Jeder einzelne Psalm ist ein Geschenk für dich und gibt dir die Möglichkeit, deinen ganz persönlichen Gottesdienst am Sonntag zu gestalten – allein, zu zweit, als ganze Familie oder als Kleingruppe.
Die Psalmen sollen dich aber auch in deinem Alltag begleiten, als Gebet, als Lob Gottes, als Dank, als Kraft in schweren Lebensumständen. Denn die Psalmen haben ca. 1000 vor Christus den jeweiligen Verfassern Kraft gegeben.
Psalm 115
Kreative & tiefgründige Auslegung
Deine persönliche Reflexion
Gestaltung
Laufzeit ca. 09:17 Minuten
Psalm 115 greift die Erfahrung auf, dass Glaube von außen – und oft auch von innen – in Frage gestellt wird, besonders wenn Gebete unbeantwortet bleiben. Der Psalm antwortet auf die Frage „Wo ist dein Gott?“ nicht mit Argumenten, sondern mit Klarheit über Gottes Souveränität und mit einer Abgrenzung von stummen, kraftlosen Götzen, denen Menschen oft ihr Vertrauen schenken. Dabei wird deutlich: Wir werden dem ähnlich, worauf wir unser Vertrauen setzen – Angst, Kontrolle oder Leistung prägen uns, während Vertrauen auf Gott Identität und Halt schenkt. Der Psalm mündet in ein Bekenntnis der Zugehörigkeit zu Gott, das nicht sturmfreie Zeiten verspricht, sondern seine bleibende Nähe und Treue mitten im Sturm betont. Diese Haltung wird im Song von Theo Evers als lautes, bewusstes Gebet der Identität und des Vertrauens aufgenommen.
zum mitlesen
Psalm 115
Lesezeit ca. 02:31 Minuten
1 Nicht uns, HERR, nicht uns, sondern deinen Namen bringe zu Ehren! Du allein bist gnädig und treu! 2 Warum dürfen die Völker höhnisch fragen: »Wo bleibt er denn, ihr Gott?« 3 Unser Gott ist im Himmel, und alles, was er will, das tut er auch! 4 Doch ihre Götter sind nur Figuren aus Silber und Gold, von Menschenhänden gemacht. 5 Sie haben einen Mund, aber reden können sie nicht; Augen haben sie, doch sie können nicht sehen. 6 Mit ihren Ohren hören sie nicht, und mit ihren Nasen riechen sie nichts. 7 Ihre Hände können nicht greifen, mit ihren Füßen gehen sie nicht. Aus ihren Kehlen kommt kein einziger Laut! 8 Genauso starr und tot sollen alle werden, die diese Götzen schufen, und auch alle, die solchen Götzen vertrauen! 9 Ihr Israeliten, vertraut dem HERRN! Er allein gibt euch Hilfe und Schutz. 10 Ihr Priester[1], vertraut dem HERRN! Er allein gibt euch Hilfe und Schutz. 11 Ihr alle, die ihr den HERRN achtet – vertraut ihm! Er allein gibt euch Hilfe und Schutz. 12 Der HERR denkt an uns und wird uns segnen. Sein Segen gilt dem Volk Israel und seinen heiligen Priestern. 13 Sein Segen gilt allen, die ihm mit Ehrfurcht begegnen, ganz gleich ob unbedeutend oder einflussreich! 14 Der HERR gebe euch viele Kinder, euch und euren Nachkommen! 15 Auf euch ruht der Segen des HERRN, der Himmel und Erde geschaffen hat. 16 Der Himmel gehört dem HERRN allein, die Erde aber hat er den Menschen anvertraut. 17 Die Toten können den HERRN nicht mehr loben, denn dort, wo sie sind, schweigt man für immer. 18 Doch wir, wir loben und preisen unseren Gott, jetzt und in alle Ewigkeit! Halleluja – lobt den HERRN!
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