1. Samuel 16 Teil 2

Der Geist des Herrn hatte Saul verlassen. Stattdessen schickte Gott einen bösen Geist, der den König immer wieder überfiel und ihm Furcht und Schrecken einjagte. 15 Eines Tages kamen einige Diener Sauls mit einem Vorschlag zu ihm: “Du weißt selbst, dass ein böser Geist, den Gott geschickt hat, dich quält”, sagten sie. 16 “Lass uns einen guten Harfenspieler suchen! Jedes Mal wenn dieser böse Geist dich überfällt, wird der Mann seine Harfe zur Hand nehmen und darauf spielen. Das wird dich beruhigen und aufmuntern. Du brauchst nur zu befehlen, dann handeln wir.” 17 “Ja”, antwortete Saul. “Sucht mir einen guten Harfenspieler und holt ihn an den Hof.” 18 Einer der Männer sagte: “Ich denke da an einen jungen Mann, den ich einmal gesehen habe, einen Sohn Isais aus Bethlehem. Er ist nicht nur ein ausgezeichneter Harfenspieler, sondern auch mutig und kampferprobt. Er findet in jeder Situation das treffende Wort und sieht gut aus. Der Herr steht ihm bei.” 19 Sofort sandte Saul Boten zu Isai und ließ ihm ausrichten: “Schick deinen Sohn David, den Schafhirten, zu mir an den Königshof!” 20 Da schickte Isai seinen Sohn zu Saul und gab ihm Geschenke für den König mit: einen Esel, beladen mit Broten, einen Schlauch Wein und einen jungen Ziegenbock. 21 So kam David an Sauls Hof. Der König mochte ihn bald sehr gern und machte ihn zu seinem Waffenträger. 22 Darum bat er Isai: “Lass doch David endgültig in meinen Dienst treten, denn ich hätte ihn sehr gerne bei mir am Königshof!” 23 Immer wenn der böse Geist über Saul herfiel, griff David zur Harfe und begann zu spielen. Und immer wieder brachte die Musik Saul Erleichterung. Er fühlte sich besser, und der böse Geist ließ ihn in Ruhe.

1. Samuel 16

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