. 4 Selbst in dunklen Stunden leuchtet ihm ein Licht, er ist voll Erbarmen, großmütig und gerecht. 5 Gut geht es dem, der hilfsbereit ist, der den Armen gerne von seinem Besitz leiht und sich bei allem, was er tut, an das Recht hält! 6 Nichts wird ihn zu Fall bringen, ein solcher Mensch wird nie vergessen werden! 7 Er fürchtet sich nicht vor schlechten Nachrichten, sein Herz ist voller Zuversicht, denn er vertraut dem HERRN. 8 Er lässt sich nicht erschüttern und hat keine Angst, denn er weiß, dass er über seine Feinde triumphieren wird. 9 Großzügig schenkt er den Bedürftigen, was sie brauchen; auf seine Barmherzigkeit kann man immer zählen. Darum kommt er zu Ansehen und Macht. 10 Alle, die Gott missachten, sehen es und ärgern sich, sie knirschen mit den Zähnen und vergehen vor Wut. Denn was sie sich erträumt haben, zerrinnt in nichts.

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Psalm 111 lädt dazu ein, Gott von ganzem Herzen für seine mächtigen Taten, seine Treue und seine Gerechtigkeit zu danken und diese Dankbarkeit im Lobpreis auszudrücken. Als alphabetischer Weisheitspsalm macht er deutlich, dass Gottes Handeln geordnet, beständig und allumfassend ist – von Anfang bis Ende. Hannah Renz und Samuel Weber sprechen mit uns darüber, wie Gottes Größe im hektischen Alltag und in Krisenzeiten leicht aus dem Blick gerät und Zweifel Raum gewinnen. Die bewusste Erinnerung an Gottes Wirken und seinen Bund führt jedoch neu in Dankbarkeit, Anbetung und eine veränderte Perspektive auf das eigene Leben. Psalm 111 lädt dazu ein, innezuhalten, Gottes Treue im eigenen Leben zu erkennen und ihm dauerhaft Ehre zu geben.

 

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1 Halleluja – lobt den HERRN! Von ganzem Herzen will ich dem HERRN danken vor allen, die aufrichtig mit ihm leben – ja, vor der ganzen Gemeinde! 2 Wie gewaltig ist alles, was der HERR vollbracht hat! Wer sich über seine Taten freut, denkt immer wieder darüber nach. 3 Was Gott tut, ist eindrucksvoll und einzigartig; auf seine Gerechtigkeit ist für immer Verlass. 4 Er selbst hat alles dafür getan, dass seine Wunder nicht in Vergessenheit geraten. Gnädig und barmherzig ist der HERR! 5 Denen, die ihn achteten, gab er immer genug zu essen. Niemals vergisst er den Bund, den er mit Israel geschlossen hat. 6 Er bewies ihnen seine große Macht: Die Länder anderer Völker gab er ihnen zum Besitz. 7 Er ist zuverlässig und gerecht in allem, was er tut; seinen Geboten kann man völlig vertrauen. 8 Niemals verlieren sie ihre Gültigkeit, von Anfang bis Ende bezeugen sie seine Wahrhaftigkeit und Treue. 9 Der HERR hat sein Volk erlöst und einen ewigen Bund mit ihnen geschlossen. Heilig und furchterregend ist sein Name! 10 Alle Weisheit fängt damit an, dass man Ehrfurcht vor dem HERRN hat. Ja, klug ist, wer sein Leben nach Gottes Geboten ausrichtet. Nie wird das Lob des Herrn verstummen!

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Psalm 110 ist zwar kurz, hat aber eine außergewöhnlich starke Wirkungsgeschichte und wird im Neuen Testament häufiger zitiert als jeder andere Psalm, besonders wegen seines ersten Verses. Jesus selbst greift diesen Psalm auf, um zu zeigen, dass der Messias zugleich Davids Sohn und doch Davids Herr ist, was ein tiefes theologisches Paradox eröffnet. Gemeinsam mit Dave Brander entdecken wir, wie dieser Psalm eine einzigartige Gestalt beschreibt, die König und zugleich ewiger Priester nach der Ordnung Melchisedeks ist und damit alle bekannten Kategorien sprengt. Für die frühen Christen bot Psalm 110 die Sprache, um die messianische Identität von Jesus, seine Erhöhung zur Rechten Gottes und seine fortdauernde Herrschaft zu deuten. Im Neuen Testament wird der Psalm konsequent auf Jesus bezogen, auch dort, wo von der Unterwerfung der Feinde die Rede ist, und christologisch gelesen.

