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Blackbox Urgeschichte – Genesis 1
In der neuen bibletunes-Fokus Staffel „Blackbox Urgeschichte – Genesis 1“ begeben wir uns auf eine intensive Reise an den Anfang vom Anfang. Wir öffnen die „Blackbox“ der biblischen Schöpfungsgeschichte – und begegnen Genesis 1 als ein Zeugnis, das nicht zuerst erklärt, wie die Welt genau entstanden ist, sondern bezeugt, wer gehandelt hat – und was die Welt durch ihn geworden ist. „Blackbox Urgeschichte –…
In der neuen bibletunes-Fokus Staffel „Blackbox Urgeschichte – Genesis 1“ begeben wir uns auf eine intensive Reise an den Anfang vom Anfang. Wir öffnen die „Blackbox“ der biblischen Schöpfungsgeschichte – und begegnen Genesis 1 als ein Zeugnis, das nicht zuerst erklärt, wie die Welt genau entstanden ist, sondern bezeugt, wer gehandelt hat – und was die Welt durch ihn geworden ist. „Blackbox Urgeschichte – Genesis 1“ lädt dazu ein, die ersten Verse der Bibel neu zu hören – mit exegetischer Sorgfalt, theologischer Tiefe und dem Blick auf dieses kraftvolle Bekenntnis zu Gott dem Vater, dem Allmächtigen, dem Schöpfer von Himmel und Erde.
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Sprecher
Ruben Sommer
Ruben ist, Theologiestudent, Sprecher und kreativer Kopf bei bibletunes. Neben seinen Aufgaben bei bibletunes arbeitet Ruben auch für FeedYourself.
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- Episode 01
- Blackbox Urgeschichte – Genesis 1 | „Film ab!“
Text:
In der neuen Staffel „Blackbox-Urgeschichte Genesis 1“ lädt uns Ruben Sommer dazu ein, das erste Kapitel der Bibel wie eine „Blackbox“ zu öffnen – als Schlüsseltext zu einem Anfang, den niemand miterlebt hat, der aber unser Verständnis von Gott, Welt und Mensch bis heute prägt. Mit „Blackbox-Urgeschichte Genesis 1“ wird auch ein neues Format bei bibletunes eingeführt: „bibletunes-Fokus“. In diesem Format geht es bewusst tiefer: Genesis 1 wird nicht nur gelesen und kommentiert, sondern intensiv, sprachlich, theologisch und historisch durchdacht. Gemeinsam wollen wir entdecken, welche Botschaft Gott durch dieses kunstvoll komponierte Anfangskapitel bis heute zu uns spricht.
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- Episode 02
- Blackbox Urgeschichte – Genesis 1,1 | Am Anfang (Teil 1)
Text:
Ruben Sommer nimmt uns mit direkt an den Anfang aller Anfänge – zu Genesis 1,1 und dem geheimnisvollen Wort „Bereschit“: „Am Anfang“. Dabei entfaltet er die spannende Frage, ob hier vom absoluten Anfang die Rede ist – also von Gottes Schöpfung aus dem Nichts – oder „nur“ vom Beginn einer bereits vorhandenen, aber ungeordneten Welt. Grammatikalisch, so zeigt er, lässt der hebräische Text beide Möglichkeiten zu – doch theologisch wird es brisant. Denn wenn Materie schon vor Gott da gewesen wäre, geriete Gottes Rolle als Ursprung allen Seins ins Wanken. Ruben plädiert deshalb für den absoluten Anfang und zeigt: der Text will nicht zuerst erklären, wie die Welt technisch entstand, sondern bezeugen, wer Gott ist – der souveräne Schöpfer, von dem alles kommt und dem alles untersteht.
Bibeltext:
1Im Anfang schuf Gott den Himmel und die Erde.
