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Deuteronomium

„Durch diese Gebote sollt ihr leben!“ – dieser Satz prägt das ganze 5. Buch Mose. Am Ostufer des Jordan, nach 40 Jahren Wüste und vor dem Einzug ins verheißene Land, legt Mose dem Volk Israel noch einmal Gottes Gebote aus – als lebendiges Wort für eine neue Generation. In dieser Staffel liest du Dewarim („Worte“) Kapitel für Kapitel: Jörg Pasquay liest mit dir den…

„Durch diese Gebote sollt ihr leben!“ – dieser Satz prägt das ganze 5. Buch Mose. Am Ostufer des Jordan, nach 40 Jahren Wüste und vor dem Einzug ins verheißene Land, legt Mose dem Volk Israel noch einmal Gottes Gebote aus – als lebendiges Wort für eine neue Generation. In dieser Staffel liest du Dewarim („Worte“) Kapitel für Kapitel: Jörg Pasquay liest mit dir den Toratext, Detlef Kühlein fragt anschließend, wo Jesus darin zu finden ist. So liest du die Tora mit Jesus. Dazu gibt es einmal pro Woche ein PDF „Schlüssel für ein neues Bibellesen“ zum Vertiefen. Lass dich mit hineinnehmen in diese Worte, die bis heute Leben schenken.

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    Detlef Kühlein

    Detlef ist der Erfinder und Produzent von bibletunes. Er träumt davon, dass jeder Mensch einen Zugang zur Bibel bekommt. Mit bibletunes wird dieser Traum wahr ...

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      • Episode 01
      • Deuteronomium (5. Mose) | Einführung in die Staffel

      Text:

      Warum war ausgerechnet das 5. Buch Mose eines der Lieblingsbücher von Jesus?
      Zum Staffelstart nimmt dich Detlef Kühlein mit hinein in Dewarim („Worte“) – das große Finale der Tora, in dem Mose der neuen Generation Gottes Gesetz noch einmal neu auslegt, bevor Israel ins verheißene Land zieht.
      In dieser Staffel bekommst du jeden Tag zwei Episoden: Zuerst liest dir Jörg Pasquay ein ganzes Kapitel als Hörbibel vor, danach teilt Detlef Kühlein seine Impulse dazu – und entdeckt mit dir, wie Jesus dieses Buch gelesen hat. Dazu gibt es jeden Freitag ein PDF zum Vertiefen.
      Lass dich mit hineinnehmen in diese Worte, die bis heute Leben schenken.

       

       

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      • Episode 02
      • 5. Mose 1,1-46 | PUR (Gelesen von Jörg Pasquay)

      Text:

      Gelesen von Jörg Pasquay aus der Neuen Genfer Übersetzung (NGÜ)

      Bibeltext:

      1 In diesem Buch sind die Reden aufgeschrieben, die Mose an das Volk Israel richtete, als es östlich des Jordans lagerte, in der moabitischen Steppe gegenüber von Suf, zwischen Paran, Tofel, Laban, Hazerot und Di-Sahab. 2 – Vom Berg Horeb über das Bergland Seïr bis nach Kadesch-Barnea sind es elf Tagesreisen. – 3 Im vierzigsten Jahr ´nach ihrem Auszug aus Ägypten`, am ersten Tag des elften Monats, erinnerte Mose die Israeliten an alle Gebote und Anweisungen, die er vom HERRN empfangen und an sie weitergegeben hatte. 4 Vorher hatten die Israeliten unter Moses Führung den Amoriterkönig Sihon aus Heschbon besiegt sowie Og, den König von Baschan, der in den Städten Aschtarot und Edreï regiert hatte. 5 Im Gebiet der Moabiter, östlich des Jordans, legte Mose dem Volk das Gesetz aus. Er begann: 6 Der HERR, unser Gott, hat am Berg Horeb zu uns gesagt: »Ihr habt euch nun lange genug an diesem Berg aufgehalten. 7 Brecht eure Zelte ab und zieht zu den Amoritern im Bergland ´von Kanaan` und zu ihren Nachbarvölkern, die im Jordantal, in den Bergen, im ´westlichen` Hügelland, in der Wüste Negev und an der Mittelmeerküste wohnen. ´Erobert` das Land Kanaan und das Libanongebirge, bis hinauf zum großen Strom Eufrat. 8 Hiermit gebe ich euch dieses ganze Gebiet – es liegt offen vor euch. Zieht hinein und nehmt es in Besitz! Es ist das Land, das ´ich`, der HERR, bereits euren Vorfahren Abraham, Isaak und Jakob mit einem Eid zugesagt habe, ´als bleibenden Besitz` für sie und ihre Nachkommen.« 9 Damals ´am Berg Horeb` sagte ich zu euch: »Ich alleine kann ´die Verantwortung für` euch nicht mehr tragen. 10 Der HERR, euer Gott, hat euch so zahlreich werden lassen wie die Sterne am Himmel, 11 und er möge euer Volk noch tausendmal größer werden lassen. Der Gott eurer Vorfahren möge euch segnen, wie er es zugesagt hat. 12 Aber wie soll ich es schaffen, all eure Sorgen und Nöte zu tragen und eure Streitfälle ´zu schlichten`? 13 Wählt unter euren Stammes- und Sippenoberhäuptern weise und fähige Männer aus, die ich als Schiedsleute über euch einsetzen kann.« 14 Ihr wart damit einverstanden. 15 Also setzte ich die weisen und erfahrenen Oberhäupter, ´die ihr ausgewählt hattet`, zu Schiedsleuten ein. Sie waren verantwortlich für jeweils tausend, hundert, fünfzig oder zehn ´Männer mit ihren Familien`. 16 Ich übertrug ihnen das Richteramt und befahl ihnen: »Hört euch die Streitfälle an und sprecht gerechte Urteile. Dabei darf es keine Rolle spielen, ob die Beteiligten zum Volk Israel gehören oder Fremde sind. 17 Lasst euch vor Gericht nicht davon beeinflussen, wen ihr vor euch habt. Hört die einfachen Leute genauso an wie die einflussreichen und vornehmen. Fürchtet euch vor niemand, denn vor Gericht handelt ihr in Gottes Auftrag. Ist euch ein Fall zu schwierig, dann kommt damit zu mir, und ich werde ihn entscheiden.« 18 Ich gab euch damals auch noch viele andere Anweisungen, die ihr befolgen solltet. 19 Nach dem Befehl des HERRN, unseres Gottes, verließen wir also den Berg Horeb und machten uns auf den Weg zum Bergland der Amoriter. Wir zogen durch die große und schreckliche Wüste, an die ihr euch nur zu gut erinnert. Als wir Kadesch-Barnea erreicht hatten, 20 sagte ich zu euch: »Ihr seid jetzt bis zum Bergland der Amoriter gekommen, das der HERR, unser Gott, uns geben wird. 21 Schaut euch um! Der HERR gibt euch dieses Land – es liegt offen vor euch. Also zieht los und nehmt es ein! So hat der HERR, der Gott eurer Vorfahren, es euch aufgetragen. Habt keine Angst und lasst euch nicht einschüchtern.« 22 Aber ihr alle kamt zu mir mit der Bitte: »Wir würden lieber einige Männer vorausschicken, die das Land für uns erkunden. Sie sollen uns sagen, welchen Weg wir am besten einschlagen und welche Städte wir dort antreffen.« 23 Dieser Vorschlag fand meine Zustimmung, und so bestimmte ich zwölf Männer, aus jedem Stamm einen. 24 Sie machten sich auf den Weg ins Bergland und erkundeten es bis zum Eschkol-Tal. 25 Bei ihrer Rückkehr brachten sie einige Früchte des Landes mit und erstatteten uns Bericht. Sie sagten: »Das Land, das der HERR, unser Gott, uns gibt, ist ein gutes Land!« 26 Ihr aber wolltet nicht hineinziehen, ihr habt euch dem Befehl des HERRN, eures Gottes, widersetzt. 27 In euren Zelten habt ihr gejammert und geklagt: »Der HERR hasst uns. Er hat uns nur aus Ägypten geführt, um uns den Amoritern auszuliefern. Sie werden uns vernichten! 28 Wohin sollen wir denn jetzt gehen? Unsere Kundschafter haben uns allen Mut genommen. Sie haben uns erzählt: ›Die Menschen, die wir dort gesehen haben, sind größer und stärker als wir! Sie haben große Städte, deren Mauern bis zum Himmel reichen. Sogar Anakiter haben wir dort gesehen!‹« 29 Aber ich entgegnete euch: »Erschreckt nicht und habt keine Angst vor ihnen! 30 Der HERR, euer Gott, wird vor euch herziehen und für euch kämpfen. Ihr habt erlebt, was er in Ägypten für euch getan hat. 31 Und auch in der Wüste habt ihr erfahren, wie der HERR, euer Gott, euch den ganzen Weg bis hierher getragen hat wie ein Vater sein Kind.« 32 Trotzdem habt ihr dem HERRN, eurem Gott, nicht vertraut. 33 Dabei ist er den ganzen Weg vor euch hergezogen, um die Lagerplätze auszusuchen ´und euch zu führen`: bei Tag in einer Wolke und bei Nacht in einem Feuer, das euren Weg erleuchtete. 34 Der HERR hörte euer Gejammer. Er wurde zornig und schwor: 35 »Nicht ein Einziger aus dieser widerspenstigen Generation wird das gute Land sehen, das ich euren Vorfahren mit einem Eid versprochen habe! 36 Nur Kaleb, der Sohn Jefunnes, wird es betreten. Ihm und seinen Nachkommen werde ich das Gebiet geben, das er erkundet hat. Denn er hat mir, dem HERRN, von ganzem Herzen vertraut.« 37 Auch auf mich war der HERR euretwegen zornig. Er sagte zu mir: »Du wirst das Land ebenfalls nicht betreten! 38 An deiner Stelle wird Josua, der Sohn Nuns, der dir zur Seite steht, hineingehen. Ermutige ihn, denn er soll das Land ´erobern und es` unter den Israeliten als Erbbesitz verteilen.« 39 ´Und zu euch sagte der HERR:` »Eure kleinen Kinder, die noch nicht zwischen Gut und Böse unterscheiden können und von denen ihr befürchtet, dass sie den Feinden in die Hände fallen – sie werden in das Land hineinkommen. Ihnen werde ich es geben, und sie werden es in Besitz nehmen. 40 Ihr aber müsst wieder umkehren und in die Wüste Richtung Schilfmeer ziehen.« 41 Da sagtet ihr zu mir: »Wir haben gegen den HERRN gesündigt! Wir sind jetzt doch bereit, ´in das Bergland von Kanaan` zu ziehen und zu kämpfen, wie der HERR, unser Gott, es uns befohlen hat.« Jeder griff zu seinen Waffen, und ihr meintet, ihr könntet problemlos das Bergland erobern. 42 Aber der HERR befahl mir, euch auszurichten: »Zieht nicht ins Land und kämpft nicht, denn ich werde euch nicht beistehen! Eure Feinde werden euch besiegen.« 43 Doch ihr wolltet nicht auf meine Warnung hören. Ihr widersetztet euch dem Befehl des HERRN. Denn ihr hattet es euch in den Kopf gesetzt, in das Bergland hinaufzuziehen. 44 Doch die Amoriter, die das Bergland bewohnten, kamen euch entgegen und fielen wie ein Bienenschwarm über euch her. Sie schlugen euch in die Flucht ´und jagten euch` durch das Gebiet von Seïr bis nach Horma. 45 Ihr kehrtet zurück ´nach Kadesch` und weintet vor dem HERRN. Aber er hörte nicht auf euer Gejammer und gab euch keine Antwort mehr. 46 Ihr bliebt dann eine lange Zeit in Kadesch.

       

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      • Episode 03
      • 5. Mose 1 | Gott sorgt für dich in der Wüste

      Text:

      Kennst du das Gefühl, in einer langen Wartezeit festzustecken? Das Volk Israel hat 40 Jahre in der Wüste verbracht, bevor es ins verheißene Land ziehen konnte. Mose erinnert die Israeliten an die Treue Gottes, der sie während dieser Zeit nie verlassen hat. Auch wir können darauf vertrauen, dass Gott uns in unseren Herausforderungen begleitet und für uns sorgt. Lass dich ermutigen, auch in deiner Wüste auf Gottes Verheißungen zu vertrauen.

       

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      • Episode 04
      • 5. Mose 2,1–37 | PUR (Gelesen von Jörg Pasquay)

      Text:

      Gelesen von Jörg Pasquay aus der Neuen Genfer Übersetzung (NGÜ)

       

      Bibeltext:

      1 Danach machten wir kehrt und zogen ´wieder` in die Wüste Richtung Schilfmeer, so wie der HERR es mir befohlen hatte. Lange Zeit wanderten wir ´im Gebiet rings um` das Bergland Seïr umher. 2 Schließlich sagte der HERR zu mir: 3 »Ihr seid nun lange genug um dieses Bergland gezogen. Wendet euch jetzt nach Norden! 4 Gib dem Volk folgende Weisung: Ihr zieht nun durch das Gebiet eures Brudervolkes Edom, das im Bergland Seïr wohnt. Sie werden Angst vor euch haben, aber hütet euch davor, 5 mit ihnen Krieg anzufangen! Ich werde euch keinen Fußbreit von ihrem Land geben, denn das Bergland Seïr habe ich Esau ´und seinen Nachkommen` als bleibenden Besitz gegeben. 6 Wenn ihr ´unterwegs` Essen und Trinkwasser braucht, dann sollt ihr es ihnen bezahlen.« 7 ´Das konntet ihr`, denn der HERR, euer Gott, hat euch gesegnet bei allem, was ihr getan habt. Er hat für euch gesorgt, als ihr durch diese große Wüste gezogen seid. Die ganzen vierzig Jahre hat er euch begleitet, und es hat euch an nichts gefehlt. 8 So wandten wir uns ´nordwärts`. Aber wir zogen nicht direkt durch das Bergland Seïr, wo unser Brudervolk Edom wohnt, und folgten auch nicht der Straße, die von Elat und Ezjon-Geber durch die lange Senke ´nach Norden` führt. Stattdessen wählten wir den Weg durch die Wüste in Richtung Moab. 9 Der HERR sagte zu mir: »Behandelt die Moabiter nicht als Feinde und fangt keinen Krieg mit ihnen an! Auch von ihrem Land werde ich euch nichts geben, denn sie sind Nachkommen Lots und ich habe ihnen das Gebiet von Ar als bleibenden Besitz zugesprochen.« 10 – Früher hatten dort die Emiter gewohnt, ein zahlreiches und mächtiges Volk, dessen Männer so hochgewachsen waren wie die Anakiter 11 und die ebenso wie die Anakiter zum Geschlecht der Rafaïter gehörten. Den Namen Emiter gaben ihnen die Moabiter. 12 Im Bergland Seïr lebten früher die Horiter. Aber die Nachkommen Esaus vertrieben und vernichteten sie und nahmen ihr Land in Besitz, so wie die Israeliten es später mit dem Land machten, das der HERR ihnen gab. – 13 ´Der Herr befahl uns:` »Brecht ´wieder` auf und überquert den Bach Sered.« Das taten wir. 14 Seit unserem Aufbruch von Kadesch-Barnea bis zu dem Tag, als wir den Bach Sered durchquerten, waren 38 Jahre vergangen. Inzwischen lebte keiner mehr von der Generation, die damals im wehrfähigen Alter gewesen war – genau wie der HERR es ihnen geschworen hatte. 15 Er hatte sich gegen sie gewandt und dafür gesorgt, dass im ganzen Volk keiner von ihnen übrig blieb. 16 Sie waren alle gestorben. 17 Der HERR sagte zu mir: 18 »Heute werdet ihr in der Nähe ´der Stadt` Ar das Gebiet der Moabiter durchqueren 19 und an die Grenze der Ammoniter kommen. Behandelt auch die Ammoniter nicht als Feinde und fangt keinen Krieg mit ihnen an. Auch von ihrem Land werde ich euch nichts geben, denn auch sie sind Nachkommen Lots und ich habe ihnen ihr Gebiet als bleibenden Besitz zugesprochen.« 20 – Auch in ihrem Gebiet hatten früher die Rafaïter gelebt. Die Ammoniter bezeichneten sie als Samsummiter. 21 Sie waren ein mächtiges und großes Volk, dessen Menschen so hochgewachsen waren wie die Anakiter. Aber der HERR hatte sie in die Gewalt der Ammoniter gegeben, die sie vernichtet und sich an ihrer Stelle dort niedergelassen hatten. 22 Auf ähnliche Weise hatte er den Nachkommen Esaus geholfen, sich im Bergland von Seïr anzusiedeln: Mit seiner Hilfe hatten sie die Horiter vernichtet und sich an ihrer Stelle dort niedergelassen. Bis heute leben sie dort. 23 Genauso war es den Awitern ergangen, die in der Umgebung von Gaza in Dörfern gewohnt hatten: Als die Philister aus Kaftor ausgewandert waren, hatten sie die Awiter vernichtet und sich an ihrer Stelle dort angesiedelt. – 24 ´Der HERR befahl uns:` »Brecht ´wieder` auf und überquert den Fluss Arnon. Hiermit gebe ich den Amoriterkönig Sihon von Heschbon und sein ganzes Land in eure Gewalt. Greift ihn an und nehmt sein Land in Besitz! 25 Von heute an will ich alle Völker der Erde euretwegen in Angst und Schrecken versetzen. Wenn sie von euch hören, werden sie aus Furcht vor euch zittern und beben.« 26 Da schickte ich von der Wüste Kedemot aus Boten zu König Sihon nach Heschbon und ließ ihn freundlich bitten: 27 »Gestatte uns, durch dein Land zu ziehen! Wir wollen nur die Straße benutzen und weder nach rechts noch nach links davon abweichen. 28 Was wir an Nahrung und Wasser brauchen, werden wir bezahlen. Wir wollen nichts weiter als durchziehen, 29 so wie es uns die Edomiter beim Bergland Seïr und die Moabiter im Gebiet von Ar gestattet haben. Unser Ziel ist das Land auf der anderen Seite des Jordans, das der HERR, unser Gott, uns geben will.« 30 Aber Sihon, der König von Heschbon, wollte uns nicht durch sein Land ziehen lassen. Der HERR, euer Gott, hatte ihn unnachgiebig und hartherzig gemacht. Denn er wollte ihn in eure Gewalt geben, wie es dann auch tatsächlich geschehen ist. 31 Der HERR sagte zu mir: »Ich habe gehandelt und Sihon und sein Land an euch ausgeliefert. Nun handelt auch ihr: Zieht los und nehmt sein Land in Besitz!« 32 Sihon zog uns mit seinem Heer nach Jahaz entgegen, um gegen uns zu kämpfen. 33 Aber der HERR, unser Gott, gab ihn in unsere Gewalt, und wir töteten ihn, seine Söhne und alle seine Kämpfer. 34 Wir nahmen alle seine Städte ein und vollstreckten den Bann an ihren Bewohnern: Wir töteten alle Männer, Frauen und Kinder – keinen ließen wir am Leben. 35 Nur das Vieh und die Beute aus den Städten nahmen wir mit. 36 Von ´der Stadt` Aroër oben am Rand des Arnontals und der Stadt unten am Arnon selbst bis hin zum Gebiet von Gilead gab es keine Stadt, die sich gegen uns behaupten konnte – alle gab der HERR, unser Gott, in unsere Gewalt. 37 Vom Land der Ammoniter jedoch hielten wir uns fern ´und besetzten` weder das Gebiet zu beiden Seiten des Flusses Jabbok noch die Städte im angrenzenden Bergland. Denn der HERR hatte es uns ausdrücklich verboten.

       

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      • Episode 05
      • 5. Mose 2 | Gottes Führung im Unbekannten

      Text:

      Wie gehst du mit der Ungewissheit deines Weges um? Die Israeliten ziehen durch die Wüste, geleitet von Gottes Weisungen. Sie erfahren, wie wichtig Respekt und Rücksichtnahme auf andere Völker sind und wie Gott sie trotz ihrer Umwege führt. Diese Episode zeigt, dass auch in schwierigsten Zeiten Gottes Hand über uns bleibt.

       

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      • Episode 06
      • 5. Mose 3,1–29 | PUR (Gelesen von Jörg Pasquay)

      Text:

      Gelesen von Jörg Pasquay aus der Neuen Genfer Übersetzung (NGÜ)

       

      Bibeltext:

      1 Wir zogen dann weiter in Richtung Baschan. Aber Og, der König von Baschan, zog uns mit seinem ganzen Heer entgegen, um bei Edreï gegen uns zu kämpfen. 2 Da sagte der HERR zu mir: »Hab keine Angst vor ihm! Ich gebe ihn, sein ganzes Volk und sein Land in deine Gewalt. Vernichte ihn wie den Amoriterkönig Sihon, der in Heschbon regierte.« 3 Der HERR, unser Gott, gab Og, den König von Baschan, und sein gesamtes Heer in unsere Gewalt. Wir töteten ihn ´und alle seine Kämpfer`, kein Einziger entkam. 4 Damals nahmen wir alle seine Städte ein, insgesamt sechzig – das ganze Gebiet von Argob im Königreich Baschan. Keine Stadt blieb verschont, 5 obwohl sie alle mit hohen Mauern und verriegelbaren Toren befestigt waren. Dazu kamen noch viele Ortschaften auf dem Land. 6 Wir vollstreckten den Bann an ihnen und töteten die gesamte Bevölkerung – Männer, Frauen und Kinder –, so wie wir es im Land König Sihons von Heschbon getan hatten. 7 Nur das Vieh und die Beute aus den Städten nahmen wir mit. 8 So eroberten wir in jener Zeit das Land der beiden Amoriterkönige östlich des Jordans, vom Arnontal bis zum Berg Hermon. 9 – Diesen Berg nennen die Sidonier Sirjon, und die Amoriter nennen ihn Senir. – 10 Wir nahmen alle Städte der Hochebene ´nördlich des Arnons` ein, dazu das ganze Gebiet Gilead und die ganze Landschaft Baschan bis zu den Städten Salcha und Edreï, die zum Reich König Ogs von Baschan gehört hatten. 11 – Og war der letzte Überlebende vom Geschlecht der Rafaïter. Sein eiserner Sarg steht noch heute in Rabba, der Hauptstadt der Ammoniter. Er ist viereinhalb Meter lang und zwei Meter breit. – 12 Nachdem wir diese beiden Königreiche erobert hatten, gab ich das Gebiet ´nördlich von` Aroër und vom Fluss Arnon – also die ´südliche` Hälfte des Berglandes Gilead mit allen dazugehörenden Städten – den Stämmen Ruben und Gad ´als bleibenden Besitz`. 13 Die ´nördliche` Hälfte des Berglandes Gilead und ganz Baschan einschließlich des Gebiets Argob, des Landes von König Og, gab ich der einen Hälfte des Stammes Manasse. – Die Landschaft Baschan wird auch als »Land der Rafaïter« bezeichnet. 14 Jaïr aus dem Stamm Manasse nahm das gesamte Gebiet von Argob in Besitz bis zur Grenze von Geschur und Maacha. Den Ortschaften in diesem Teil Baschans gab er den Namen »Dörfer Jaïrs«. So heißen sie bis heute. – 15 Das ´nördliche` Bergland Gilead teilte ich also der Sippe Machir ´aus dem Stamm Manasse` zu. 16 Und ´das südliche Bergland` zwischen dem Fluss Jabbok und dem Fluss Arnon mit seinem Uferland gab ich den Stämmen Ruben und Gad. ´Im Osten wurde ihr Gebiet` vom Land der Ammoniter begrenzt. 17 Zu ihrem Gebiet gehörte auch die Ostseite des Jordantals vom See Gennesaret bis zum Toten Meer und zum Fuß des Berges Pisga. 18 Damals forderte ich die Männer dieser Stämme auf: »Der HERR, euer Gott, hat euch dieses Land ´als Erbbesitz` gegeben, und ihr konntet es erobern. Nun müsst ihr euch mit all euren wehrfähigen Männern zum Krieg rüsten und an der Spitze eurer Bruderstämme den Jordan überqueren, ´um an ihrer Seite zu kämpfen`. 19 Nur eure Frauen, eure Kinder und euer Vieh – ich weiß ja, dass ihr große Herden habt – können hier in den Städten bleiben, die ich euch zugeteilt habe. 20 Erst wenn der HERR, euer Gott, euren Bruderstämmen auf der anderen Seite des Jordans ihr Land gegeben hat und sie dort in Ruhe und Frieden leben können, dürft ihr wieder zu eurem Grundbesitz zurückkehren, den ich euch zugeteilt habe.« 21 Zu Josua sagte ich in jener Zeit: »Du hast mit eigenen Augen gesehen, was der HERR, euer Gott, mit diesen beiden Königen getan hat. Genauso wird er die Königreiche besiegen, auf die ihr trefft, wenn ihr den Jordan überquert. 22 Hab keine Angst vor ihnen! Denn der HERR, euer Gott, wird selbst für euch kämpfen.« 23 Um diese Zeit bat ich den HERRN, mir seine Güte zu erweisen. Ich betete: 24 »HERR, mein Gott, du hast gerade erst begonnen, ´mir`, deinem Diener, deine Größe und Macht zu zeigen. Wo im Himmel und auf der Erde gibt es einen Gott, der das tun könnte, was du tust? Wer kann so mächtige Wunder vollbringen wie du? 25 Bitte lass mich doch auch den Jordan überqueren und das gute Land sehen, das auf der anderen Seite liegt – das schöne Bergland und den Libanon.« 26 Aber der HERR war euretwegen zornig auf mich und erhörte meine Bitte nicht. »Genug davon!«, sagte er. »Bitte mich nicht weiter darum. 27 Steig auf den Gipfel des Berges Pisga und schau ´nach allen Seiten`, nach Westen, Osten, Süden und Norden. Sieh dir das ´ganze Land` genau an. Denn du wirst den Jordan nicht überqueren. 28 Übertrage Josua die Führung des Volkes, stärke ihn und mache ihm Mut. Denn er ist derjenige, der das Volk über den Jordan führen wird. Er soll das Land, das du ´vom Gipfel aus` siehst, ´erobern und es` unter den Israeliten als Erbbesitz verteilen.« 29 Wir blieben dann ´eine Zeitlang` hier im Tal in der Nähe von Bet-Pegor.

       

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      • Episode 07
      • 5. Mose 3 | Der letzte Kampf gegen Og

      Text:

      Wie gehst du mit Herausforderungen um, die vor dir stehen? Der König von Bashan, Og, stellt sich dem Volk Israel entgegen. Doch Gott ermutigt Mose, keine Angst zu haben, denn er wird den Sieg schenken. In dieser Episode beleuchten wir den Kampf um das Land und die Bedeutung von Vertrauen in Gottes Führung, auch wenn der Weg ungewiss erscheint.