 

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1 Ein Lied von David. Gott, der HERR, sprach zu meinem Herrn: »Setze dich auf den Ehrenplatz an meiner rechten Seite, bis ich dir alle deine Feinde unterworfen habe und du deinen Fuß auf ihren Nacken setzt!« 2 Vom Berg Zion aus wird der HERR deine königliche Macht bis in die fernsten Länder ausweiten – nun herrsche über alle deine Feinde! 3 Wenn du ein Heer zum Kampf aufstellst, wird dir dein Volk begeistert folgen. Feierlich geschmückt, voll jugendlicher Kraft, stehen dir die Krieger in großer Zahl zur Seite. 4 Gott, der HERR, hat meinem Herrn geschworen: »In alle Ewigkeit sollst du ein Priester sein, so wie es Melchisedek war!« Diesen Schwur wird er niemals zurücknehmen. 5 Gott, der Herr, wird dir zur Seite stehen; am Tag des Gerichts zerschmettert er die feindlichen Herrscher. 6 Wenn er über die Völker sein Urteil spricht, wird das Schlachtfeld mit Leichen bedeckt sein. Die Machthaber auf der ganzen Welt wird er vernichten. 7 Auf seinem Feldzug wird der von Gott eingesetzte König nur kurz rasten und aus dem Bach am Wege trinken. So gestärkt, erringt er den Sieg.

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Psalm 109 wirkt zunächst verstörend, weil er scheinbar extreme Flüche gegen Feinde enthält, die kaum mit biblischer Feindesliebe vereinbar scheinen. Dave Brander erklärt uns, dass eine neuere Auslegung jedoch die Verse 6–19 nicht als Davids eigene Flüche versteht, sondern als wörtliche Wiedergabe dessen, was seine Feinde über ihn aussprechen und ihm wünschen. David bringt diese Anklagen bewusst vor Gott, statt selbst zum Richter zu werden, und kehrt danach wieder in den Ich-Du-Dialog mit Gott zurück. Am Ende setzt er dem Fluch der Feinde ausdrücklich den Segen Gottes entgegen und findet vom Klagen zurück zum Lobpreis. Der Kernsatz des Psalms lautet deshalb: „Sie verfluchen mich, du aber segnest.“

 

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1 Ein Lied von David. Mein Gott, ich lobe dich! Bitte schweige doch nicht! 2 Rücksichtslos gehen gottlose Menschen gegen mich vor, sie reißen ihren Mund auf und verleumden mich. 3 Sie bedrängen mich mit hasserfüllten Worten und bekämpfen mich ohne jeden Grund. 4 Meine Freundschaft beantworten sie mit Feindschaft, ich aber bete weiter zu dir. 5 Mit Bosheit zahlen sie mir heim, was ich ihnen Gutes tue; meiner Liebe setzen sie nur Hass entgegen. 6 O Herr, lass einen Ankläger gegen meinen Feind auftreten, der so ungerecht und gewissenlos ist wie er selbst. Schicke doch jemanden, der mit ihm ins Gericht geht! 7 Wenn das Urteil gefällt wird, soll er schuldig gesprochen werden. Selbst sein Gebet rechne ihm als Sünde an! 8 Er soll nicht mehr lange leben, und seine Stellung soll ein anderer bekommen. 9 Seine Kinder sollen zu Waisen werden, und seine Frau soll als Witwe zurückbleiben. 10 Ruhelos sollen seine Kinder umherirren und betteln, ihr Elternhaus lass zu einer Ruine verfallen. 11 Seine Gläubiger mögen seinen Besitz an sich reißen, und Fremde sollen rauben, was er sich erworben hat. 12 Niemand soll sein Andenken in Ehren halten und mit seinen verwaisten Kindern Mitleid haben. 13 Seine Nachkommen sollen ausgerottet werden, schon in der nächsten Generation möge ihr Name erlöschen. 14 Der HERR soll niemals das Unrecht vergessen, das die Vorfahren meines Feindes begingen, und auch die Schuld seiner Mutter soll nicht vergeben werden! 15 Die Sünden aller seiner Vorfahren sollen dem HERRN stets vor Augen stehen, doch an sie selbst soll niemand mehr denken! 16 Denn dieser Mensch dachte nicht daran, anderen Gutes zu tun. Die Armen und Hilflosen verfolgte er, und die Niedergeschlagenen trieb er in den Tod. 17 Er liebte es, andere zu verfluchen – nun soll der Fluch ihn selbst treffen! Er hasste es, andere zu segnen – darum bleibe der Segen von ihm fern! 18 Das Fluchen wurde ihm zur Gewohnheit, er hüllte sich darin ein wie in einen Mantel. Aber nun wird sein Fluch gegen ihn selbst wirksam: Er dringt in ihn ein wie Wasser, das man trinkt, und wie Öl, mit dem man sich einreibt. 19 Er soll ihn bedecken wie ein Gewand und ihn für immer einschnüren wie ein enger Gürtel! 20 Ja, HERR, damit strafe alle meine Feinde, alle, die mich so gehässig verleumden! 21 HERR, mein Gott, tritt für mich ein, es geht doch um deine Ehre! Rette mich, denn auf deine Gnade ist Verlass! 22 Ich bin niedergeschlagen und hilflos, im tiefsten Herzen verletzt. 23 Mein Leben gleicht einem Schatten am Abend, der bald in der Dunkelheit verschwindet. Ich bin wie eine Heuschrecke, die man vom Arm abschüttelt. 24 Vom vielen Fasten zittern mir die Knie, ich bin nur noch Haut und Knochen. 25 Für meine Feinde bin ich zum Gespött geworden; wenn sie mich sehen, schütteln sie den Kopf. 26 Hilf mir, HERR, und rette mich, denn du bist doch ein gnädiger Gott! 27 HERR, lass meine Feinde erkennen, dass du es bist, der alles so gefügt hat! 28 Mögen sie mich auch verwünschen – du wirst mich segnen! Sollen sie doch angreifen – sie werden dabei scheitern! Zuletzt werde ich, dein Diener, mich freuen. 29 Schimpf und Schande sollen über meine Ankläger kommen, sie sollen sie einhüllen wie ein Mantel! 30 Immer wieder will ich dem HERRN danken, in aller Öffentlichkeit will ich ihn loben. 31 Er steht dem Wehrlosen zur Seite und rettet ihn vor denen, die seinen Tod fordern.