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- Episode 03
- Blackbox Urgeschichte – Genesis 1,1 | Am Anfang (Teil 2)
Text:
Ruben Sommer nimmt uns noch einmal ganz bewusst mit an den Anfang – zu Genesis 1,1 – und zeigt, warum es hier nicht um irgendeinen Anfang geht, sondern um den absoluten Anfang von allem. Anhand der hebräischen Begriffe „Bereschit“ und besonders des Verbs „bara“ macht er deutlich: Gottes Schaffen ist einzigartig, souverän und mit keinem menschlichen Tun vergleichbar – hier schimmert die Idee einer Schöpfung aus dem Nichts kraftvoll durch. Im Mittelpunkt steht Gott selbst als erstes Subjekt der Bibel: „Elohim“, der höchste, transzendente Gott, der Raum, Zeit und Materie übersteigt. Die Schöpfungsgeschichte will daher nicht naturwissenschaftlich oder mythologisch erzählen, sondern offenbaren, wer Gott ist – und wer die Welt durch ihn geworden ist. „Himmel und Erde“ bringen es auf den Punkt: Alles, was existiert, hat seinen Ursprung in ihm – und genau das macht diesen ersten Vers so gewaltig.
Bibeltext:
1Im Anfang schuf Gott den Himmel und die Erde.
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- Episode 04
- Blackbox Urgeschichte – Genesis 1,2 | Vom Chaos zur Ordnung (Teil 1)
Text:
In dieser Episode spricht Ruben Sommer über Genesis 1,2. Dieser Vers führt uns nicht in eine heile Welt, sondern mitten ins „Tohuwabohu“ der „unwirksamen und unbewohnten“ Erde: Dunkelheit, Wasserfluten, Leere – ein Zustand, der eher nach Chaos als nach Schöpfungsidylle klingt. Und genau das ist der Punkt. Der Text will uns den Anfang der Schöpfung nicht Naturwissenschaftlich erklären, sondern zeigen, was Gott tut: Er bringt Ordnung ins Durcheinander, Sinn in die Leere, Struktur in die Finsternis. Er spricht deshalb differenziert darüber, was die Existenz der Welt überhaupt bedeutet. Im Denken der damaligen Welt „existiert“ etwas erst dann wirklich, wenn es seine Aufgabe erfüllt – und Gott ist der, der der Welt ihre Aufgabe gibt. Genesis 1 enthält also ein kraftvolles Bekenntnis: Wo Gott handelt, wird aus Chaos Lebensraum – und aus Orientierungslosigkeit eine Welt mit Sinn.
Bibeltext:
2Und die Erde war unwirksam und unbewohnt und Finsternis bedeckte die Oberfläche der Urflut und der Geist Gottes wehte über der Oberfläche des Wassers.
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- Episode 05
- Blackbox Urgeschichte – Genesis 1,2 | Vom Chaos zur Ordnung (Teil 2)
Text:
Ruben Sommer vertieft in dieser Episode Genesis 1,2 und zeigt, dass dieser Vers nicht nur den chaotischen Ausgangszustand der Erde beschreibt, sondern theologisch vorbereitet, was Schöpfung eigentlich bedeutet. Die Erde ist „Tohuwabohu“ – lebensfeindlich, unwirksam und unbewohnt – ein Negativbild, das den Kontrast zu Gottes ordnendem Handeln sichtbar macht. Schöpfung wird dabei nicht als naturwissenschaftliche Erklärung, sondern als Offenbarung verstanden: Gott zeigt durch sein Handeln, wer er ist – der transzendente „Elohim“, der der Welt gegenübersteht und sich ihr zugleich barmherzig zuwendet. Indem Gott das Chaos in einen lebensfreundlichen Raum verwandelt, erweist sich Schöpfung als Rettungstat und als schöpferisches Ja zum Leben. So erscheint Gottes Macht nicht primär als Demonstration von Stärke, sondern als Ausdruck seiner Gnade und Barmherzigkeit gegenüber der Welt.
Bibeltext:
2Und die Erde war unwirksam und unbewohnt und Finsternis bedeckte die Oberfläche der Urflut und der Geist Gottes wehte über der Oberfläche des Wassers.
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- Episode 06
- Blackbox Urgeschichte – Genesis 1,3 | Es werde Licht!
Text:
Ruben Sommer führt in Genesis 1,3 ein und betont die zentrale Bedeutung der Licht-Symbolik als erstes Schöpfungswerk Gottes. Ausgehend vom chaotischen und finsteren Urzustand der Erde wird das Licht als erste göttliche Wandlung vom „Negative State“ zum „Positive State“ beschrieben, hervorgebracht allein durch Gottes wirksames Wort. Dieses Wort wird als schöpferisch und prophetisch verstanden: Gott spricht, und es geschieht unmittelbar, was seine Vollmacht unterstreicht. Theologisch wird das Licht als Ausdruck von Gottes Gegenwart gedeutet – Gott tritt vom Verborgenen ins Sichtbare und macht die Schöpfung zu einem kosmischen Tempel seiner Gegenwart. Zugleich grenzt sich der Text sowohl von altorientalischen Sonnenkulten als auch von einem rein naturwissenschaftlichen Weltverständnis ab, indem er das Licht nicht physikalisch erklärt, sondern metaphysisch als von Gott kommenden Ursprung und Voraussetzung allen Lebens deutet.