       

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      • Episode 08
      • 5. Mose 4,1–49 | PUR (Gelesen von Jörg Pasquay)

      Text:

      Gelesen von Jörg Pasquay aus der Neuen Genfer Übersetzung (NGÜ)

       

      Bibeltext:

      1 Und nun, ´Volk` Israel, höre auf die Ordnungen und Rechtsbestimmungen, die ich euch verkünde. Wenn ihr sie befolgt, werdet ihr leben und das Land in Besitz nehmen, das der HERR, der Gott eurer Vorfahren, euch geben wird. 2 Fügt den Geboten, die ich euch verkünde, nichts hinzu und lasst nichts davon weg. Denn es sind die Gebote des HERRN, eures Gottes – und ihr sollt sie befolgen. 3 Mit eigenen Augen habt ihr gesehen, was der HERR, euer Gott, beim Berg Pegor getan hat: Er hat jeden, der ´den Götzen` Baal ´von` Pegor angebetet hat, aus eurer Mitte gerissen und getötet. 4 Ihr aber habt dem HERRN, eurem Gott, die Treue gehalten, deshalb seid ihr am Leben geblieben. 5 Ich verkünde euch jetzt die Ordnungen und Rechtsbestimmungen, die der HERR, mein Gott, mir ´für euch` gegeben hat. Nach ihnen sollt ihr euch richten, wenn ihr in dem Land lebt, das ihr nun in Besitz nehmt. 6 Beachtet sie genau und handelt danach. Dann werdet ihr bei euren Nachbarvölkern für eure Weisheit und Einsicht berühmt sein. Wenn sie von euren Gesetzen hören, werden sie sagen: »Wie weise und verständig ist dieses große Volk!« 7 Kein anderes Volk – und sei es noch so groß – hat Götter, die ihm so nah sind, wie der HERR, unser Gott, uns nah ist! Wann immer wir zu ihm rufen, ´hört er uns`. 8 Und kein anderes Volk – und sei es noch so groß – hat Ordnungen und Bestimmungen, die so gerecht sind, wie das Gesetz, das ich euch jetzt verkünde. 9 Nehmt euch in Acht und hütet euch zu vergessen, was ihr mit eigenen Augen gesehen habt! Behaltet es euer Leben lang in euren Herzen und erzählt euren Kindern und Enkeln davon. 10 ´Denkt vor allem` an den Tag, als ihr am Berg Horeb vor dem HERRN, eurem Gott, standet. Der HERR hatte zu mir gesagt: »Ruf das Volk zusammen. Sie sollen hören, was ich ihnen zu sagen habe, und lernen, mir in Ehrfurcht zu begegnen, solange sie leben. Und auch ihren Kindern sollen sie weitergeben, ´was ich sie heute lehre`.« 11 So versammeltet ihr euch am Fuß des Berges. Der Berg stand in Flammen, die bis zum Himmel loderten, und war ringsum von Dunkelheit und schwarzen Wolken umgeben. 12 Aus dem Feuer sprach der HERR zu euch. Ihr konntet hören, was er sagte, aber seine Gestalt habt ihr nicht gesehen. Es war nur eine Stimme zu hören. 13 Er verkündete euch die Verpflichtungen, die sein Bund euch auferlegt – die zehn Gebote –, und schrieb sie auf zwei Steintafeln. 14 Mir befahl der HERR damals, euch seine Ordnungen und Rechtsbestimmungen zu lehren. Denn ihr sollt euch nach ihnen richten, wenn ihr in dem Land lebt, das ihr nun bald betreten und in Besitz nehmen werdet. 15 Nehmt euch also in Acht: Als der HERR am Berg Horeb aus dem Feuer zu euch sprach, habt ihr keinerlei Gestalt gesehen. 16 Darum fertigt euch niemals ein Götterbild an. Das wäre ein schlimmes Vergehen, ganz egal, welche Gestalt ihr ihm gebt – ob es einem Mann oder einer Frau gleicht, 17 einem Landtier, einem Vogel, 18 einem Kriechtier oder einem Fisch. 19 Und wenn ihr zum Himmel schaut und dort die Sonne, den Mond und die Sterne seht – das ganze Himmelsheer –, dann lasst euch nicht dazu verleiten, vor ihnen niederzufallen und sie zu verehren. Denn der HERR, euer Gott, hat sie den anderen Völkern zugeteilt ´– die mögen sie anbeten`. 20 Euch jedoch hat er erwählt und aus Ägypten gerettet wie aus einem glühenden Ofen, damit ihr sein Volk werdet, sein besonderes Eigentum – und das seid ihr jetzt. 21 Auf mich wurde der HERR euretwegen zornig und schwor, dass ich den Jordan nicht überschreiten und das gute Land nicht betreten würde, das er euch zum bleibenden Besitz geben wird. 22 Deshalb werde ich hier auf dieser Seite des Jordans sterben. Ihr aber werdet ihn überqueren und das gute Land auf der anderen Seite in Besitz nehmen. 23 Hütet euch, den Bund zu vergessen, den der HERR, euer Gott, mit euch geschlossen hat. Fertigt euch niemals ein Götterbild an, gleich welcher Gestalt. Das hat er euch verboten. 24 Denn der HERR, euer Gott, ist ein Feuer, das alles verzehrt. Er ist ein leidenschaftlicher Gott, der keinen neben sich duldet. 25 Wenn ihr nun lange im Land ´Kanaan` lebt und dort Kinder und Enkel bekommt, könntet ihr versucht sein, euch ein Götterbild in der Gestalt irgendeines Lebewesens anzufertigen. Das würde dem HERRN, eurem Gott, sehr missfallen und seinen Zorn herausfordern. 26 Heute rufe ich Himmel und Erde als Zeugen an: ´Wenn ihr so etwas tut`, werdet ihr innerhalb kürzester Zeit wieder aus dem Land verschwunden sein, das ihr jetzt in Besitz nehmt. Ihr werdet nicht länger darin wohnen, keiner von euch wird mehr dort zu finden sein. 27 Der HERR wird euch unter die anderen Völker zerstreuen, und nur ein kleiner Rest von euch wird in den fremden Ländern überleben, in die er euch verbannen wird. 28 Dort müsst ihr Göttern dienen, die von Menschen gemacht sind, ´Bildern` aus Holz und Stein, die weder sehen noch hören noch schmecken noch riechen können. 29 Dann werdet ihr den HERRN, euren Gott, suchen. Ihr werdet ihn finden, wenn ihr von ganzem Herzen und mit ganzer Hingabe nach ihm fragt. 30 Wenn euch eines Tages alle diese Dinge treffen und ihr in große Not geratet, dann werdet ihr wieder zum HERRN, eurem Gott, umkehren und auf seine Stimme hören. 31 Der HERR, euer Gott, ist ein barmherziger Gott. Er wird euch nicht fallen lassen und euch nicht vernichten. Den Bund, den er euren Vorfahren mit einem Eid zugesagt hat, wird er niemals vergessen. 32 Durchforscht die Ereignisse der Vergangenheit, alles, was sich zugetragen hat, seit Gott die Menschen erschaffen hat. ´Sucht` in der ganzen Welt von einem Ende bis zum anderen: Ist jemals etwas so Großartiges geschehen? Hat man jemals etwas Vergleichbares gehört? 33 Hat jemals ein Volk die Stimme Gottes mitten aus dem Feuer gehört – so wie ihr – und ist dabei am Leben geblieben? 34 Oder hat jemals ein Gott auch nur den Versuch gemacht, ein Volk aus einem anderen Volk herauszuholen und es zu seinem Eigentum zu machen, wie es der HERR, euer Gott, in Ägypten für euch getan hat? Vor euren Augen erwies er seine Macht durch Zeichen und Wunder. Mit starker Hand und ausgestrecktem Arm kämpfte er ´gegen eure Feinde` und versetzte sie in Angst und Schrecken. 35 Das alles habt ihr gesehen, damit ihr erkennt: Der HERR allein ist Gott. Es gibt keinen außer ihm. 36 Er ließ euch seine Stimme aus dem Himmel hören, um euch zu unterweisen. Er ließ euch hier auf der Erde sein gewaltiges Feuer sehen und sprach zu euch aus den Flammen heraus. 37 Weil er eure Vorfahren geliebt hat, darum hat er euch als sein Volk auserwählt. Er war mit euch und hat euch mit seiner großen Macht aus Ägypten herausgeführt. 38 Nun vertreibt er Völker vor euch, die größer und stärker sind als ihr. Denn er will euch in ihr Land bringen und es euch zum bleibenden Besitz geben, wie ihr es jetzt erlebt. 39 So erkennt nun und nehmt euch zu Herzen: Der HERR allein ist Gott im Himmel und auf der Erde. Es gibt keinen Gott außer ihm. 40 Richtet euch nach seinen Ordnungen und Geboten, die ich euch heute gebe. Dann wird es euch und euren Nachkommen gut gehen, und ihr werdet lange in dem Land leben, das der HERR, euer Gott, euch für immer geben will. 41 Damals bestimmte Mose drei Städte östlich des Jordans 42 als Zufluchtsorte für Totschläger. Wenn jemand seinen Mitmenschen unabsichtlich und nicht aus Hass getötet hatte, konnte er in eine dieser Städte fliehen und so sein Leben retten. 43 Im Gebiet des Stammes Ruben ´wählte Mose` die Stadt Bezer in der Steppe auf der Hochebene, im Gebiet des Stammes Gad die Stadt Ramot in Gilead und im Gebiet des ´halben` Stammes Manasse die Stadt Golan im Land Baschan. 44 Es folgt nun das Gesetz, das Mose den Israeliten verkündete. 45 Alle diese Gebote, Ordnungen und Rechtsbestimmungen trug Mose den Israeliten vor, als sie ´vierzig Jahre` nach ihrem Auszug aus Ägypten 46 im östlichen Jordantal angekommen waren. Sie lagerten gegenüber von Bet-Pegor im ehemaligen Gebiet des Amoriterkönigs Sihon von Heschbon. Mose und die Israeliten hatten Sihon nach ihrem Auszug aus Ägypten vernichtend geschlagen 47 und sein Land in Besitz genommen, dazu auch das Land Baschan, über das König Og regiert hatte. Das ganze Gebiet der beiden Amoriterkönige östlich des Jordans hatten sie eingenommen, 48 von Aroër am Ufer des Arnons bis zum Berg Sion, der besser bekannt ist unter dem Namen Hermon, 49 außerdem das östliche Jordantal bis hinunter zum Toten Meer und zum Fuß des Berges Pisga.

       

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      • Episode 09
      • 5. Mose 4 | Gottes Gebote für sein Volk

      Text:

      Wie gehst du mit den Geboten Gottes um? Mose erinnert das Volk Israel an die Ordnungen und Rechtsbestimmungen, die sie befolgen sollen. Diese Anweisungen sind nicht nur für die Gegenwart, sondern auch für zukünftige Generationen gedacht. Gott hat sie als sein besonderes Volk auserwählt und ihnen seine Nähe versprochen. Doch was bedeutet das für unser Leben heute? Entdecke die Bedeutung von Gehorsam und Treue in unserem Alltag.

       

      Diese Woche vertiefen: Zu jeder Woche der Staffel gibt es die Freitagsvertiefung als PDF — mit einem Impuls zum Schlüssel der Woche (diesmal: Liebe) und einer praktischen Vertiefung für dich. Hier herunterladen:
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      • Episode 10
      • 5. Mose 5,1–33 | PUR (Gelesen von Jörg Pasquay)

      Text:

      Gelesen von Jörg Pasquay aus der Neuen Genfer Übersetzung (NGÜ)

       

      Bibeltext:

      1 Mose rief das ganze Volk zu sich und sagte zu ihnen: Höre, Israel, die Ordnungen und Rechtsbestimmungen, die ich euch heute verkünde! Lernt sie ´auswendig`, beachtet sie und lebt nach ihnen. 2 Der HERR, unser Gott, hat am Berg Horeb einen Bund mit uns geschlossen. 3 Er galt nicht nur unseren Vorfahren, sondern er gilt auch uns, die wir heute leben und hier versammelt sind. 4 Der HERR ist euch damals am Berg Horeb begegnet und hat aus dem Feuer zu euch gesprochen. 5 Ich stand zwischen ihm und euch, um euch seine Worte weiterzugeben. Denn aus Angst vor dem Feuer seid ihr nicht auf den Berg gestiegen. Der HERR sagte: 6 »Ich bin der HERR, dein Gott, der dich aus der Sklaverei in Ägypten befreit hat. 7 Du sollst keine anderen Götter neben mir haben. 8 Du sollst dir keine Götterbilder anfertigen, indem du etwas nachbildest, das sich am Himmel, auf der Erde oder im Meer befindet. 9 Wirf dich nicht vor ihnen nieder und verehre sie nicht. Denn ich, der HERR, dein Gott, bin ein leidenschaftlicher Gott, der keinen neben sich duldet. Diejenigen, die mich ablehnen, ziehe ich dafür zur Rechenschaft. Selbst ihre Nachkommen werden die Folgen noch bis in die dritte und vierte Generation spüren. 10 Aber allen, die mich lieben und nach meinen Geboten leben, erweise ich meine Liebe über Tausende von Generationen. 11 Du sollst den Namen des HERRN, deines Gottes, nicht missbrauchen. Denn der HERR wird niemand ungestraft lassen, der seinen Namen missbraucht. 12 Du sollst den Ruhetag einhalten und als heiligen Tag achten, wie der HERR, dein Gott, es dir befohlen hat. 13 Du hast sechs Tage, an denen du all deine Arbeit verrichten kannst. 14 Aber der siebte Tag ist ein Ruhetag, der dem HERRN, deinem Gott, gehört. ´An diesem Tag` sollst du nicht arbeiten. ´Das gilt` auch ´für` deine Söhne und Töchter, deine Knechte und Mägde, deine Rinder, Esel und alles andere Vieh sowie für die Ausländer, die bei dir leben. Deine Knechte und deine Mägde dürfen genauso ausruhen wie du. 15 Denke daran, dass ihr in Ägypten selbst Sklaven wart. Doch dann hat der HERR, euer Gott, euch mit starker Hand und ausgestrecktem Arm herausgeführt. Darum hat der HERR, euer Gott, euch befohlen, den Ruhetag zu feiern. 16 Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren, so wie es dir der HERR, dein Gott, befohlen hat. Dann wirst du lange in dem Land leben, das der HERR, dein Gott, dir gibt, und es wird dir dort gut gehen. 17 Du sollst nicht morden. 18 Du sollst nicht die Ehe brechen. 19 Du sollst nicht stehlen. 20 Du sollst keine falsche Aussage über deinen Mitmenschen machen. 21 Du sollst die Frau deines Mitmenschen nicht begehren. Gib dem Verlangen ´nach dem, was ihm gehört`, keinen Raum, ganz gleich, ob es sich um sein Haus, seine Felder, seine Knechte und Mägde, seine Rinder und Esel oder um irgend etwas anderes handelt.« 22 Diese ´zehn` Gebote gab euch der HERR, als ihr euch am Berg ´Horeb` versammelt hattet. Er fügte ihnen kein weiteres hinzu. Mit gewaltiger Stimme ´verkündete er sie` mitten aus dem Feuer und den dunklen Wolken heraus. Anschließend schrieb er sie auf zwei Steintafeln und gab sie mir. 23 Als ihr die Stimme aus dem Dunkel heraus reden hörtet ´und saht`, wie der Berg in Flammen stand, kamen alle eure Stammesoberhäupter und führenden Männer zu mir 24 und sagten: »Der HERR, unser Gott, hat uns heute seine Herrlichkeit und Größe sehen lassen, und wir haben seine Stimme mitten aus dem Feuer gehört. Wir haben zwar erlebt, dass Menschen nicht unbedingt sterben, wenn Gott mit ihnen redet. 25 Trotzdem haben wir Angst, dass dieses gewaltige Feuer uns verzehrt. Wenn wir noch länger die Stimme des HERRN, unseres Gottes, hören, werden wird doch noch umkommen. 26 Denn welcher sterbliche Mensch hat schon einmal so wie wir die Stimme des lebendigen Gottes mitten aus einem Feuer gehört und ist am Leben geblieben? 27 Darum geh du und höre, was der HERR, unser Gott, uns sagen will. Richte uns alles aus, was er dir mitteilt. Wir werden uns genau daran halten.« 28 Der HERR hörte eure Worte und sagte zu mir: »Ich habe vernommen, worum dieses Volk dich gebeten hat. Was sie sagen, ist gut. 29 Wenn sie nur diese Gesinnung beibehalten! Wenn sie nur immer solche Ehrfurcht vor mir haben und nach meinen Geboten leben! Dann wird es ihnen und ihren Nachkommen für alle Zeiten gut gehen. 30 Und nun richte ihnen aus, dass sie in ihre Zelte zurückkehren sollen. 31 Du aber bleib hier bei mir. Ich will dir alle ´meine` Gebote, Ordnungen und Rechtsbestimmungen mitteilen. Bringe sie den Israeliten bei, damit sie in dem Land, das ich ihnen zum Besitz gebe, danach leben.« 32 ´Darum, ihr Israeliten:` Achtet darauf, dass ihr alles genau befolgt, was der HERR, euer Gott, euch befohlen hat. Ihr dürft weder nach rechts noch nach links davon abweichen. 33 Bleibt immer auf dem Weg, den er euch ´durch seine Gebote` gewiesen hat. Dann werdet ihr ´lange` leben, und es wird euch gut gehen. Ihr werdet für immer in dem Land bleiben, das ihr jetzt in Besitz nehmt.

       

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      • Episode 11
      • 5. Mose 5 | Die zehn Gebote für Israel

      Text:

      Kennst du das Gefühl, vor wichtigen Entscheidungen zu stehen? Mose gibt den Israeliten die zehn Gebote, die nicht nur Regeln sind, sondern auch eine Einladung, in Beziehung zu Gott zu leben. Diese Gebote sind ein Geschenk für die Gemeinschaft und zeigen, wie Gott seinen Weg für sein Volk hat. Lass uns entdecken, wie diese Prinzipien auch heute noch relevant sind und was sie für unser Leben bedeuten.

       

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      • Episode 12
      • 5. Mose 6,1–25 | PUR (Gelesen von Jörg Pasquay)

      Text:

      Gelesen von Jörg Pasquay aus der Neuen Genfer Übersetzung (NGÜ)

       

      Bibeltext:

      1 Dies sind die Gebote, Ordnungen und Rechtsbestimmungen, die ´ich` euch nach dem Befehl des HERRN, eures Gottes, lehren soll. Nach ihnen sollt ihr euch richten, wenn ihr in dem Land lebt, das ihr nun bald betreten und in Besitz nehmen werdet. 2 Euer Leben lang sollt ihr und eure Nachkommen Ehrfurcht vor dem HERRN, eurem Gott, haben und alle seine Ordnungen und Gebote halten, die ich euch verkünde. Dann wird der HERR euch ein langes Leben schenken. 3 Hört also, ihr Israeliten, und befolgt ´Gottes Gebote` genau. Dann wird es euch gut gehen und ihr werdet zu einem großen Volk in dem Land, das von Milch und Honig überfließt. Das hat der HERR, der Gott eurer Vorfahren, euch versprochen. 4 Höre Israel! Der HERR ist unser Gott, der HERR allein. 5 Du sollst den HERRN, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, mit ganzer Hingabe und mit all deiner Kraft. 6 Bewegt diese Gebote, die ich euch heute weitergebe, in eurem Herzen. 7 Prägt sie euren Kindern ein. Sagt sie euch immer wieder vor, ob ihr nun zu Hause oder unterwegs seid, ob ihr euch hinlegt oder ob ihr aufsteht. 8 ´Schreibt sie euch auf` und bindet sie euch zur Erinnerung um die Hand und auf die Stirn. 9 Schreibt sie auch an die Türpfosten eurer Häuser und an eure Stadttore. 10 Der HERR, euer Gott, bringt euch jetzt in das Land, das er euch zum Besitz geben will, wie er es euren Vorfahren Abraham, Isaak und Jakob mit einem Eid zugesagt hat. ´Dort gibt es` große und schöne Städte, die ihr nicht erbaut habt, 11 Häuser voller Güter, die ihr nicht erworben habt, Zisternen, die ihr nicht ausgehauen, und Weinberge und Olivenhaine, die ihr nicht gepflanzt habt. Ihr werdet davon essen können, so viel ihr wollt. 12 Achtet dann darauf, dass ihr den HERRN nicht vergesst, der euch aus der Sklaverei in Ägypten befreit hat. 13 Habt Ehrfurcht vor dem HERRN, eurem Gott, und dient ihm ´allein`. Schwört nur bei seinem Namen! 14 Lauft nicht den Göttern eurer Nachbarvölker hinterher. 15 Denn der HERR, euer Gott, ist ein leidenschaftlicher Gott, der keinen neben sich duldet. Er wohnt mitten unter euch. Wenn ihr ihm untreu werdet, wird sein Zorn euch treffen und er wird euch vom Erdboden vertilgen. 16 Fordert den HERRN nicht heraus, wie ihr es bei Massa getan habt. 17 Beachtet genau die Gebote, Weisungen und Ordnungen, die er euch gegeben hat, ´und lebt nach ihnen`. 18 Tut, was in seinen Augen richtig und gut ist. Dann wird es euch gut gehen und ihr werdet das schöne Land in Besitz nehmen, das der HERR euren Vorfahren mit einem Eid zugesagt hat. 19 Ihr werdet alle eure Feinde ´aus dem Land` vertreiben, so wie der HERR es euch angekündigt hat. 20 Wenn eure Kinder euch später fragen: »Warum hat der HERR, unser Gott, euch diese Gebote, Ordnungen und Rechtsbestimmungen gegeben?«, 21 dann antwortet ihnen: »Wir waren einmal Sklaven des Pharaos in Ägypten, aber der HERR hat uns mit starker Hand dort herausgeführt. 22 Wir haben mit eigenen Augen gesehen, wie er Zeichen und Wunder getan und schreckliches Unheil über den Pharao und seine Familie und über alle Ägypter gebracht hat. 23 Uns aber hat er dort herausgeholt, um uns in das Land zu bringen, das er unseren Vorfahren mit einem Eid zugesagt hat. 24 Der HERR, unser Gott, hat uns befohlen, uns nach all diesen Ordnungen zu richten und Ehrfurcht vor ihm zu haben. Dann wird es uns immer gut gehen, und er wird uns am Leben erhalten, wie es ja nun der Fall ist. 25 Wenn wir die Gebote genau befolgen, wie der HERR es uns befohlen hat, dann können wir vor ihm bestehen.«

       

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      • Episode 13
      • 5. Mose 6 | Gott an erster Stelle

      Text:

      In dieser Episode steht das berühmte Shema Israel aus 5. Mose 6 im Mittelpunkt – das zentrale Glaubensbekenntnis des Judentums und ein Schlüsseltext für das Verständnis der gesamten Tora. Detlef Kühlein zeigt, wie Mose sein Volk dazu aufruft, Gott von ganzem Herzen zu lieben, auf ihn zu hören und seine Worte im Alltag lebendig zu halten. Dabei geht es nicht nur um Wissen, sondern um eine Glaubenspraxis, die das eigene Leben, die Familie und die nächste Generation prägt. Die Folge lädt dazu ein, neu darüber nachzudenken, wie Gottes Wort im Herzen bewahrt und im Alltag konkret gelebt werden kann.

       

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      • Episode 14
      • 5. Mose 7,1–26 | PUR (Gelesen von Jörg Pasquay)

      Text:

      Gelesen von Jörg Pasquay aus der Neuen Genfer Übersetzung (NGÜ)

       

      Bibeltext:

      1 Wenn der HERR, euer Gott, euch in das Land bringt, das ihr ´nun` in Besitz nehmen sollt, wird er viele Völker vor euch vertreiben: die Hetiter, Girgaschiter, Amoriter, Kanaaniter, Perisiter, Hiwiter und Jebusiter – sieben Völker, die größer und mächtiger sind als ihr. 2 Wenn der HERR, euer Gott, sie in eure Gewalt gibt und ihr sie besiegt, dann müsst ihr unbedingt den Bann an ihnen vollstrecken und sie vernichten. Verbündet euch nicht mit ihnen und verschont sie nicht. 3 Geht keine Ehen mit ihnen ein: Verheiratet eure Töchter nicht mit ihren Söhnen und eure Söhne nicht mit ihren Töchtern. 4 Denn sie würden eure Kinder dazu bringen, sich vom HERRN abzuwenden und anderen Göttern zu dienen. Dann würde der Zorn des HERRN euch treffen und euch in kürzester Zeit vernichten. 5 Reißt also ihre Altäre nieder, zertrümmert ihre heiligen Steinmale und haut ihre Götzenpfähle um. Verbrennt ihre Götzenbilder im Feuer. 6 Denn ihr seid ein heiliges Volk und gehört dem HERRN, eurem Gott. Aus allen Völkern der Erde hat er euch ausgewählt und zu seinem Eigentum gemacht. 7 Der HERR hat sich nicht deshalb euch zugewandt und euch erwählt, weil ihr zahlreicher wärt als die anderen Völker – ihr seid ja das kleinste unter ihnen allen. 8 ´Er tat es`, weil er euch liebt und sich an den Eid hält, den er euren Vorfahren geschworen hat. Darum hat er euch mit starker Hand ´aus Ägypten` geführt und euch aus der Sklaverei befreit – aus der Gewalt des Pharaos, des Königs von Ägypten. 9 So erkennt nun: Der HERR, euer Gott, ´allein` ist Gott. Er ist ein treuer Gott, er steht zu seinem Bund. Über Tausende von Generationen erweist er seine Liebe allen, die ihn lieben und nach seinen Geboten leben. 10 Die ihn aber ablehnen, bestraft er, wie sie es verdienen, und vernichtet sie. Er zögert nicht, jeden zu bestrafen, der ihn verachtet. 11 Lebt darum nach den Geboten, Ordnungen und Rechtsbestimmungen, die ich euch heute verkünde. 12 Wenn ihr auf diese Bestimmungen hört, sie befolgt und nach ihnen lebt, dann wird der HERR, euer Gott, sich an seinen Bund mit euch halten und euch seine Liebe erweisen, wie er es euren Vorfahren geschworen hat. 13 Er wird euch Gutes tun, euch segnen und euch zu einem großen Volk machen. In dem Land, das er euren Vorfahren mit einem Eid zugesagt hat, wird er euch viele Kinder schenken und reiche Ernten an Getreide, Most und Öl. Eure Rinder, Schafe und Ziegen lässt er viele Junge werfen. 14 Mehr als alle anderen Völker werdet ihr gesegnet sein. Niemand wird unfruchtbar sein: weder Mann noch Frau, ´weder Mensch` noch Tier. 15 Der HERR wird euch vor jeder Krankheit bewahren. Die schrecklichen Seuchen, die ihr aus Ägypten kennt, wird er von euch fernhalten und sie denen schicken, die euch hassen. 16 Ihr werdet alle Völker, die der HERR, euer Gott, in eure Gewalt gibt, vernichten. Habt kein Mitleid mit ihnen und dient auf keinen Fall ihren Göttern, denn das würde euch zum Verhängnis werden. 17 Vielleicht fragt ihr euch: »Diese Völker sind viel größer als wir – wie können wir sie überhaupt vertreiben?« 18 Habt keine Angst vor ihnen! Erinnert euch daran, was der HERR, euer Gott, mit dem Pharao und den Ägyptern gemacht hat! 19 ´Denkt` an die schrecklichen Plagen und an die Zeichen und Wunder, die ihr mit eigenen Augen gesehen habt. ´Erinnert euch` daran, wie der HERR, euer Gott, euch mit starker Hand und ausgestrecktem Arm ´aus Ägypten` geführt hat. Genau so wird er die Völker, vor denen ihr euch jetzt fürchtet, seine Macht spüren lassen. 20 Er lässt panische Angst unter ihnen ausbrechen, bis auch die letzten Überlebenden, die sich irgendwo vor euch verstecken, umgekommen sind. 21 Erschreckt also nicht vor ihnen, denn der HERR, euer Gott, ist mitten unter euch. Er ist ein mächtiger und furchterregender Gott. 22 Er wird diese Völker nach und nach vor euch vertreiben. Ihr werdet sie nicht alle auf einmal vernichten können, denn sonst würden die wilden Tiere sich zu stark vermehren und euch schaden. 23 Doch der HERR, euer Gott, wird diese Völker in eure Gewalt geben. Er wird sie in Angst und Schrecken versetzen, damit ihr sie vernichten könnt. 24 Ihre Könige gibt er in eure Hand, und ihr werdet jede Erinnerung an sie auslöschen. Keiner kann euch standhalten. Ihr werdet sie alle vernichten. 25 Verbrennt ihre Götzenbilder vollständig. Begehrt nicht das Silber und Gold, mit dem sie beschlagen sind. Behaltet nichts davon – es würde euch nur zu Fall bringen. Denn der HERR, euer Gott, verabscheut Götzenbilder. 26 Bringt diese abscheulichen Götzen nicht in eure Häuser, sonst verfallt ihr zusammen mit ihnen dem Bann und werdet getötet. Wendet euch mit Ekel und Abscheu von ihnen ab, denn sie fallen unter den Bann und müssen vernichtet werden.