Psalmen neu erleben: PUR
gelesen von Samuel Weber aus der Hoffnung für Alle

 

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In dieser Episode von Theo und Simone Evers sprechen die beiden über Psalm 108 als eine bewusste Zusammenstellung früherer Psalmen (Psalm 57 und 60), die David in einer Situation großer Anspannung und Unsicherheit neu zu einem Gebet formt. Sie zeigen, wie bereits gebetete und gesungene Worte zu geistlichen „Autopiloten“ werden können, wenn eigene Worte fehlen – sei es aus Angst, Überforderung oder Staunen. Psalm 108 beginnt mit Dank und Zuversicht und macht deutlich, dass Vertrauen auf Gott wichtiger ist als menschliche Strategien. Der Psalm wird so zu einem Beispiel dafür, wie überlieferte Gebete und Lieder helfen, das Herz neu auf Gott auszurichten. Diese Erfahrung wird auf die Advents- und Weihnachtszeit übertragen, in der Lieder über Jesus Worte für Hoffnung, Anbetung und Erlösung schenken, wo Sprache an ihre Grenzen kommt.

 

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1 Ein Lied von David.
2 Gott, mein Herz ist voller Zuversicht, darum will ich singen und für dich musizieren. Alles in mir soll darin einstimmen!
3 Harfe und Laute, wacht auf! Ich will den neuen Tag mit meinem Lied begrüßen.
4 HERR, ich will dir danken vor den Völkern, vor allen Menschen will ich dir singen.
5 Groß ist deine Güte, sie reicht über den Himmel hinaus! Und wohin die Wolken auch ziehen: Überall ist deine Treue!
6 Gott, zeige deine Größe, die den Himmel überragt; erweise auf der ganzen Welt deine Hoheit und Macht!
7 Befreie uns – wir sind doch dein geliebtes Volk! Erhöre uns und komm uns zu Hilfe!
8 Gott hat in seinem Heiligtum versprochen: »Im Triumph will ich meinem Volk die Gegend um Sichem geben; das Tal von Sukkot will ich ihnen zuteilen.
9 Mir gehören die Gebiete von Gilead und Manasse, Ephraim ist der Helm auf meinem Kopf und Juda das Zepter in meiner Hand.
10 Das Land Moab muss mir dienen, von Edom ergreife ich Besitz. Und über das Land der Philister triumphiere ich als Sieger!«
11 Mein Gott, ich frage dich nun: Wer gibt mir Gewalt über die befestigte Stadt? Wer schenkt mir den Sieg über Edom?
12 Außer dir kommt ja niemand in Frage! Doch gerade du, Gott, hast uns verstoßen. Gerade du ziehst nicht mehr mit unseren Truppen in den Kampf.
13 Rette uns doch vor unseren Feinden! Denn wer sich auf Menschen verlässt, der ist verlassen! 14 Aber mit Gott werden wir große Taten vollbringen; er wird all unsere Feinde zertreten!