Bibeltext:
3Und Gott sprach: Es werde Licht! Und es wurde Licht.
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- Episode 07
- Blackbox Urgeschichte: Genesis 1,3-5 | Der erste Tag (Teil 1)
Text:
In dieser Episode tauchen wir tief in den ersten Schöpfungstag ein: Gott spricht – und Licht entsteht. Doch es geht um mehr als nur Helligkeit: Mit dem Licht beginnt Ordnung, Rhythmus und Leben selbst. Wenn Gott sieht, dass es „gut“ ist, bedeutet das kein nüchternes Prüfen, sondern ein kraftvolles Ja zur Welt. Aus Chaos wird Lebensraum, aus Finsternis Orientierung. Und genau hier beginnt die große Geschichte einer Welt, die von Gottes bejahendem Blick getragen wird.
Bibeltext:
3Und Gott sprach: Es werde Licht! Und es wurde Licht. 4Und Gott sah, dass das Licht gut war. Und Gott trennte das Licht von der Finsternis. 5Und Gott nannte das Licht Tag und die Finsternis Nacht. Und es wurde Abend und Morgen, der erste Tag.
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- Episode 08
- Blackbox Urgeschichte: Genesis 1,3-5 | Der erste Tag (Teil 2)
Text:
In dieser Episode wird der erste Schöpfungstag noch einmal lebendig: Gott trennt Licht und Finsternis – und plötzlich bekommt die Welt Struktur und Rhythmus. Aus Chaos wird Lebensraum, aus Lebensfeindlichkeit Verlässlichkeit. Indem Gott Tag und Nacht benennt, setzt er nicht nur Grenzen, sondern schenkt der Zeit selbst einen tragenden Takt – Abend und Morgen, immer wieder neu. Jeder Sonnenaufgang wird so zum Zeichen: Gottes schöpferisches „Es werde Licht“ gilt nicht nur am Anfang, sondern jeden einzelnen Tag. Die Schöpfung beginnt im Licht, geht durch die Nacht – und steuert auf ein endgültiges Licht zu.
Bibeltext:
3Und Gott sprach: Es werde Licht! Und es wurde Licht. 4Und Gott sah, dass das Licht gut war. Und Gott trennte das Licht von der Finsternis. 5Und Gott nannte das Licht Tag und die Finsternis Nacht. Und es wurde Abend und Morgen, der erste Tag.
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- Episode 09
- Blackbox Urgeschichte: Genesis 1,6-8 | Der zweite Tag
Text:
Am zweiten Schöpfungstag erschafft Gott durch sein Wort das „Gewölbe“ (Raqia), das die Wasser trennt und so einen neuen Lebensraum – den Himmel – schafft. Dabei handelt er zugleich prophetisch, priesterlich und königlich: Er spricht, scheidet das lebensförderliche vom lebensfeindlichen Chaos und weist dem Geschaffenen durch Namensgebung seine Funktion zu. Der Text will kein naturwissenschaftliches Weltbild vermitteln, sondern die funktionale und theologische Bedeutung dieses Himmelsraumes zeigen: Er begrenzt das Chaos und dient dem Leben. Durch den Vergleich mit Hesekiel 1 und Psalm 104 wird deutlich, dass das Himmelsgewölbe zugleich als Thronraum Gottes verstanden wird, von dem aus er über seine Schöpfung herrscht. So erscheint die Schöpfung als Tempel, in dem Gott Wohnung nimmt und königlich regiert – ein Gedanke, der auf den siebten Tag und Gottes Thronbesteigung zuläuft.