       

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      • Episode 15
      • 5. Mose 7 | Aus Liebe erwählt

      Text:

      Warum gehörst du zu Gott – wegen deiner Stärke oder aus einem anderen Grund? In 5. Mose 7 ruft Mose das Volk auf, allein dem einen wahren Gott zu dienen und sich von allem zu trennen, was ihm den ersten Platz streitig macht. Gott hat Israel nicht erwählt, weil es groß oder besonders war, sondern aus reiner Liebe – und weil er sein Versprechen hält. Lass dich daran erinnern, dass Gottes Liebe der Grund für alles ist, und gib ihm wieder den ersten Platz in deinem Leben.

       

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      • Episode 16
      • 5. Mose 8,1–20 | PUR (Gelesen von Jörg Pasquay)

      Text:

      Gelesen von Jörg Pasquay aus der Neuen Genfer Übersetzung (NGÜ)

       

      Bibeltext:

      1 Beachtet alle Gebote, die ich euch heute verkünde, und richtet euch nach ihnen. Dann bleibt ihr am Leben und werdet zu einem großen Volk. Ihr nehmt das Land in Besitz, das der HERR euren Vorfahren mit einem Eid versprochen hat. 2 Erinnert euch an den ganzen Weg, den der HERR, euer Gott, euch vierzig Jahre lang durch die Wüste führte. ´Er tat dies`, damit ihr Demut lernt. Er wollte euch auf die Probe stellen, um zu erkennen, wie es in euren Herzen aussieht: ob ihr nach seinen Geboten lebt oder nicht. 3 Er lehrte euch Demut, indem er euch hungern ließ. Dann gab er euch das Manna zu essen, das weder ihr kanntet noch eure Vorfahren. Er wollte euch damit zeigen: Der Mensch lebt nicht nur von Brot, sondern von jedem Wort, das aus dem Mund des HERRN kommt. 4 Während dieser vierzig Jahre nutzte sich eure Kleidung nicht ab, und eure Füße schwollen nicht an. 5 So erkennt nun und nehmt euch zu Herzen: Der HERR, euer Gott, erzieht euch wie ein Vater sein Kind. 6 Lebt nach seinen Geboten, bleibt auf dem Weg, den er euch weist, und begegnet ihm in Ehrfurcht. 7 Der HERR, euer Gott, bringt euch in ein gutes Land. Dort gibt es Flüsse, Seen und Quellen, die in den Tälern und Bergen entspringen. 8 Es gibt dort Weizen und Gerste, Weintrauben und Feigen, Granatäpfel, Oliven und Honig. 9 Ihr müsst nicht von kärglichem Essen leben, es wird euch an nichts fehlen. Das Gestein enthält Eisen, und in den Bergen könnt ihr Kupfer gewinnen. 10 Wenn ihr dann reichlich zu essen habt, sollt ihr den HERRN, euren Gott, preisen für das gute Land, das er euch gegeben hat. 11 Hütet euch davor, ihn zu vergessen und seine Gebote, Rechtsbestimmungen und Ordnungen zu missachten, die ich euch heute verkünde. 12 Wenn ihr euch satt essen könnt, wenn ihr schöne Häuser baut und bewohnt, 13 wenn eure Rinder-, Schaf- und Ziegenherden immer größer werden, wenn euer Silber und Gold und all euer Besitz sich vermehrt, 14 dann werdet nicht überheblich und vergesst nicht den HERRN, euren Gott, der euch aus der Sklaverei in Ägypten befreit hat. 15 Er hat euch durch die große und schreckliche Wüste geführt, wo es giftige Schlangen und Skorpione gibt. In dieser dürren Gegend gibt es kein Wasser, aber er ließ für euch Wasser aus Felsgestein sprudeln. 16 Er gab euch in der Wüste Manna zu essen, etwas, das eure Vorfahren nicht kannten. Denn er wollte euch Demut lehren und euch auf die Probe stellen, um euch danach ´umso mehr` mit Gutem zu beschenken. 17 ´Wenn ihr im Land Kanaan zu Wohlstand kommt`, dann denkt bloß nicht: »Das haben wir mit eigener Kraft geschafft. Durch unserer Hände Arbeit sind wir reich geworden.« 18 Erinnert euch vielmehr daran, dass der HERR, euer Gott, euch die Kraft gegeben hat, all diesen Wohlstand zu erwerben. Denn er hält sich an den Bund, den er euren Vorfahren mit einem Eid zugesagt hat, und das tut er bis heute. 19 Doch wenn ihr den HERRN, euren Gott, vergesst und anderen Göttern nachlauft, wenn ihr ihnen dient und sie anbetet, dann werdet ihr unweigerlich umkommen. Das versichere ich euch! 20 Wenn ihr dem HERRN nicht gehorcht, dann werdet ihr genauso untergehen wie die Völker, die er vor euch ´vertreibt und` untergehen lässt.

       

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      • Episode 17
      • 5. Mose 8 | Rückschau und Vorausschau

      Text:

      Was, wenn die Rückschau auf dein Leben dir neue Perspektiven eröffnet? In 5. Mose 8 erinnert Gott sein Volk an die 40 Jahre in der Wüste. Diese Zeit war nicht nur Entbehrung, sondern auch eine Lektion über Vertrauen und Abhängigkeit von Gott. Wie interpretiere ich die Herausforderungen in meinem Leben und was bedeutet das für meine Zukunft? Lass dich ermutigen, auf Gottes Treue zurückzublicken und deine Lebensumstände neu zu bewerten.

       

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      • Episode 18
      • 5. Mose 9,1–29 | PUR (Gelesen von Jörg Pasquay)

      Text:

      Gelesen von Jörg Pasquay aus der Neuen Genfer Übersetzung (NGÜ)

       

      Bibeltext:

      1 Höre, ´Volk` Israel! Ihr werdet nun den Jordan überqueren, um ´das Land Kanaan` in Besitz zu nehmen und Völker zu vertreiben, die größer und mächtiger sind als ihr. Sie wohnen in großen Städten mit himmelhohen Mauern. 2 ´Dort leben auch` die Anakiter, ein Volk von hochgewachsenen Menschen. Ihr wisst, dass man über sie sagt: »Mit den Anakitern nimmt es keiner auf!« 3 Aber ihr werdet erleben, dass der HERR, euer Gott, vor euch herzieht wie ein verzehrendes Feuer. Er wird sie vor euch in die Knie zwingen. Dann könnt ihr sie schnell vertreiben und vernichten, wie er es euch versprochen hat. 4 Wenn der HERR sie vor euch vertreibt, dann denkt nicht: »Wir können dieses Land in Besitz nehmen, weil wir so leben, wie es dem HERRN gefällt.« Nein, er vertreibt diese Völker vor euch wegen ihrer bösen Taten. 5 Nicht, weil ihr so rechtschaffen und aufrichtig seid, kommt ihr hinein. Der HERR, euer Gott, jagt ´die Bewohner Kanaans` wegen ihrer Gottlosigkeit aus dem Land. Auch will er sich an den Eid halten, den er euren Vorfahren Abraham, Isaak und Jakob geschworen hat. 6 Begreift also: Der HERR, euer Gott, gibt euch dieses Land nicht, weil ihr so lebt, wie es ihm gefällt. Denn ihr seid ein eigensinniges Volk. 7 Denkt daran und vergesst nie, wie ihr den Zorn des HERRN, eures Gottes, in der Wüste herausgefordert habt. Von dem Tag an, als ihr aus Ägypten gezogen seid, bis zu eurer Ankunft an diesem Ort habt ihr euch gegen den HERRN aufgelehnt. 8 Am Berg Horeb habt ihr ihn so sehr herausgefordert, dass er euch im Zorn vernichten wollte. 9 Ich war damals auf den Berg gestiegen, um die Steintafeln ´mit den Verpflichtungen` des Bundes zu empfangen, den der HERR mit euch geschlossen hatte. Vierzig Tage und vierzig Nächte blieb ich dort, und in dieser Zeit aß und trank ich nichts. 10 Der HERR gab mir die beiden Steintafeln. Er selbst hatte eigenhändig die Gebote darauf geschrieben, die er euch mitten aus dem Feuer vom Berg herab verkündet hatte, während ihr ´unten` versammelt wart. 11 Nachdem ich also vierzig Tage und vierzig Nächte auf dem Berg verbracht hatte, gab der HERR mir die Steintafeln ´mit den Verpflichtungen` des Bundes. 12 Er sagte zu mir: »Steig schnell den Berg hinunter! Denn dein Volk, das du aus Ägypten herausgeführt hast, hat eine schwere Sünde begangen. Sie sind sehr schnell von dem Weg abgewichen, den ich ihnen ´eben erst durch meine Gebote` gewiesen habe. Sie haben sich ein Götzenbild angefertigt.« 13 Und er fuhr fort: »Ich habe mir dieses Volk lange genug angesehen und weiß, wie eigensinnig es ist! 14 Versuche nicht, mich umzustimmen: Ich will sie vernichten und jede Erinnerung an sie auslöschen. Dich aber ´und deine Nachkommen` will ich zu einem Volk machen, das größer und mächtiger ist als sie.« 15 So machte ich kehrt und stieg vom Berg hinunter, der immer noch in Flammen stand. Die zwei Tafeln ´mit den Verpflichtungen` des Bundes hielt ich in meinen Händen. 16 Dann sah ich, was geschehen war: Ihr hattet gegen den HERRN, euren Gott, gesündigt und die Figur eines Stierkalbs als Götzen für euch hergestellt. So schnell seid ihr von dem Weg abgewichen, den der HERR euch ´mit seinen Geboten` gewiesen hatte. 17 Ich nahm die beiden Tafeln und schmetterte sie vor euren Augen auf den Boden, sodass sie in Stücke brachen. 18 Dann warf ich mich vor dem HERRN nieder ´und betete` noch einmal vierzig Tage und Nächte lang, ohne zu essen und zu trinken. ´Ich bat um Vergebung` für die große Sünde, die ihr begangen hattet. Denn ihr hattet den ´Zorn des` HERRN herausgefordert, weil ihr getan hattet, was er hasst. 19 Ich stand große Angst aus, denn der HERR war so zornig auf euch, dass er euch vernichten wollte. Doch auch dieses Mal erhörte er mich. 20 Auch auf Aaron war der HERR so zornig, dass er ihn töten wollte. Darum betete ich auch für ihn. 21 Das Stierkalb, das Machwerk eurer Sünde, nahm ich und warf es ins Feuer. Ich zermalmte es, zerstieß seine Überreste zu Pulver und streute das Pulver in den Bach, der vom Berg herabfließt. 22 Auch bei Tabera, bei Massa und bei Kibrot-Taawa fordertet ihr den Zorn des HERRN heraus. 23 Und als er bei Kadesch-Barnea zu euch sagte: »Zieht los und nehmt das Land in Besitz, das ich euch geben will!«, habt ihr euch gegen den Befehl des HERRN, eures Gottes, aufgelehnt. Ihr habt ihm nicht vertraut und ihm nicht gehorcht. 24 Seit ich euch kenne, lehnt ihr euch gegen ihn auf. 25 Ich verharrte also ´damals am Berg Horeb` vierzig Tage und vierzig Nächte vor dem HERRN im Gebet, weil er angedroht hatte, euch zu vernichten. 26 Ich betete: »HERR, mein Gott! Bitte vernichte dein Volk nicht. Es ist doch dein besonderes Eigentum, das du mit deiner großen Macht ´aus der Sklaverei` befreit und mit starker Hand aus Ägypten geführt hast. 27 Denk an Abraham, Isaak und Jakob, die dir ´treu` gedient haben. Rechne diesem Volk nicht an, dass es so eigensinnig ist, nichts von dir wissen will und immer wieder gegen dich sündigt. 28 Lass nicht zu, dass die Ägypter, aus deren Land du uns geführt hast, behaupten: ›Der HERR war nicht imstande, sie in das Land zu bringen, das er ihnen versprochen hat. Oder er hat sie gehasst und sie ´nur deshalb aus unserem Land` geführt, um sie in der Wüste sterben zu lassen.‹ 29 Sie sind doch dein Volk und dein Eigentum, das du mit deiner großen Kraft und deinem ausgestreckten Arm befreit hast.«

       

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      • Episode 19
      • 5. Mose 9 | Demut lernen von Mose

      Text:

      Wie reagierst du, wenn du kritisiert wirst? Mose zeigt uns, was wahre Demut bedeutet. In 5. Mose 9 erinnert er das Volk daran, dass sie das verheißene Land nicht wegen ihrer Vollkommenheit verdienen. Es ist die Gnade Gottes, die uns trägt. Mose betet 40 Tage für sein Volk und tritt als Vermittler ein. Wie können wir diese Demut heute in unserem Leben umsetzen?

       

      Diese Woche vertiefen: Zu jeder Woche der Staffel gibt es die Freitagsvertiefung als PDF — mit einem Impuls zum Schlüssel der Woche (diesmal: Licht) und einer praktischen Vertiefung für dich. Hier herunterladen:
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      • Episode 20
      • 5. Mose 10,1–22 | PUR

      Text:

      Gelesen von Jörg Pasquay aus der Neuen Genfer Übersetzung (NGÜ)

       

      Bibeltext:

      1 Damals sagte der HERR zu mir: »Mach dir zwei ´neue` Steintafeln wie die ersten, ´die du zerbrochen hast`, und fertige eine Lade aus Holz an. Dann steig zu mir auf den Berg. 2 Ich will die Worte, die auf den Tafeln standen, noch einmal aufschreiben. Leg die Tafeln dann in die Lade.« 3 So baute ich eine Lade aus Akazienholz und fertigte zwei ´neue` Steintafeln an, die aussahen wie die ersten. Dann stieg ich auf den Berg; in meinen Händen hielt ich die beiden Steintafeln. 4 Der HERR schrieb darauf noch einmal die zehn Gebote, die er euch mitten aus dem Feuer vom Berg herab verkündet hatte, während ihr ´unten` versammelt wart. Dann gab er mir die Tafeln. 5 Ich stieg damit den Berg hinunter zu euch zurück und legte die Tafeln in die Lade, die ich gebaut hatte. Dort sind sie noch immer, wie der HERR es mir befohlen hat. 6 – Die Israeliten brachen ihre Zelte ab und zogen von Beerot-Bene-Jaakan nach Mosera. Dort starb Aaron und wurde auch dort begraben. Sein Sohn Eleasar wurde an seiner Stelle ´Hoher` priester. 7 Dann zogen sie weiter nach Gudgoda und von dort nach Jotbata, einer Gegend mit vielen wasserreichen Bächen. – 8 Damals wählte der HERR den Stamm Levi aus und übertrug ihm die Aufgabe, die Lade mit dem Bundesgesetz zu tragen. Die Nachkommen Levis sollten im Heiligtum des HERRN den Dienst verrichten und in seinem Namen ´dem Volk` den Segen zusprechen. Dies ist bis heute ihre Aufgabe. 9 Darum bekommen die Leviten keinen Anteil an Grundbesitz wie die anderen Stämme. Der HERR, euer Gott, selbst ist ihr Anteil ´und sorgt für sie`, wie er es ihnen zugesagt hat. 10 Wie beim ersten Mal blieb ich vierzig Tage und vierzig Nächte auf dem Berg. Wieder erhörte der HERR meine Gebete und beschloss, euch nicht zu vernichten. 11 Er forderte mich auf: »Gib dem Volk den Befehl zum Aufbruch und geh ihnen voran! Sie sollen in das Land ziehen, das ich ihren Vorfahren mit einem Eid zugesagt habe, und es in Besitz nehmen.« 12 Und nun, Israel, was fordert der HERR, dein Gott, von dir? Nur das eine: Habt Ehrfurcht vor dem HERRN, eurem Gott, und folgt seinen Wegen. Liebt ihn und dient ihm von ganzem Herzen und mit ganzer Hingabe. 13 Richtet euch nach seinen Geboten und Ordnungen, die ich euch heute verkünde. Dann wird es euch gut gehen. 14 Haltet euch vor Augen: Dem HERRN, eurem Gott, gehören der Himmel und alle Himmelswelten, die Erde und alles, was darauf lebt. 15 Doch nur euren Vorfahren hat der HERR sich in besonderer Liebe zugewandt. Euch, ihre Nachkommen, hat er aus allen Völkern auserwählt, und so ist es bis heute. 16 ´Als Zeichen seines Bundes hat der HERR euch zur Beschneidung verpflichtet.` Beschneidet nun auch den Wildwuchs an euren Herzen und gebt eure Eigensinnigkeit auf. 17 Denn der HERR, euer Gott, ist Gott über alle Götter und Herr über alle Herren. Er ist der große und mächtige Gott, den man fürchten muss. Er urteilt ohne Ansehen der Person und lässt sich nicht bestechen. 18 Den Waisen und Witwen verhilft er zu ihrem Recht, er liebt die Ausländer und gibt ihnen Nahrung und Kleidung. 19 Auch ihr sollt alle lieben, die nicht zu eurem Volk gehören, denn ihr wart selbst einmal Ausländer in Ägypten. 20 Vor dem HERRN, eurem Gott, sollt ihr Ehrfurcht haben, ihm ´allein` sollt ihr dienen und ihn lieben. Schwört nur bei seinem Namen! 21 Er ist der Eine, den ihr rühmen sollt; er ist der Gott, der große und Ehrfurcht gebietende Taten für euch vollbracht hat. Das habt ihr mit eigenen Augen gesehen. 22 Als eure Vorfahren nach Ägypten zogen, waren sie nur siebzig Leute. Doch jetzt hat der HERR, euer Gott, euch so zahlreich gemacht wie die Sterne am Himmel.

       

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      • Episode 21
      • 5. Mose 10 | Der Gott der zweiten Chance

      Text:

      Was tun, wenn du einen Neuanfang brauchst? Gott gibt Mose eine zweite Chance und zeigt damit seine unendliche Geduld und Barmherzigkeit. Wir entdecken, wie wichtig es ist, im Glauben stetig neu zu beginnen und Gottes Vergebung zu empfangen. Lass dich inspirieren, selbst ein Mensch der zweiten Chance zu werden, in deinem Leben und im Umgang mit anderen.

       

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      • Episode 22
      • 5. Mose 11,1–32 | PUR

      Text:

      Gelesen von Jörg Pasquay aus der Neuen Genfer Übersetzung (NGÜ)

       

      Bibeltext:

      1 Ihr sollt den HERRN, euren Gott, lieben und euch euer Leben lang an seine Weisungen halten – an seine Ordnungen, Rechtsbestimmungen und Gebote. 2 Denkt an all das, was der HERR, euer Gott, getan hat, um euch zu erziehen. Eure Kinder haben es nicht miterlebt, aber ihr seid dabei gewesen, als er mit starker Hand und ausgestrecktem Arm seine Macht bewiesen hat. 3 ´Ihr habt gesehen`, welche Wunder und gewaltigen Taten er am Pharao, dem König von Ägypten, und an seinem ganzen Land getan hat. 4 Als das ägyptische Heer euch mit Pferden und Streitwagen nachjagte, ließ er die Fluten des Schilfmeers über sie hereinbrechen. Der HERR vernichtete sie, und bis heute ´hat Ägypten sich nicht von diesem Schlag erholt`. 5 ´Ihr habt erlebt`, wie er in der Wüste für euch sorgte, bis ihr hierher kamt. 6 ´Ihr seid dabei gewesen`, als er Datan und Abiram, die Söhne Eliabs aus dem Stamm Ruben, bestrafte: Der Boden öffnete sich und verschlang sie inmitten des Volkes mitsamt ihren Familien, ihren Zelten und allen, die sich ihnen angeschlossen hatten. 7 Mit eigenen Augen habt ihr die großen Taten gesehen, die der HERR vollbracht hat. 8 Darum lebt nach allen Geboten, die ich euch heute verkünde. Dann werdet ihr stark sein und das Land in Besitz nehmen, in das ihr jetzt zieht. 9 Lange werdet ihr in diesem Land leben, das der HERR euren Vorfahren und euch mit einem Eid zugesagt hat. Es ist ein Land, das von Milch und Honig überfließt. 10 Es ist fruchtbarer als das Land Ägypten, aus dem ihr gekommen seid: Dort musstet ihr jedes Feld nach der Aussaat mühsam mit dem Schöpfrad bewässern wie einen Gemüsegarten. 11 Anders ist es in dem Land, das ihr nun in Besitz nehmen werdet: dort gibt es Berge und Täler, und durch Regen wird es reichlich bewässert. 12 Es ist ein Land, für das der HERR, euer Gott, selbst Sorge trägt. Beständig wacht er darüber, das ganze Jahr hindurch. 13 Richtet euch genau nach seinen Geboten, die ich euch heute verkünde. Liebt den HERRN, euren Gott, und dient ihm von ganzem Herzen und mit ganzer Hingabe. 14 Dann wird er eurem Land zur rechten Zeit Regen schicken, im Herbst und im Frühjahr, und ihr könnt Getreide, Weintrauben und Oliven ernten. 15 Eurem Vieh wird er Gras zum Weiden geben, und ihr werdet immer reichlich zu essen haben. 16 Gebt Acht! Lasst euch nicht dazu verleiten, ´dem HERRN` untreu zu werden. Dient nicht anderen Göttern und betet sie nicht an. 17 Sonst wird der Zorn des HERRN euch treffen. Er wird den Himmel verschließen, sodass kein Regen mehr fällt und das Land keinen Ertrag mehr bringt. Innerhalb kurzer Zeit werdet ihr aus dem Land hinweggerafft, das der HERR euch geben will. 18 Prägt euch diese Worte ein und bewegt sie in eurem Herzen! ´Schreibt sie euch auf` und bindet sie euch zur Erinnerung um die Hand und auf die Stirn. 19 Schärft sie euren Kindern ein. Sagt sie euch immer wieder vor, ob ihr nun zu Hause oder unterwegs seid, ob ihr euch hinlegt oder ob ihr aufsteht. 20 Schreibt sie auch an die Türpfosten eurer Häuser und an eure Stadttore! 21 Dann werdet ihr lange in dem Land leben, das der HERR euren Vorfahren mit einem Eid zugesagt hat, ihr und eure Nachkommen. Solange Himmel und Erde bestehen, könnt ihr dort wohnen. 22 Wenn ihr also alle Gebote, die ich euch verkünde, genau befolgt, wenn ihr den HERRN, euren Gott, liebt, seinen Wegen folgt und ihm die Treue haltet, 23 dann wird er alle Völker Kanaans vertreiben und euch ihr Land geben. Ihr werdet es in Besitz nehmen, obwohl diese Völker größer und mächtiger sind als ihr. 24 Alles Land, auf das ihr euren Fuß setzt, wird euch gehören: von der Wüste ´im Süden` bis zum Libanongebirge ´im Norden`, vom Eufratstrom ´im Osten` bis zum Meer im Westen wird euer Gebiet reichen. 25 Niemand wird euch standhalten können. Der HERR, euer Gott, wird Angst und Schrecken vor euch über alle Bewohner des Landes kommen lassen. So hat er es euch versprochen. 26 Heute stelle ich euch vor die Wahl: Wollt ihr Segen oder Fluch? 27 Den Segen ´bekommt ihr`, wenn ihr nach den Geboten des HERRN, eures Gottes, lebt, die ich euch heute verkünde. 28 Aber der Fluch ´wird euch treffen`, wenn ihr euch nicht nach seinen Geboten richtet, wenn ihr den Weg verlasst, den ich euch heute zeige, wenn ihr anderen Göttern nachlauft, die ihr bisher noch nicht einmal gekannt habt. 29 Der HERR, euer Gott, wird euch in das Land ´Kanaan` bringen, und ihr werdet es in Besitz nehmen. Dort sollt ihr die Segensworte auf dem Berg Garizim ausrufen und die Flüche auf dem Berg Ebal. 30 ´Wie ihr wisst`, liegen diese beiden Berge auf der anderen Seite des Jordans, westlich der Straße, die durch die Jordanebene führt, im Land der Kanaaniter. Sie sind nicht weit entfernt von den Orakelbäumen bei Gilgal. 31 Ihr seid im Begriff, den Jordan zu überqueren, um das Land in Besitz zu nehmen, das der HERR, euer Gott, euch geben wird. Ihr werdet es einnehmen und darin wohnen. 32 Haltet euch ´dann` genau an alle Ordnungen und Rechtsbestimmungen, die ich euch heute verkünde.