Psalmen neu erleben: PUR
gelesen von Hannah Renz aus der Hoffnung für Alle

 

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Joshua Nilles beschreibt Psalm 107 als einen Lobgesang auf Gottes rettendes Eingreifen in Situationen, in denen Menschen verzweifelt, verloren oder innerlich zerrissen sind. Der Psalm zeigt einen Gott, der Not und Angst sieht, der eingreift und Schritt für Schritt herausführt – oft leise, aber spürbar. Aus genau dieser Erfahrung entstand auch das Lied von Spencer Clark, das Gottes Güte und seine Wunder besingt.  Er lädt ein, sein Lied zu einem eigenen Gebet zu machen und sich in  Angst oder Hoffnungslosigkeit neu von Gottes Trost und Nähe tragen zu lassen.

 

Liedext von Spencer Clark:

Halleluja – Dankt dem Herrn, denn er ist freundlich
Seine Güte währet ewiglich
Halleluja – Dankt dem Herrn, denn er ist freundlich
Seine Güte währet ewiglich

Halleluja – Dankt dem Herrn, sollen alle sagen
Die aus der Not durch ihn befreit sind
Halleluja – Dankt dem Herrn, sollen alle sagen
Die aus der Not durch ihn befreit sind

Wir danken dir, Herr
Wir preisen dich, Herr
Für deine Güte
Wir danken dir, Herr
Wir preisen dich, Herr
für deine Wunder

Wir danken dir, Herr
Wir preisen dich, Herr
Für deine Güte
Wir danken dir, Herr
Wir preisen dich, Herr
für deine Wunder

Du erlöst aus der Not
Du löst alle unsere Ängste auf
Halleluja, dank dem Herrn
Du erlöst aus der Not
Du löst alle unsere Ängste auf
Halleluja, dank dem Herrn

 