Bibeltext:
6Und Gott sprach: Es werde ein Gewölbe inmitten der Wasser, und es scheide zwischen Wassern und Wassern. Und es geschah so. 7Und Gott schuf das Gewölbe und er schied zwischen den Wassern, die unter dem Gewölbe waren, und den Wassern, die oberhalb des Himmelsgewölbes waren. 8Gott nannte das Gewölbe ‚Himmel‘, und es wurde Abend und Morgen, der zweite Tag.“
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- Episode 10
- Blackbox Urgeschichte: Genesis 1,9-13 | Der dritte Tag
Text:
Am dritten Schöpfungstag geschieht ein entscheidender Schritt: Gott sammelt die Wasser, sodass erstmals das trockene Land sichtbar wird. Erde und Meer bekommen ihren Platz – und Gott bestätigt: So ist es gut, so kann Leben entstehen. Dieses Zurückweichen der Wasser erinnert an andere große biblische Momente, etwa den Durchzug Israels durchs Meer, bei dem Gottes „Ruach“ – sein Wind und Geist – ebenfalls Raum für Leben schafft. Dann geschieht etwas Neues: Gott befiehlt der Erde selbst, Pflanzen, Samen und Fruchtbäume hervorzubringen, sodass eine fruchtbare Welt voller Wachstum und Vielfalt entsteht. Die Bühne für das Leben ist damit bereitet – eine Erde, die von Gott mit eigener Fruchtbarkeit und erstaunlicher Vielfalt ausgestattet ist.
Bibeltext:
9Und Gott sprach: Es soll sich das Wasser unterhalb des Himmels an einem Ort sammeln und das Trockene soll sichtbar werden! Und es geschah so. 10Und Gott nannte das Trockene Erde und die Sammlung des Wassers nannte er Meer. Und Gott sah, dass es gut war. 11Und Gott sprach: Die Erde lasse es Grün werden, mit Gras, Pflanzen, die Samen tragen, Fruchtbäume, die Früchte mit Samen tragen, jeder nach seiner Art. Und es geschah so. 12Und die Erde wurde Grün, brachte Gras hervor, Pflanzen, die Samen tragen, jede nach ihrer Art und Fruchtbäume, die Früchte tragen mit ihren Samen darin, jeder nach seiner Art. 13Und es wurde Abend und Morgen, der dritte Tag.
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- Episode 11
- Blackbox Urgeschichte: Genesis 1,14-19 | Der vierte Tag
Text:
Am vierten Schöpfungstag beginnt Gott, die zuvor geschaffenen Lebensräume zu bevölkern: Er setzt die Lichter an das Himmelsgewölbe – das größere für den Tag, das kleinere für die Nacht und dazu die Sterne. Auffällig ist, dass der Text sie nicht einmal beim Namen nennt; sie heißen schlicht „Lichtträger“, weil sie nicht selbst Quelle des Lichts sind, sondern das Licht Gottes widerspiegeln. Ihre Aufgabe ist es, Tag und Nacht zu unterscheiden, die Zeit zu ordnen und damit dem Leben auf der Erde Rhythmus und Struktur zu geben. In diesem Sinn erfüllen Sonne und Mond einen priesterlichen Dienst im „kosmischen Tempel“, indem sie unaufhörlich – ohne Worte – die Herrlichkeit Gottes verkünden, wie Psalm 19 beschreibt. Tag für Tag und Nacht für Nacht wird so sichtbar: Die Himmelskörper herrschen nicht aus eigener Macht, sondern als Diener unter der höheren Herrschaft Gottes.
Bibeltext:
14Und Gott sprach: Es sollen Lichter unterhalb des Himmelsgewölbes entstehen, die unterscheiden zwischen dem Tag und der Nacht. 15Und sie sollen ein Zeichen sein für Festzeiten und Tage und Jahre anzeigen. Und sie sollen Lichter sein am Himmelsgewölbe und über der Erde leuchten. Und es geschah so. 16Und Gott machte zwei grosse Lichter: ein grösseres Licht als Herrscher über den Tag, und ein kleineres als Herrscher über die Nacht, und die Sterne. 17Und Gott setzte sie an das Himmelsgewölbe, um auf der Erde leuchten. 18Und um zu herrschen über den Tag und die Nacht, und um zu scheiden zwischen dem Licht und der Finsternis. Und Gott sah, dass es gut war. 19Und es wurde Abend und Morgen, der vierte Tag.