       

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      • Episode 23
      • 5. Mose 11 | Segen oder Fluch?

      Text:

      Wie entscheidest du dich, wenn es um Segen oder Fluch geht? In 5. Mose 11 erinnert Mose das Volk Israel, die Segensworte auf dem Berg Garizim und die Fluchworte auf dem Berg Ebal zu hören. Diese Berge stehen symbolisch für das Leben mit Gott und die Abwesenheit seines Segens. Die Wahl zwischen Segen und Fluch hat Auswirkungen auf unser Leben. Vertraust du Gott und wählst das Leben mit ihm?

       

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      • Episode 24
      • 5. Mose 12,1–31 | PUR

      Text:

      Gelesen von Jörg Pasquay aus der Neuen Genfer Übersetzung (NGÜ)

       

      Bibeltext:

      1 Ich verkünde euch jetzt die Ordnungen und Rechtsbestimmungen, nach denen ihr leben sollt in dem Land, das der HERR, der Gott eurer Vorfahren, euch zum bleibenden Besitz geben wird. ´Richtet euch nach ihnen`, solange ihr in diesem Land lebt. 2 Zerstört alle Stätten, an denen die Völker, die ihr vertreiben werdet, ihre Götter verehren, auf den Berggipfeln und Hügeln ebenso wie unter den dicht belaubten Bäumen. 3 Reißt ihre Altäre nieder, zertrümmert ihre heiligen Steinmale, verbrennt die Götzenpfähle und stürzt alle Götzenstatuen um. Löscht jede Spur von ihnen aus. 4 Ihr dürft den HERRN, euren Gott, nicht auf die gleiche Art und Weise verehren, ´wie diese Völker ihre Götter verehrt haben`. 5 Der HERR wird mitten im Gebiet eurer Stämme eine Stätte auswählen, um bei euch zu wohnen und euch nahe zu sein. 6 Bringt ´all eure Opfer und Abgaben` dorthin: eure Brandopfer und Gemeinschaftsopfer, den zehnten Teil eurer Ernte, die Abgaben für das Heiligtum, die Abgaben aufgrund eines Gelübdes, eure freiwilligen Gaben sowie die erstgeborenen ´männlichen` Tiere eurer Rinder, Schafe und Ziegen. 7 Dort, in der Gegenwart des HERRN, eures Gottes, sollt ihr das Opfermahl halten. ´Feiert es` zusammen mit euren Familien und freut euch über das, was ihr durch eure Arbeit und durch den Segen eures Gottes erworben habt. 8 Bisher hat jeder von uns seine Opfer dargebracht, wo und wie es ihm gefiel. Doch das muss sich ändern. 9 Bis jetzt seid ihr ja auch noch nicht zur Ruhe gekommen, und ihr habt das Land noch nicht in Besitz genommen, das der HERR, euer Gott, euch geben will. 10 Schon bald aber werdet ihr den Jordan überqueren und das versprochene Land bewohnen. Der HERR wird euch Ruhe verschaffen vor euren Feinden ringsum, und ihr werdet in Sicherheit leben. 11 Dann gilt eine neue Ordnung: Bringt all eure Opfer und Abgaben an die Stätte, die der HERR, euer Gott, erwählt, um bei euch zu wohnen: eure Brandopfer und Gemeinschaftsopfer, den zehnten Teil eurer Ernte, die Abgaben für das Heiligtum sowie alle besonderen Gaben, die ihr dem HERRN aufgrund eines Gelübdes darbringen wollt. 12 Dort sollt ihr in seiner Gegenwart fröhlich feiern, zusammen mit euren Söhnen und Töchtern und euren Knechten und Mägden. Lasst auch die Leviten mitfeiern, die in euren Städten wohnen. Denn sie haben keinen eigenen Grundbesitz. 13 Hütet euch davor, eure Brandopfer an jedem beliebigen Ort darzubringen! 14 Nur an der Stätte, die der HERR in einem eurer Stammesgebiete auswählen wird, sollt ihr opfern und alle vorgeschriebenen Abgaben darbringen. 15 Anders ist es, wenn ihr schlachtet, um Fleisch zu essen: Das dürft ihr an eurem Wohnort tun. Dort könnt ihr nach Herzenslust von dem Fleisch essen, das der HERR, euer Gott, euch in seiner Güte gibt. ´Weil es sich nicht um Opferfleisch handelt`, darf der Unreine genauso davon essen wie der Reine, so wie es auch beim Fleisch von Gazellen und Hirschen der Fall ist, ´die nicht geopfert werden dürfen`. 16 Nur das Blut sollt ihr nicht verzehren. Ihr müsst es wie Wasser auf die Erde fließen lassen! 17 ´Was für den HERRN bestimmt ist`, dürft ihr nicht an euren Wohnorten essen: den zehnten Teil vom Getreide, vom Wein und vom Öl, die erstgeborenen Tiere eurer Rinder, Schafe und Ziegen, die Gaben aufgrund eines Gelübdes, die freiwilligen Gaben und die Abgaben für das Heiligtum. 18 All dies esst in der Gegenwart des HERRN an der Stätte, die er erwählen wird. ´Verzehrt es` zusammen mit euren Söhnen und Töchtern, euren Knechten und Mägden und mit den Leviten, die bei euch wohnen. Freut euch in der Gegenwart des HERRN, eures Gottes, an allem, was ihr durch eure Arbeit erworben habt. 19 Achtet darauf, dass ihr dabei die Leviten nicht übergeht! Solange ihr in eurem Land lebt, ´müsst ihr für sie sorgen`. 20 Wenn der HERR, euer Gott, euer Gebiet sehr groß werden lässt, wie er es versprochen hat, und ihr dann gerne Fleisch essen wollt, dürft ihr es nach Herzenslust ´in euren Wohnorten` tun. 21 Die Stätte, die der HERR erwählen wird, um bei euch zu wohnen, wäre zu weit entfernt, ´um für jede Schlachtung dorthin zu reisen`. Deshalb dürft ihr eure Rinder, Schafe und Ziegen, die der HERR euch schenken wird, zu Hause schlachten und essen, wann immer ihr wollt. 22 Genauso wie bei Hirschen und Gazellen dürfen alle davon essen, Reine wie Unreine. 23 Nur haltet euch daran, dass ihr niemals Blut verzehrt! Denn im Blut ist das Leben, und ihr dürft niemals Fleisch essen, in dem noch Leben ist. 24 Verzehrt kein Blut, sondern lasst es auf die Erde fließen wie Wasser. 25 Wenn ihr das beachtet, wird es euch und euren Nachkommen gut gehen, weil ihr in den Augen des HERRN richtig handelt. 26 Die Opfer und Abgaben jedoch, die dem HERRN geweiht sind, und alles, was ihr ihm aufgrund eines Gelübdes darbringen wollt, müsst ihr zu der Stätte bringen, die er erwählen wird. 27 Die Brandopfer sollt ihr ´vollständig` auf dem Altar des HERRN, eures Gottes, verbrennen – das ganze Fleisch mit dem Blut. Bei den Gemeinschaftsopfern müsst ihr das Blut an den Altar gießen, das Fleisch aber dürft ihr essen. 28 Beachtet alle diese Weisungen, die ich euch jetzt gebe, und lebt nach ihnen. Dann wird es euch und euren Nachkommen für immer gut gehen, weil ihr in den Augen des HERRN richtig handelt. 29 Der HERR, euer Gott, wird die Völker vernichten, zu denen ihr nun kommt. Ihr werdet sie vertreiben, ihr Land in Besitz nehmen und euch darin niederlassen. 30 Dann gebt Acht und lasst euch nicht dazu verführen, ihrem schlechten Beispiel zu folgen. Versucht nicht herauszufinden, wie sie ihre Götter verehrt haben, und sagt nicht: »Wir wollen es so machen wie sie!« 31 Ihr dürft den HERRN, euren Gott, nicht auf ihre Weise verehren! Denn diese Völker haben im Namen ihrer Götter lauter Dinge getan, die der HERR verabscheut und die er hasst. Sogar ihre Söhne und Töchter haben sie ´als Opfer` für ihre Götter verbrannt!

       

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      • Episode 25
      • 5. Mose 12 | Gemeinschaft im Opfer

      Text:

      Was bedeutet es, in der Gegenwart Gottes zu feiern? Mose fordert das Volk auf, Götzenbilder zu zerstören und einen Ort für Opfer zu wählen. Dort sollen alle zusammenkommen und in Gottes Gegenwart fröhlich feiern. Der Opferkult in Israel ist mehr als ein Ritual; er ist eine Einladung zur Gemeinschaft mit Gott. Entdecke, wie diese Sehnsucht nach Gemeinschaft in 5. Mose 12 lebendig wird und was das für unser Leben heute bedeutet.

       

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      • Episode 26
      • 5. Mose 13,1–19 | PUR

      Text:

      Gelesen von Jörg Pasquay aus der Neuen Genfer Übersetzung (NGÜ)

       

      Bibeltext:

      1 Achtet auf alle Weisungen, die ich euch verkünde, und lebt danach. Fügt nichts hinzu und lasst nichts weg! 2 Angenommen, ein Prophet tritt unter euch auf oder jemand, der sich auf göttliche Träume beruft. Er kündigt euch Zeichen und Wunder an, 3 die tatsächlich eintreffen. Wenn er euch dann auffordert, anderen Göttern nachzufolgen, die ihr nicht kennt, und ihnen zu dienen, 4 dann hört nicht auf ihn! Denn ´damit` stellt der HERR, euer Gott, euch auf die Probe. Er möchte wissen, ob ihr ihn von ganzem Herzen und mit ganzer Hingabe liebt. 5 Ihm sollt ihr nachfolgen, vor ihm sollt ihr Ehrfurcht haben. Nach seinen Geboten sollt ihr leben und auf ihn hören. Dient ihm und haltet ihm die Treue. 6 Jener ´falsche` Prophet oder Träumer soll getötet werden. Denn er wollte euch dazu bringen, euch vom HERRN, eurem Gott, abzuwenden, der euch aus Ägypten geführt und aus der Sklaverei befreit hat. Er wollte euch von dem Weg abbringen, den der HERR euch gewiesen hat. Entfernt das Böse aus eurer Mitte! 7 Angenommen, dein Bruder, dein Sohn oder deine Tochter, deine geliebte Frau oder dein bester Freund will dich heimlich überreden: »Komm, lass uns anderen Göttern dienen!« – Götter, die weder ihr gekannt habt noch eure Vorfahren, 8 Götter der Völker, die rings um euch oder weit entfernt von euch wohnen –, 9 dann geh nicht darauf ein und höre nicht auf den Verführer. Hab kein Mitleid mit ihm und schone ihn nicht. Vertusche auch nicht, was er getan hat. 10 Du musst ihn unbedingt töten. Er muss von der ganzen Gemeinschaft gesteinigt werden, und du sollst den ersten Stein werfen. 11 Er muss auf diese Weise sterben! Denn er hat versucht, euch von dem HERRN, eurem Gott, abzubringen, der euch aus der Sklaverei in Ägypten befreit hat. 12 Alle in Israel sollen von der Bestrafung erfahren, damit sie gewarnt sind und niemand bei euch mehr etwas so Verwerfliches tut. 13 Angenommen, ihr hört, dass in einer der Städte, die der HERR, euer Gott, euch gibt, 14 gewissenlose Menschen die Bewohner ´zum Götzendienst` verführt und sie aufgefordert haben: »Kommt, lasst uns anderen Göttern dienen!« – Göttern, die ihr gar nicht kennt –, 15 dann untersucht ´die Angelegenheit` genau und forscht gründlich nach, ob es sich so verhält. Beruht das Gerücht auf Tatsachen und ist wirklich etwas so Abscheuliches in eurem Land geschehen, 16 dann müsst ihr die Bewohner dieser Stadt unbedingt mit dem Schwert töten. Die ganze Stadt mitsamt ihren Bewohnern fällt unter den Bann, und ihr müsst sie vernichten. Auch das Vieh muss mit dem Schwert getötet werden. 17 Tragt alles, was ihr in der Stadt findet, auf dem Marktplatz zusammen und verbrennt die Stadt mitsamt der Beute vollständig für den HERRN, euren Gott. Für alle Zeiten soll sie ein Schutthaufen bleiben und nie wieder aufgebaut werden. 18 Behaltet nichts ´von dem, was zur Stadt gehört`. Alles ist dem Bann verfallen. ´Wenn ihr die Verführer so entschlossen ausrottet`, wird der HERR von seinem Zorn ablassen und euch mit Barmherzigkeit begegnen. Er wird euch zu einem großen Volk machen, wie er es euren Vorfahren geschworen hat. 19 Hört auf seine Stimme und lebt nach allen Geboten, die ich euch heute verkünde. So handelt ihr richtig in den Augen des HERRN, eures Gottes.

       

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      • Episode 27
      • 5. Mose 13 | Treue in Versuchung bewahren

      Text:

      Wie gehst du mit einem geistlichen Vakuum um? Mose warnt das Volk Israel, in der neuen Umgebung nicht Gott zu vergessen, wenn Versuchungen auftauchen. Er ruft zur Entscheidung für Gott auf und erinnert uns, wie wichtig es ist, das erste Gebot zu halten. Lass dich nicht verführen, sondern halte an Gottes Geboten fest. Diese Episode zeigt, wie du auch in schwierigen Zeiten treu bleiben kannst.

       

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      • Episode 28
      • 5. Mose 14 | Unterschiedlich leben für Gott

      Text:

      Wie zeigt sich der Unterschied zwischen dem Volk Gottes und anderen Völkern? In 5. Mose 14 geht es um die Speisegebote und den Zehnten. Gott ruft sein Volk zur Heiligkeit und gibt ihnen Regeln, um diese besondere Beziehung zu leben. Welche Bedeutung haben diese Gebote für uns heute? Lass uns gemeinsam darüber nachdenken, wie unser Leben als Kinder Gottes sichtbar wird.

       

      Diese Woche vertiefen: Zu jeder Woche der Staffel gibt es die Freitagsvertiefung als PDF — mit einem Impuls zum Schlüssel der Woche (diesmal: Licht) und einer praktischen Vertiefung für dich. Hier herunterladen:
      https://bibletunes.de/bt/at/dtn/Freitagsvertiefung_Woche3_Kraft.pdf

       

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      • Episode 29
      • 5. Mose 15,1–23 | PUR

      Text:

      Gelesen von Jörg Pasquay aus der Neuen Genfer Übersetzung (NGÜ)

       

      Bibeltext:

      1 Am Ende jedes siebten Jahres müsst ihr einen Schuldenerlass durchführen. 2 Dafür gelten folgende Bestimmungen: Jeder, der einem anderen Israeliten etwas geliehen hat, muss ihm seine Schulden erlassen. Er darf keine Rückzahlung einfordern, weil zu Ehren des HERRN ´ein Jahr` des Schuldenerlasses ausgerufen wurde. 3 Von Ausländern dürft ihr die Schulden eintreiben, aber bei euren Landsleuten müsst ihr darauf verzichten. 4 Eigentlich sollte es gar keine Armen unter euch geben, denn der HERR, euer Gott, wird euch reich segnen in dem Land, das er euch zum bleibenden Besitz geben wird. 5 ´Er tut dies`, wenn ihr auf seine Stimme hört und nach allen Geboten lebt, die ich euch heute verkünde. 6 Dann wird er euch segnen, wie er es euch versprochen hat. ´Ihr werdet so viel besitzen`, dass ihr ´Menschen aus` vielen Völkern etwas leihen könnt und selbst nichts borgen müsst. Über viele Völker werdet ihr herrschen, aber über euch wird kein anderes Volk Macht gewinnen. 7 Wenn aber doch ein Israelit bei euch im Land Kanaan verarmt, dann seid nicht hartherzig und verschließt die Hand nicht vor eurem Bruder, ´der zu eurem Volk gehört`. 8 Seid vielmehr freigebig und leiht ihm bereitwillig aus, so viel er braucht. 9 Hütet euch davor, euren armen Landsleuten gegenüber berechnend zu sein und insgeheim zu denken: »Bald kommt das siebte Jahr, ´in dem ich alle Schulden erlassen muss`.« Verweigert ihnen nicht böswillig eure Hilfe. Sonst beklagen sie sich euretwegen beim HERRN, und ihr steht vor ihm als schuldig da. 10 Gebt bereitwillig und seid dabei nicht missmutig! Dann wird der HERR, euer Gott, euch segnen bei allem, was ihr unternehmt. 11 Es wird in eurem Land immer Arme geben. Darum befehle ich euch: Seid freigebig gegenüber euren armen und bedürftigen Landsleuten! 12 Wenn ein Israelit oder eine Israelitin sich dir als Sklave verkauft, dann muss der Betreffende sechs Jahre für dich arbeiten, aber im siebten Jahr sollst du ihn wieder freigeben. 13 Doch lass ihn dann nicht mit leeren Händen gehen. 14 Gib ihm vielmehr großzügig von deinem Besitz, mit dem der HERR, dein Gott, dich gesegnet hat: Schafe und Ziegen, Getreide und Wein. 15 Erinnere dich immer daran, dass euer ganzes Volk einst als Sklaven in Ägypten gelebt hat und der HERR euch befreit hat. Darum gebe ich euch heute diese Weisung. 16 Wenn dein Sklave aber nicht freigelassen werden will, weil er dich und deine Familie liebt und weil es ihm bei dir gut geht, 17 dann nimm ein spitzes Werkzeug und stich es an einem Türpfosten durch sein Ohr. So bleibt er für immer dein Sklave. Dasselbe gilt für eine Sklavin. 18 Will dein Sklave jedoch nach sechs Jahren gehen, dann soll es dir nicht schwerfallen, ´ihn ziehen zu lassen`. Denn er hat dir in dieser Zeit doppelt so viel eingebracht wie ein Tagelöhner. Außerdem wird der HERR, dein Gott, dich dann segnen bei allem, was du unternimmst. 19 Alle ´männlichen` erstgeborenen Tiere eurer Rinder, Schafe und Ziegen sollt ihr aussondern und dem HERRN, eurem Gott, weihen. Darum arbeitet nicht mit einem erstgeborenen Rind auf dem Feld und schert nicht die Erstgeborenen eurer Schafe und Ziegen. 20 Einmal im Jahr sollt ihr diese Tiere zu der Stätte ´bringen`, die der HERR, euer Gott, erwählen wird, ´und sie dort` in seiner Gegenwart mit euren Familien ´schlachten und` essen. 21 Hat ein Tier jedoch einen Fehler, ist es lahm oder blind oder hat sonst eine Missbildung, dürft ihr es nicht dem HERRN, eurem Gott, als Opfer bringen. 22 Esst ´das Fleisch dieses Tieres` bei euch zu Hause. ´Weil es sich nicht um Opferfleisch handelt`, darf der Unreine genauso davon essen wie der Reine, so wie es auch beim Verzehr von Gazellen und Hirschen der Fall ist, ´die nicht geopfert werden dürfen`. 23 Nur das Blut sollt ihr nicht verzehren. Ihr müsst es wie Wasser auf die Erde fließen lassen.

       

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      • Episode 30
      • 5. Mose 15 | Sklaverei im Alten Testament verstehen (mit Dario Näpfer)

      Text:

      Was bedeutet Sklaverei im Kontext des Alten Testaments? Dario Näpfer und Detlef Kühlein gehen in dieser Episode auf die kulturellen Unterschiede ein und erklären, wie Gott mit seinem Volk umgeht. Sie zeigen, dass die biblische Sicht auf Sklaverei nicht mit heutigen Vorstellungen übereinstimmt. Lass uns gemeinsam in den Text eintauchen und neue Einsichten gewinnen!

       

      PDF von Dario Näpfer zu Biblestudies vorbereiten:
      https://bibletunes.de/bt/at/dtn/Biblestudies-vorbereiten_Dario-Naepfer.pdf

       

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      • Episode 31
      • 5. Mose 16,1–22 | PUR

      Text:

      Gelesen von Jörg Pasquay aus der Neuen Genfer Übersetzung (NGÜ)

       

      Bibeltext:

      1 Im Monat Abib sollt ihr zu Ehren des HERRN, eures Gottes, das Passafest feiern. Denn in diesem Monat hat er euch nachts aus Ägypten geführt. 2 Kommt ´für dieses Fest` an die Stätte, die der HERR erwählen wird, um bei euch zu wohnen. Bringt ihm Schafe, Ziegen oder Rinder als Passaopfer dar. 3 Ihr dürft dazu kein Brot essen, das mit Sauerteig gebacken wurde. Sieben Tage lang dürft ihr nur Brot aus ungesäuertem Teig essen, so wie damals, als ihr in großer Eile aus Ägypten geflohen seid. Dieses »Brot der Not« soll euch euer Leben lang an den Tag erinnern, an dem ihr aus Ägypten gezogen seid. 4 Während dieser sieben Tage darf in eurem ganzen Land nirgendwo Sauerteig zu finden sein. Von dem Fleisch ´des Tieres`, das ihr am ´Vorabend des` ersten Festtages schlachtet, darf nichts bis zum nächsten Morgen übrig bleiben. 5 Ihr dürft das Passaopfer nicht in euren Wohnorten schlachten, die der HERR euch geben wird, 6 sondern nur an der Stätte, die er erwählen wird. Schlachtet das Tier abends bei Sonnenuntergang, denn um diese Tageszeit seid ihr damals aus Ägypten aufgebrochen. 7 Bereitet das Fleisch an der vom HERRN erwählten Stätte zu und esst es auch dort. Am nächsten Morgen könnt ihr wieder nach Hause zurückkehren. 8 An den sechs folgenden Tagen dürft ihr nur Brot aus ungesäuertem Teig essen. Am siebten Tag kommt zu einer heiligen Festversammlung zu Ehren des HERRN, eures Gottes, zusammen und geht nicht eurer täglichen Arbeit nach. 9 Sieben Wochen nach Beginn der Getreideernte 10 feiert das Wochenfest zu Ehren des HERRN, eures Gottes. Bringt ihm so viele freiwillige Opfergaben, wie ihr möchtet – je nachdem, wie reich er euch gesegnet hat. 11 Feiert in der Gegenwart des HERRN ein fröhliches Fest an der Stätte, die er erwählen wird. Freut euch mit euren Söhnen und Töchtern, Knechten und Mägden, mit den Leviten, die in euren Städten wohnen, mit den Ausländern und den Waisen und Witwen unter euch. 12 Denkt daran, dass ihr selbst einmal Sklaven in Ägypten wart. Richtet euch genau nach diesen Ordnungen. 13 Wenn das Getreide gedroschen ist und die Weintrauben gekeltert sind – ´am Ende eurer Erntezeit` –, sollt ihr sieben Tage lang das Laubhüttenfest feiern. 14 Begeht es als ein fröhliches Fest zusammen mit euren Söhnen und Töchtern, Knechten und Mägden, mit den Leviten, den Ausländern und den Waisen und Witwen, die in euren Städten wohnen. 15 Feiert es sieben Tage lang zu Ehren des HERRN an der von ihm erwählten Stätte. Freut euch von Herzen, dass er euch eine gute Ernte geschenkt und eure Arbeit gesegnet hat. 16 Dreimal im Jahr sollen alle Männer ´Israels` vor dem HERRN zusammenkommen an der Stätte, die er erwählen wird: am Fest der ungesäuerten Brote, am Wochenfest und am Laubhüttenfest. Keiner darf mit leeren Händen kommen. 17 Jeder soll so viel geben, wie er kann – je nachdem, wie reich der HERR ihn gesegnet hat. 18 Ernennt in euren Stammesgebieten in jeder Stadt, die der HERR, euer Gott, euch geben wird, Richter und Schiedsleute. Sie sollen im Volk Recht sprechen und für gerechte Urteile sorgen. 19 Ihr dürft das Recht nicht beugen. Urteilt ohne Ansehen der Person und nehmt keine Bestechungsgeschenke an. Denn solche Geschenke verführen selbst weise Menschen dazu, die Augen zu verschließen und das Recht zu verdrehen. 20 Setzt euch unermüdlich für Gerechtigkeit ein. Dann bleibt ihr am Leben und werdet das Land behalten, das der HERR euch geben will. 21 Stellt niemals hölzerne Götzenpfähle neben dem Altar auf, den ihr für den HERRN, euren Gott, bauen werdet. 22 Errichtet auch keine Steinmale ´für andere Götter`, denn das hasst der HERR, euer Gott.

       

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      • Episode 32
      • 5. Mose 16 | Gott ist ein Gott des Feierns

      Text:

      Kennst du das Gefühl, das Leben zu feiern? In 5. Mose 16 zeigt Gott, wie wichtig Feste sind. Sie erinnern uns an seine Taten und laden uns ein, unsere eigenen geistlichen Feiern zu zelebrieren. Lass uns die Verbindung zwischen jüdischen und christlichen Festen entdecken und die Freude am Feiern neu erleben.