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1 Dankt dem HERRN, denn er ist gut, und seine Gnade hört niemals auf!
2 Dies sollen alle bekennen, die der HERR erlöst hat. Ja, er hat sie aus der Gewalt ihrer Unterdrücker befreit
3 und aus fernen Ländern wieder zurückgebracht – aus Ost und West, aus Nord und Süd.
4 Manche irrten in der trostlosen Wüste umher und konnten keinen bewohnten Ort finden.
5 Hunger und Durst raubten ihnen alle Kraft, sie waren der Verzweiflung nahe.
6 In auswegloser Lage schrien sie zum HERRN, und er rettete sie aus ihrer Not.
7 Er half ihnen, den richtigen Weg zu finden, und führte sie zu einer bewohnten Stadt.
8 Sie sollen den HERRN preisen für seine Gnade und für seine Wunder, die er uns Menschen erleben lässt!
9 Denn er hat den Verdurstenden zu trinken gegeben, die Hungernden versorgte er mit reichlich Nahrung.
10 Andere lagen in der Finsternis gefangen und litten unter ihren schweren Fesseln.
11 Sie hatten missachtet, was Gott ihnen sagte, und die Weisungen des Höchsten in den Wind geschlagen.
12 Darum zerbrach er ihren Stolz durch Mühsal und Leid; sie lagen am Boden, und keiner half ihnen auf.
13 In auswegloser Lage schrien sie zum HERRN, und er rettete sie aus ihrer Not.
14 Er holte sie aus den finsteren Kerkern heraus und riss ihre Fesseln entzwei.
15 Sie sollen den HERRN preisen für seine Gnade und für seine Wunder, die er uns Menschen erleben lässt!
16 Denn er hat die gepanzerten Türen zerschmettert und die eisernen Riegel aufgebrochen.
17 Andere hatten leichtfertig gesündigt; wegen ihrer Verfehlungen siechten sie nun dahin.
18 Zuletzt ekelten sie sich vor jeder Speise und standen schon an der Schwelle des Todes.
19 In auswegloser Lage schrien sie zum HERRN, und er rettete sie aus ihrer Not.
20 Er sprach nur ein Wort, und sie wurden gesund. So bewahrte er sie vor dem sicheren Tod.
21 Sie sollen den HERRN preisen für seine Gnade und für seine Wunder, die er uns Menschen erleben lässt!
22 Aus Dank sollen sie ihm Opfergaben bringen und voll Freude von seinen Taten erzählen!
23 Wieder andere segelten aufs Meer hinaus, um mit ihren Schiffen Handel zu treiben.
24 Dort erlebten sie die Macht des HERRN, auf hoher See wurden sie Zeugen seiner Wunder.
25 Nur ein Wort von ihm – und ein Sturm peitschte das Meer. Wogen türmten sich auf,
26 warfen die Schiffe hoch in die Luft und stießen sie sogleich wieder in die Tiefe. Da verloren die Seeleute jede Hoffnung.
27 Sie wankten und taumelten wie Betrunkene, mit ihrer Weisheit waren sie am Ende.
28 In auswegloser Lage schrien sie zum HERRN, und er rettete sie aus ihrer Not.
29 Er bannte die tödliche Gefahr: Der Sturm legte sich, und die Wellen wurden ruhig.
30 Da jubelten sie, dass endlich Stille herrschte! Gott brachte sie in den sicheren Hafen, an das ersehnte Ziel.
31 Sie sollen den HERRN preisen für seine Gnade und für seine Wunder, die er uns Menschen erleben lässt!
32 Vor der ganzen Gemeinde sollen sie ihn rühmen und ihn loben vor dem Rat der führenden Männer.
33 Gott verwandelt wasserreiches Land in dürre Wüste, und wo vorher Quellen sprudelten, entstehen trostlose Steppen.
34 Fruchtbare Gebiete lässt er zur Salzwüste veröden, wenn die Bosheit der Bewohner dort überhandnimmt.
35 Doch er verwandelt auch dürres Land in eine Oase und lässt mitten in der Steppe Quellen aufbrechen.
36 Hungernde Menschen siedeln sich dort an und gründen Städte, um darin zu wohnen.
37 Sie bestellen die Felder, legen Weinberge an und bringen Jahr für Jahr eine reiche Ernte ein.
38 Gott segnet sie mit vielen Kindern und vergrößert ihre Viehherden immer mehr.
39 Doch wenn sie immer weniger werden, wenn sie gebeugt sind von Unglück und Leid,
40 dann macht Gott ihre Unterdrücker zum Gespött und lässt sie in der Wüste umherirren.
41 Die Hilflosen aber rettet er aus ihrem Elend und lässt ihre Familien wachsen wie große Herden.
42 Die aufrichtigen Menschen sehen es voll Freude, und alle niederträchtigen müssen verstummen.
43 Wer verständig ist, der soll immer wieder daran denken und erkennen, auf welch vielfache Weise der HERR seine Gnade zeigt!

Psalmen neu erleben: PUR
gelesen von Samuel Weber aus der Hoffnung für Alle

 

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Psalm 105 lädt uns ein, zurückzuschauen: auf die Treue Gottes, seine Wunder, seine Führung durch Wüsten, Meere, Feuer und Zweifel.

 

Theo erzählt, wie dieser Psalm ihm in einer schweren Zeit Hoffnung schenkte – und wie daraus der Song „Du bahnst den Weg“ entstand.
Eine Erinnerung: Glaube beginnt genau dort, wo wir uns vergegenwärtigen, was Gott schon getan hat.

 

“Du bahnst den Weg“ jetzt auf Spotify, Apple Music und YouTube:

 