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- Episode 12
- Blackbox Urgeschichte: Genesis 1,20-23 | Der fünfte Tag
Text:
In dieser Episode geht es um den fünften Schöpfungstag (Genesis 1,20–23). Nachdem Gott Himmel und Meer als Lebensräume geschaffen hat, füllt er sie nun mit Leben: Die Gewässer beginnen zu wimmeln von Lebewesen und Vögel fliegen über dem Himmel. Diese Geschöpfe werden im Hebräischen „nefesh chajja“ genannt – lebendige, atmende Wesen, die vollständig vom Geschenk des Lebens durch Gott abhängig sind. Besonders spannend ist auch die Erwähnung der großen Meereswesen („Taninim“), die an bekannte Bilder aus den Mythen des Alten Orients erinnern. Doch die Bibel deutet diese Motive neu: Selbst die größten und geheimnisvollsten Geschöpfe sind keine göttlichen Mächte, sondern Geschöpfe Gottes. So beginnt am fünften Schöpfungstag die Welt des lebendigen Lebens – der kosmische Tempel der Schöpfung wird erstmals mit atmenden Geschöpfen erfüllt.
Bibeltext:
20Und Gott sprach: „Das Wasser soll wimmeln voll von lebendigen Wesen und Vögel sollen fliegen über der Erde am Himmelsgewölbe“. 21Und Gott schuf die grossen Meeresungeheuer und alle schwimmenden Lebewesen, von denen es im Wasser wimmelt, jedes nach seiner Art und jeden Vogel mit Flügeln nach seiner Art und Gott sah, dass es gut war. 23Und er segnete sie und sprach zu ihnen: „Seid fruchtbar und vermehrt euch und füllt das Meer und die Vögel sollen sich vermehren über der Erde“. Und es wurde Abend und Morgen, der fünfte Tag.
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- Episode 13
- Blackbox Urgeschichte: Genesis 1,24-31 | Der sechste Tag
Text:
In dieser Episode wird der sechste Schöpfungstag aus Genesis 1,24–31 betrachtet, an dem Gott die Erde mit Landtieren und schließlich mit dem Menschen füllt. Die Landtiere werden in verschiedenen Kategorien geschaffen und stehen in besonderer Beziehung zur Erde, die ihnen durch ihre Fruchtbarkeit Leben und Nahrung ermöglicht. Der Mensch nimmt jedoch eine besondere Stellung ein: Als Ebenbild Gottes wird er beauftragt, gemeinsam mit Gott Verantwortung für die Schöpfung zu übernehmen und über sie zu herrschen. Gleichzeitig wird die Erde als zentraler Raum im „kosmischen Tempel“ dargestellt, in dem der Mensch eine priesterliche Aufgabe erhält. Abschließend wird die schwierige Frage aufgeworfen, wen Gott mit dem „Wir“ meint, wenn er sagt: „Wir wollen Menschen machen“, eine Frage, die in der Auslegung unterschiedlich beantwortet wird.
Bibeltext:
24Und Gott sprach: Die Erde soll Lebewesen hervorbringen, jedes nach seiner Art: Vieh und Kriechtiere und die wilden Tiere der Erde, jedes nach seiner Art. Und es geschah so. 25Und Gott machte die wilden Tiere der Erde nach ihren Arten, und das Vieh nach seinen Arten und alle Kriechtiere des Erdbodens nach seinen Arten. Und Gott sah, dass es gut war. 26Und Gott sagte: ‚Wir wollen Menschen machen als unser Ebenbild, das uns ähnlich ist, und sie sollen herrschen über die Fische im Meer und über die Vögel am Himmel und über das Vieh und über die ganze Erde und über alle Kriechtiere, die sich auf der Erde bewegen‘. 27Und Gott schuf den Menschen in seinem Ebenbild, im Ebenbild Gottes schuf er ihn, als Mann und Frau schuf er sie. 28Und Gott segnete sie und Gott sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und vermehrt euch, und füllt die Erde und unterwerft sie euch und herrscht über die Fische im Meer und über die Vögel am Himmel und über die ganze Tierwelt, die sich auf der Erde bewegt. 29Und Gott sagte: Seht, ich gebe euch alle Pflanzen, die samen Tragen, die auf der Erde wachsen und alle Bäume, die Früchte tragen, die Samen in sich haben, ihr sollt davon essen. 30Und allen Tieren der Erde und allen Vögeln des Himmels und allen Kriechtieren auf der Erde, in denen das Leben steckt, gebe ich alles Grün der Pflanzen zum Essen. Und es geschah so. 31Und Gott sah Alles, was er gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut! Und es wurde Abend und Morgen, der sechste Tag.