       

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      • Episode 33
      • 5. Mose 17,1–20 | PUR

      Text:

      Gelesen von Jörg Pasquay aus der Neuen Genfer Übersetzung (NGÜ)

       

      Bibeltext:

      1 Ihr dürft dem HERRN, eurem Gott, keine Rinder, Schafe und Ziegen als Opfer bringen, die eine Missbildung oder sonst einen körperlichen Fehler haben. Denn das verabscheut er. 2 Angenommen, in einer der Städte, die der HERR, euer Gott, euch gibt, verstößt ein Mann oder eine Frau gegen den Willen des HERRN und bricht den Bund mit ihm. 3 Der Betreffende verehrt andere Götter und betet die Sonne, den Mond und die Sterne an, obwohl der HERR es ausdrücklich verboten hat. 4 Wenn euch so etwas zu Ohren kommt, dann untersucht ´die Angelegenheit` genau und forscht gründlich nach, ob es sich so verhält. Erweist sich der Verdacht als zutreffend und in Israel ist tatsächlich etwas so Abscheuliches geschehen, 5 dann müsst ihr den Mann oder die Frau aus der Stadt hinausführen und durch Steinigung hinrichten. 6 Das ist aber nur dann möglich, wenn mindestens zwei Zeugen gegen den Schuldigen aussagen. Ein einzelner Zeuge reicht nicht aus, um ein Todesurteil zu fällen. 7 Die Zeugen sollen als Erste ihre Steine auf den Verurteilten werfen und danach die ganze Gemeinschaft. So soll er hingerichtet werden. Entfernt das Böse aus eurer Mitte! 8 Angenommen, ein Rechtsstreit, der normalerweise in euren Städten entschieden wird, ist so schwierig, dass ihr kein Urteil fällen könnt. Dabei kann es sich um Mord, Totschlag, Körperverletzung, Eigentumsvergehen oder sonst irgendeinen Fall handeln. Dann geht zu der Stätte, die der HERR, euer Gott, erwählen wird. 9 Wendet euch an die Priester aus dem Stamm Levi und den obersten Richter, der dann im Amt ist, und tragt ihnen den Fall vor. Sie werden ein Urteil sprechen, 10 und daran müsst ihr euch halten. Was sie an der vom HERRN erwählten Stätte entscheiden, ist verbindlich. Befolgt es genau. 11 Die Weisungen und die Urteile, die sie euch verkünden, müsst ihr in die Tat umsetzen. Von ihrer Entscheidung dürft ihr in keiner Richtung abweichen, ihr dürft sie weder verschärfen noch abmildern. 12 Wer so vermessen ist, dass er auf den Priester, der dem HERRN dient, oder auf den ´obersten` Richter nicht hört, der muss getötet werden. Entfernt das Böse aus Israel! 13 Alle im Volk sollen davon hören, damit sie gewarnt sind und niemand mehr so vermessen handelt. 14 Bald werdet ihr in das Land ziehen, das der HERR, euer Gott, euch geben will. Ihr werdet es in Besitz nehmen und euch darin niederlassen. Wenn ihr dann sagt: »Wir wollen einen König wie alle Völker um uns herum!«, 15 dann dürft ihr nur den zu eurem König ernennen, den der HERR erwählen wird. Er muss aus eurem Volk stammen. Wählt keinen Fremden, der nicht zu eurem Volk gehört. 16 Der König darf nicht zu viele Pferde besitzen. Er darf auch niemand von euch nach Ägypten verkaufen, um dafür Pferde zu erhalten. Denn der HERR hat verboten, dass sein Volk wieder nach Ägypten zurückkehrt. 17 Der König soll auch nicht viele Frauen haben, damit sein Herz sich nicht ´von Gott` abwendet. Auch Silber und Gold darf er nicht im Übermaß anhäufen. 18 Wenn er den Thron besteigt, soll er sich eine Abschrift dieses Gesetzbuchs anfertigen lassen, das bei den Priestern aus dem Stamm Levi aufbewahrt wird. 19 Diese Abschrift soll er immer bei sich haben und sein Leben lang täglich darin lesen, damit er lernt, Ehrfurcht vor dem HERRN zu haben und alle Gebote und Ordnungen dieses Gesetzes genau zu befolgen. 20 Das wird ihn davor bewahren, auf die anderen Menschen aus seinem Volk herabzusehen, und ihm helfen, in keiner Richtung von ´Gottes` Weisung abzuweichen. So werden er und seine Nachkommen lange in Israel als Könige herrschen.

       

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      • Episode 34
      • 5. Mose 17 | Jesus im Gesetz entdecken

      Text:

      Was, wenn du 5. Mose mit der Jesus-Brille liest? Kapitel 17 zeigt, wie alles auf den Messias hinweist. Von den Opfern bis zu den Richtern spiegelt jeder Abschnitt die Gnade und die Liebe Gottes wider. Entdecke, wie die Ethik für Könige auf Jesus verweist, den wahren König, der das Wort Gottes verkörpert. Lass dich inspirieren und finde den Reichtum dieses Kapitels!

       

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      • Episode 35
      • 5. Mose 18,1–22 | PUR

      Text:

      Gelesen von Jörg Pasquay aus der Neuen Genfer Übersetzung (NGÜ)

       

      Bibeltext:

      1 Die levitischen Priester und der ganze Stamm Levi bekommen im Gegensatz zu den anderen Israeliten keinen eigenen Grundbesitz. Als Lebensunterhalt dienen ihnen die Anteile der Opfer, die nicht für den HERRN verbrannt werden, sowie die Abgaben der Israeliten an das Heiligtum. 2 Anteil an Grundbesitz erhalten sie nicht, denn der HERR selbst ist ihr Anteil ´und sorgt für sie`, wie er es ihnen zugesagt hat. 3 Auf bestimmte Teile der Tiere, die von den Israeliten als Opfer geschlachtet werden, haben die Priester einen rechtlichen Anspruch: auf die Vorderkeule, die Kinnbacken und den Magen der Schafe, Ziegen und Rinder. 4 Gebt den Priestern außerdem die ersten Früchte eurer Ernte von Getreide, Wein und Öl und ebenso die erste Schur eurer Schafe und Ziegen. 5 Denn der HERR, euer Gott, hat den Stamm Levi unter all euren Stämmen auserwählt und ihm für alle Zeit den Dienst am Heiligtum übertragen. 6 Wenn ein Levit aus einer Stadt irgendwo in Israel den Wunsch verspürt, dem HERRN an der vom ihm erwählten Stätte zu dienen, dann kann er dorthin kommen 7 und dieselben Aufgaben übernehmen wie seine levitischen Stammesbrüder, die ´schon` am Heiligtum Dienst tun. 8 Er bekommt den gleichen Anteil ´von den Opfern und Abgaben` als Lebensunterhalt – unabhängig davon, was er durch den Verkauf des Familienbesitzes ´in seiner Heimatstadt` erworben hat. 9 Wenn ihr in das Land kommt, das der HERR, euer Gott, euch gibt, dann hütet euch, die abscheulichen Bräuche der dort lebenden Völker zu übernehmen. 10 Niemand von euch darf seinen Sohn oder seine Tochter als Opfer verbrennen, Wahrsagerei oder Zauberei treiben, Orakel deuten oder durch Magie die Zukunft voraussagen, 11 Geister beschwören, Wahrsager aufsuchen oder Tote befragen. 12 Denn der HERR verabscheut jeden, der so etwas tut. Gerade wegen dieser abscheulichen Bräuche wird er die Bewohner des Landes vor euch vertreiben. 13 Ihr aber sollt dem HERRN, eurem Gott, die Treue halten. 14 Die Völker, die ihr vertreiben werdet, hören auf Zauberer und Wahrsager. Euch jedoch hat der HERR, euer Gott, so etwas verboten. 15 Einen Propheten wie mich wird der HERR, euer Gott, aus eurer Mitte berufen und als seinen Boten zu euch senden. Auf ihn sollt ihr hören. 16 Ihr selbst habt euch dies vom HERRN gewünscht, als ihr am Berg Horeb vor ihm versammelt wart. Damals sagtet ihr: »Wir können die Stimme des HERRN, unseres Gottes, nicht länger hören und dieses große Feuer nicht länger sehen, sonst müssen wir sterben!« 17 Damals sagte der HERR zu mir: »Sie haben recht. 18 Darum will ich einen Propheten wie dich aus ihrer Mitte berufen und als meinen Boten zu ihnen senden. Ich lege ihm meine Worte in den Mund; er wird dem Volk alles ausrichten, was ich ihm auftrage. 19 Wer nicht auf das hört, was der Prophet in meinem Auftrag sagt, den ziehe ich dafür zur Rechenschaft. 20 Jeder Prophet aber, der sich anmaßt, in meinem Namen etwas zu verkünden, was ich ihm nicht aufgetragen habe, oder der im Namen anderer Götter redet, muss sterben!« 21 Vielleicht fragt ihr euch: »Woran können wir erkennen, ob ein Wort vom HERRN kommt oder nicht?« 22 Wenn ein Prophet im Namen des HERRN etwas ankündigt und es trifft nicht ein, dann hat der HERR nicht durch ihn gesprochen. Der Prophet hat sich angemaßt, ´eigenmächtig` zu reden, und ihr braucht ihn nicht ernst zu nehmen.

       

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      • Episode 36
      • 5. Mose 18 | Gottes Versorgung und Schutz

      Text:

      Wie versorgt Gott die Menschen, die ihm dienen? In 5. Mose 18 sehen wir, dass die levitischen Priester keinen eigenen Grundbesitz haben, aber reich beschenkt werden durch ihre priesterliche Aufgabe. Jesus ermutigt uns, nach Gottes Reich zu trachten. Zudem warnt er sein Volk, sich nicht den abscheulichen Bräuchen der Völker zuzuwenden. Gott sendet seine Propheten, um sein Volk zu führen und zu schützen. Wie setzen wir diese Prinzipien in unserem Alltag um?

       

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      • Episode 37
      • 5. Mose 19,1–21 | PUR

      Text:

      Gelesen von Jörg Pasquay aus der Neuen Genfer Übersetzung (NGÜ)

       

      Bibeltext:

      1 Wenn der HERR, euer Gott, die Völker ausgerottet hat, deren Land er euch geben will, wenn ihr das Land in Besitz genommen und euch in ihren Städten und Häusern niedergelassen habt, 2 dann sollt ihr drei Städte zu Zufluchtsstädten erklären. 3 Sie sollen ´gleichmäßig verteilt` in drei verschiedenen Bezirken eures Landes liegen und auf gut ausgebauten Wegen erreichbar sein. Dorthin kann jeder fliehen, der einen Menschen ´unabsichtlich` getötet hat. 4 Er ist in diesen Zufluchtsstädten vor der Blutrache sicher, wenn er nicht vorsätzlich getötet und den anderen nicht gehasst hat. 5 Es kann ´zum Beispiel` vorkommen, dass zwei Männer in den Wald gehen, um Bäume zu fällen. Der eine holt mit der Axt aus, das Eisen löst sich vom Stiel und trifft den anderen tödlich. In diesem Fall soll der Betreffende in eine der Zufluchtsstädte fliehen, um sein Leben zu retten. 6 Wäre die Entfernung zur nächsten Zufluchtsstadt zu groß, dann könnte der aufgebrachte Bluträcher ihm nachjagen und ihn umbringen – obwohl der Betreffende keinen Mord aus Hass begangen und den Tod nicht verdient hat. 7 Darum ordne ich an, dass ihr drei ´gut erreichbare` Zufluchtsstädte bestimmen sollt. 8 ´Später wird` der HERR, euer Gott, euer Gebiet erweitern, so wie er es euren Vorfahren mit einem Eid zugesagt hat. Er wird euch das ganze Land geben, das er ihnen damals versprochen hat. 9 ´Er tut dies`, wenn ihr alle Gebote, die ich euch heute verkünde, genau befolgt, und wenn ihr den HERRN liebt und jeden Tag nach seinem Willen lebt. ´In eurem erweiterten Gebiet` sollt ihr drei weitere Zufluchtsstädte bestimmen, zusätzlich zu den anderen drei. 10 ´So verhindert ihr`, dass unschuldiges Blut vergossen wird in dem Land, das der HERR, euer Gott, euch als bleibenden Besitz gibt. Andernfalls würde auf dem ganzen Volk Blutschuld lasten. 11 Angenommen jedoch, jemand lauert einem anderen aus Hass auf und überfällt und tötet ihn. Danach sucht er Zuflucht in einer dieser Städte. 12 In diesem Fall sollen die führenden Männer seiner Heimatstadt ihn von dort holen lassen und ihn dem Bluträcher ausliefern, damit dieser ihn tötet. 13 Habt kein Mitleid mit ihm! Unschuldig vergossenes Blut darf in Israel nicht ungesühnt bleiben. ´Wenn ihr euch daran haltet`, wird es euch gut gehen. 14 Wenn ihr das Land besitzt, das der HERR, euer Gott, euch geben will, dann dürft ihr eurem Nachbarn nicht seinen Grund und Boden streitig machen. Achtet die Grundstücksgrenzen, die eure Vorfahren gezogen haben! 15 Die Aussage eines einzelnen Zeugen reicht niemals aus, um jemand für ein Verbrechen oder Vergehen gleich welcher Art zu verurteilen. Jede Sache soll erst aufgrund der Aussage von zwei oder drei Zeugen entschieden werden. 16 Wenn ein ´einzelner` Zeuge fälschlicherweise einen anderen beschuldigt, ein Verbrechen begangen zu haben, 17 dann sollen die beiden mit ihrem Rechtsstreit zum ´Heiligtum des` HERRN gehen und ihren Fall den Priestern und Richtern vorlegen, die gerade im Amt sind. 18 Die Richter sollen die Angelegenheit genau untersuchen. Stellt sich heraus, dass der Zeuge gelogen und den anderen ´bewusst` falsch beschuldigt hat, 19 dann müsst ihr genau die Strafe über ihn verhängen, die er dem anderen zugedacht hatte. Entfernt so das Böse aus eurer Mitte! 20 Alle in Israel sollen davon hören, damit sie gewarnt sind und so eine Bosheit nie wieder vorkommt. 21 Habt kein Mitleid ´mit dem falschen Zeugen. Es gilt der Grundsatz`: Leben für Leben, Auge für Auge, Zahn für Zahn, Hand für Hand, Fuß für Fuß.

       

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      • Episode 38
      • 5. Mose 19 | Schutz vor Blutrache

      Text:

      Wie reagierst du, wenn dir Unrecht widerfährt? Oft ist der erste Gedanke, sich zu rächen. Doch in 5. Mose 19 zeigt Gott einen anderen Weg: Zufluchtsstädte schützen das Leben und helfen, Emotionen zu beruhigen. Hier lernen wir, wie wichtig es ist, Konflikte friedlich zu klären und die Prinzipien des Lebens zu achten, die Gott für uns aufgestellt hat.

       

      Diese Woche vertiefen: Zu jeder Woche der Staffel gibt es die Freitagsvertiefung als PDF — mit einem Impuls zum Schlüssel der Woche (diesmal: Nahrung) und einer praktischen Vertiefung für dich. Hier herunterladen:
      https://bibletunes.de/bt/at/dtn/Freitagsvertiefung_Woche4_Nahrung.pdf

       

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      • Episode 39
      • 5. Mose 20,1–20 | PUR

      Text:

      Gelesen von Jörg Pasquay aus der Neuen Genfer Übersetzung (NGÜ)

       

      Bibeltext:

      1 Wenn ihr gegen eure Feinde in den Krieg zieht und seht, dass sie zahlreicher sind als ihr und Pferde und Streitwagen besitzen, dann fürchtet euch nicht vor ihnen! Denn der HERR, euer Gott, der euch aus Ägypten geführt hat, steht euch bei. 2 Bevor ihr zum Kampf ausrückt, soll der Priester vor die Truppen treten und zu ihnen sprechen. 3 Er soll sie ermutigen: »Hört, ´ihr Männer von` Israel! Ihr zieht jetzt in den Kampf gegen eure Feinde. Seid mutig und fürchtet euch nicht vor ihnen. Lasst euch nicht einschüchtern und weicht nicht vor ihnen zurück. 4 Denn der HERR, euer Gott, zieht mit euch. Er selbst wird gegen eure Feinde kämpfen und euch den Sieg geben.« 5 Danach sollen die Heerführer die Truppen fragen: »Hat jemand unter euch gerade ein neues Haus gebaut und noch nicht eingeweiht? Er soll nach Hause zurückkehren, damit er nicht im Kampf fällt und ein anderer sein Haus einweiht. 6 Oder hat jemand gerade einen Weinberg neu angelegt und noch nichts davon geerntet? Auch er soll nach Hause gehen, damit er nicht im Kampf fällt und ein anderer die Ernte bekommt. 7 Oder ist jemand verlobt, aber noch nicht verheiratet? Er soll nach Hause gehen, damit er nicht im Kampf stirbt und ein anderer seine Verlobte heiratet.« 8 Weiter sollen die Heerführer die Kämpfer fragen: »Ist jemand da, dem der Mut fehlt und der sich fürchtet? Auch er soll nach Hause gehen. Sonst könnte er die anderen noch mit seiner Mutlosigkeit anstecken.« 9 Wenn die Heerführer ihre Ansprache beendet haben, sollen sie Truppenführer ´ernennen und` an die Spitze der einzelnen Abteilungen setzen. 10 Wenn ihr eine Stadt angreift, sollt ihr die Bewohner zunächst zur kampflosen Übergabe auffordern. 11 Gehen sie darauf ein und öffnen euch die Tore, dann müssen sie sich euch unterwerfen und Zwangsarbeit leisten. 12 Wollen sie aber das Friedensangebot nicht annehmen, sondern kämpfen, dann belagert sie. 13 Wenn der HERR, euer Gott, sie in eure Hand gibt, dann tötet alle männlichen Bewohner mit dem Schwert! 14 Die Frauen und Kinder, das Vieh und alle übrige Beute könnt ihr behalten. Über das gesamte Beutegut, das der HERR in eure Hände fallen lässt, könnt ihr frei verfügen. 15 Verfahrt auf diese Weise mit allen Städten, die weit entfernt sind und nicht in dem euch zugeteilten Land liegen. 16 Anders ist es bei den Städten der ´kanaanitischen` Völker, ´deren Gebiet` der HERR, euer Gott, euch zum bleibenden Besitz geben will. Dort dürft ihr weder Menschen noch Tiere am Leben lassen. 17 An all diesen Völkern – den Hetitern, Amoritern, Kanaanitern, Perisitern, Hiwitern und Jebusitern – müsst ihr den Bann vollstrecken und sie vernichten, wie der HERR es befohlen hat. 18 Sonst bringen sie euch all die abscheulichen Dinge bei, die sie zu Ehren ihrer Götter treiben, ´und verführen euch dazu`, dem HERRN untreu zu werden. 19 Wenn ihr eine Stadt längere Zeit belagern müsst, bevor ihr sie einnehmen könnt, dann fällt nicht die Obstbäume in der Umgebung, sondern lasst sie stehen; ihr könnt davon essen. Die Bäume auf dem Feld sind keine Feinde, die ihr bekämpfen müsst. 20 Fällt nur Bäume, von denen ihr wisst, dass sie keine essbaren Früchte tragen. ´Aus ihrem Holz` könnt ihr die Belagerungsanlagen bauen, ´die ihr braucht`, um die Stadt eurer Feinde einzunehmen.

       

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      • Episode 40
      • 5. Mose 20 | Ethik des Krieges verstehen

      Text:

      Wie gehst du mit schwierigen Bibelstellen um, die Krieg thematisieren? In 5. Mose 20 gibt Gott Anweisungen zur Kriegsführung, die uns herausfordern. Gott ist der Kriegsführer, doch er setzt Maßstäbe für den Umgang mit Feinden. Lass uns entdecken, welche ethischen Prinzipien hinter diesen Geboten stehen und wie wir sie in der heutigen Zeit verstehen können.

       

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      • Episode 41
      • 5. Mose 21,1–23 | PUR

      Text:

      Gelesen von Jörg Pasquay aus der Neuen Genfer Übersetzung (NGÜ)

       

      Bibeltext:

      1 Angenommen, in dem Land, das der HERR, euer Gott, euch zum bleibenden Besitz geben will, wird auf freiem Feld ein Ermordeter gefunden, ohne dass man weiß, wer ihn getötet hat. 2 Dann sollen eure führenden Männer und Richter zum Fundort gehen und die Entfernung zu den umliegenden Städten feststellen. 3 In der Stadt, die dem Fundort am nächsten liegt, sollen die führenden Männer eine junge Kuh auswählen, mit der man noch nicht gearbeitet hat und die noch nie in ein Joch gespannt wurde. 4 Sie bringen die Kuh zu einem Bach, der das ganze Jahr Wasser führt. ´An einer Stelle`, wo keine Äcker sind und nichts gesät wurde, brechen sie ihr das Genick. 5 Danach treten die Priester aus dem Stamm Levi dazu. Denn der HERR, euer Gott, hat sie dazu erwählt, in seinem Dienst zu stehen und in seinem Namen zu segnen. Ihr Urteilsspruch entscheidet bei strittigen Rechtsfällen und Gewaltverbrechen. 6 ´In ihrer Gegenwart` waschen die führenden Männer der Stadt über der toten Kuh ihre Hände 7 und erklären ´stellvertretend für die ganze Stadt`: »Unsere Hände haben dieses Blut nicht vergossen, und unsere Augen haben diesen Mord nicht gesehen. 8 HERR, vergib deinem Volk Israel, das du ´aus Ägypten` befreit hast. Lege uns nicht das unschuldig vergossene Blut dieses Ermordeten zur Last.« Auf diese Weise wird Sühnung für die Blutschuld erwirkt, und sie wird den Einwohnern der Stadt nicht angerechnet. 9 Unschuldig vergossenes Blut darf in Israel nicht ungesühnt bleiben. ´Wenn ihr euch danach richtet`, handelt ihr, wie es in den Augen des HERRN richtig ist. 10 Angenommen, ihr zieht gegen eure Feinde in den Kampf und der HERR, euer Gott, gibt sie in eure Hand und ihr macht Gefangene. 11 Vielleicht sieht jemand von euch unter ihnen eine schöne Frau, verliebt sich in sie und will sie heiraten. 12 Er darf sie mit in sein Haus nehmen. Dort muss sie sich den Kopf kahlscheren, die Nägel schneiden 13 und die Kleider ablegen, die sie als Gefangene getragen hat. Einen Monat lang darf sie in seinem Haus um ihren Vater und ihre Mutter trauern. Erst danach darf er sie zur Frau nehmen und mit ihr schlafen, und sie ist von nun an seine rechtmäßige Ehefrau. 14 Wenn sie ihm ´später` nicht mehr gefällt, muss er sie gehen lassen, wohin sie will. Er darf sie nicht als Sklavin verkaufen oder selbst als Sklavin behalten. Denn er hat sie zur Ehe gezwungen. 15 Angenommen, ein Mann hat zwei Frauen und er liebt die eine mehr als die andere. Beide haben ihm einen Sohn geboren, und der älteste Sohn stammt von der weniger geliebten Frau. 16 Wenn dieser Mann ´später` sein Erbe unter seinen Söhnen aufteilt, darf er nicht dem Sohn der geliebten Frau das Erstgeburtsrecht zusprechen. Denn der Sohn der weniger geliebten Frau ist der Erstgeborene. 17 Er muss diesen Sohn als Erstgeborenen anerkennen und ihm doppelt so viel vererben wie seinen anderen Söhnen. Ihn hat er als ersten gezeugt, und darum steht ihm das Erstgeburtsrecht zu. 18 Angenommen, jemand hat einen rebellischen und ungehorsamen Sohn, der sich weder von seinem Vater noch von seiner Mutter etwas sagen lässt. Sie versuchen es mit Strafen, aber er hört nicht auf sie. 19 Dann müssen ihn seine Eltern vor die führenden Männer zum ´Gerichtsplatz beim` Stadttor bringen 20 und zu ihnen sagen: »Unser Sohn hier ist rebellisch und ungehorsam und nicht bereit, auf unsere Ermahnungen zu hören. Er verprasst alles und ist ein Säufer.« 21 Daraufhin sollen alle Männer der Stadt ihn durch Steinigung hinrichten. Entfernt das Böse aus eurer Mitte! Alle in Israel müssen davon erfahren, damit sie gewarnt sind. 22 Angenommen, jemand hat ein Verbrechen begangen, auf das die Todesstrafe steht, und wird nach der Hinrichtung an einen Pfahl gehängt. 23 Dann dürft ihr ihn nicht über Nacht hängen lassen. Ihr müsst ihn unbedingt noch am selben Tag begraben, sonst verunreinigt ihr das Land, das der HERR, euer Gott, euch als bleibenden Besitz geben will. Denn verflucht ist jeder, der am Pfahl endet.

       

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      • Episode 42
      • 5. Mose 21 | Herausforderungen im Volk Gottes

      Text:

      Kennst du die Schwierigkeiten, die das Volk Israel bei der Umsetzung von Gottes Geboten hatte? In diesem Kapitel geht es um die Anwendung der Gesetze Gottes in Extremfällen. Mose muss Lösungen finden für komplexe Situationen, die nicht dem ursprünglichen Willen Gottes entsprechen. Das zeigt uns, wie wichtig es ist, in schwierigen Zeiten die Ethik Gottes zu verstehen und zu leben.