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1 Preist den HERRN und rühmt seinen Namen, verkündet allen Völkern seine großen Taten! 2 Singt und musiziert zu seiner Ehre, macht alle seine Wunder bekannt! 3 Seid stolz auf ihn, den heiligen Gott! Ja, alle, die seine Nähe suchen, sollen sich freuen! 4 Fragt nach dem HERRN und rechnet mit seiner Macht, wendet euch immer wieder an ihn! 5-6 Ihr Nachkommen seines Dieners Abraham, erinnert euch an die Wunder, die er vollbracht hat! Ihr Kinder und Enkel von Jakob, die er auserwählt hat, denkt an all seine mächtigen Taten und Urteile! 7 Er ist der HERR, unser Gott! Auf der ganzen Welt hat er das letzte Wort. 8 Niemals vergisst er seinen Bund, sein Versprechen, das er uns gab. Es gilt für alle Generationen nach uns, selbst wenn es tausende sind. 9 Schon mit Abraham schloss er diesen Bund; er schwor auch Isaak, sich daran zu halten. 10 Gegenüber Jakob bestätigte er ihn als gültige Ordnung, ja, als ewiges Bündnis für das Volk Israel. 11 Er sprach: »Euch gebe ich das Land Kanaan, ihr sollt es für immer besitzen.« 12 Als sie noch eine kleine Schar waren, nur wenige, dazu noch fremd im Land, 13 als sie von Volk zu Volk wanderten, von einem Ort zum anderen zogen, 14 da erlaubte Gott keinem, sie zu unterdrücken. Die Könige der fremden Völker warnte er: 15 »Rührt mein Volk nicht an, denn ich habe es erwählt! Sie sind meine Propheten – darum tut ihnen nichts Böses!«[1] 16 Der HERR ließ eine Hungersnot ins Land kommen, und die Vorräte an Brot gingen schnell zu Ende. 17 Aber Gott hatte ihnen schon einen Mann vorausgeschickt: Josef, der als Sklave nach Ägypten verkauft worden war. 18 Man band seine Füße mit schweren Ketten und zwängte seinen Hals in einen eisernen Ring. 19 Doch dann traf ein, was Josef vorausgesagt hatte; was der HERR ihm eingab, bewies seine Unschuld. 20 Da befahl der König, ihm seine Fesseln zu lösen; der Mann, der über viele Völker herrschte, gab ihn frei! 21 Er machte ihn zum obersten Verwalter seines Palastes und vertraute ihm seinen ganzen Besitz an. 22 Die hohen Beamten wurden ihm unterstellt, und die Ratgeber des Königs sollten von seiner Weisheit lernen. 23 Dann kamen Jakob und seine Familie nach Ägypten und ließen sich nieder im Land der Nachkommen Hams. 24 Der HERR ließ sein Volk rasch wachsen und schließlich mächtiger werden als seine Unterdrücker. 25 Er sorgte dafür, dass die Ägypter sein Volk zu hassen begannen. Am Ende behandelten sie es heimtückisch und gemein. 26 Doch dann sandte er zwei Männer zu ihrer Hilfe, es waren Mose und Aaron, seine auserwählten Diener. 27 Sie vollbrachten vor ihren Augen die Zeichen und Wunder, die Gott den Ägyptern angedroht hatte, 28 und widersetzten sich nicht seinem Befehl[2]. Der HERR sandte pechschwarze Finsternis, 29 die Gewässer verwandelte er in Blut und ließ die Fische darin umkommen. 30 Im ganzen Land wimmelte es von Fröschen, auch vor dem Palast des Königs machten sie nicht Halt. 31 Auf Gottes Weisung kam Ungeziefer, ganze Schwärme von Stechmücken bedeckten das Land. 32 Statt Regen prasselte Hagel vom Himmel, feurige Blitze schlugen überall ein. 33 Gott vernichtete die Weinstöcke und Feigenbäume und zerbrach auch die anderen Bäume im Land. 34 Auf seinen Befehl rückten Heuschrecken heran, riesige Schwärme, die nicht zu zählen waren. 35 Sie machten sich über alle Pflanzen im Land her, alles, was grünte und blühte, fraßen sie kahl. 36 Schließlich tötete der HERR alle Erstgeborenen der Ägypter, jede Familie verlor den ältesten Sohn, der doch ihr ganzer Stolz war. 37 Dann führte er sein Volk gesund und stark heraus, reich beladen mit Silber und Gold. 38 Die Ägypter waren froh, sie endlich los zu sein, so sehr hatte sie die Furcht vor ihnen gepackt. 39 Gott gab seinem Volk Schutz hinter einer Wolke, und in der Nacht erleuchtete ein Feuer ihnen den Weg. 40 Als sie erbittert nach Speise verlangten, da ließ er Wachteln in ihr Lager kommen, und mit Brot vom Himmel[3] machte er sie satt. 41 Er ließ Wasser aus dem Felsen fließen, mitten in der Wüste strömte es heraus. 42 Ja, Gott hat Wort gehalten! Er löste sein heiliges Versprechen ein, das er Abraham, seinem Diener, gegeben hatte. 43 So führte er sein auserwähltes Volk heraus, und sie sangen und jubelten vor Freude. 44 Dann gab er ihnen das Land anderer Völker; was diese erarbeitet hatten, wurde nun ihr Besitz. 45 Diese Wunder ließ er sein Volk erleben, damit sie seinen Weisungen gehorchten und seine Gebote hielten. Halleluja – lobt den HERRN!

 

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