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- Episode 14
- Blackbox Urgeschichte: Genesis 1,26+27 | Der Mensch als Ebenbild Gottes in Ähnlichkeit
Text:
In dieser Episode beginnt eine vertiefte Auseinandersetzung mit Genesis 1,26–28 und der Frage, was es bedeutet, dass der Mensch als Ebenbild Gottes geschaffen ist. Ruben Sommer stellt verschiedene wichtige Deutungen aus der Auslegungsgeschichte vor: die Unterscheidung von Bild und Ähnlichkeit in der frühen Kirche, die Deutung über geistige Fähigkeiten des Menschen, eine mögliche körperliche Ähnlichkeit sowie eine funktionale und eine relationale Interpretation. Besonders hervorgehoben wird die funktionale Deutung, nach der der Mensch als Stellvertreter Gottes über die Schöpfung herrscht. Gleichzeitig wird die relationale Sicht erwähnt, die die Ebenbildlichkeit in der besonderen Beziehung zwischen Gott und Mensch sieht.
Bibeltext:
26Und Gott sagte: ‚Wir wollen Menschen machen als unser Ebenbild, das uns ähnlich ist, und sie sollen herrschen über die Fische im Meer und über die Vögel am Himmel und über das Vieh und über die ganze Erde und über alle Kriechtiere, die sich auf der Erde bewegen‘. 27Und Gott schuf den Menschen in seinem Ebenbild, im Ebenbild Gottes schuf er ihn, als Mann und Frau schuf er sie. 28Und Gott segnete sie und Gott sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und vermehrt euch, und füllt die Erde und unterwerft sie euch und herrscht über die Fische im Meer und über die Vögel am Himmel und über die ganze Tierwelt, die sich auf der Erde bewegt.
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- Episode 15
- Blackbox Urgeschichte: Genesis 1,26+27 | Der Mensch als Ebenbild Gottes in Funktion
Text:
In dieser Episode wird die Funktion der Ebenbildlichkeit des Menschen weiter vertieft. Der Begriff „Selem“ (Ebenbild) wird im Alten Orient oft für Statuen oder Herrschaftsbilder von Göttern oder Königen verwendet, die deren Gegenwart und Autorität repräsentierten. Vor diesem Hintergrund bedeutet die Aussage über den Menschen in Genesis 1, dass er als lebendige Repräsentation Gottes innerhalb der Schöpfung eingesetzt wird. Der Mensch steht damit zwischen Gott und der Welt: Er empfängt seine Berufung von Gott und übernimmt Verantwortung für die Schöpfung. Diese Würde gilt nicht nur für einen König oder eine Elite, sondern für alle Menschen, die dazu berufen sind, Gottes gute Herrschaft sichtbar zu machen.
Bibeltext:
26Und Gott sagte: ‚Wir wollen Menschen machen als unser Ebenbild, das uns ähnlich ist, und sie sollen herrschen über die Fische im Meer und über die Vögel am Himmel und über das Vieh und über die ganze Erde und über alle Kriechtiere, die sich auf der Erde bewegen‘. 27Und Gott schuf den Menschen in seinem Ebenbild, im Ebenbild Gottes schuf er ihn, als Mann und Frau schuf er sie.
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- Episode 16
- Blackbox Urgeschichte: Genesis 1,28 | Der Auftrag des Menschen
Text:
Warum hat Gott den Menschen eigentlich geschaffen? Genesis 1 gibt darauf eine überraschend große Antwort: Der Mensch soll die Erde mit Gottes Ebenbildern füllen und als Stellvertreter Gottes für die Schöpfung Verantwortung tragen. Doch „Herrschaft“ bedeutet hier nicht Macht oder Ausbeutung, sondern den Auftrag, Leben zu schützen, zu bewahren und zum Aufblühen zu bringen. Der Mensch steht damit zwischen Gott und der Welt – als königlicher Verwalter und priesterlicher Diener der Schöpfung. Und genau hier beginnt die spannende Frage: Was bedeutet dieser Auftrag für unser Leben heute?
Bibeltext:
28Und Gott segnete sie und Gott sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und vermehrt euch, und füllt die Erde und unterwerft sie euch und herrscht über die Fische im Meer und über die Vögel am Himmel und über die ganze Tierwelt, die sich auf der Erde bewegt.