       

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      • Episode 43
      • 5. Mose 22,1–29 | PUR

      Text:

      Gelesen von Jörg Pasquay aus der Neuen Genfer Übersetzung (NGÜ)

       

      Bibeltext:

      1 Wenn du ein Rind oder ein Schaf siehst, das einem anderen Israeliten gehört und sich verirrt hat, dann tu nicht so, als ginge es dich nichts an. Bring es seinem Besitzer wieder zurück! 2 Falls er weit entfernt wohnt oder dir unbekannt ist, nimm das Tier mit zu dir nach Hause. Behalte es so lange, bis der Besitzer es sucht. Dann gib es ihm wieder zurück. 3 Handle genauso, wenn jemand seinen Esel, sein Obergewand oder sonst etwas verloren hat und du es findest. Tu nicht so, als ginge es dich nichts an. 4 Auch wenn du siehst, wie der Esel oder das Rind eines anderen Israeliten auf der Straße stürzt, dann tu nicht so, als ginge es dich nichts an. Hilf ihm, sein Tier wieder auf die Beine zu bringen. 5 Eine Frau soll keine Männersachen tragen und ein Mann keine Frauenkleidung. Der HERR, euer Gott, verabscheut jeden, der so etwas tut. 6 Wenn du unterwegs auf einem Baum oder auf der Erde ein Vogelnest findest und die Vogelmutter sitzt auf den Jungen oder auf den Eiern, dann darfst du nicht die Mutter zusammen mit den Jungen fangen. 7 Die Jungen kannst du mitnehmen, aber die Mutter lass unbedingt fliegen. Dann wird es dir gut gehen und du wirst lange leben. 8 Wenn du ein neues Haus baust, dann sichere das Flachdach mit einem Geländer. Wenn jemand vom Dach stürzt ´und stirbt`, lädst du Blutschuld ´auf dich und` auf alle, die in deinem Haus wohnen. 9 Pflanz in deinem Weinberg außer den Weinstöcken nichts anderes an. Denn sonst fällt die ganze Ernte dem Heiligtum zu: sowohl der Wein als auch die anderen Früchte. 10 Spann nicht ein Rind und einen Esel zusammen vor den Pflug. 11 Trag keine Kleidung, deren Stoff aus Wolle und Leinen gemischt ist. 12 Bring an den vier Zipfeln deines Obergewandes Quasten an. 13 Angenommen, ein Mann heiratet eine Frau, doch nach kurzer Zeit will er nichts mehr von ihr wissen. 14 Er bringt sie in Verruf und behauptet: »Diese Frau habe ich geheiratet, und als ich mit ihr schlafen wollte, stellte ich fest, dass sie keine Jungfrau mehr war!« 15 Dann sollen die Eltern der jungen Frau zum ´Versammlungsplatz am` Stadttor gehen und den führenden Männern das Beweisstück für ihre Jungfräulichkeit zeigen. 16 Der Vater erklärt dazu: »Ich habe meine Tochter diesem Mann zur Frau gegeben, aber jetzt gefällt sie ihm nicht mehr. 17 Deshalb bringt er sie in Verruf und behauptet: ›Deine Tochter war keine Jungfrau mehr!‹ Hier ist das Beweisstück für die Jungfräulichkeit meiner Tochter.« Dann sollen die Eltern das Tuch, ´auf dem die beiden die Hochzeitsnacht verbracht haben`, vor den führenden Männern der Stadt ausbreiten. 18 Daraufhin soll der Mann ausgepeitscht werden. 19 Er muss eine Geldstrafe von hundert Silberstücken bezahlen, die dem Vater der jungen Frau ausgehändigt wird. Denn er hat eine junge Frau aus Israel in Verruf gebracht. Er muss die Frau behalten und darf sie sein Leben lang nicht verstoßen. 20 Wenn die Anschuldigung ´des Mannes` jedoch der Wahrheit entspricht und die Frau tatsächlich keine Jungfrau mehr war, 21 dann soll man sie zu ihrem Elternhaus führen. Vor dem Eingang sollen die Männer der Stadt sie steinigen. Denn während sie im Haus ihres Vaters lebte, hat sie sich wie eine Hure verhalten. Das ist eine Schande für ganz Israel. Entfernt das Böse aus eurer Mitte! 22 Wenn ein Mann dabei ertappt wird, wie er mit einer verheirateten Frau schläft, dann müssen sowohl der Mann als auch die Frau mit dem Tod bestraft werden. Entfernt das Böse aus Israel! 23 Trifft ein Mann irgendwo in der Stadt auf ein verlobtes Mädchen, das noch Jungfrau ist, und er schläft mit ihr, 24 dann führt beide vor das Stadttor und richtet sie durch Steinigung hin. Beide müssen sterben: das Mädchen, weil es mitten in der Stadt nicht um Hilfe gerufen hat, und der Mann, weil er mit einem Mädchen geschlafen hat, das rechtlich schon die Frau eines anderen war. Entfernt das Böse aus eurer Mitte! 25 Wenn aber ein Mann ein verlobtes Mädchen draußen auf dem Feld trifft und vergewaltigt, dann muss nur er sterben. 26 Das Mädchen dürft ihr nicht bestrafen, denn es hat keine Sünde begangen, die den Tod verdient. Sie wurde Opfer einer Gewalttat wie jemand, der überfallen und getötet wurde. 27 Sie hat draußen auf dem Feld um Hilfe geschrien, aber es war niemand da, der ihr helfen konnte. 28 Wenn ein Mann sich an einem unberührten Mädchen vergeht, das noch nicht verlobt ist, und die Sache kommt heraus, 29 muss er dem Vater des Mädchens fünfzig Silberstücke zahlen und sie heiraten. Er darf sie sein Leben lang nicht verstoßen, weil er sie gezwungen hat, mit ihm zu schlafen.

       

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      • Episode 44
      • 5. Mose 22 | Prinzipien der Nächstenliebe verstehen

      Text:

      Was bedeutet es, sich um die Tiere deines Nächsten zu kümmern? In 5. Mose 22 finden wir herausfordernde Gebote, die uns zur Nächstenliebe anregen. Detlef Kühlein erklärt, wie wir die Prinzipien hinter den Geboten verstehen können und warum sie für uns heute relevant sind. Dabei wird deutlich, dass nicht alle Gebote für uns direkt anwendbar sind, sondern dass wir die Herzenshaltung Gottes dahinter erkennen müssen.

       

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      • Episode 45
      • 5. Mose 23,1–26 | PUR

      Text:

      Gelesen von Jörg Pasquay aus der Neuen Genfer Übersetzung (NGÜ)

       

      Bibeltext:

      1 Ein Mann darf nicht mit der Frau seines Vaters schlafen, denn damit entehrt er seinen Vater. 2 Wenn ihr euch als Gemeinde des HERRN versammelt, darf kein Mann daran teilnehmen, der zerquetschte Hoden hat oder dessen Glied abgeschnitten wurde. 3 Auch jemand, der aus einer verbotenen Beziehung stammt, darf nicht teilnehmen. Noch in der zehnten Generation sind seine Nachkommen von der Gemeinde des HERRN ausgeschlossen. 4 Dasselbe gilt für die Ammoniter und die Moabiter: Sie sind für immer von der Gemeinde des HERRN ausgeschlossen, auch noch in der zehnten Generation. 5 Denn diese beiden Völker haben sich geweigert, euch Brot und Wasser zu geben, als ihr aus Ägypten ´kamt und durch ihr Land` gezogen seid. Sie haben sogar Bileam, den Sohn Beors, aus Petor in Mesopotamien gerufen und ihm Geld gegeben, damit er euch verflucht. 6 Aber der HERR, euer Gott, war nicht bereit, auf Bileam zu hören. Aus Liebe zu euch wandelte er den Fluch gegen euch in Segen. 7 Mit diesen beiden Völkern dürft ihr niemals Frieden schließen noch euch in irgendeiner Weise für ihr Wohl einsetzen. Das gilt für alle Zeiten. 8 Die Edomiter und die Ägypter hingegen sollt ihr nicht dauerhaft von euren Versammlungen ausschließen. Denn die Edomiter sind euer Brudervolk, und in Ägypten habt ihr einmal als Fremde gelebt. 9 Wer von ihnen ´bei euch wohnt`, darf ab der dritten Generation dazukommen, wenn ihr euch vor dem HERRN versammelt. 10 Wenn ihr gegen eure Feinde in den Krieg zieht und ein Feldlager aufschlagt, dann lasst dort nichts geschehen, was euch unrein macht. 11 Wenn ein Mann nachts im Schlaf einen Samenerguss hatte, ist er unrein und muss das Lager verlassen. Er soll ´den ganzen Tag` außerhalb des Lagers bleiben. 12 Gegen Abend soll er seinen Körper mit Wasser abspülen, und bei Sonnenuntergang darf er wieder ins Lager zurückkommen. 13 Bestimmt außerhalb des Lagers einen Ort, wo ihr eure Notdurft verrichten könnt. 14 Haltet dafür Schaufeln bereit. Grabt ein Loch, bevor ihr euch hinhockt, und deckt es nachher wieder zu. 15 Euer Lager soll heilig sein, denn der HERR, euer Gott, ist dort mitten unter euch, um euch zu schützen und euch den Sieg über eure Feinde zu geben. Er soll nichts Anstößiges bei euch sehen, damit er sich nicht von euch abwendet. 16 Wenn ein ´ausländischer` Sklave vor seinem Herrn geflohen ist und bei euch Zuflucht sucht, dann liefert ihn nicht an seinen Herrn aus. 17 Nehmt ihn bei euch auf. Er soll frei entscheiden, an welchem Ort er wohnen will. Beutet ihn nicht aus. 18 Keine Israelitin und kein Israelit darf im Namen irgendeines Gottes Hurerei treiben. 19 Geld, das mit Hurerei oder anderen schmutzigen Geschäften verdient wurde, dürft ihr auf keinen Fall in das Heiligtum des HERRN eures Gottes bringen, auch nicht, um ein Gelübde zu erfüllen. Denn der HERR verabscheut Geld, das auf diese Weise eingenommen wurde. 20 Wenn ihr einem anderen Israeliten etwas ausleiht, dann verlangt keine Zinsen dafür – weder für Geld, noch für Getreide noch für sonst etwas, wofür man Zinsen nehmen kann. 21 Von einem Ausländer könnt ihr Zinsen verlangen, aber nicht von jemand aus eurem Volk. ´Wenn ihr das beachtet`, wird der HERR, euer Gott, euch segnen bei allem, was ihr unternehmt in dem Land, das ihr in Besitz nehmt. 22 Wenn du vor dem HERRN, deinem Gott, ein Gelübde ablegst, dann zögere nicht, es zu erfüllen! Denn der HERR wird es von dir einfordern. ´Wenn du dich nicht daran hältst`, versündigst du dich. 23 Ihm gar nichts zu versprechen, ist keine Sünde. 24 Was du jedoch ausgesprochen hast, musst du auch halten. Du hast dieses Gelübde dem HERRN, deinem Gott, aus freien Stücken gegeben, darum musst du es auf jeden Fall erfüllen. 25 Wenn du den Weinberg eines anderen betrittst, kannst du dort nach Herzenslust Trauben essen, bis du satt bist. Aber sammle sie nicht in ein Gefäß. 26 Wenn du am Kornfeld eines anderen vorbeikommst, darfst du mit der Hand Ähren abreißen ´und die Körner essen`. Mit einer Sichel aber darfst du sie nicht ernten.

       

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      • Episode 46
      • 5. Mose 23 | Ausschluss oder Einladung?

      Text:

      Was bedeutet es, ausgeschlossen zu werden? In Kapitel 23 geht es um verschiedene Themen, unter anderem um den Ausschluss von bestimmten Personen von der Versammlung des Herrn. Warum gelten solche strengen Regeln im Alten Testament? Detlef Kühlein beleuchtet, wie Gottes Herz durch diese Vorschriften sichtbar wird und welche Hoffnung wir aus der Geschichte von Rut und dem Eunuchen ziehen können.

       

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      • Episode 47
      • 5. Mose 24,1–22 | PUR

      Text:

      Gelesen von Jörg Pasquay aus der Neuen Genfer Übersetzung (NGÜ)

       

      Bibeltext:

      1 Angenommen, ein Mann heiratet eine Frau, aber dann gefällt sie ihm nicht mehr, weil er etwas Anstößiges an ihr findet. Er stellt ihr eine Scheidungsurkunde aus und schickt sie fort. 2 Sie verlässt sein Haus und heiratet einen anderen, 3 doch auch dieser Mann liebt sie irgendwann nicht mehr und schickt sie mit einer Scheidungsurkunde fort. Oder aber der zweite Ehemann stirbt. 4 ´In beiden Fällen` darf ihr erster Mann sie nicht erneut zur Frau nehmen. Denn ´für ihn` ist sie unrein geworden, und er würde tun, was der HERR verabscheut. Lasst nicht zu, dass ´eine solche` Sünde in dem Land geschieht, das der HERR, euer Gott, euch als bleibenden Besitz geben wird. 5 Ein frisch verheirateter Mann wird ein Jahr lang vom Kriegsdienst und von allen ´öffentlichen` Verpflichtungen befreit. Er soll zu Hause bleiben und seine Frau glücklich machen. 6 ´Wenn euch jemand etwas schuldet`, dürft ihr nicht seine Handmühle oder seinen Mühlstein als Pfand nehmen. Denn damit nehmt ihr ihm, was er zum Leben braucht. 7 Wenn ihr herausfindet, dass jemand einen anderen Israeliten – einen seiner Landsleute – entführt hat und ihn als Sklaven hält oder verkauft, dann muss der Entführer sterben. Entfernt das Böse aus eurer Mitte! 8 Wenn jemand unter euch an Aussatz leidet, dann müsst ihr die Anweisungen der Priester aus dem Stamm Levi genau befolgen. Haltet euch an alles, was ich den Priestern ´für einen solchen Fall` befohlen habe. 9 Erinnert euch, wie Mirjam das Lager verlassen und sich reinigen musste, als der HERR sie nach eurem Auszug aus Ägypten für ihre Auflehnung mit Aussatz strafte. 10 Wenn du einem anderen etwas leihst, dann geh nicht in sein Haus, um dir selbst ein Pfand auszusuchen. 11 Warte draußen, bis er dir ein Pfand herausbringt. 12 Ist der Betreffende so arm, ´dass er sein Obergewand verpfänden muss`, dann behalte das Gewand nicht über Nacht. 13 Gib es ihm auf jeden Fall bei Sonnenuntergang zurück, damit er darin schlafen kann. Er wird dich dafür segnen, und du hast dich vor dem HERRN, deinem Gott, richtig und gut verhalten. 14 Arme und bedürftige Menschen, die als Tagelöhner arbeiten müssen, dürft ihr nicht ausbeuten, ganz gleich, ob es sich dabei um Israeliten oder um Ausländer handelt, die bei euch leben. 15 Zahlt ihnen ihren Lohn noch vor Sonnenuntergang. Denn sie sind dringend auf ihn angewiesen. ´Tut ihr dies nicht`, dann beklagen sie sich euretwegen vielleicht beim HERRN, und ihr steht vor ihm als schuldig da. 16 Eltern dürfen nicht für die Schuld ihrer Kinder getötet werden und Kinder nicht für die Schuld ihrer Eltern. Jeder soll nur für seine eigene Schuld bestraft werden. 17 Verweigert Ausländern und Waisen nicht ihr Recht und fordert von einer Witwe nicht ihr Obergewand als Pfand. 18 Erinnert euch immer daran, dass ihr einmal Sklaven in Ägypten wart und dass der HERR, euer Gott, euch befreit hat. Darum fordere ich euch auf, die Schwachen zu schützen. 19 Wenn ihr bei der Getreideernte eine Garbe auf dem Feld vergesst, dann geht nicht zurück, um sie zu holen. Überlasst sie den Ausländern, den Waisen und den Witwen. Dann wird der HERR, euer Gott, euch segnen bei allem, was ihr unternehmt. 20 Wenn ihr Oliven von euren Bäumen schüttelt, dann sucht nicht hinterher noch die Zweige ab. Der Rest soll den Ausländern, Waisen und Witwen gehören. 21 Wenn ihr in eurem Weinberg die Trauben erntet, dann verzichtet auf die Nachlese. Der Rest soll den Ausländern, Waisen und Witwen gehören. 22 Erinnert euch immer daran, dass ihr einmal Sklaven in Ägypten wart. Darum fordere ich euch auf, die Schwachen zu schützen.

       

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      • Episode 48
      • 5. Mose 24 | Schutz für Schwache und Frauenrechte

      Text:

      Wie können wir die Schutzbestimmungen in 5. Mose 24 verstehen? Mose zeigt in diesem Kapitel, wie wichtig es ist, schwächere Menschen zu schützen. Besonders der Umgang mit Scheidung und Ehen wird unter die Lupe genommen. Dabei wird deutlich, dass selbst im alten Israel Frauenrechte durch den Scheidebrief gestärkt wurden. Jesus greift diese Themen auf und führt uns zurück zu den Wurzeln der Ehe. Was bedeutet das für uns heute?

       

      Freitagsvertiefung Woche 5: Wachstum
      Zum Abschluss der Woche vertiefen wir den fünften Schlüssel: Wachstum. Wer die Bibel liest, wird im Glauben wachsen – geistliche Reife und Mündigkeit entstehen, und gute Früchte werden sichtbar. Der Impuls im PDF schaut auf den „Scheidebrief“ aus 5. Mose 24 und auf Jesu Antwort dazu in Matthäus 19: Geistliches Wachstum bedeutet, Gottes Wort und seinen ursprünglichen Willen immer ernster zu nehmen – statt herzenshärter zu werden, immer wieder zurück „zum Anfang“. Die praktische Vertiefung lädt dich ein, ehrlich vor Gott zu werden, Galater 5,22 zu lesen und im Gebet Nachlässigkeit gegen eine Frucht des Geistes einzutauschen. Sei gesegnet – und wachse weiter an seinem Wort!

      https://object.storage.eu01.onstackit.cloud/bibletunes/uploads/1783624672755_Freitagsvertiefung_Woche5_Wachstum.pdf

       

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      • Episode 49
      • 5. Mose 25,1–19 | PUR

      Text:

      Gelesen von Jörg Pasquay aus der Neuen Genfer Übersetzung (NGÜ)

       

      Bibeltext:

      1 Angenommen, zwei Männer geraten miteinander in einen Rechtsstreit und gehen vor Gericht. Dann soll der Richter den Unschuldigen freisprechen und den Schuldigen verurteilen. 2 Verhängt er eine Prügelstrafe, dann muss der Verurteilte sich vor ihm auf den Boden legen und bekommt so viele Hiebe, wie es seiner Schuld entspricht. 3 Es dürfen aber nicht mehr als vierzig Hiebe sein. Wenn diese Zahl deutlich überschritten wird, dann verliert der Geschlagene, der doch euer Mitmensch ist, vor aller Augen seine Würde. 4 Binde einem Ochsen beim Dreschen nicht das Maul zu. 5 Wenn Brüder nahe beieinander leben und einer von ihnen stirbt ohne männliche Nachkommen, dann muss einer seiner Brüder die Witwe zu Frau nehmen. Sie soll keinen Mann außerhalb der Familie heiraten, sondern ihren Schwager. 6 Der erste Sohn, den sie dann bekommt, gilt als Nachkomme des Verstorbenen, damit dessen Name in Israel erhalten bleibt. 7 Will der Mann jedoch seine Schwägerin nicht heiraten, dann soll sie zum ´Gerichtsplatz beim` Stadttor gehen und den führenden Männern sagen: »Mein Schwager weigert sich, den Namen seines ´verstorbenen` Bruders in Israel zu erhalten. Er will mit mir nicht die Schwagerehe eingehen!« 8 Die führenden Männer der Stadt sollen ihn vorladen und ihn zur Rede stellen. Wenn er bei seiner Meinung bleibt und öffentlich erklärt: »Ich bin nicht bereit, sie zu heiraten!«, 9 dann soll seine Schwägerin ihm vor den führenden Männern einen Schuh ausziehen, ihm ins Gesicht spucken und sagen: »So behandelt man einen Mann, der die Familie seines Bruders nicht erhalten will.« 10 Von da an wird man ihn und seine Familie in ganz Israel nur noch »die Barfüßer« nennen. 11 Angenommen, zwei Männer geraten in Streit und die Frau des einen kommt dazu, um ihrem Mann beizustehen. Dabei greift sie dem Gegner an die Geschlechtsteile. 12 In diesem Fall soll man ihr ohne Mitleid die Hand abhacken. 13 Ihr dürft nicht zweierlei Gewichtssteine in eurem Beutel haben, ´um beim Abwiegen zu betrügen`. 14 Genauso wenig dürft ihr in eurem Haus zweierlei Getreidemaße haben. 15 Verwendet volle und richtige Gewichtssteine und Getreidemaße. Dann werdet ihr lange in dem Land leben, das der HERR, euer Gott, euch geben will. 16 Denn der HERR verabscheut jeden, der andere betrügt. 17 Vergesst nicht, was die Amalekiter euch angetan haben, als ihr aus Ägypten kamt. 18 Sie griffen euch unterwegs von hinten an, als ihr müde und erschöpft wart. Ohne jede Ehrfurcht vor Gott töteten sie alle, die vor Schwäche zurückgeblieben waren. 19 Wenn ihr das Land in Besitz genommen habt, das der HERR, euer Gott, euch geben will, und er euch Ruhe verschafft hat vor allen Feinden ringsum, dann müsst ihr die Amalekiter vollständig vernichten und jede Spur von ihnen auslöschen. Vergesst dies nicht!

       

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      • Episode 50
      • 5. Mose 25 | Die Würde des Menschen ist unantastbar

      Text:

      Was bedeutet es, die Würde des Menschen zu achten? In 5. Mose 25 wird die Prügelstrafe geregelt und die Begrenzung auf 40 Hiebe festgelegt. Diese Regel zeigt, dass selbst bei Strafe die Würde des Menschen gewahrt bleiben muss. Wir entdecken, wie biblische Prinzipien auch in unsere heutige Zeit hineinwirken und was dies für unser Leben bedeutet.

       

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      • Episode 51
      • 5. Mose 26,1–19 | PUR

      Text:

      Gelesen von Jörg Pasquay aus der Neuen Genfer Übersetzung (NGÜ)

       

      Bibeltext:

      1 Ihr werdet ´nun bald` in das Land ziehen, das der HERR, euer Gott, euch zum bleibenden Besitz geben will. Ihr werdet es erobern und euch darin niederlassen. 2 Wenn ihr dort die Ernte einbringt, dann legt die ersten Früchte in einen Korb und geht damit zu der Stätte, die der HERR erwählt, um bei euch zu wohnen. 3 Tretet vor den Priester, der zu dieser Zeit den Dienst versieht, und sagt: »Ich bestätige heute vor dem HERRN, deinem Gott: Ich lebe in dem Land, das er unseren Vorfahren mit einem Eid zugesagt hat.« 4 Der Priester soll den Korb entgegennehmen und ihn vor den Altar des HERRN stellen. 5 Dann sollt ihr vor dem HERRN, eurem Gott, bekennen: »Mein Stammvater war ein Aramäer, der umherzog und keine Heimat hatte. ´Während einer Hungersnot` ging er ´mit seiner Familie` nach Ägypten, und sie lebten dort als Fremde. Zuerst waren sie nur wenige, doch dann wurden sie zu einem großen, mächtigen und zahlreichen Volk. 6 Aber die Ägypter misshandelten und unterdrückten uns und zwangen uns zu schwerer Arbeit. 7 Da schrien wir zum HERRN, dem Gott unserer Vorfahren. Er hörte uns und sah, wie wir gequält, versklavt und ausgebeutet wurden. 8 Der HERR führte uns mit starker Hand und ausgestrecktem Arm aus Ägypten. Er vollbrachte Zeichen und Wunder und versetzte die Ägypter in Angst und Schrecken. 9 Er brachte uns hierher und gab uns dieses Land, das von Milch und Honig überfließt. 10 Und nun, HERR, bringe ich dir die ersten Früchte des Ackerbodens, den du mir gegeben hast.« Legt die Früchte vor dem HERRN, eurem Gott, nieder und verneigt euch ´anbetend` vor ihm. 11 Freut euch über alles Gute, das er euch und euren Familien gegeben hat. Lasst auch die Leviten und die Ausländer, die bei euch leben, mitfeiern. 12 Jedes dritte Jahr sollt ihr den zehnten Teil eurer gesamten Ernte abgeben. Er ist für die Leviten, die Ausländer und die Waisen und Witwen in euren Städten bestimmt, damit sie genug zu essen haben. 13 ´Wenn das geschehen ist`, dann bekennt vor dem HERRN, eurem Gott: »Ich habe alles, was dir gehört, abgeliefert und den Leviten, den Ausländern und den Waisen und Witwen gegeben, wie du es mir befohlen hast. Ich habe deine Gebote nicht missachtet und keines davon vergessen. 14 Ich habe nichts ´von diesen Abgaben` als Trauermahlzeit gegessen. Ich habe sie nicht berührt, als ich unrein war, darum musste man nichts davon aussortieren. Auch habe ich nichts davon als Gabe für die Toten verwendet. Ich habe dir, dem HERRN, meinem Gott, gehorcht und alles genau befolgt, wie du es mir befohlen hast. 15 Schau doch herab vom Himmel, deiner heiligen Wohnung! Segne dein Volk Israel und segne das Land, das du uns gegeben hast. Schon unseren Vorfahren hast du mit einem Eid versprochen: › ´Ich gebe euch` ein Land, das von Milch und Honig überfließt.‹« 16 Heute nun befiehlt euch der HERR, euer Gott, nach allen seinen Ordnungen und Rechtsbestimmungen zu leben. Beachtet und befolgt sie von ganzem Herzen und mit ganzer Hingabe. 17 Ihr habt euch heute vom HERRN verkünden lassen, dass er euer Gott sein will und ihr seinen Wegen folgen sollt. Nach seinen Ordnungen, Geboten und Rechtsbestimmungen sollt ihr leben und auf seine Stimme hören. 18 Der HERR hat sich heute von euch zusagen lassen, dass ihr sein Volk sein wollt, sein ´besonderes` Eigentum, wie er es versprochen hat, und dass ihr alle seine Gebote befolgt. 19 Er will euch über alle anderen Völker stellen, und ihr sollt berühmt, geehrt und angesehen sein. ´Ihr habt versprochen`, ein heiliges Volk zu sein, das ihm allein gehört, wie er es gesagt hat.

       

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      • Episode 52
      • 5. Mose 26 | Erinnern an Gottes Treue

      Text:

      Was bedeutet es, die Würde des Menschen zu achten? In 5. Mose 25 wird die Prügelstrafe geregelt und die Begrenzung auf 40 Hiebe festgelegt. Diese Regel zeigt, dass selbst bei Strafe die Würde des Menschen gewahrt bleiben muss. Wir entdecken, wie biblische Prinzipien auch in unsere heutige Zeit hineinwirken und was dies für unser Leben bedeutet.

       

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      • Episode 53
      • 5. Mose 27,1–26 | PUR

      Text:

      Gelesen von Jörg Pasquay aus der Neuen Genfer Übersetzung (NGÜ)

       

      Bibeltext:

      1 Ihr werdet ´nun bald` in das Land ziehen, das der HERR, euer Gott, euch zum bleibenden Besitz geben will. Ihr werdet es erobern und euch darin niederlassen. 2 Wenn ihr dort die Ernte einbringt, dann legt die ersten Früchte in einen Korb und geht damit zu der Stätte, die der HERR erwählt, um bei euch zu wohnen. 3 Tretet vor den Priester, der zu dieser Zeit den Dienst versieht, und sagt: »Ich bestätige heute vor dem HERRN, deinem Gott: Ich lebe in dem Land, das er unseren Vorfahren mit einem Eid zugesagt hat.« 4 Der Priester soll den Korb entgegennehmen und ihn vor den Altar des HERRN stellen. 5 Dann sollt ihr vor dem HERRN, eurem Gott, bekennen: »Mein Stammvater war ein Aramäer, der umherzog und keine Heimat hatte. ´Während einer Hungersnot` ging er ´mit seiner Familie` nach Ägypten, und sie lebten dort als Fremde. Zuerst waren sie nur wenige, doch dann wurden sie zu einem großen, mächtigen und zahlreichen Volk. 6 Aber die Ägypter misshandelten und unterdrückten uns und zwangen uns zu schwerer Arbeit. 7 Da schrien wir zum HERRN, dem Gott unserer Vorfahren. Er hörte uns und sah, wie wir gequält, versklavt und ausgebeutet wurden. 8 Der HERR führte uns mit starker Hand und ausgestrecktem Arm aus Ägypten. Er vollbrachte Zeichen und Wunder und versetzte die Ägypter in Angst und Schrecken. 9 Er brachte uns hierher und gab uns dieses Land, das von Milch und Honig überfließt. 10 Und nun, HERR, bringe ich dir die ersten Früchte des Ackerbodens, den du mir gegeben hast.« Legt die Früchte vor dem HERRN, eurem Gott, nieder und verneigt euch ´anbetend` vor ihm. 11 Freut euch über alles Gute, das er euch und euren Familien gegeben hat. Lasst auch die Leviten und die Ausländer, die bei euch leben, mitfeiern. 12 Jedes dritte Jahr sollt ihr den zehnten Teil eurer gesamten Ernte abgeben. Er ist für die Leviten, die Ausländer und die Waisen und Witwen in euren Städten bestimmt, damit sie genug zu essen haben. 13 ´Wenn das geschehen ist`, dann bekennt vor dem HERRN, eurem Gott: »Ich habe alles, was dir gehört, abgeliefert und den Leviten, den Ausländern und den Waisen und Witwen gegeben, wie du es mir befohlen hast. Ich habe deine Gebote nicht missachtet und keines davon vergessen. 14 Ich habe nichts ´von diesen Abgaben` als Trauermahlzeit gegessen. Ich habe sie nicht berührt, als ich unrein war, darum musste man nichts davon aussortieren. Auch habe ich nichts davon als Gabe für die Toten verwendet. Ich habe dir, dem HERRN, meinem Gott, gehorcht und alles genau befolgt, wie du es mir befohlen hast. 15 Schau doch herab vom Himmel, deiner heiligen Wohnung! Segne dein Volk Israel und segne das Land, das du uns gegeben hast. Schon unseren Vorfahren hast du mit einem Eid versprochen: › ´Ich gebe euch` ein Land, das von Milch und Honig überfließt.‹« 16 Heute nun befiehlt euch der HERR, euer Gott, nach allen seinen Ordnungen und Rechtsbestimmungen zu leben. Beachtet und befolgt sie von ganzem Herzen und mit ganzer Hingabe. 17 Ihr habt euch heute vom HERRN verkünden lassen, dass er euer Gott sein will und ihr seinen Wegen folgen sollt. Nach seinen Ordnungen, Geboten und Rechtsbestimmungen sollt ihr leben und auf seine Stimme hören. 18 Der HERR hat sich heute von euch zusagen lassen, dass ihr sein Volk sein wollt, sein ´besonderes` Eigentum, wie er es versprochen hat, und dass ihr alle seine Gebote befolgt. 19 Er will euch über alle anderen Völker stellen, und ihr sollt berühmt, geehrt und angesehen sein. ´Ihr habt versprochen`, ein heiliges Volk zu sein, das ihm allein gehört, wie er es gesagt hat.