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- Episode 17
- Blackbox Urgeschichte: Genesis 2,1-3 | Der siebte Tag
Text:
Was bedeutet es eigentlich, dass Gott am siebten Tag „ruhte“? In dieser Episode zeigt sich, dass Gottes Ruhe nichts mit Erschöpfung zu tun hat, sondern mit der Vollendung seines Werkes. Der siebte Tag markiert den Moment, in dem Gott gewissermaßen in seinen kosmischen Tempel einzieht und von dort aus über die Schöpfung regiert. Dadurch wird die Welt nicht nur als geschaffen beschrieben, sondern als ein Raum, der von Gottes Gegenwart erfüllt ist. Und genau deshalb wird der siebte Tag zum eigentlichen Höhepunkt der gesamten Schöpfungsgeschichte.
Bibeltext:
1So wurden vollendet Himmel und Erde in ihrer ganzen Vielzahl. 2Und Gott vollendete am siebten Tag sein Werk, das er gemacht hatte und er ruhte am siebten Tag von all seinem Werk, das er gemacht hatte. 3Und Gott segnete den siebten Tag, und er heiligte ihn, denn an ihm ruhte er von all seinem Werk, das Gott geschaffen hatte, indem er es machte.
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- Episode 18
- Blackbox Urgeschichte: Genesis 1 | Talk-Special: „Den Schöpfungsbericht vom Glaubensbekenntnis her verstehen“ (mit Prof. Dr. Benjamin Kilchör)
Text:
In diesem Talk-Special wird im Gespräch mit Prof. Benjamin Kilchör eine spannende Perspektive auf Genesis 1 eröffnet: Der Schöpfungsbericht will weniger erklären, wie die Welt entstanden ist, sondern vielmehr, was sie bedeutet. Genesis 1,1 beschreibt dabei nicht nur einen Anfang, sondern die grundlegende Unterscheidung zwischen sichtbarer und unsichtbarer Wirklichkeit – ein Schlüssel für die gesamte biblische Theologie. Besonders herausfordernd ist die Frage, wie wir moderne naturwissenschaftliche Denkweisen mit dem antiken Weltbild der Bibel zusammenbringen können. Der Text lädt dazu ein, die Schöpfung wie eine Sprache zu lesen, die etwas über Gott offenbart. Und genau hier beginnt eine ganz neue Art, die Welt zu sehen.
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- Episode 19
- Blackbox Urgeschichte: Genesis 1 | Sonderfolge I: „Siehe, ich mache alles neu“
Text:
Was meint Gott eigentlich, wenn er in Bezug auf die neue Schöpfung in der Offenbarung sagt: „Siehe, ich mache alles neu“? Diese Episode zeigt, dass biblisches „Neu“ weder einfach Rückkehr zum Alten noch bloße Verbesserung ist, sondern ein radikal schöpferisches Handeln Gottes – etwas völlig Nie-Dagewesenes. Von der Schöpfung in Genesis über die Geschichte Israels bis hin zu Jesus zieht sich ein roter Faden: Gott schafft Leben mitten im Chaos und verwandelt Wüste in Lebensraum. Dabei wird deutlich, dass die Bibel die Weltgeschichte nicht als Kreislauf, sondern als Weg auf ein Ziel hin versteht – von Anfang zur Vollendung. Und überraschend: Der entscheidende Wendepunkt dieser neuen Schöpfung liegt nicht erst am Ende, sondern bereits im Kreuz Jesu.
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- Episode 20
- Blackbox Urgeschichte: Genesis 1 | Talk Special: „Glaube vs. Naturwissenschaft?“ mit Timon Baltisberger
Text:
Was adressiert Genesis 1: Glaube oder Naturwissenschaft? In dieser Episode wird im Gespräch mit Physik-Doktorand Timon Baltisberger deutlich, dass sich Glaube und Naturwissenschaft nicht widersprechen müssen, sondern sich gegenseitig bereichern können. Die Beschäftigung mit der Physik hat sein Gottesbild vor allem darin verändert, dass er die Größe und Unbegreiflichkeit Gottes noch tiefer erkannt hat. Gleichzeitig führte das wissenschaftliche Denken zu kritischen Fragen und einem reiferen, reflektierteren Glauben. Genesis wird dabei nicht als naturwissenschaftlicher Bericht verstanden, sondern als theologische Deutung der Wirklichkeit, die nach Sinn und Ursprung fragt. Der Austausch zeigt: Man kann wissenschaftlich denken und gleichzeitig staunend glauben.