       

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      • Episode 54
      • 5. Mose 27 | Die Bedeutung der Torah neu verstehen

      Text:

      Wie wichtig ist dir Gottes Wort? In Kapitel 27 erfahren wir, dass der Bund mit Gott erneuert werden soll. Die neue Generation wird aufgefordert, das Gesetz auf Steinen zu schreiben. Doch was bedeutet es wirklich, Gottes Weisungen zu leben? Wir diskutieren die Bedeutung der Torah als väterliche Weisung und wie sie uns heute leiten kann. Lass uns gemeinsam entdecken, wie Gott Gemeinschaft mit uns sucht und uns in die richtige Richtung führt.

       

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      • Episode 55
      • 5. Mose 28,1–69 | PUR

      Text:

      Gelesen von Jörg Pasquay aus der Neuen Genfer Übersetzung (NGÜ)

       

      Bibeltext:

      1 »Wenn ihr auf den HERRN, euren Gott, hört und nach allen Geboten lebt, die ich euch heute verkünde, dann wird er euch über alle anderen Völker stellen. 2 Wenn ihr ihm gehorcht, wird er euch mit der ganzen Fülle seines Segens beschenken: 3 Gesegnet werdet ihr sein in euren Städten und gesegnet auf euren Feldern. 4 Gesegnet werdet ihr sein mit ´vielen` Nachkommen, reichen Ernten und großen Herden; eure Rinder, Schafe und Ziegen werden zahlreiche Junge werfen. 5 Gesegnet werdet ihr sein mit ´reich gefüllten` Erntekörben und Backtrögen. 6 Gesegnet werdet ihr sein, wenn ihr nach Hause kommt, und gesegnet, wenn ihr aufbrecht. 7 Wenn eure Feinde euch angreifen, wird der HERR euch den Sieg über sie schenken. Auf einem Weg werden sie ´gemeinsam` gegen euch anrücken, aber in alle Himmelsrichtungen vor euch fliehen! 8 Der HERR wird seinem Segen befehlen, mit euch zu sein: Eure Vorratsspeicher werden sich füllen und alles, was ihr tut, wird euch gelingen. In dem Land, das er euch gibt, wird er euch ´reich` segnen. 9 Der HERR, euer Gott, wird euch zu einem heiligen Volk machen, das ihm allein gehört, wie er es euch versprochen hat. ´Er tut dies`, wenn ihr seine Gebote beachtet und nach seinem Willen lebt. 10 Dann werden alle Völker der Welt erkennen, dass ihr ´das Eigentum des HERRN seid und` seinen Namen tragt; und sie werden sich vor euch fürchten. 11 Alles Gute wird der HERR euch im Überfluss geben und euch beschenken mit vielen Nachkommen, großen Herden und reichen Ernten. In Wohlstand werdet ihr leben in dem Land, das er euren Vorfahren mit einem Eid zugesagt hat. 12 Der HERR wird euch seine Schatzkammer öffnen, den Himmel, und eurem Land zur rechten Zeit Regen schenken. Er wird euch segnen bei allem, was ihr tut. ´Ihr werdet so viel besitzen`, dass ihr vielen Völkern Geld leihen könnt und selbst keine Schulden machen müsst. 13 Der HERR wird dafür sorgen, dass ihr über die anderen Völker herrscht und euch ihnen nicht unterwerfen müsst. Ihr werdet immer reicher und mächtiger und niemals ärmer und schwächer. ´Er tut dies`, wenn ihr nach seinen Geboten lebt und sie befolgt, wie ich es euch heute befehle. 14 Weicht niemals von den Geboten ab, die ich euch heute verkünde, weder nach rechts noch nach links. Lauft auf keinen Fall anderen Göttern nach und dient ihnen nicht! 15 Wenn ihr dem HERRN, eurem Gott, jedoch nicht gehorcht und nicht nach seinen Geboten und Weisungen lebt, die ich euch heute verkünde, dann werden euch diese Flüche treffen: 16 Verflucht werdet ihr sein in euren Städten und verflucht auf euren Feldern. 17 Verflucht werdet ihr sein mit ´leeren` Erntekörben und Backtrögen. 18 Verflucht werdet ihr sein mit ´wenigen` Nachkommen und schlechten Ernten; eure Rinder, Schafe und Ziegen werden kaum noch Junge werfen. 19 Verflucht werdet ihr sein, wenn ihr nach Hause kommt, und verflucht, wenn ihr aufbrecht. 20 Der HERR wird Unglück, Angst und Verzweiflung über euch bringen bei allem, was ihr unternehmt. In kürzester Zeit werdet ihr zugrunde gehen und vernichtet werden. Denn mit euren bösen Taten habt ihr euch vom HERRN abgewandt. 21 Der HERR wird euch die Pest schicken, bis er euch ausgelöscht hat aus dem Land, das ihr jetzt in Besitz nehmen wollt. 22 Er wird euch heimsuchen mit Schwindsucht, Fieber und Entzündungen, mit Hitze und Dürre, mit Getreidebrand und Pilzbefall. Das Unheil wird euch verfolgen, bis niemand mehr übrig ist. 23 Der Himmel über euch wird ´fest wie` Bronze und der Ackerboden unter euren Füßen ´hart wie` Eisen. 24 Statt Regen wird der HERR Staub und Sand auf euer Land fallen lassen, bis ihr alle umgekommen seid. 25 Der HERR wird euch euren Feinden ausliefern. Auf einem Weg werdet ihr gegen sie anrücken, aber in alle Richtungen vor ihnen fliehen. Euer Schicksal wird alle Königreiche der Welt erschaudern lassen. 26 Aasgeier und wilde Tiere werden eure Leichen fressen, und niemand wird sie verscheuchen. 27 Der HERR wird euch mit Geschwüren plagen, wie sie die Ägypter bekamen, mit Beulen, Ausschlag und Krätze, und ihr werdet keine Heilung finden. 28 Er wird euch strafen mit Wahnsinn, Verblendung und geistiger Verwirrung. 29 Am helllichten Tag werdet ihr umhertappen wie Blinde in der Dunkelheit, und euch wird nichts mehr gelingen. Euer Leben lang wird man euch unterdrücken und ausbeuten, und niemand wird euch helfen. 30 Du wirst dich verloben, aber ein anderer wird mit deiner Frau schlafen. Du baust ein Haus, wirst aber nicht darin wohnen. Du pflanzt einen Weinberg, kannst aber seine Trauben nicht ernten. 31 Vor deinen Augen wird dein Rind geschlachtet, aber du bekommst nichts von seinem Fleisch zu essen. Dein Esel wird vor deiner Nase geraubt, und du siehst ihn nie wieder. Deine Schafe und Ziegen fallen deinen Feinden in die Hände, und niemand hilft dir. 32 Du musst mit ansehen, wie deine Söhne und Töchter in fremde Länder verschleppt werden. Tag für Tag wird dich die Sehnsucht nach ihnen verzehren, aber du kannst nichts tun, um sie zurückzuholen. 33 Die Früchte auf deinem Feld und alle Erträge, für die du mühsam gearbeitet hast, werden von einem Volk verzehrt, das du nicht einmal kennst. Ständig wirst du unterdrückt und misshandelt. 34 Das alles musst du mit ansehen, und es wird dich in den Wahnsinn treiben. 35 Der HERR wird euch mit unheilbaren Geschwüren strafen, die an den Knien und Schenkeln ausbrechen und euren ganzen Körper von Kopf bis Fuß befallen. 36 Der HERR wird euch mitsamt dem König, den ihr gekrönt habt, ´in die Verbannung` führen – zu einem Volk, das euch und euren Vorfahren ´bis dahin` völlig unbekannt war. Dort müsst ihr fremden Göttern aus Holz und Stein dienen. 37 Ihr werdet zu einem Beispiel des Schreckens. Alle Völker, zu denen der HERR euch vertreibt, überschütten euch mit Hohn und Spott. 38 Auf euren Feldern werdet ihr viel aussäen, aber wenig ernten, weil die Heuschrecken alles kahlfressen. 39 Ihr werdet Weinberge anlegen und pflegen, aber den Wein weder trinken noch einkellern, weil die Raupen alles abfressen. 40 Im ganzen Land werden eure Olivenbäume wachsen, aber ihr werdet kein Öl gewinnen, um euch damit zu salben. Denn die Früchte fallen ab, ´bevor sie reif sind`. 41 Ihr werdet Söhne und Töchter bekommen, aber sie bleiben euch nicht, sondern werden als Gefangene verschleppt. 42 Ungeziefer wird eure Bäume und Felder befallen. 43 Die Ausländer, die bei euch leben, werden immer reicher und mächtiger, während ihr immer ärmer und schwächer werdet. 44 Ihr werdet ihnen kein Geld mehr leihen können, sondern müsst bei ihnen Schulden machen. Sie werden über euch herrschen, und ihr müsst euch unterwerfen. 45 Alle diese Flüche werden euch treffen, wenn ihr nicht auf den HERRN, euren Gott, hört und nicht nach seinen Geboten und Ordnungen lebt. Sie werden euch verfolgen und einholen, bis ihr vernichtet seid. 46 Sie werden an euch und euren Nachkommen haften als sichtbarer Beweis eurer Untreue. 47 Zur Strafe dafür, dass ihr dem HERRN, eurem Gott, der euch mit solchem Überfluss gesegnet hat, nicht mit Freude und dankbarem Herzen gedient habt, 48 werdet ihr euren Feinden dienen müssen, die der HERR in euer Land senden wird. Ihr werdet Hunger und Durst leiden, ohne Kleidung sein und in allem Mangel haben. Der HERR wird euch unter ein eisernes Joch zwingen, bis er euch vernichtet hat. 49 Er lässt ein Volk aus weiter Ferne über euch herfallen, dessen Sprache ihr nicht versteht. ´Es kommt` vom Ende der Erde und stürzt sich auf euch wie ein Adler. 50 Sie kennen kein Erbarmen. Schonunglos gehen sie selbst gegen alte Menschen und Kinder vor. 51 Sie verzehren euer Vieh und eure Ernte, bis ihr verhungert seid. Nichts lassen sie übrig von eurem Getreide, von eurem Most und Öl, von euren Kälbern und Lämmern, bis sie euch zugrunde gerichtet haben. 52 Überall werden sie eure Städte belagern, bis die hohen und mächtigen Mauern gefallen sind, auf deren Schutz ihr vertraut. Im ganzen Land, das der HERR, euer Gott, euch geben wird, werden sie all eure Städte einnehmen. 53 Während der Belagerung durch eure Feinde wird eine so große Hungersnot herrschen, dass ihr sogar das Fleisch eurer eigenen Söhne und Töchter essen werdet, die der HERR, euer Gott, euch geschenkt hat. 54 Selbst der sanfteste und vornehmste Mann gibt dann niemand mehr etwas ab – weder seinem Bruder noch seiner geliebten Frau noch seinen übrigen Kindern –, 55 wenn er das Fleisch ´eines` seiner Kinder verzehrt. Denn etwas anderes hat er nicht mehr ´zu essen`. So groß ist die Hungersnot in den Städten, die von euren Feinden belagert werden. 56 Selbst die feinste und vornehmste Frau, die noch nie einen Fuß auf die bloße Erde gesetzt hat, gibt dann niemand mehr etwas ab, weder ihrem geliebten Mann noch ihrem Sohn noch ihrer Tochter. 57 Heimlich verzehrt sie ihre Nachgeburt und ihr Neugeborenes, weil sie nichts anderes zu essen hat. So groß ist die Hungersnot in den Städten, die von euren Feinden belagert werden. 58 Wenn ihr nicht nach allen Weisungen des Gesetzes lebt, die in diesem Buch aufgeschrieben sind, wenn ihr keine Ehrfurcht vor dem HERRN, eurem Gott, und seinem herrlichen und furchterregenden Namen habt, 59 dann wird der HERR euch und euren Nachkommen fürchterliche Plagen schicken und schreckliche Krankheiten, gegen die es kein Heilmittel gibt. 60 Alle Seuchen, die ihr in Ägypten kennen und fürchten gelernt habt, wird er bei euch ausbrechen lassen, und ihr werdet sie nie wieder los. 61 Auch Krankheiten und Seuchen, die in diesem Gesetzbuch nicht erwähnt sind, wird der HERR euch schicken, bis ihr zugrunde geht. 62 Wenn ihr nicht auf den HERRN, euren Gott, hört, dann wird nur ein kleiner Rest von euch übrig bleiben, selbst wenn ihr so zahlreich wart wie die Sterne am Himmel. 63 Wie der HERR Freude daran hatte, euch Gutes zu tun und euch zu einem großen Volk zu machen, so wird er dann Freude daran haben, euch zugrunde zu richten und zu vernichten. Er wird euch wegfegen aus dem Land, das ihr bald in Besitz nehmen werdet. 64 Der HERR wird euch unter alle Völker zerstreuen, von einem Ende der Erde bis zum anderen. Dort werdet ihr fremden Göttern aus Holz und Stein dienen, die euch und euren Vorfahren ´bis dahin` unbekannt waren. 65 Bei diesen Völkern werdet ihr keine Ruhe finden, sondern rastlos umherirren. ´Der HERR wird euch jeden Mut rauben:` Euer Herz wird beben, eure Augen werden sich verfinstern und eure Seele wird verzweifeln. 66 Euer Leben wird am seidenen Faden hängen, Tag und Nacht werdet ihr Angst haben und euch nie mehr sicher fühlen. 67 Am Morgen werdet ihr sagen: »Wäre es doch schon Abend!«, und am Abend werdet ihr den ´nächsten` Morgen herbeisehnen. So sehr graut es euch vor den schrecklichen Dingen, die eure Augen mit ansehen müssen. 68 Der HERR wird euch auf Schiffen wieder nach Ägypten zurückbringen, obwohl er euch zugesagt hat, dass ihr dieses Land der Unterdrückung nie mehr wiedersehen müsst. Dort werdet ihr euch euren Feinden zum Kauf anbieten, aber selbst als Sklaven und Sklavinnen will euch niemand mehr haben.« 69 Dies sind die Worte des Bundes, die der HERR dem Volk durch Mose weitergeben ließ. Im Land Moab erneuerte er den Bund mit den Israeliten, den er bereits am Berg Horeb mit ihnen geschlossen hatte.

       

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      • Episode 56
      • 5. Mose 28 | Segen oder Fluch: Deine Entscheidung

      Text:

      Wie entscheidest du dich zwischen Segen und Fluch? In dieser Episode beleuchtet Detlef Kühlein gemeinsam mit Rabbiner Moshe Flomenmann das umfangreiche Kapitel 28 im 5. Mose. Es geht um die Wahl, die das Volk Israel treffen muss: gehorcht ihr Gott und erlebt Segen, oder ignoriert ihr seine Gebote und erfahrt Fluch? Entdecke, was das für dein Leben heute bedeutet und wie du die Lehren der Torah in deinen Alltag integrieren kannst.

       

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      • Episode 57
      • 5. Mose 29,1–28 | PUR

      Text:

      Gelesen von Jörg Pasquay aus der Neuen Genfer Übersetzung (NGÜ)

       

      Bibeltext:

      1 Mose rief alle Israeliten zu sich und sagte zu ihnen: »Ihr habt miterlebt, was der HERR in Ägypten mit dem Pharao, seinen Hofbeamten und seinem ganzen Land gemacht hat. 2 Die großen Beweise seiner Macht und seine gewaltigen Zeichen und Wunder habt ihr mit eigenen Augen gesehen. 3 ´Aber ihr habt nichts begriffen.` Der HERR hat euch bis heute kein Herz gegeben, das versteht, keine Augen, die sehen, und keine Ohren, die hören. 4 Vierzig Jahre habe ich euch durch die Wüste geführt, und ´in dieser Zeit` ist eure Kleidung nicht verschlissen, und eure Schuhe haben sich nicht abgenutzt. 5 Obwohl ihr weder Brot zu essen hattet noch Wein oder Bier zu trinken, ´hat der HERR euch mit allem Nötigen versorgt`. Denn ihr solltet erkennen, dass er euer Gott ist. 6 Als wir hier ankamen, zogen die Könige Sihon von Heschbon und Og von Baschan gegen uns in den Krieg. Wir schlugen sie, 7 nahmen ihr Land ein und gaben es den Stämmen Ruben und Gad und dem halben Stamm Manasse zum bleibenden Besitz. 8 Beachtet also alle Gebote dieses Bundes und lebt nach ihnen, dann wird euch alles gelingen, was ihr tut. 9 Ihr alle steht heute vor dem HERRN, eurem Gott: die Oberhäupter eurer Stämme und Sippen, eure führenden Männer, eure Schiedsleute und alle Männer Israels, 10 eure Frauen und Kinder sowie die Fremden, die bei euch leben, bis hin zu den Holzfällern und Wasserträgern. 11 ´Ihr seid hier versammelt`, um den Bund anzunehmen, den der HERR heute mit euch schließt. Ihr willigt damit auch in die Flüche ein, die euch drohen, wenn ihr den Bund brecht. 12 Heute bestätigt der HERR feierlich, dass ihr sein Volk seid und dass er euer Gott ist. Das hat er euch versprochen, und das hatte er bereits euren Vorfahren Abraham, Isaak und Jakob mit einem Eid zugesagt. 13 Er schließt diesen Bund mitsamt seinen Flüchen nicht nur mit euch, 14 sondern auch mit euren Nachkommen, die noch nicht geboren sind. Sie gehören zum Volk des HERRN genauso wie wir, die wir heute vor ihm stehen. 15 Ihr wisst ja noch, wie es war, als wir unter den Ägyptern lebten und als wir ´später` durch das Gebiet fremder Völker zogen: 16 Ihr habt die abscheulichen Götzen gesehen, die sie verehren – diese scheußlichen Figuren aus Holz, Stein, Silber und Gold. 17 Niemand unter euch – kein Mann, keine Frau, keine Sippe und kein Stamm – darf sich jemals vom HERRN, unserem Gott, abwenden und den Göttern dieser Völker nachlaufen. Sonst wächst unter euch eine Wurzel, die bittere und giftige Früchte hervorbringt. 18 Wenn die Flüche ausgesprochen werden ´über allen, die den Bund mit dem HERRN brechen`, darf niemand sich einreden: ›Ich werde weiterhin gesegnet sein und es wird mir gut gehen, obwohl ich mich weigere, dem HERRN zu gehorchen.‹ Das hätte zur Folge, dass er selbst sterben und viele Unschuldige mit ins Verderben reißen würde. 19 Der HERR wird nicht bereit sein, diesem Menschen zu vergeben, sondern wird ihn seinen leidenschaftlichen Zorn spüren lassen. Alle Flüche, die in diesem Buch aufgeschrieben sind, werden ihn ereilen, und der HERR wird jede Spur von ihm auslöschen. 20 Er wird ihn aus der Gemeinschaft der Israeliten verstoßen und dem Untergang ausliefern. Alle Flüche des Bundes, die in diesem Buch aufgelistet sind, werden ihn treffen. 21 Noch in späteren Generationen werden eure Nachkommen und sogar Menschen, die aus fernen Ländern kommen, ´verwundert` auf euer verwüstetes Land schauen, das der HERR mit schrecklichen Seuchen heimgesucht hat. 22 Schwefel und Salz werden den ganzen Boden bedecken. Er wird zu einer Brandstätte, wo nicht mehr gesät werden kann und nichts mehr wächst – nicht einmal Unkraut. ´Es wird aussehen` wie nach der Zerstörung der Städte Sodom und Gomorra, Adma und Zebojim, die der HERR voller Zorn dem Erdboden gleichgemacht hat. 23 Alle Völker werden sich fragen: ›Warum hat der HERR diesem Land das angetan? Was ist der Grund für seinen schrecklichen Zorn?‹ 24 Und man wird ihnen antworten: ›Die Bewohner des Landes haben den Bund gebrochen, den der HERR, der Gott ihrer Vorfahren, mit ihnen geschlossen hat, als er sie aus Ägypten herausführte. 25 Sie ließen sich dazu verleiten, anderen Göttern zu dienen und sie anzubeten – Götter, die sie vorher nicht einmal kannten und deren Verehrung der HERR ihnen verboten hatte. 26 Deshalb wurde er sehr zornig auf die Bewohner des Landes und ließ alle Flüche über sie kommen, die in ihrem Gesetzbuch aufgeschrieben sind. 27 In seinem großen Zorn riss er sie aus ihrem Land und trieb sie in ein anderes, wo sie heute noch leben.‹ 28 Manches bleibt uns verborgen, nur der HERR, unser Gott, kennt es. Doch was er von uns erwartet, hat er uns und unseren Nachkommen für alle Zeiten offenbart: Wir sollen nach allen Weisungen in diesem Gesetz leben.

       

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      • Episode 58
      • 5. Mose 29 | Gottes Handeln und menschliche Verantwortung

      Text:

      Was passiert, wenn Gott sein Volk fallen lässt? In Kapitel 29 von 5. Mose beleuchten wir die ernsten Worte des Mose und fragen uns, ob es sich um leere Drohungen oder um einen tieferen Sinn handelt. Gott spricht über seine Liebe zu Israel und die Folgen des Abfalls. Die Geschichte zeigt, dass es immer um Beziehung und Neuanfang geht. Was heißt das für uns heute?

       

      Freitagsvertiefung Woche 6: Spannung

      Zum Abschluss der Woche vertiefen wir den sechsten Schlüssel: Spannung. Wir leben in einer „gebrochenen“ Welt – schon jetzt ist Gottes Reich sichtbar und erfahrbar, und doch erleben wir Leid, Krankheit und Tod; diese Spannung zieht sich durch die ganze Bibel. Der Impuls im PDF greift die Spannung von Segen und Fluch aus 5. Mose 28 auf: Rabbiner Moshe Flomenmann erklärt in unserem Interview, dass Gott ein Gott der Liebe und des Segens ist – und bleibt. Als praktische Vertiefung liest du Psalm 1, unterstreichst dir Formulierungen von Segen und Fluch und triffst im Gebet eine Entscheidung, welchen Weg du gehen möchtest. Sei gesegnet auf deinem Weg mit ihm!

      https://object.storage.eu01.onstackit.cloud/bibletunes/uploads/1784232634763_Freitagsvertiefung_Woche6_Spannung.pdf

       

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      • Episode 59
      • 5. Mose 30,1–20 | PUR

      Text:

      Gelesen von Jörg Pasquay aus der Neuen Genfer Übersetzung (NGÜ)

       

      Bibeltext:

      1 Was ich euch verkündet habe, stellt euch vor die Wahl zwischen Segen und Fluch. Wenn der HERR, euer Gott, euch ´straft und euch` unter fremde Völker zerstreut, dann kommt ihr dort vielleicht zur Besinnung 2 und kehrt zu ihm zurück: Ihr hört wieder auf den HERRN, euren Gott, ihr und eure Nachkommen, und lebt von ganzem Herzen und mit aller Hingabe nach den Geboten, die ich euch heute verkünde. 3 Dann wird der HERR euer Schicksal zum Guten wenden und sich über euch erbarmen. Er wird euch ´in eurem Land` sammeln aus allen Völkern, unter die er euch zerstreut hat. 4 Selbst wenn ihr bis ans Ende der Welt vertrieben worden seid, wird der HERR, euer Gott, euch von dort zurückholen 5 und wieder in das Land bringen, das euren Vorfahren gehört hat. Ihr werdet es ´erneut` in Besitz nehmen, und er wird euch Gutes tun und euch noch zahlreicher werden lassen als eure Vorfahren. 6 Der HERR wird ´den Wildwuchs an` euren Herzen und an den Herzen eurer Nachkommen beschneiden. Dann werdet ihr ihn von ganzem Herzen und mit aller Hingabe lieben, und ihr werdet leben. 7 Alle Flüche, die der HERR, euer Gott, euch angedroht hat, lässt er über eure Feinde hereinbrechen, die euch hassen und euch verfolgt haben. 8 Ihr hingegen werdet zum HERRN zurückkehren, auf ihn hören und nach allen Geboten leben, die ich euch heute verkünde. 9 Der HERR wird euch reich segnen bei allem, was ihr tut: Ihr werdet viele Kinder haben, eure Herden werden wachsen und eure Felder werden reiche Ernten bringen. Der HERR wird sich wieder über euch freuen und euch Gutes tun, so wie es schon bei euren Vorfahren gewesen ist. 10 ´Dies alles tut er`, wenn ihr auf seine Stimme hört, nach seinen Geboten und Ordnungen lebt, die in diesem Gesetzbuch aufgeschrieben sind, und wenn ihr euch ihm von ganzem Herzen und mit ganzer Hingabe zuwendet. 11 Die Gebote, die ich euch heute verkünde, sind nicht zu schwer für euch und auch nicht in unerreichbarer Ferne. 12 Sie sind nicht ´hoch oben` im Himmel, sodass ihr fragen müsstet: ›Wer steigt hinauf und holt sie herunter, damit wir sie hören und befolgen können?‹ 13 Sie sind auch nicht am Ende der Welt, sodass ihr fragen müsstet: ›Wer fährt für uns übers Meer und holt sie herbei, damit wir sie hören und befolgen können?‹ 14 Im Gegenteil: ´Gottes` Wort ist euch nahe. Es ist in eurem Mund und in eurem Herzen. Ihr müsst es nur befolgen. 15 Und nun hört gut zu! Heute stelle ich euch vor die Wahl zwischen Glück und Unglück, zwischen Leben und Tod. 16 Ich fordere euch auf, den HERRN zu lieben, auf seinen Wegen zu gehen und seine Gebote, Ordnungen und Rechtsbestimmungen zu befolgen. Dann werdet ihr leben und zu einem großen Volk werden. Der HERR, euer Gott, wird euch segnen in dem Land, das ihr in Besitz nehmen werdet. 17 Wenn ihr euch jedoch von ihm abwendet und ihm nicht mehr gehorcht, wenn ihr euch dazu verführen lasst, andere Götter anzubeten und ihnen zu dienen, 18 dann werdet ihr ganz sicher umkommen. Das sage ich euch schon heute! Ihr werdet nicht länger in dem Land wohnen, das ihr nun einnehmt, wenn ihr den Jordan überquert. 19 Heute rufe ich Himmel und Erde als Zeugen an: Ihr steht vor der Wahl zwischen Leben und Tod, zwischen Segen und Fluch. Wählt das Leben, damit ihr lebt, ihr und eure Nachkommen. 20 Liebt den HERRN, euren Gott, hört auf ihn und haltet ihm die Treue. Dann werdet ihr leben. Ihr werdet als Volk fortbestehen und in dem Land bleiben, das der HERR euren Vorfahren Abraham, Isaak und Jakob mit einem Eid zugesagt hat.«

       

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      • Episode 60
      • 5. Mose 30 | Gottes Wort ist dir nahe

      Text:

      Was, wenn du feststellst, dass Gottes Wort dir ganz nah ist? Mose ermutigt das Volk Israel, sich nicht von der Größe der Aufgabe entmutigen zu lassen. Er sagt: ‚Es ist nicht zu schwer für euch!‘ In dieser Episode schauen wir, wie wichtig es ist, Gottes Wort im Herzen zu tragen und es einfach zu befolgen. Lass dich inspirieren, dein Leben im Glauben aktiv zu gestalten.

       

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      • Episode 61
      • 5. Mose 31,1–30 | PUR

      Text:

      Gelesen von Jörg Pasquay aus der Neuen Genfer Übersetzung (NGÜ)

       

      Bibeltext:

      1 Mose sprach weiter zum ganzen Volk Israel: 2 »Ich bin jetzt 120 Jahre alt und den Anforderungen, die an einen Anführer gestellt werden, nicht mehr gewachsen. Außerdem hat der HERR zu mir gesagt: ›Du wirst den Jordan nicht mehr überschreiten!‹ 3 Der HERR, euer Gott, wird selbst vor euch herziehen. Er wird die Völker Kanaans vernichten, damit ihr das Land einnehmen könnt. Josua wird euch vorangehen, wie der HERR es angeordnet hat. 4 Der HERR wird mit den ´kanaanitischen` Völkern so umgehen wie mit den Amoriterkönigen Sihon und Og, die er vernichtet hat. 5 Wenn er die Kanaaniter in eure Gewalt gibt, dann vollstreckt den Bann an ihnen, wie ich es euch befohlen habe. 6 Seid stark und mutig, habt keine Angst und erschreckt nicht vor ihnen. Denn der HERR, euer Gott, wird selbst mit euch gehen. Er wird euch nie vergessen und euch niemals im Stich lassen.« 7 Dann rief Mose Josua zu sich und sagte vor allen Israeliten zu ihm: »Sei stark und mutig! Denn du sollst dieses Volk in das Land führen, das der HERR unseren Vorfahren mit einem Eid zugesagt hat. Du wirst es unter ihnen aufteilen und ihnen zum bleibenden Besitz geben. 8 Der HERR selbst geht vor dir her und steht dir bei. Er vergisst dich nie und lässt dich niemals im Stich. Hab keine Angst und verliere nicht den Mut!« 9 Mose schrieb dieses ´ganze` Gesetz auf und überreichte es den Priestern aus dem Stamm Levi, die für die Bundeslade des HERRN verantwortlich waren, sowie den führenden Männern Israels. 10 Er trug ihnen auf: »Alle sieben Jahre, im Erlassjahr, zur Zeit des Laubhüttenfestes, 11 wenn ganz Israel sich in der Gegenwart des HERRN bei der von ihm erwählten Stätte versammelt, sollt ihr dieses Gesetz öffentlich vorlesen. 12 Versammelt dann das ganze Volk: Männer, Frauen und Kinder und die Ausländer, die bei euch leben. Sie alle sollen das Gesetz hören. Sie sollen lernen, dem HERRN in Ehrfurcht zu begegnen und alle Weisungen dieses Gesetzes gewissenhaft zu befolgen. 13 Auch eure Kinder, die das Gesetz noch nicht kennen, sollen es hören, damit sie lernen, dem HERRN, eurem Gott, in Ehrfurcht zu begegnen. Das soll euer Leben bestimmen in dem Land auf der anderen Seite des Jordans, das ihr nun in Besitz nehmen werdet.« 14 Der HERR sagte zu Mose: »Deine Tage sind gezählt, du wirst bald sterben. Ruf Josua und komm mit ihm zum Begegnungszelt. Dort will ich ihn in sein Amt einsetzen.« Mose und Josua gingen ´zum Heiligtum` und betraten das Zelt. 15 Da erschien der HERR am Eingang des Zeltes in einer Wolkensäule. 16 Er sagte zu Mose: »Bald wirst du im Tod mit deinen Vorfahren vereint werden. Dann wird dieses Volk sich mit fremden Göttern einlassen, mit Göttern des Landes, in das sie ziehen. Sie werden mich verlassen und den Bund brechen, den ich mit ihnen geschlossen habe. 17 Mein Zorn wird sie treffen, ich werde sie verlassen und mich vor ihnen verbergen. Sie werden dahinschwinden, großes Unglück und schreckliche Not werden über sie hereinbrechen. Dann werden sie zueinander sagen: ›Dieses Unglück hat uns getroffen, weil unser Gott nicht mehr bei uns ist.‹ 18 Ich aber werde mich völlig von ihnen abwenden, weil sie gegen mich gesündigt und sich anderen Göttern zugewandt haben. 19 Schreibe nun für die Israeliten ein Lied. Bring es ihnen bei, damit sie es immer wieder singen. So kann ich es in Zukunft als Zeuge gegen sie verwenden. 20 Ich werde sie in das Land bringen, das ich ihren Vorfahren versprochen habe, ein Land, das von Milch und Honig überfließt. Dort werden sie sich satt essen und wohlgenährt sein. Dann aber werden sie sich anderen Göttern zuwenden und ihnen dienen. Sie werden mich verlassen und den Bund brechen, den ich mit ihnen geschlossen habe. 21 Wenn dann Not und Unglück sie treffen, wird dieses Lied als Zeuge gegen sie aussagen. Denn auch ihre Nachkommen werden dieses Lied nicht vergessen und es immer wieder singen. Ich weiß genau, welche Absichten dieses Volk schon jetzt hegt – noch bevor ich sie in das Land bringe, das ich ´ihren Vorfahren` mit einem Eid zugesagt habe.« 22 Noch am selben Tag schrieb Mose das Lied auf und brachte es den Israeliten bei. 23 Danach sagte der HERR zu Josua, dem Sohn Nuns: »Sei stark und mutig! Denn du wirst die Israeliten in das Land bringen, das ich ihnen mit einem Eid zugesagt habe. Ich selbst werde bei dir sein.« 24 Als Mose das ganze Gesetz vollständig auf eine Buchrolle geschrieben hatte, 25 befahl er den Leviten, die die Bundeslade des HERRN zu tragen hatten: 26 »Nehmt dieses Gesetzbuch und legt es neben die Bundeslade des HERRN, eures Gottes, damit es als Zeuge gegen euch ´Israeliten` verwendet werden kann.« 27 ´Zum ganzen Volk sagte Mose:` »Ich weiß, wie widerspenstig und eigensinnig ihr seid. Solange ich bei euch war, habt ihr euch immer wieder gegen den HERRN aufgelehnt. Wie wird es dann erst nach meinem Tod sein! 28 Alle führenden Männer eurer Stämme und alle Schiedsleute sollen sich nun bei mir versammeln. In ihrem Beisein will ich mein Lied vortragen und Himmel und Erde als Zeugen gegen sie anrufen. 29 Denn ich weiß, dass ihr nach meinem Tod ins Verderben rennen und den Weg verlassen werdet, den ich euch gewiesen habe. Am Ende wird euch das Unglück treffen, denn ihr werdet tun, was dem HERRN missfällt, und durch eure Götzenbilder seinen Zorn herausfordern.« 30 Anschließend trug Mose den versammelten Israeliten das folgende Lied ´von Anfang` bis Ende vor:

       

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      • Episode 62
      • 5. Mose 31 | Abschied von Mose: Ein Vorbild für Mut

      Text:

      Wie reagierst du, wenn du Abschied nehmen musst? Mose gibt den Staffelstab an Josua weiter und erkennt seine Begrenzungen an. Seine Demut und Ermutigung sind inspirierend für jeden von uns. In dieser Episode betrachten wir, wie wichtig es ist, andere zu ermutigen und Verantwortung weiterzugeben.

       

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      • Episode 63
      • 5. Mose 32,1–52 | PUR

      Text:

      Gelesen von Jörg Pasquay aus der Neuen Genfer Übersetzung (NGÜ)

       

      Bibeltext:

      1 Höre, Himmel, was ich sage, höre, Erde, meine Worte. 2 Was ich lehre, soll wie Regen Leben spenden, meine Rede soll erfrischen wie der Tau ´und Wachstum bringen` wie ein Schauer, der auf Gras und Kräuter fällt. 3 Ich rufe aus den Namen des HERRN! Erweist Ehre unserem Gott. 4 ´Er ist` ein Fels, vollkommen ist sein Tun, alle seine Wege sind richtig und gut. Ein treuer Gott, der niemals betrügt, gerecht und aufrichtig ist er. 5 Diese ungläubige und verkehrte Generation hat sich gegen ihn gestellt, ein Schandfleck sind sie – nicht mehr seine Kinder! 6 Dankst du so etwa dem HERRN, du törichtes und verblendetes Volk? Ist er nicht euer Vater, der euch geschaffen hat? Hat er euch nicht gemacht und ließ euch stark werden? 7 Denkt zurück an längst vergangene Zeiten, erinnert euch an die früheren Generationen. Fragt eure Väter – sie werden es euch erzählen, die Alten unter euch – sie werden es euch sagen: 8 Als der höchste Gott den Völkern ihren Erbbesitz zuwies, als er die Menschen ´auf der Erde` verteilte, da wählte er die Anzahl der Völker so, dass jedes Volk einem Engel zugeteilt wurde. 9 Das Volk ´Israel` aber wählte der HERR für sich selbst als Eigentum, die Nachkommen Jakobs sind sein Erbbesitz. 10 Er fand sie in der Wüste, in der öden Wildnis, wo ´die wilden Tiere` heulen. Er nahm sie in seine Obhut und schützte sie, er behütete sie wie seinen Augapfel. 11 ´Er wachte über ihnen` wie ein Adler: Der scheucht seine Jungen aus dem Nest, ´damit sie fliegen lernen`. ´Wachsam` schwebt er über ihnen, ´und wenn sie müde werden`, breitet er seine Flügel aus und fängt sie auf, er trägt sie auf seinen ausgebreiteten Schwingen. 12 So hat der HERR sein Volk geführt, er allein. Kein fremder Gott stand ihm zur Seite. 13 Er ließ sie ´fruchtbare` Hochebenen erobern und schenkte ihnen reiche Ernten. In Felsspalten ließ er sie Honig finden, und auf steinigem Boden ließ er Olivenbäume wachsen. 14 ´Er gab ihnen` Rahm von Kühen und Milch von Schafen und Ziegen, dazu das Fett von Lämmern und Böcken ´und das zarte Fleisch` von jungen Baschan-Widdern. ´Sie aßen` den besten Weizen und tranken feurigen Wein. 15 Da wurde Jeschurun fett und stieß ´seinen Gott` zurück, ja, ´Israel` wurde dick und fett und störrisch. Sie verließen den Gott, der sie geschaffen hatte, sie verachteten den Fels, der doch ihr Schutz gewesen war. 16 Sie reizten ihn zur Eifersucht mit fremden Göttern, mit abscheulichen Götzen kränkten sie ihn. 17 Sie brachten bösen Geistern, die nicht Gott sind, Opfer dar ´und verehrten` unbekannte Götter, die erst seit Kurzem aufgekommen waren, den Vorfahren noch völlig unbekannt. 18 Den Fels, dem sie das Leben doch verdankten, verließen sie, sie vergaßen den Gott, der sie zur Welt gebracht hatte. 19 Der HERR sah es und wandte sich ab voller Zorn, weil seine Söhne und Töchter ihn beleidigten. 20 Er sprach: »Ich will mich vor ihnen verbergen, will sehen, was dann aus ihnen wird. Denn sie sind eine verdorbene Generation, Kinder, die keine Treue kennen. 21 Sie haben mich eifersüchtig gemacht mit einem Gott, der keiner ist, mich herausgefordert mit ihren Götzen, die nichts als Luftgespinste sind. Darum werde auch ich sie eifersüchtig machen durch ein Volk, das keines ist, ich werde sie zum Zorn reizen durch ein Volk, das nichts ´von mir` weiß. 22 Mein Zorn entbrennt wie ein Feuer, das sich bis ins Totenreich hinunterfrisst. Es verzehrt das Land mitsamt allem, was darauf wächst, und entzündet die Grundfesten der Berge. 23 Ich überhäufe sie mit Unglück und schieße alle meine Pfeile auf sie ab. 24 Sind sie dann vom Hunger entkräftet und ausgezehrt von Fieber und Pest, lasse ich Raubtiere auf sie los und ´schicke ihnen` giftige Schlangen. 25 Draußen rafft das Schwert sie dahin und zu Hause die Todesangst – den jungen Mann wie die junge Frau, den Säugling wie den Greis. 26 Fast hätte ich sie alle vernichtet und jede Spur von ihnen ausgelöscht. 27 Doch ich fürchtete den Hohn ihrer Feinde. Sie würden alles verdrehen und behaupten: ›Mit unserer Kraft haben wir gesiegt, es war nicht der HERR, der dies tat!‹« 28 ´Israel` ist ein Volk, das keinen Verstand besitzt, Einsicht sucht man bei ihnen vergeblich. 29 Wären sie weise, dann würden sie verstehen und bedenken, welches Ende sie erwartet. ´Sie müssten sich fragen:` 30 Wie kann ein einziger ´Feind` tausend ´von uns` in die Flucht schlagen? Und wie können zwei ´von ihnen` zehntausend ´von uns` vertreiben? ´Sie müssten erkennen: Gott`, ihr Fels, hat sie in die Hände der Feinde gegeben, der HERR hat sein Volk an andere Völker ausgeliefert. 31 Sogar unsere Feinde geben zu, dass ihre Götter nicht so mächtig sind wie unser Gott, der starke Fels. 32 ´Unsere Feinde` sind wie ein Weinstock, der aus Sodom und Gomorra stammt, ihre Trauben sind giftig und ihre Beeren bitter. 33 Ihr Wein ist das reinste Drachengift, so tödlich wie das Gift der Schlangen. 34 »Das alles bleibt mir im Gedächtnis, in meinen Archiven ist es verwahrt. 35 Ich werde Rache an ihnen nehmen und Vergeltung üben. Sie werden zu Fall kommen, wenn es Zeit dafür ist. Der Tag ihres Verderbens ist nah, ihr Schicksal ist bereits besiegelt.« 36 Der HERR wird seinem Volk Recht verschaffen, er wird sich erbarmen über alle, die ihm dienen. Denn er sieht, dass ihre Kraft geschwunden ist, dass es aus ist mit den Sklaven wie mit den Freien. 37 Dann wird er fragen: »Wo sind nun eure Götter, ´wo ist` der Fels, bei dem ihr Zuflucht suchtet? 38 Das Fett eurer Opfertiere haben sie verspeist und den Wein eurer Trankopfer getrunken. Sollen sie aufstehen und euch helfen, sollen sie doch euer Schutz sein!« 39 »Erkennt endlich: Ich allein bin Gott und außer mir gibt es keinen anderen. Ich töte und mache lebendig, ich verwunde und heile, und aus meiner Macht kann niemand retten. 40 Ich hebe meine Hand zum Schwur und sage: ›So wahr ich ewig lebe: 41 Ich habe mein blitzendes Schwert geschärft und meine Hand drohend erhoben, ich übe Rache an meinen Gegnern und strafe, die mich hassen. 42 Meine Pfeile sind betrunken von ihrem Blut, mein Schwert frisst das Fleisch der Erschlagenen und Gefangenen und die Köpfe feindlicher Machthaber.‹« 43 Stimmt ein, ihr Völker, in den Jubel seines Volkes! Denn er rächt das ´vergossene` Blut seiner Diener, er übt Rache an seinen Feinden und schafft Sühne für sein Land und sein Volk. 44 Dieses ganze Lied trug Mose dem Volk vor, zusammen mit Josua, dem Sohn Nuns. 45 Nachdem die letzte Zeile verklungen war, 46 forderte er die Israeliten auf: »Nehmt euch diese Mahnungen zu Herzen. Gebt sie euren Kindern weiter, damit sie alle Weisungen des Gesetzes beachten und nach ihnen leben. 47 Denn es sind keine leeren Worte, sondern sie sind euer Leben. Wenn ihr euch nach ihnen richtet, werdet ihr lange in dem Land auf der anderen Seite des Jordans leben, das ihr jetzt in Besitz nehmt.« 48 Noch am selben Tag sprach der HERR zu Mose: 49 »Steig auf den Berg Nebo im Gebirge Abarim, der gegenüber von Jericho im Gebiet der Moabiter liegt. Schau ´von dort` hinüber in das Land Kanaan, das ich den Israeliten zum Besitz geben werde. 50 Danach wirst du auf dem Berg sterben und ´im Tod` mit deinen Vorfahren vereint werden, wie schon dein Bruder Aaron auf dem Berg Hor gestorben ist und mit seinen Vorfahren vereint wurde. 51 Denn ihr ´beide` habt mir vor dem ganzen Volk die Treue gebrochen an der Quelle Meriba bei Kadesch in der Wüste Zin. Ihr habt mich vor den Israeliten nicht als heiligen und mächtigen Gott geehrt. 52 Deshalb darfst du das Land, das ich den Israeliten geben werde, nur von weitem sehen und wirst nicht hineinkommen.«

       

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      • Episode 64
      • 5. Mose 32 | Ein Lied der Mahnung für Gottes Volk

      Text:

      Wie reagierst du, wenn dir die Wahrheit ins Gesicht gesagt wird? Mose singt ein eindringliches Lied, das das Volk Israel an ihre Treue zu Gott erinnert. Während er auf das verheißene Land blickt, wird klar: Gott bleibt auch in Zeiten des Zweifels an ihrer Seite. Dieses Mahnlied bringt die Botschaft: ‚Erkennt endlich: Ich allein bin Gott.‘ Ein eindrucksvoller Aufruf, im Glauben aktiv zu bleiben.

       

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      • Episode 65
      • 5. Mose 33,1–29 | PUR

      Text:

      Gelesen von Jörg Pasquay aus der Neuen Genfer Übersetzung (NGÜ)

       

      Bibeltext:

      1 Dies ist der Segen, den Mose, der Mann Gottes, vor seinem Tod über den Israeliten aussprach. 2 Er sagte: »Der HERR kam vom Berg Sinai, wie die Sonne erhob er sich über dem ´Gebirge` Seïr. Über den Bergen von Paran erschien er in herrlichem Glanz, ´er kam` mit Scharen heiliger Engel, und loderndes Feuer fuhr aus seiner rechten Hand. 3 Du liebst die Stämme Israels, alle, die zu dir gehören, sind in deiner Hand. Zu deinen Füßen werfen sie sich nieder und nehmen deine Unterweisung an. 4 ´Dein` Gesetz hat Mose uns gegeben, den ´kostbarsten` Besitz der Nachkommen Jakobs. 5 Der HERR wurde König über Jeschurun; alle Oberhäupter des Volkes waren versammelt, alle Stämme Israels.« 6 ´Weiter sagte Mose:` »Ruben soll leben und nicht untergehen, doch lass die Zahl seiner Männer gering bleiben.« 7 Über den Stamm Juda sagte Mose: »Höre, HERR, auf die Stimme Judas und bring ihn sicher aus dem Kampf zurück. Mit ganzer Kraft kämpft er für Israel, steh du ihm gegen seine Feinde bei.« 8 Über den Stamm Levi sagte Mose: » ´HERR`, deine ´heiligen Lose` Urim und Tummim hast du Levi anvertraut, weil er dir treu geblieben ist. Du hast ihn bei Massa auf die Probe gestellt und bei der Quelle Meriba mit ihm gestritten. 9 Die Treue der Leviten zu dir ist größer als die zu ihren Eltern, Geschwistern und Kindern. Sie gehorchen deinen Worten und halten am Bund mir dir fest. 10 Sie lehren die Nachkommen Jakobs deine Rechtsbestimmungen, die Israeliten dein Gesetz. ´Der Duft` ihrer Räucheropfer steigt zu dir auf, sie bringen dir Brandopfer dar auf deinem Altar. 11 HERR, segne den Stamm Levi und stärke ihn! Blicke freundlich auf das, was sie tun. Zerschmettere alle, die sie angreifen. Keiner, der sie hasst, soll jemals wieder aufstehen.« 12 Über den Stamm Benjamin sagte Mose: »Benjamin ist der Liebling des HERRN und lebt in Sicherheit. Der Höchste wacht über ihm Tag für Tag und lässt ihn ´sicher` zwischen den Berghängen wohnen.« 13 Über den Stamm Josef sagte er: »Vom HERRN gesegnet sei sein Land, mit kostbarem Tau ´und Regen` aus dem Himmel und mit Wasser aus den Quellen der Tiefe, 14 mit dem Besten, was die Sonne wachsen lässt, und den köstlichen Früchten, die Monat für Monat heranreifen, 15 mit dem Besten der uralten Berge und den kostbaren Gaben der uralten Hügel, 16 mit dem Guten, das sein Land in Überfluss hervorbringt, und mit der Gunst des Gottes, der im Dornbusch wohnte. Diesen Segen soll Josef bekommen, er steht ihm zu, dem Auserwählten, der seine Brüder überragt. 17 ´Majestätisch ist er` wie ein junger Stier, seine Hörner gleichen denen eines wilden Büffels. Mit ihnen stößt er die Völker nieder ´und treibt sie bis` ans Ende der Erde. ´So mächtig` sind die Heere Efraims, ´so gewaltig` die Tausendschaften Manasses.« 18 Über die Stämme Sebulon ´und Issachar` sagte Mose: »Freu dich, Sebulon, wenn du in See stichst, und du, Issaschar, ´freu dich zu Hause ` in deinen Zelten. 19 ´Sebulon und Issachar` laden Völker ein auf den ´heiligen` Berg und bringen dort Opfer dar, die Gott gefallen. Sie werden reich vom Handel auf dem Meer und durch die Schätze, die sie aus dem Boden holen.« 20 Über den Stamm Gad sagte er: »Gepriesen sei ´der HERR`, der weiten Raum schafft für Gad. Wie eine Löwin liegt Gad ´neben seiner Beute` und zermalmt ´seinen Opfern` Kopf und Arme. 21 Er wählte sich ´vom Land` das beste Stück, ihm fiel der Anteil eines Anführers zu. ´Zu ihm` kommen die Oberhäupter des Volkes, er vollstreckt das Gericht des HERRN und bringt gemeinsam mit ganz Israel das Recht zur Geltung.« 22 Über den Stamm Dan sagte Mose: »Dan ist ein junger Löwe, der aus ´dem Dickicht von` Baschan hervorspringt.« 23 Über den Stamm Naftali sagte er: »Naftali bekommt die Gunst und den Segen des HERRN im Übermaß. Ihm gehört das Land, das sich vom See ´Gennesaret` nach Süden erstreckt.« 24 Und über den Stamm Ascher sagte Mose: »Mehr als alle Söhne ´Jakobs` sei Ascher gesegnet, er sei der Liebling seiner Brüder. Sein Land sei so reich an Öl, dass er seine Füße darin baden kann. 25 Aus Eisen und Bronze sollen die Riegel ´an deinen Stadttoren` sein. So lange du lebst, möge deine Kraft niemals nachlassen.« 26 »Keiner gleicht dem Gott Jeschuruns, er fährt am Himmel daher, um dir zu helfen, majestätisch reitet er auf den Wolken. 27 Eine Zuflucht ist der Gott, der seit Urzeiten war, in seinen Armen trägt dich der Ewige. Er hat deine Feinde vor dir vertrieben und dir befohlen: ›Vernichte sie!‹ 28 Nun wohnt Israel in Sicherheit, niemand stört die Nachkommen Jakobs in ihrem Land voll Korn und Wein, das von Tau und Regen bewässert wird. 29 Glücklich bist du, Israel! Wer ist wie du – ein Volk, das der HERR gerettet hat? Er ist deine Hilfe und der Schild, der dich schützt. Er ist das Schwert, das dir zum Sieg verhilft. Deine Feinde werden dir Ergebenheit heucheln, du aber wirst ´triumphierend` über sie hinwegschreiten.«

       

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      • Episode 66
      • 5. Mose 33 | Segen für Israel und dich

      Text:

      Wie sieht der Segen Gottes aus? In 5. Mose 33 spricht Mose den Segen über die 12 Stämme Israels aus. Er zeigt, dass dieser Segen nicht nur für das Volk Israel gilt, sondern auch für uns heute. Lass uns entdecken, wie Gottes Liebe und Treue durch die Generationen wirken und wie wir diesen Segen annehmen können. Jeder ist ein Liebling des Herrn und darf in seiner Empfangshaltung Segen erleben.

       

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