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- Episode 21
- Blackbox Urgeschichte: Genesis 1 | Sonderfolge II: Altorientalische Schöpfungsmythen und die Bibel
Text:
In dieser Episode nimmt uns Ruben Sommer mit auf eine faszinierende Entdeckungsreise: Im Alten Orient gab es Mythen und Epen, die erstaunlich ähnliche Geschichten erzählen wie die Bibel – und das sorgt erstmal für ordentlich Spannung. Doch statt Angst vor diesen Parallelen zu machen, zeigt sich schnell: Genau hier könnte der Schlüssel liegen, die Bibel tiefer zu verstehen. Am Beispiel dreier Mythen aus dem Antiken Orient wird deutlich, wie anders die Welt dort gedacht wird. Und genau im Vergleich beginnt es zu knistern: Was macht die Bibel eigentlich anders? Die Antwort darauf verspricht nicht nur Erkenntnis – sondern echtes Staunen.
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- Episode 22
- Blackbox Urgeschichte: Genesis 1 | Talk Special: „Was glaubst du?“ (Mit Jens Kaldewey und Samuel Weber)
Text:
In diesem Talkspecial mit Samuel Weber und Jens Kaldewey kommen verschiedene persönliche Zugänge zu Genesis 1 zur Sprache, die zeigen, wie unterschiedlich Menschen diesen Text verstehen und erleben. Während Samuel vor allem die Kernaussagen betont – Gott als Schöpfer und den Menschen als Ebenbild Gottes –, schildert Jens einen langen Weg zwischen Zweifel, theologischer Prägung und neuen Einsichten. Besonders prägend für ihn wurde die Erkenntnis der Größe Gottes, die über alle einfachen oder zu komplizierten Erklärungen hinausgeht. Beide heben hervor, dass Genesis 1 nicht nur ein Text über Ursprung ist, sondern zutiefst mit Gottesbeziehung und Lobpreis zu tun hat. Im Verlauf des Gesprächs zeigt sich, wie der Text Menschen existenziell herausfordert und gleichzeitig neu zum Staunen über Gott führt.
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- Episode 23
- Blackbox Urgeschichte: Genesis 1 | FAQ
Text:
In dieser Episode wird es persönlich und interaktiv: Ruben greift eure Fragen zur Genesis-Staffel auf und geht auf Themen ein, die euch beim Hören über den Inhalt hinaus beschäftigt haben. Diese Episode ist ein gemeinsames Weiterdenken – ehrlich, offen und suchend. Sie lädt dich ein, mit deinen eigenen Fragen nicht allein zu bleiben, sondern tiefer einzutauchen und neue Perspektiven zu entdecken.
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- Episode 24
- Blackbox Urgeschichte: Genesis 1 | Unser Weg mit Genesis 1 (mit Detlef Kühlein)
Text:
In dieser letzten Episode wird es nochmal richtig persönlich: Ruben und Detlef schauen gemeinsam zurück auf die Reise durch Genesis 1 – mit all ihren Entdeckungen, Fragen und Aha-Momenten. Sie sprechen darüber, wie aus einer Idee ein Format geworden ist, das bewusst langsamer, tiefer und intensiver hinschaut – und warum genau das so wertvoll ist. Man spürt: Diese Staffel war mehr als nur Lehre – sie war ein gemeinsames Lernen, Staunen und Ringen um den Text. Und sie macht Lust darauf, die Bibel selbst neu zu entdecken – nicht nur schnell drüberzulesen, sondern wirklich einzutauchen.
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Erschienen am: 23. Februar 2026
Bibelübersetzung:
© 1986, 1996, 2002 International Bible Society. Übersetzung, Herausgeber und Verlag: Brunnen Verlag, Basel und Gießen. Alle Rechte, insbesondere des Nachdrucks, der auszugsweisen Wiedergabe größerer Texte der Übersetzung, der Speicherung auf Datenträger bzw. der Einspeisung in öffentliche und nichtöffentliche Datennetze in jeglicher Form, der Funksendung, der Microverfilmung oder der Vervielfältigung auf anderen Wegen sind ausdrücklich vorbehalten.
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